Zusammenfassung
In der vorliegenden Arbeit werden die Ursachen des Kalten Krieges einer näheren Betrachtung
unterzogen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf dem Zeitraum zwischen 1945-1961, wobei
insbesondere die Berlin-Blockade und das Chruschtschow Ultimatum Beachtung finden.
i
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung 1
2 Der Beginn des Kalten Krieges 1945 1961 2
2.1 Begriffsdefinition 2
2.2 Die Herausbildung der Ost-West Gegensätze 2
2.3 Berlin-Blockade und die Luftbrücke (1948 /49 ) 4
2.4 Die Gründung der beiden deutschen Staaten 5
2.5 Die Gründung der NATO und des Warschauer Paktes 6
2.6 Der Koreakrieg 7
2.7 Der 17. Juni 1953 8
2.8 Die Hallstein-Doktrin 8
2.9 Das Chruschtschow-Ultimatum 9
3 Fazit 12
Quellen xiii
ii
1 Einleitung
Der Kalte Krieg bedeutete eine entscheidende Zäsur für die Entwicklung Deutschlands, Europas und weite Teile der Welt. Die Auswirkungen der Ost-West-Konfrontation prägten die Phase zwischen 1945 und 1991 in politischer, historischer aber auch kultureller Hinsicht. 1 Bereits mit dem Ende des 1. Weltkriegs 1918 war die einzige Vormachtstellung des europäischen Kontinents gebrochen und ging in die Hände der neuen ‚Supermacht‘ USA über. Zunehmend konnte sich jedoch auch die Sowjetunion emanzipieren und erlangte den ‚Supermachtstatus‘ mit dem Ende des 2. Weltkrieges 1945. Europa hatte seinen Führungsanspruch in der Welt endgültig verloren und lag sowohl in ökonomischer als auch politischer Hinsicht am Boden. Am markantesten traf dieser Niedergang das nationalsozialistische Deutschland: Erobert, geteilt und darüber hinaus durch einen der furchtbarsten Kriege der Menschheitsgeschichte moralisch diskreditiert war es auf fremde Hilfe von außen angewiesen.
Doch schon kurz nach dem Ende des 2. Weltkrieges wurde jedoch deutlich, dass ein Ende des `Zeitalters der Extreme‘ nicht abzusehen war. 2 Die Spannungen zwischen den beiden Supermächten verstärkten sich und mündeten schließlich in der Ost-West-Konfrontation, dessen Ende erst mit dem Fall der Mauer (1989) sowie dem Zusammenbruch der Sowjetunion 1991 festgemacht werden kann.
Es stellt sich in diesem Zusammenhang die Frage, welche Etappen die Phase zwischen 1945 und 1961 prägten und wie diese in einen gesamthistorischen Kontext eingeordnet werden können. Um dieser Kernfrage nachgehen zu können, verfolgt die vorliegende Arbeit einen ereignisgeschichtlichen Aufbau, grenzt den Zeitraum jedoch auf die Jahre zwischen 1945 bis 1961 ein und setzt den Schwerpunkt auf der Berlin-Blockade und dem Chruschtschow Ultimatum. Diese Vorgehensweise wurde gewählt, da der geografische Fokus auf dem deutschen Raum liegen soll und die in dieser Arbeit besprochenen Ereignisse entscheidenden Einfluss auf die historischpolitische Entwicklung des Landes hatten. Auf der anderen Seite impliziert diese Herangehensweise aber auch, dass zahlreiche Ereignisse, die in dieser Zeit stattgefunden nicht oder nur am Rande besprochen werden können.
