Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung 3
2 Begriffsdefinitionen 4
3 Die Entwicklung der Nationalparks in den USA 5
4 Strukturanalyse ausgewählter Parks in Pennsylvania 7
4.1 Allegheny National Forest 8
4.1.1 Struktur. 8
4.1.2 Besucherstruktur 9
4.1.3 Wirtschaftliche Bedeutung. 10
4.2 Susquehannock State Forest 13
4.3 Moshannon State Forest 14
5 Fazit 15
Literaturverzeichnis
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1 Einleitung
“Celebrate Forests. Celebrate Life.“ - das ist das aktuelle Motto des diesjährigen International Year of Forest. Die Vereinten Nationen haben das Jahr 2011 als das Jahr des Waldes deklariert, um eine nachhaltige Erhaltung und Entwicklung der Wälder zu fördern. Seit annähernd 140 Jahren existieren in den Vereinigten Staaten mittlerweile Nationalparks und Nationalwälder, doch der intensive Schutz dieser artenreichen, einmaligen Gebiete ist dabei heute wichtiger als je zuvor. Mittlerweile nennen die USA 58 Nationalparks, sowie etliche Nationalwälder ihr Eigen. Drei, für den Bundesstaat Pennsylvania sehr wichtige Wälder, sind der Allegheny National Forest, der Moshannon State Forest und der Susquehannock State Forest. Die vorliegende Arbeit soll einen Überblick über die Struktur dieser Forste geben und sie kurz charakterisieren. Zudem soll die Besucherstruktur näher beleuchtet werden und eine Analyse der Gäste im Hinblick auf ihre Freizeitaktivitäten und Aufenthaltseigenschaften gegeben werden. Es stellen sich dabei die Fragen, in wie weit die Forste wirtschaftlich genutzt werden und was diese Nutzung für die Natur, aber auch für das Umland bedeutet. In wie weit unterscheiden sich die u.s. amerikanischen Schutzgebiete von denen in Deutschland und wie wird der Aspekt des Umweltschutzes in die Bemühungen eines Nationalforstes in den USA miteingeflochten? Die Arbeit soll abschließend einen kurzen Überblick über die künftige Entwicklung der drei analysierten Nationalforste geben und verdeutlichen, wie wichtig die Existenz eines solchen Waldes für die ansässige Bevölkerung ist.
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2 Begriffsdefinitionen
Naturschutzgebiete sind rechtsverbindlich beschlossene Gebiete, in denen Natur und Landschaft in ihrer Gesamtheit oder in Teilen besonderen Schutz erhalten. Aus drei verschiedenen Blickwinkeln kann ein Areal zum Naturschutzgebiet deklariert werden. Zum einen zur Erhaltung oder Entwicklung von Biotopen und wildlebender Tiere oder Pflanzenarten. Zum anderen können Gebiete, die einen erhaltenswerten geschichtlichen oder wissenschaftlichen Hintergrund aufweisen, zusätzlich geschützt werden. Des Weiteren sind Gebiete schützenswert, die eine gewisse Seltenheit oder besondere Schönheit aufweisen. Naturschutzgebiete können, soweit es die Schutzfunktion erlaubt, der Allgemeinheit zugänglich gemacht werden. Dem gegenüber stehen die Landschaftsschutzgebiete. Grundsätzlich unterscheiden sich die Landschaftsschutzgebiete kaum von den Naturschutzgebieten, aber sie weisen einen erheblich geringeren Schutzfaktor auf, weil sie vor allem der Erholung dienen sollen. Zwischen diesen beiden Typen von Schutzgebieten sind die Biosphärenreservate anzusprechen, die Einflüsse aus beiden Ka-tegorien enthalten. „Biosphärenreservate [erfüllen] in wesentlichen Teilen ihres Gebietes die Voraussetzungen eines Naturschutzgebietes, im Übrigen überwiegend eines Landschaftsschutzgebietes […]“ (Bundesministerium der Justiz 2011:§ 25 Biosphärenreservate). Bei der Einrichtung von Naturschutzgebieten wird generell zwischen unterschiedlichen Typen unterschieden, die sich im Hinblick auf ihre Schutzfunktion stark unterscheiden. Auf der flächenmäßig kleinsten Ebene befinden sich die Naturdenkmäler, geschützte Landschaftsbestandteile und gesetzlich geschützte Biotope. Die nächst höhere Ebene bilden die Naturparke, die im Vergleich zu den geschützten Landschaftsbereichen großräumiger sind und in denen vor allem ein nachhaltiger Tourismus angestrebt wird. Naturparke haben deshalb einen eher schwachen Schutzfaktor und legen ihr Augenmerk auf die Erholung (Bundesministerium der Justiz 2011:§ 27 Naturparke). Nationalparks hingegen sind vergleichsweise großflächige Schutzgebiete. Wichtig ist die Unterscheidung zwischen Nationalparks in Nordamerika beziehungsweise Afrika und den europäischen Nationalparks. In Afrika oder Nordamerika sind Nationalparks solche schützenswerten Gebiete, die „- zumindest formal- Schutz genießen, jedoch in der Regel durch eine mehr oder weniger intensive Touristen- und Erholungsnutzung in ihrem Zustand verändert werden“ (Leser 2005:593). Auf Grund der Schutzfunktion sind die US-amerikanischen und die afrikanischen Nationalparks eher den deutschen Naturparks gleichzusetzten. Als Nationalforste werden in Nordamerika Wälder bezeichnet, die vor allem der Erholung und Regeneration von Touristen dienen sollen und gleichzeitig schützenswerte Gebiete sind. Alle Nationalforste werden vom US Forest Service verwaltet. Als Staatsforst oder `State Forest` werden Wälder bezeichnet, die dem Staat eigen sind.
