Geographisches Institut der RWTH Aachen Robert Mihelli Entwicklungszusammenarbeit: Die Entwicklung der AIDS Problematik
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Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 5
2. Die Grundlagen 6
2.1. HIV/AIDS Definition und Charakteristika 6
2.2. Die Medikamente und die Patentrechte 10
2.3. Der Ursprung und die Verbreitung 11
3. Die Gesellschaftlichen Auswirkungen der Pandemie 13
3.1. Soziale Modalitäten 13
3.2. Die Verbreitungsgründe in Ländern südlich der Sahara 14
3.3. Home Based Care 17
3.4. Die AIDS Waisen 18
3.5. Die Witwen und AIDS 20
4. Die Ansätze der Entwicklungszusammenarbeit 21
4.1. Betrachtungen zur Entwicklungszusammenarbeit 21
4.2. Fallbeispiel: Die Situation in Südafrika 23
5. Schlusswort 26
Literatur 28
Anhang 31
Geographisches Institut der RWTH Aachen Robert Mihelli Entwicklungszusammenarbeit: Die Entwicklung der AIDS Problematik
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Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1 : Globale Übersicht der HIV 1 Verbreitung der Gruppe M Subtypen in 1997 7
Abbildung 2 : HIV Ansteckungsarten und Subtypen 8
Abbildung 3 : HIV Soziale Ursachen und Zielgruppen 13
Abbildung 4 : Die HIV Prävelenz in afrikanischen Ländern südlich der Sahara 14
Abbildung 5 : Gebrauch der Kondome, Männer, bei nicht regülären Partnern 1994 bis 2000 22
Abbildung 6 : Behandlungsbedürftige AIDS Kranke in Südafrika 23
Abbildung 7 : Waisenkinder in Südafrika: Möglicher Trend (in Millionen) 24
Tabelle 1 : Die tödlichsten Krankheiten Weltweit im Jahr 2002 9
Geographisches Institut der RWTH Aachen • Robert Mihelli • Entwicklungszusammenarbeit: Die Entwicklung der AIDS Problematik 6
Mittlerweile ist die Krankheit erkannt; weltweit leben heute über 40 Millionen Menschen mit AIDS 8 ,
das entspricht 1.2 Prozent der Weltbevölkerung 9 . Alleine im letzten Jahr kamen fünf Millionen
Neuinfektionen hinzu und für das Jahr 2003 wird ein globaler Anstieg erwartet 10 . Bis jetzt forderte
die Pandemie jährlich über 3.1 Millionen Tote 11 und nur ein kleiner Bruchteil der Erkrankten wird
medizinisch versorgt 12 . In den afrikanischen Ländern südlich der Sahara 13 , besonders in Malawi,
Simbabwe, Botsuana und Swasiland avancierte AIDS längst zur Haupttodesursache. Dort leiden
mehr als 28 Millionen Menschen, wogegen in den westlichen Industriestaaten nur 1.5 Millionen
infiziert sind. Die teuere Behandlung mit patentgeschützten AIDS Medikamenten können sich 95
Prozent aller Erkrankten aus den Entwicklungsländern nicht leisten. Gefangen zwischen Dürftigkeit
und Pandemie, strecken sie uns eine Hand entgegen.
Diese Arbeit entstand hauptsächlich unter der Daten- und Quellenfreigabe des Missionsärztlichen
Instituts in Würzburg, der UNAIDS Organisation, sowie des Dritte-Welt-Forum Aachen eV. Die
Hausarbeit wird räumlich primär afrikanische Länder südlich der Sahara betrachten und zeitlich
koordiniert der Genese, Verbreitung sowie der Auswirkung der Krankheit nachgehen, Bezüge zur
Entwicklungszusammenarbeit ansprechen sowie ein Fallbeispiel vorstellen, um einen
Verständnispfaden für die Opfer aufzubauen, die dem Virus unterlagen, für diejenigen Virusträger,
die der Diskriminierung ausgesetzt sind und für die Unwissenden, Hoffnungslosen und Ignoranten,
die ihn noch empfangen werden.
2. Die Grundlagen
2.1. HIV/AIDS Definition und Charakteristika
Im Jahre 1981 häuften sich die Anzeichen für ein virulentes Krankheitsbild, das im Juli 1982 in
Nordamerika mit dem Akronym acquired immunodeficiency syndrome, AIDS, benannt wurde 14 . Den
als Retrovirus eingestuften Erreger 15 , der dieses erworbene Immundefekt-Syndrom mit Störung des
8 Vgl. UNADIS: Table Of Country-Specific HIV/AIDS Estimates And Data, End 2001, in: Report On The Global HIV/AIDS Epidemic, Geneva, 2002, S. 190.
9 Die Weltbevölkerung zählt derzeit 6.3 Milliarden Menschen, Jahreswachstum ist 77 Millionen, der größte Zuwachs entfällt auf die
Entwicklungsländer. Vgl. Ehrenstein, Claudia: 2050 leben 8,9 Milliarden Menschen auf der Erde, in: Die Zeit, 27.02.2003, Berlin, 2003, S. 1.
10 In den GUS-Staaten sowie bevölkerungsreichen Staaten Südostasiens nimmt die Zahl der HIV/AIDS Infizierten stark zu, in China hat in den ersten sechs Monaten des vergangenen Jahres die offizielle Zahl der Neuinfizierungen um 67 % zugenommen. In Russland ist die Zahl der AIDS Infizierten Ende 2001 sogar fünfzehn Mal höher als im Jahre 1998. Vgl. Olff, Sabine: 40 Millionen HIV-Infizierte weltweit, Süddeutsche Zeitung, 03.06.2002, München, 2002, S. 6.
11 Vgl. UNADIS: a.a.O., S. 8.
12 Vgl. UNADIS: a.a.O., S. 10.
13 Afrika südlich der Sahara trägt die Last von über 70% der weltweiten Infektionen. Vgl. Kaseje, Dan/ Menberu, Retta/ Ochieng´, Michael/ Oindo, Missie: AIDS - Eine Krankheit der Armut. Soziale Ursachen und Folgen der AIDS Tragödie, in: EPD Entwicklungspolitik, 16/2002 August, Brüssel, 2002, S. 25.
14 Die ursprüngliche Bezeichnungen war unter anderem Gay Related Immunodeficiency Disease, GRID, welche aber als diskriminierend und nicht zutreffend mit dem neutral klingenden Akronym AIDS ersetzt wurde. Die erste der vielen Demütigungen, die die Krankheit noch mit sich tragen muss. Vgl. Shilts, Randy: a.a.O., S. 248.
15 Das Erbgut des HIV besteht aus Ribonukleinsäure, RNS, während das Erbgut der menschlichen Zelle aus Desoxyribonukleinsäure,
DNS, aufgebaut ist. Sie unterscheiden sich von anderen RNS-Viren zudem durch ein Eiweiss, die Reverse Transkriptase, das die Viren zu ihrer Vermehrung benötigen. Die Reverse Transkriptase schreibt die Erbinformation der Viren (RNS) so um, dass sie zum menschlichen Genom (DNS) passt. Erst dann kann das Erbgut der Erreger in die Erbinformation der Wirtszelle eingebaut und mit Hilfe der menschlichen Zelle vermehrt werden. Vgl. Hildelbrandt, Helmut (Hrsg.): Pschyrembel Klinisches Wörterbuch, Berlin, 1998, S. 1375.
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Robert Mihelli, 2003, Die Entwicklung der AIDS Problematik, Munich, GRIN Publishing GmbH
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