Inhaltsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis III
Abk ürzungsverzeichnis III
1 Einleitung 1
2 Begriffe und Definitionen 2
2.1 Gesundheit 2
2.2 Gesundheitsförderung 5
2.3 Prävention 10
3 Setting-Ansatz 12
3.1 Schulische Gesundheitsförderung 13
3.1.1 Schule und Gesundheit 16
3.1.2 Schule plus essen Note 1 19
3.1.3 Schulfruchtprogramme 23
3.2 betriebliche Gesundheitsförderung 25
3.2.1 Netzwerk KMU-Kompetenz 29
3.2.2 KMU IN FORM. 30
3.2.3 Job Fit - Mit Genuss zum Erfolg. 31
4 Diskussion 34
5 Schluss 40
Literaturverzeichnis 41
II
Einleitung
1 Einleitung
Gesundheit. Dieses Thema scheint immer aktuell zu sein, betrifft es uns nicht jeden Tag während des alltäglichen Lebens? Dieser Alltag ist nur nach den eigenen Vorstellungen zu gestalten, wenn wir gesund sind. Deshalb beschäftigt sich diese Arbeit mit der Förderung von Gesundheit, den Faktoren, die Gesundheit bedingen und Maßnahmen, die Krankheit verhindern können. Diese Faktoren sind so wichtig, da das alltägliche Leben nicht nur von den eigenen Vorstellungen, sondern auch von gesellschaftlichen Rahmenbedingungen gestaltet wird. Dieses Alltagsleben und damit die Rahmenbedingungen beeinflussen den Gesundheitszustand des Einzelnen und dadurch der Gesellschaft. "Ein Gesundheitsgewinn für den allgemeinen Gesundheitszustand der Bevölkerung entsteht, indem die sozialen und materiellen, die gesamte Bevölkerung betreffenden, Ausgangsvoraussetzungen für Gesundheit durch das Angebot angemessener Ernährung, Hygiene, Bildung, Arbeit und Wohnen und gesundheitlicher Versorgung verbessert werden" (Hurrelmann 2003, S. 26). Verschiedene Güter und Dienstleistungen fördern demnach die Gesundheit. Zunächst werden die Begriffe "Gesundheit" und "Gesundheitsförderung" definiert und erläutert. Welchen Prinzipien die Gesundheitsförderung folgt und wer diese in die Hand nimmt, wird ebenso erklärt werden. Dazu werden sechs unterschiedliche Gesundheitsförderungsprogramme in Schulen und Betrieben beschrieben und anschließend unter einigen Gesichtspunkten diskutiert. Es wurde versucht Programme auszuwählen, die sich mit dem Thema Ernährung auseinandersetzen, denn das Ernährungsverhalten in Deutschland unterliegt einem ständigen Wandel. Zwischen den Jahren 1987 und 1998 haben die Deutschen sich durch gesteigerten Verzehr von frischem Obst und Gemüse gesünder ernährt. Diese Veränderung wird auf bessere Aufklärung über gesunde Ernährung und gewandelte Wertvorstellungen zurückgeführt. Die Gesundheitsberichtserstattung des Bundes von 2006 weist aber auch auf einen gesteigerten Genuss an Fast-Food und funktionellen Lebensmitteln sowie einen hohen Verzehr von Süßwaren und tierischen Fetten hin. Unzureichend ist die Versorgung mit Vitamin D und Folsäure. Ein Schwerpunkt dieser Arbeit ist der Gesundheitszustand von Kindern und Jugendlichen, denn "in den jüngeren Altersgruppen ist der Anteil an Personen, die ausreichend Obst und Gemüse essen, besonders gering" (Robert Koch-Institut 2006, S. 97).
Außer Ernährung ist auch Bewegung wichtig für die Gesundheit. Obwohl in Gesundheitsförderungsmaßnahmen immer wieder darauf hingewiesen wird, dass Bewegung gesundheitlichen Risikofaktoren und chronischen Erkrankungen entgegenwirkt und die Stressbewältigung, soziale Kontakte und das Wohlbefinden fördert, treiben 38% der Frauen und 37% der Männer in Deutschland keinen Sport (BMELV 2009). Deshalb stellt sich die Frage, ob Programme in Settings die Gesundheit der Bevölkerung fördern und ihre
Begriffe und Definitionen
Ernährungssituation verbessern können. Es wird untersucht, ob die vorgestellten Programme eine Änderung hervorrufen.
