Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung 3
2 Leben und Wirken des Georges Didi-Huberman 4
3 Bilder trotz allem 5
3.1 Bilder trotz allem
Vier Stück Film, der Hölle entrissen 5
3.1.1 Erste Sequenz 7
3.1.2 Zweite Sequenz 8
3.2 Trotzdem kein Bild des Ganzen
Das Bild als Fakt, das Bild als Fetisch 9
4 Über die Wirklichkeit der „l’imageant de l’image“ 12
5 Schlussbemerkung 13
6 Abbildungsverzeichnis 14
7 Literaturverzeichnis 19
2
1 Einleitung
„Man muss sich beeilen, wenn man etwas sehen will, alles verschwindet.“ [Paul Cezanne]
Es spielt keine Rolle, ob man sich eine Aufnahme von Personen, Landschaften, Gebäuden, Attraktionen oder Gegenständen wünscht - alles ist und bleibt in Bewegung. Seit dem 19. Jahrundert war es möglich Augenblicke des Lebens ohne weiteres mit einem neuen Abbildungsverfahren festzuhalten. Die Fotografie erlaubte es, ohne Menschenhand, ein Bild der Wirklichkeit zu fassen. Es war eine Sensation der damaligen Zeit, wenn auch nur Stillleben oder regungslose Menschen fotografiert werden konnten. Im Laufe der Jahre wurde das Aufnahmematerial empfindlicher, wodurch man schnellere Bewegungen festhielt.
Immer mehr Wissenschaftler beschäftigten sich mit dem mechanischen Abbildungsverfahren und dem Produkt der Fotografie. Daneben stand die Frage der Objektivität. Objektivität war seitens dieser mit Richtigkeit und Verlässlichkeit verbunden. In der heutigen Zeit ist dieses Thema sehr umstritten. Auch Georges Didi-Huberman setzte sich mit der Fotografie auseinander. Die vorliegende Arbeit soll einen kurzen Einblick über das Leben und Werk des Didi-Huberman geben. Hauptaugenmerk soll dessen Werk „Bilder trotz allem“ sein. Bearbeitet wurden hierbei der erste Teil „Vier Stücke Film, der Hölle entrissen“ des ersten Kapitels „Bilder trotz allem“ und der erste Teil „Das Bild als Fakt, das Bild als Fetisch“ des zweiten Kapitels „Trotzdem kein Bild des Ganzen“. Die Frage der Objektivität wird mehrmals aufgegriffen - können Bilder beziehungsweise Abbildungen der Wirklichkeit die Realität wiedergeben? Dieser Frage soll Stück für Stück nachgegangen werden.
„Ohne Fotografie ist der Moment für immer verloren, so als ob es ihn nie gegeben hätte.“
2 Leben und Wirken des Georges Didi-Huberman
Der französische Kunsthistoriker und Philosoph - Georges Didi-Hubermanwurde am 13. Juni 1953 in Saint-Étienne geboren und ist noch heute tätig als Hochschullehrer. Er studierte Kunstgeschichte und Philosophie, worauf Didi-Huberman ab 1990 im Pariser Centre d’Histoire et Théorie des Arts de l’École des Hautes Études en Sciences Sociales 1 (EHESS) als Maître de Conférences 2 unterrichtete. Gastprofessuren hatte er, um nur einige zu nennen, an der Johns Hopkins University, der University of Tokyo und University of California, als auch am Courtauld Institute in London und der Freien Universität Berlin. An der Académie de France in Rom, am Harvard University Center for Italian Renaissance Studies in Florenz und auch am Nationalen Forschungsschwerpunkt Bildkritik der Universität Basel beteiligte sich Didi-Huberman an speziellen Forschungsprojekten. Obendrein organisierte er als Kurator die Pariser Ausstellung „L’Empreinte“ (1997) und die
Ausstellung „Fables du lieu“ (2001) in Tourcoing.
Darüber hinaus entstanden zahlreiche Publikationen, um nur einige zu nennen, zum Beispiel „Die Erfindung der Hysterie. Die photographische Klinik von Jean-Martin Charcot.“ (1997), „Was wir sehen, blickt uns an. Zur Metapsychologie des Bildes“ (1999), „Vor einem Bild (2000)“, „Venus öffnen. Nacktheit, Traum, Grausamkeit“ (2006), „Wenn die Bilder Position beziehen“ (2010) und „Das Nachleben der Bilder. Kunstgeschichte und Phantomzeit nach Aby Warburg“ (2010). In seinen Arbeiten nahm er desweiteren Bezug auf Walter Benjamin, Aby Warburg und Georges Bataille, die sich ohnehin mit der Kunsttheorie und Ästhetik auseinandersetzten. Die Aby Warburg Stiftung überreichte Georges Didi-Huberman 1997 den Hans-Reimer-Prei und erhielt 2007 den mit 60.000 Euro honorierten Humboldt-Forschungspreis. Seither ist er Honorary Member in Berlin, im Bereich Literatur- und Kulturforschung.
3 Bilder trotz allem
3.1 Bilder trotz allem
Vier Stück Film, der Hölle entrissen
„Um zu wissen, muß man sich ein Bild machen. Auschwitz, August 1944: vier Bilder trotz allem, trotz
der Gefahren, trotz unserer Unfähigkeit, sie heute angemessen zu betrachten.“ 4 [Georges Didi-Huberman]
Der Realität ein Bild entreißen - der unvorstellbaren Hölle 5 . „Menschen“, wie Du und ich, sie wurden aus ihrem Leben gerissen, in eine Welt, die sie sich nie hätten erträumt. Deportiert in das größte aller faschistischen Konzentrations- und Vernichtungslager - Auschwitz. Trotz allem gab es Bilder, welche uns die Gefahren zeigten, ob wir es wollten oder nicht, gezwungen zum Anblick, auch wenn der Markt viele von diesen bereithielt. 6
3 Chéroux, C.: Mémoire des camps. Photographies des camps de concentration et d’extermination
nazis (1933-1999), Ausst.-Kat. Paris 2001.
4 Didi-Huberman, G.: Bilder trotz allem, S. 5.
5 Didi-Huberman, G.: Bilder trotz allem, S. 15.
6 Vgl. Didi-Huberman, G.: Bilder trotz allem, S. 15.
7 Levi, P.: Die Untergegangenen und die Geretteten (1986), München S. 50.
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2011, Georges Didi-Huberman - Einblick in Leben und Werk, München, GRIN Verlag GmbH
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