Inhaltsverzeichnis:
1. Einleitung 1
2. Grundlagen 2
2.1 Rekapitulation 1: Entwicklungen vom Mittelhochdeutschen 2
zum Frühneuhochdeutschen
2.2 Rekapitulation 2: Konjunktion und Subjunktion - 3
koordinierend und subordinierend.
3. Das System der Konjunktionen und Subjunktionen im 4
Fr ühneuhochdeutschen
3.1 Ausgangslage im Althochdeutschen/ Mittelhochdeutschen 4
3.2 Veränderungen zum Frühneuhochdeutschen 5
3.2.1 Abbau von Polyfunktionalität 5
3.2.2 Univerbierung 6
3.2.3 Wechsel der semantischen Kategorie am Beispiel weil von 7
der temporalen zur kausalen Konjunktion)
4. Ursachen? 8
5. Zusammenfassung 9
6. Literaturverzeichnis 10
1. Einleitung
Die folgende Arbeit mit dem Thema „Die Entwicklung der Satzverknüpfung: Das System der Konjunktionen und Subjunktionen “ entstand im Sommersemester 2011 im Seminar „Historische Varietäten des Deutschen“ bei Prof. Dr. Hans Ulrich Schmid und baut auf dem Referat im gleichnamigen Kolloquium auf.
Sie wird durch vier Bereiche thematisch voneinander getrennt. Im Grundlagenteil, der sich wiederum in zwei Teile untergliedert, werden Entwicklungen vom Mittelhochdeutschen zum Frühneuhochdeutschen thematisiert, die für das Verständnis des Umbaus des Subjunktionssystems nötig sind. In einem zweiten Schritt wird hier auf die Klasse der Konjunktion und Subjunktionen eingegangen und der Begriff definitorisch abgesteckt. Der Hauptteil der Arbeit besteht in einem ersten Schritt aus der Darstellung der Ausgangslage als Grundlage der wissenschaftlichen Auseinandersetzung. Daran schließt sich die Betrachtung der Veränderungen im System an. Dies geschieht unter dem Rückgriff auf heutige Verhältnisse im heutigen System. Es ist klar, dass dies im Rahmen der Arbeit nur exemplarisch geschehen kann. Daher legt die Arbeit den Fokus im weiteren Verlauf auf drei Prozesse, die innerhalb der Neustrukturierung des Systems der Konjunktionen und Subjunktionen zu beobachten sind - Abbau von Polyfunktionalität, Univerbierung und den Wechsel der semantischen Kategorie am Beispiel der Konjunktion weil. Den dritten Teil der Arbeit bildet die Hinterfragung der Ursachen für die Entwicklung bzw. Herausbildung des neu strukturierten Systems. Hier wird vor allem die Rolle der Schriftlichkeit eine wichtige Rolle spielen.
Den Schluss der Arbeit bildet eine Zusammenfassung der in der Arbeit vorgestellten Prozesse und Entwicklungen im Bereich der Konjunktionen und Subjunktionen. An diesem Punkt bietet es sich an, auf nicht thematisierte Punkte der Arbeit Bezug zu nehmen, diese für die weitere Beschäftigung mit der Thematik anzureißen und somit Anreize für eine weitere wissenschaftliche Auseinandersetzung aufzuzeigen.
1
2. Grundlagen
In diesem Abschnitt sollen die Grundlagen für die Beschäftigung mit der Thematik der Konjunktionen und Subjunktionen gelegt werden. Dies geschieht in einem ersten Schritt durch die Rekapitulation der Entwicklungen vom Mittelhochdeutschen zum Frühneuhochdeutschen. Hier soll eine kurze Zusammenfassung der Prozesse vom Mittelhochdeutschen zum Frühneuhochdeutschen, welche mit der Entwicklung, Ausprägung und Weiterentwicklung der Konjunktionen im Bezug stehen, gegeben werden, um die Bedeutung innerhalb des Systems der Konjunktionen im syntaktischen, grammatischen und systematischen Wandel einordnen zu können. In einem zweiten Schritt wird der Bereich der Konjunktion und Subjunktion durch Definition der Begrifflichkeiten festgelegt.
2.1 Rekapitulation 1: Entwicklungen vom Mittelhochdeutschen zum Frühneuhocheutschen
Die größte Rolle im Ausbau des Systems kommt zweifelsohne der Syntax zu. Hier sei sowohl auf den Ausbau der Erweiterung der Nominal- und der Verbalgruppe (Hartweg/ Wegera 2005: 173ff.), die Differenzierung von syntaktischen und Wortbildungsstrukturen, z.Bsp. durch den Stellungswandel des Genetiv-Attributs zur besseren Unterscheidung von Komposita (Roth 2007: 73) sowie auf die zunehmend formale Differenzierung von Haupt-und Nebensatz hingewiesen, die durch die Fixierung der Wortstellung erreicht wird. Erstere syntaktische Erscheinung ist vor allem als Möglichkeit zur Informationsverdichtung von großer Bedeutung. Im Falle der Haupt- und Nebensatzdifferenzierung liegt eine ähnliche Bedeutsamkeit vor, da hiermit Abhängigkeitsbeziehungen dargestellt werden, was der Anreicherung des Informationsgehaltes innerhalb der Äußerung zu Gute kommt. In dem untersuchten Punkt der Konjunktionen und Subjunktionen sei an dieser Stelle aber lediglich auf die Verb-Letzt-Stellung und ihre Bedeutung für die Auseinanderentwicklung von Haupt-und Nebensatzstrukturen verwiesen, da diese die im engen Zusammenhang mit der Zunahme der unterordnenden Konjunktionen steht (Vgl. Nübling 2006: 94). Ein letzter Punkt ist die hier an Beispielen zu behandelnde funktional-semantische Profilierung syntaktischer Strukturen, welche in Form von Subjunktionen Kern dieser Arbeit sind. Es bleibt dabei festzuhalten, dass sich aus den erwähnten Entwicklungen die Konsequenz ziehen lässt, dass sich die fnhd. Syntax durch eine größere Komplexität und dadurch gesteigerte formale Leistungsfähigkeit auszeichnet.
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Arbeit zitieren:
B.A. Christian Luther, 2011, Die Entwicklung der Satzverknüpfung: Das System der Konjunktionen und Subjunktionen, München, GRIN Verlag GmbH
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