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3 Die Entwicklung der Nationalparks in den USA
Im Jahr 1872 begann mit der Gründung des ersten Nationalparks der Welt die Ära der Naturreservate und staatlich geschützten Gebiete. Vom damaligen Präsidenten Grant als öffentlicher Park und Erholungsgebiet deklariert, war der Yellowstone National Park der erste Nationalpark der Welt. Im weiteren Verlauf des 19. Jahrhunderts folgten die Gründung des Yosemite-, General Grant- und Sequoia- Nationalpark. Vor allem Grants Nachfolger Theodor Roosvelt etablierte kurz nach der Jahrhundertwende fünf neue Nationalparks in den USA und wird oft als Begründer der amerikanischen Nationalparks erwähnt. Während seiner Amtszeit ernannte er 18 schützenswerte Orte zu Naturdenkmälern, von denen die meisten später den Nationalparkstatus erhielten. Roosvelt trug erheblich zur Entwicklung der Schutzgebiete bei und angagierte sich zeitlebens für eine nachhaltige Entwicklung der Nationalparks und Wälder. “From the first months of Roosvelt‟s administration, new concepts of what national parks could be and what they mean to the public unfolded rapidly” (Carr 1998:257). Erst 1916 wurde der National Park Service (NPS) gegründet, der vor allem die zentralen Managementfunktionen aller US-amerikanischen Nationalparks übernehmen sollte (Eagles/McCool 2002:32-35). Der Nationalparkservice hatte in erster Linie die Aufgabe, die natürlichen Ressourcen der Parks für die nachfolgenden Generationen zu erhalten. „[to] promote and regulate the use of federal areas known as national parks, monuments and reservations…to conserve the scenery and the natural and historic objects and the wild life therein…by such means as will leave them unimpaired for the enjoyment of future generations” (Holden 2007:3). Im Laufe der darauffolgenden Jahre änderten sich jedoch die Anforderungen an US-amerikanische Nationalparks insoweit, als dass sie vor allem der Erholung, der Regeneration und der erlebnisorientierten Freizeitgestaltung der Menschen dienen sollten. Der sogenannte „Ökotourismus„ fand seine Anfänge und wurde im Laufe der Zeit immer beliebter (WTO 1992:1-3). Hotels wurden in den Gebieten der Parks errichtet, Kraftfahrzeuge wurden erlaubt und die Nationalparks wurden auf die Nutzung durch den Fremdenverkehr ausgerichtet. Doch eben diese Kombination von Natur und moderner Lebensart führten dazu, dass die Parks und Forste vor erhebliche Probleme gestellt wurden (Holden 2007:6). Erst seit Beginn des 21. Jahrhunderts legt der National Park Service eine zunehmende Gewichtung auf die nachhaltige Entwicklung und den Schutz amerikanischer Nationalparks und -forste. Man hat begriffen, dass es primär um den Erhalt und den Schutz der Natur, der Pflanzen und Tiere geht und dass der Mensch in diesen Gebieten lediglich eine Nebenrolle spielen darf. Der Direktor des NPS ist sogar der Meinung, dass die Parks und Forste einen fundierten Einblick in die geschichtliche Entwicklung des Staates Amerika liefern und dass ihr Schutz eine unumgängliche Aufgabe für alle aktuellen und vor allem für die noch folgenden Generationen sein wird. “The national park idea has been nurtured by each succeeding generation of Americans; the National
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Arbeit zitieren:
B.Sc. Julia Braun, 2011, Allegheny National Forest, Susquehannock State Forest und Moshannon State Forest , München, GRIN Verlag GmbH
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