Diese Arbeit erfüllt nicht den Anspruch der Vollständigkeit und konzentriert sich auf die genannten Schwerpunkte. Um das Lesen zu erleichtern wird in dieser Arbeit die männliche Form von Personen verwendet. Gemeint sind aber beide Geschlechter.
2 Begriffe und Definitionen
In Kapitel 2 werden die grundlegenden Begriffe Gesundheit und Gesundheitsförderung sowie Prävention in ihren Varianten dargestellt, um ein grundlegendes Wissen zum Verständnis der Gesundheitsförderungsprogramme zu vermitteln und den Rahmen der Untersuchung festzulegen.
2.1 Gesundheit
Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist Gesundheit ein Menschenrecht, das für alle durch Zugang zu Gesundheitsressourcen erreichbar sein soll. Gesundheit ist eine Ressource des täglichen Lebens, ein positives Konzept, das soziale und personale Faktoren und physische Fähigkeiten umfasst, das in Verbindung mit sozialen und ökonomischen Bedingungen steht und von der physikalischen Umwelt und individuellen Lebensweisen beeinflusst wird. In der Satzung der WHO von 1948 wird Gesundheit als "Zustand des umfassenden körperlichen, geistigen und sozialen Wohlbefindens und nicht nur das Fehlen von Krankheit und Behinderung" beschrieben (Nutbeam 1998, S. 351), hierbei handelt es sich um eine positive Interpretation des Begriffs Gesundheit. Das medizinische Modell ist gegensätzlich zur Definition der WHO, denn es versteht unter Gesundheit die Abwesenheit von Krankheit und Leiden. Ein weiterer Aspekt ist das Laienverständnis von Gesundheit. Diese sogenannten "Laienkonzepte" sind das kulturelle, von Sozialisation und gesellschaftlichen Gruppen abhängige Gesundheitsverständnis (Naidoo, Willis 2010, S. 5). Subjektiv sehen Erwachsene Gesundheit in Abhängigkeit von endogenen Bedingungen wie die körperliche Verfassung und Ausprägung der Gene, Krankheit wird bedingt von exogenen Einflüssen, wie sozialräumlichen Lebensbedingungen und -belastungen, Arbeitsbedingungen sowie Krankheitserregern. In den 70er und 80er Jahren gibt es qualitative Untersuchungen zum Gesundheitsverständnis von Laien. Dieses Gesundheitsverständnis kann positiv oder negativ sein. Die Studie von Faltenmaier aus dem Jahr 1988 berichtet, dass die negative Betrachtung von Gesundheit mit Abwesenheit von Krankheit, Fehlen spezifischer Beschwerden und Fehlen allgemeiner gesundheitlicher Probleme beschrieben wird. Die Erwachsenen mit einem positiven Gesundheitsverständnis meinen, Gesundheit ist generelle Handlungs- und Bewältigungsfähigkeit, Leistungsfähigkeit, Stärke und Kraft des Körpers und der Seele, sowie körperliches und seelisches Wohlbefinden und das Gleichgewicht zwischen dem Menschen und seiner Umwelt. Erwachsene haben eher ein positives Verständnis von
Begriffe und Definitionen
Gesundheit, während Kinder Gesundheit mit "nicht krank sein" und Krankheit verknüpfen. Im Jugendalter wird dieses Verständnis um die Befindlichkeit der Psyche erweitert. Gesundheitsvorstellungen werden von Lebenslagen und -weisen sowie von der soziokulturellen Umwelt geprägt. So gibt es in unterschiedlichen Milieus verschiedene Definitionen von Gesundheit. Das Milieu der Kleinbürger beschreibt Gesundheit als Abwesenheit von Krankheit und Vorhandensein funktionaler Fitness. Anders ist es bei dem aufstiegs-orientierten Milieu, das das oben beschriebene Gleichgewicht zwischen Mensch und Umwelt als Quelle der Gesundheit ansieht. Deshalb sollte vor einer Intervention bekannt