1 Ulrich Lappenküpper: Die Außenpolitik der Bundesrepublik Deutschland 1949-1990, Enzyklopädie
deutscher Geschichte, Oldenbourg 2008, S. 3
2 Eric Hobsbawn: Das Zeitalter der Extreme. Weltgeschichte des 20. Jahrhunderts, München 1995, 17.
2 Der Beginn des ‚Kalten Krieges‘ 1945-1961
2.1 Begriffsdefinition
Der Begriff des ‚Kalten Krieges‘ ist ein häufig gebrauchter Terminus um die Teilung der Welt in ‚Ost‘ und ‚West‘ zu beschreiben. Er impliziert eine eindeutige Trennung zwischen zwei Einheiten, wobei diese selbst im Zeitverlauf einem Wandel unterworfen waren. 3 Die bereits im Zweiten Weltkrieg beginnende „Teilung der Welt“ manifestierte sich nach 1945 immer weiter und endete erst 1989/90. 4 Die Zustandsbeschreibung ‚Kalter Krieg‘ bedeutet im Gegensatz zu einem ‚heißen Krieg‘, dass sich zwei Parteien (hier: die USA und die Sowjetunion) in einem kriegsähnlichem Zustand befinden, jedoch nicht direkt militärisch bekämpfen. Da sich die beiden ‚Supermächte‘ jedoch auch zwischen den Blöcken bekämpften (z.B. im Korea-Krieg 1950-1953), stößt der Begriff an seine Grenzen und kann zahlreiche Vorgänge aufgrund mangelnder Tiefenschärfe nur unzureichend beschreiben. Zu denken ist in diesem Zusammenhang auch an die Aufstände in der DDR im Juni 1953, aber auch in Ungarn (1956) oder Polen (1980). Diese weiteten sich nur aufgrund eines rigorosen Eingreifens der Sowjetunion nicht zu Bürgerkriegen aus, stehen aber in einem engen Kausalverhältnis zu zahlreichen Kriegen und der Ost-West-Konfrontation. 5 Darüber hinaus muss festgestellt werden, dass der hier diskutierte Begriff eine geradezu stringente Geschichtsentwicklung impliziert und dadurch den Beziehungswandel zwischen den beiden ‚Supermächten‘ vernachlässigen muss. 6 Allerdings findet er unter Vorbehalt in der Forschung nach wie vor Verwendung und kann insbesondere drei historische Momente treffend beschreiben: 1. Die Berlin-Blockade 1948/49, 2. Die Kuba-Krise 1962 sowie 3. Die Diskussion um die Mittelstreckenraketen zwischen 1979 bis 1982/83. 7 Hier kulminierte die Konfrontation zwischen Ost und West zu einem ‚Kalten Krieg‘, während zwischen diesen Phasen häufig Momente der Entspannung festgestellt werden können. Insofern leistet der Begriff einen akzentuierenden Beitrag zur Beschreibung der strukturellen Gegebenheiten in dieser Phase.
2.2 Die Herausbildung der Ost-West-Gegensätze
Nach der bedingungslosen Kapitulation 1945 wurde Deutschland von den vier Besatzungsmächten, den USA, Großbritannien, Sowjetunion und Frankreich in vier Besatzungszonen aufgeteilt. Auch Berlin wurde in vier Sektoren verteilt, obwohl die Stadt selbst in der sowjetischen Besatzungszone (SBZ) lag. Um die Hauptstadt des ehemaligen Dritten Reiches dennoch gemeinsam verwalten zu können, wurde die Alliierten Kommandantur für Groß-Berlin ins Leben gerufen. Diese
3 Ulrich Lappenküpper: Die Außenpolitik der Bundesrepublik Deutschland 1949-1990, Enzyklopädie deutscher Geschichte, Oldenbourg 2008, S. 4.
4 Wilfried Loth (Hrsg): Die deutsche Frage in der Nachkriegszeit, Berlin 1994, S. 7. 5 Ebd.
6 Der Begriff der ‚Supermacht‘ ist ebenfalls umstritten. Insbesondere in der neusten Forschung wird wieder vermehrt mit dem Begriff des Imperiums operiert. Siehe hierzu: Herfried Münkler: Imperien. Die Logik der Weltherrschaft. Vom Alten Rom bis zu den Vereinigten Staaten, Berlin 2006, S. 11ff.
Arbeit zitieren:
M.A. Friederike Rosenfeld, 2008, Der Kalte Krieg (1945-1961), München, GRIN Verlag GmbH
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