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Analyse eines Seegüterteilmarktes am Beispiel der Kühlgutlogistik
unter besonderer Beachtung des nordeuropäischen Marktes
Inhalt
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1 Einführung. 3
1.1 Angebot und Nachfrage im Kühlgutmarkt. 3
1.2 Haupttransportströme und bedeutende Marktteilnehmer 5
1.3 Modal Split: Container vs. Vollreefer 6
2 Technische Aspekte der Kühlgutlogistik 8
2.1 Schiffstypen im Kühlguttransport 8
2.1.1 Konventionelle Reeferschiffe. 8
2.1.2 Containerschiffe 8
2.2 Anforderungen an ein Kühlgutterminal 9
2.3 Neue Entwicklungen 9
3 Der nordeuropäische Reefermarkt 11
3.1 Marktübersicht 11
3.2 Bedeutende Häfen 11
4 Fallbeispiel: Nomadic Shipping ASA 13
4.1 Das Unternehmen. 13
4.2 Dienste und Terminals 13
5 Zusammenfassung. 15
6 Literaturverzeichnis. 16
Analyse eines Seegüterteilmarktes am Beispiel der Kühlgutlogistik Hafenmanagement 2
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Abkürzungsverzeichnis
cbf cubic feet (Kubikfuß) EU Europäische Union
ISO International Standardization Organisation Kn. Knoten LCL Less than Containerload LTL Less than Truckload tdw tons deadweight teu twenty-foot equivalent unit
Tabellenverzeichnis
Hafenmanagement 2 Analyse eines Seegüterteilmarktes am Beispiel der Kühlgutlogistik
Frank Gümmer Seite 3 von 16
1 Einführung
1.1 Angebot und Nachfrage im Kühlgutmarkt
Der Transport temperaturgeführter Güter ist ein hochgradig komplizierter und anforderungsreicher Prozess. Viele Güter, insbesondere Lebensmittel, erfordern einen Transport unter bestimmten externen Bedingungen, wie z. B. Kühlung auf eine bestimmte Temperatur oder sogar das Herabkühlen unter den Gefrierpunkt. Auf die unterschiedlichen Arten des Kühlgut-transports wird in Kap. 2 noch genauer eingegangen. An dieser Stelle sollen zunächst die Bestimmungsgründe von Angebot und Nachfrage im Kühlgutmarkt untersucht werden. Um die Nachfrage nach Kühlguttonnage analysieren zu können muss man zunächst die wichtigsten Gütergruppen untersuchen. Der seewärtige Transport von Kühlgütern insgesamt stieg von 25,64 Mio. Tonnen in 1985 auf 47,40 Mio. Tonnen in 1996, was einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 5,7 % entspricht.
I
Die wichtigsten Güter sind Bananen, Fleisch, Fisch, Zitrusfrüchte, die sogenannten Deciduous Fruits (Äpfel, Birnen und Trauben), exotische Früchte (Ananas, Kiwi und Avocado) und Milchprodukte (Butter und Käse). Eine Übersicht über die Anteile der einzelnen Güter am Gesamttransportaufkommen auf Tonnenbasis gibt die folgende Tabelle:
Tabelle 1:
Quelle: Drewry Shipping Consultants Ltd., Reefer Shipping: Confronting the Competitive Threat, London 1999, S. 1.
Für die Zukunft wird ein weiteres beständiges Wachstum des Kühlguttransportaufkommens erwartet. Seit 1996 ist das stärkste Wachstum im Markt bei den exotischen Früchten zu verzeichnen.
Entscheidend für die Nachfrage nach Kühlguttonnage ist jedoch nicht das Transportaufkommen in Tonnen, sondern die Transportleistung in Tonnenmeilen bzw. Kubikmetermeilen. In der Kühlgutschifffahrt wird aufgrund des relativ hohen Staufaktors der Ladung mit Kubikfußmeilen gerechnet. Die Anteile der einzelnen Güter am Gesamttransportaufkommen in Tonnen, am Gesamttransportvolumen in Kubikmeter und an der Gesamttransportleistung in Kubikfußmeilen vergleicht die folgende Tabelle:
Analyse eines Seegüterteilmarktes am Beispiel der Kühlgutlogistik Hafenmanagement 2
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Quelle: Drewry Shipping Consultants Ltd., Reefer Shipping: Confronting the Competitive Threat, London 1999, S. 2.
Es gibt zwei entscheidende Faktoren für die Transportleistung in Kubikfußmeilen, nämlich den Staufaktor der Ladung und die durchschnittliche Transportdistanz. Dadurch erklären sich die unterschiedlichen prozentualen Anteile in obiger Tabelle. Haben beispielsweise Bananen aufgrund ihres hohen Staufaktors von etwa 120 cbf (3,4 m³) pro Tonne einen erhöhten Anteil am Volumenaufkommen gegenüber ihrem Anteil am Tonnenaufkommen, so relativiert sich dieser Effekt beim Anteil an der Transportleistung durch die unterdurchschnittliche mittlere Transportdistanz. Der umgekehrte Effekt tritt bei Fleisch auf, das einen vergleichsweise niedrigen Staufaktor von etwa 75 cbf (2,1 m³) pro Tonne hat, jedoch eine überdurchschnittliche mittlere Transportdistanz aufweist. Diese Zusammenhänge sind bei der exakten Analyse der Nachfrage nach Kühlguttonnage zu beachten.
Prinzipiell steht die Nachfrage nach Kühlguttonnage jedoch in engem Zusammenhang mit der Nachfrage nach Kühlgütern. Diese wiederum hängt von der Bevölkerungsentwicklung und dem verfügbaren Pro-Kopf-Einkommen der Bevölkerung ab. In diesem Zusammenhang muss auch die Entwicklung von Wechselkursen angesprochen werden, insbesondere die Entwicklung des US-Dollars. Verteuert sich der Dollar gegenüber anderen Währungen, so wird ein Großteil der Kühlgüter teurer, da viele der Kühlgüter auf Dollar-Basis verkauft werden. Das Angebot von Kühlgütern ist bisher ein vernachlässigbarer Faktor für die Nachfrage nach Kühlguttonnage. Trotz sich häufender Phänomene wie El Niño oder anderer Naturkatastrophen wird der Kühlguthandel eher von der Nachfrageseite bestimmt, wenngleich sich natürlich der Preis der Kühlgüter als wichtiger Faktor für den seewärtigen Kühlguttransport erweisen kann. In Zukunft wird jedoch mit einer entscheidenderen Rolle des Kühlgüterangebots in der Kühlgutschifffahrt gerechnet. II
Weitere Faktoren, welche die Nachfrage nach Kühlgütern und somit indirekt die Nachfrage nach Kühlguttonnage bzw. die Nachfrage nach Kühlguttonnage direkt beeinflussen sind politische Faktoren wie Zölle und Einfuhrbeschränkungen (z. B. „Bananenkrieg“ zwischen den USA und der EU), Änderungen im Konsumentenverhalten und verstärktes Zurückgreifen auf die eigene Produktion (z. B. durch verbesserte, längere Lagerung eigener Produkte).
Hafenmanagement 2 Analyse eines Seegüterteilmarktes am Beispiel der Kühlgutlogistik
Arbeit zitieren:
Frank Gümmer, 2002, Analyse eines Seegüterteilmarktes am Beispiel der Kühlgutlogistik unter besonderer Beachtung des nordeuropäischen Marktes, München, GRIN Verlag GmbH
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