sein, welche spezifischen gesundheitlichen Bedürfnisse, Motive, Einstellungen und Probleme die Zielgruppe hat und über welche Ressourcen und Kompetenzen sie verfügt. Die Auffassungen der Adressaten entscheiden über ihre Beteiligungsbereitschaft. Daher sind Gesundheitsförderungsprogramme weniger effektiv, wenn subjektive Gesundheits-vorstellungen der Adressaten nicht berücksichtigt werden (Franzkowiak 2003c, S. 226ff.). Gesundheit wird von einer Vielzahl an Faktoren beeinflusst und einige dieser Determinanten stehen in Wechselwirkung miteinander. Gesundheitsförderung richtet sich ebenso an nicht veränderbare Determinanten wie Alter und Geschlecht, wie an von Menschen beeinflussbare Faktoren wie Gesundheitsverhalten und Lebensweise. Auch der soziale Status ist nur wenig durch Individuen oder Gruppen beeinflussbar (Nutbeam 1998, S. 354). Der Gesundheits- und Krankheitszustand der Bevölkerung wird also von zahlreichen Faktoren beeinflusst, die in drei Kategorien eingeteilt werden können: Personale Faktoren, soziale Faktoren und Strukturen des gesundheitlichen Versorgungswesens. In Abbildung 1 sind einige Einflussfaktoren aufgeführt. Die personalen und sozialen Faktoren scheinen die bedeutendste Rolle für die Gesundheit zu spielen, denn berufliche und kulturelle Lebensbedingungen wirken sich auf die Ernährung, Belastungsbewältigung und gesundheitsgefährdendes Verhalten aus (Hurrelmann 2003a, S. 26f.).
Begriffe und Definitionen
Abbildung 1: Gesundheits- und Krankheitszustand der Bevölkerung
Quelle: Hurrelmann 2003a, S.27
Das salutogenetische Modell, begründet von Antonovsky, setzt sich mit Entstehungs- und Erhaltungsbedingungen von Gesundheit auseinander. Es beschäftigt sich mit Fragen der Gesunderhaltung von Menschen, die krankheitserregenden Risiken und Belastungen ausgesetzt sind. Antonovsky und seine Nachfolger untersuchen, welche persönlichen, sozialen und ökologischen Ressourcen diese Menschen gesund erhalten und dafür sorgen, dass sie sich auf dem Kontinuum zwischen Gesundheit und Krankheit in Richtung Gesundheit bewegen (Franzkowiak 2003b, S. 198).
Im salutogenetischen Modell befindet sich ein Individuum auf einer Position auf dem Kontinuum zwischen Gesundheit und Krankheit. Prävention zielt darauf ab, nicht weiter auf dem Kontinuum in Richtung Krankheit zu wandern, während Gesundheitsförderung die Position des Individuums in Richtung Gesundheit verschieben will (Becker 2003, S. 13).
Begriffe und Definitionen
Das systemische Anforderungs- und Ressourcen-Modell basiert unter anderem auf dem salutogenetischen Modell von Antonovsky und besagt, dass Anpassungs- und Regulationsprozesse zwischen dem Individuum und seiner Umwelt dessen Gesundheitszustand bedingen. Das Individuum selbst und seine Umwelt werden als Systeme mit Elementen und Subsystemen gesehen, die sich durch Anforderungen und Ressourcen gegenseitig beeinflussen. Also hängt die Gesundheit eines Menschen von der Fähigkeit ab, mit Hilfe interner und externer Ressourcen internen und externen Anforderungen gerecht zu werden. Beispielsweise kann der externen Anforderung körperlicher Belastung am Arbeitsplatz mithilfe von externen Ressourcen, wie einem auf die Tätigkeiten abgestimmten, gesunden Kantinenessen und interner Ressourcen, wie körperlicher Fitness durch sportliche Aktivität, begegnet werden (Becker 2003, S. 13ff.). Wenn die Bevölkerung oder Teile von ihr nicht gesund sind, gilt es Gesundheit zu fördern.
2.2 Gesundheitsförderung
Der Stellenwert von Gesundheitsförderung in Deutschland blickt auf einen stetigen Wandel in der Vergangenheit zurück. Ab 1880 liegt der Schwerpunkt auf der medizinischen Aufklärung sowie der öffentlichen Hygiene und Aufklärung. In den 1920ern folgt eine starke Entwicklung der sozialmedizinischen und medizinsoziologischen Forschung, die den Zusammenhang zwischen Gesundheits- bzw. Krankheitsstatus der Bevölkerung und der wirtschaftlichen, kulturellen und organisatorischen Lage verdeutlicht. Während des Nationalsozialismus verliert Deutschland die führende Position in der Gesundheitsförderung und knüpft erst spät nach dem zweiten Weltkrieg wieder an. In der Nachriegszeit ist die Sichtweise auf das Befinden der Menschen krankheitsorientiert und wird erst in den 1980ern und 1990ern durch die Einbeziehung von psychischen, sozialen und Umweltbedingungen als mögliche Krankheitsfaktoren ergänzt (Hurrelmann 2003, S. 75). Heute liegt der Fokus des deutschen Gesundheitssystems auf der Behandlung akuter Krankheiten. Wegen des veränderten Krankheitsspektrums mit Zunahme chronischer Krankheiten sind Gesundheitsförderung und Prävention ebenso von Bedeutung wie die Behandlung von Krankheiten. Deshalb ist eine Vernetzung dieser Bereiche erforderlich (Hurrelmann 2003, S. 43). Der Handlungsbedarf zur Senkung gesundheitsschädlicher Einflussfaktoren und Stärkung gesundheitsfördernder Ressourcen leitet sich aus epidemiologischen, demografischen und soziologischen Befunden ab (Rosenbrock, Gerlinger 2009, S. 46). Gesundheitliche Zusammenhänge und Zugangswege werden erkannt, sodass Personen einen Anreiz haben, ihre Lebensweise zu verändern. Gesellschaftliche Gruppen beeinflussen durch Handlungen ihre Gesundheitsdeterminanten. Effektive Gesundheitssysteme werden entsprechend des Gesundheitszustandes angemessen genutzt. Bauliche, ökonomische und soziale Rahmenbedingungen der Gesellschaft
Begriffe und Definitionen
fördern Interventionen und tragen dadurch zur Gesundheitsförderung bei (Eichhorn 2007, S. 54ff.).
In den 1980er Jahren setzt sich die Weltgesundheitsorganisation (WHO) mit der Gesundheitsförderung auseinander.
1984 hat das Europäische Regionalbüro der WHO in Kopenhagen eine Diskussions-grundlage über Konzepte und Prinzipien der Gesundheitsförderung erstellt. Dieses Papier beschreibt Gesundheitsförderung als konzeptionelle Grundlage für Programmansätze, die Lebensbedingungen und -zusammenhänge verbessern sowie persönliche und gesellschaftliche Verantwortung für eine gesündere Zukunft vereinen. Grundsätzlich soll Gesundheitsförderung den Einzelnen dazu befähigen, größeren Einfluss auf Erhaltung und Verbesserung seiner Gesundheit zu nehmen. Aufgabe der Gesundheitsförderung ist es, Zugang zu Gesundheitschancen zu schaffen, auf kulturelle und soziale Veränderungen einzugehen sowie soziale Netzwerke bzw. soziale Beziehungen auszubauen. Dadurch soll mit Belastungen besser umgegangen und Gesundheit bewahrt werden können. Außerdem sind positives Gesundheitsverhalten und gesundheitsförderliche Bewältigungsstrategien unter Berücksichtigung der Lebensweisen zu stärken und gesundheitsbezogenes Wissen durch Information und Aufklärung zu verbreiten. Damit sich die Adressaten nicht hilflos fühlen, müssen bei der Gestaltung von Informations- und Aufklärungskampagnen die Entscheidungs- und Veränderungsmöglichkeiten der Adressaten berücksichtigt werden. Schwierigkeiten treten auf, wenn, den gesundheitsförderlichen Prinzipien widersprechend, Gesundheitsfanatismus zu strengen Vorschriften führt, aber auch wenn die Zielpersonen von Entscheidungsträgern allein für ihre Gesundheit verantwortlich gemacht werden (Franzkowiak, Sabo 1998, S. 78ff.).
Laut Waller folgt die Gesundheitsförderung folgenden Prinzipien: Gesundheitsförderung richtet sich an die gesamte Bevölkerung in ihren alltäglichen Lebenszusammenhängen und nicht allein an spezifische Zielgruppen. Gesundheitsförderung will Bedingungen und Ursachen von Gesundheit beeinflussen, wobei sie verschiedene Maßnahmen und Ansätze, wie Informationsvermittlung, Erziehung, Gesetzgebung, steuerliche und organisatorische Regeln sowie gemeindenahe Veränderung einbezieht. Gesundheitsförderung ist um Beteiligung der Öffentlichkeit bemüht und keine medizinische Dienstleistung, sondern primäre Aufgabe des Gesundheits- und Sozialbereichs (Waller 2007, S. 133). Die Feststellung, dass Krankheiten viele Auslöser haben und medizinisch-kurative Maßnahmen nur begrenzt zur Gesundheit von Patienten beitragen sowie schichtspezifische Differenzen bei Morbidität und Mortalität vorhanden sind, hat zur Formulierung der Ottawa Charta beigetragen (Rosenbrock, Gerlinger 2009, S. 69).
Begriffe und Definitionen
In der Ottawa Charta der ersten internationalen Konferenz zur Gesundheitsförderung wird Gesundheitsförderung folgendermaßen definiert:
"Gesundheitsförderung zielt auf einen Prozess, allen Menschen ein höheres Maß an Selbstbestimmung über ihre Gesundheit zu ermöglichen und sie damit zur Stärkung ihrer Gesundheit zu befähigen. Um ein umfassendes körperliches, seelisches und soziales Wohlbefinden zu erlangen, ist es notwendig, dass sowohl Einzelne als auch Gruppen ihre Bedürfnisse befriedigen, ihre Wünsche und Hoffnungen wahrnehmen und verwirklichen und ihre Umwelt meistern bzw. sie verändern können. In diesem Sinne ist die Gesundheit als wesentlicher Bestandteil des alltäglichen Lebens zu verstehen und nicht als vorrangiges Lebensziel. Gesundheit steht für ein positives Konzept, das in gleicher Weise die Bedeutung sozialer und individueller Ressourcen für die Gesundheit ebenso betont wie die körperlichen Fähigkeiten. Die Verantwortung für Gesundheitsförderung liegt deshalb nicht nur beim Gesundheitssektor, sondern bei allen Politikbereichen und zielt über die Entwicklung gesünderer Lebensweisen hinaus auf die Förderung von umfassendem Wohlbefinden" (WHO 2010, S. 1).
Um den Gesundheitszustand zu verbessen, müssen laut der Ottawa Charta für Gesundheitsförderung bestimmte Vorbedingungen erfüllt sein. So muss sich dafür eingesetzt werden, dass Faktoren, die die Gesundheit beeinflussen, gesundheitsfördernd gestaltet werden. Unterschiede im Gesundheitszustand sollen verringert und gleiche Möglichkeiten und Ressourcen geschaffen werden, damit alle gleichberechtigt ihr volles Gesundheitspotential erreichen können. Dies benötigt Zugang zu Informationen sowie Fähigkeiten und Möglichkeiten eine gesunde Wahl zu treffen. Eine weitere Vorbedingung ist, dass zwischen unterschiedlichen Interessen vermittelt wird, d.h. Aktionen aller beteiligten Bereiche wie beispielsweise Regierungen, freiwillige Organisationen und Industrie werden aufeinander abgestimmt. Dies ist wichtig, da Menschen aller Lebensbereiche miteinander verbunden sind. Neben den Vorbedingungen werden in der Ottawa Charta acht grundlegende Bedingungen von Gesundheit gelistet, zu denen unter anderem Bildung, Nahrung, soziale Gerechtigkeit und Chancengleichheit gehören (WHO 2010, S.1f.). Diese finden sich auch in den gewählten Gesundheitsförderungsprogrammen dieser Arbeit wieder. Die erste internationale Konferenz zur Gesundheitsförderung hat sich auf fünf Handlungsfelder verständigt:
1. Eine gesundheitsförderliche Gesamtpolitik wird entwickelt, innerhalb der politische Entscheider aller Bereiche und Ebenen die Auswirkungen ihrer Entscheidungen auf die Gesundheit berücksichtigen.
Arbeit zitieren:
B. Sc. Vanessa Löhn, 2011, Settingkonzepte der Gesundheitsförderung und ihr Umgang mit Fragen der Ernährung, München, GRIN Verlag GmbH
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