Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 1
2. Hauptteil 1
2.1 Populäre Musik und ihre Texte - ein kurzer Überblick 1
2.2 Das Verfahren der Musiktextanalyse 3
2.3. Begriffsklärung 3
2.3.1 Wirkung 3
2.3.2 Liebe 4
2.4 Wirkungen von Liebe - Ausgewählte Fallbeispiele 5
2.4.1 „Pflaster“ von Ich Ich 5
2.4.2 „Verpiss dich“ von Tic Tac Toe 7
3. Fazit 10
Anhang 11
Literaturverzeichnis 13
"Die Liebe ist wie ein Gewürz. Es kann das Leben versüßen
1. Einleitung
Das angeführte Zitat untermauert den Inhalt dieser Arbeit, welche sich mit den unterschiedlichen Wirkungen von Liebe in Texten populärer Musik beschäftigt. Dafür werden die ausgewählten Fallbeispiele „Pflaster“ von Ich+ Ich und „Verpiss dich“ von Tic Tac Toe verwendet, die mithilfe eines Verfahrens der Musiktextanalyse näher untersucht werden. Hiermit sollen zwei Wirkungen von Liebe herausgestellt werden, die gegensätzlicher nicht sein können. Zunächst wird jedoch für das weitere Verständnis ein kurzer Überblick über populäre Musik gegeben. Dieser enthält neben den Funktionen von Musik und Musiktexten, Erläuterungen zum Begriff populäre Musik. Folglich wird das Verfahren der Musiktextanalyse genauer dargestellt und auf die ausgewählten Fallbeispiele angewendet. Zuvor werden die Begriffe Wirkung und Liebe definiert, um das Thema der Arbeit zu verdeutlichen.
2. Hauptteil
2.1 Populäre Musik und ihre Texte - ein kurzer Überblick
Die Musik und ihre Texte stellen das bedeutsame Medium dieser Arbeit dar. Zunächst werden daher einige Funktionen dieses Mediums beleuchtet. Vorab lässt sich die Musik einschließlich ihrer Texte in zwei funktionale Hauptbereiche einteilen. Nach Rösing werden diese als „gesellschaftlich-kommunikative[r] […] und „individuell-psychische[r] Funktionsbereich“ (Rösing, 1994, S. 77f.) betitelt. Im gesellschaftlich-kommunikativen Funktionsbereich sind einige Teilfunktionen für das Thema der Arbeit von Bedeutung. Musik und deren Texte dienen hier zur Verständigung/ Kommunikation, zur „Kontaktaufnahme und […] Klärung zwischenmenschlicher (meist positiver) Beziehungen“ (ebd., S.78). Im individuellpsychischen Funktionsbereich sind vor allem folgende bedeutsame Teilfunktionen anzuführen:
1
„emotionale Kompensationsfunktion:
die Projektion oder Abreaktion von Stimmungen, Gefühlen, Wünschen, Träumen und Vorstellungen;
Funktion der Einsamkeitsüberbrückung:
[…] Identifikationsangebote [schaffen] Verbindungen zum gesellschaftlichen Umfeld, die real nicht gegeben sind; […]“ (ebd.)
Neben den aufgeführten Funktionen von Musik und ihren Texten, muss darüber hinaus geklärt werden: was ist eigentlich populäre Musik? Im „Handbuch der populären Musik“ von Wicke und Ziegenrücker lässt sich hierfür nachstehende Begriffserklärung finden:
„Ensemble sehr verschiedenartiger Genres und Gattungen der Musik, denen gemeinsam ist, dass sie massenhaft produziert, verbreitet und angeeignet werden, im Alltag wohl fast aller Menschen, wenn auch im einzelnen auf unterschiedliche Weise, eine bedeutende Rolle spielen. […]“ (Wicke, Ziegenrücker, 2006, S.544).
Bezogen auf die Liedtexte populärer Musik lassen sich wichtige Informationen aus dem Text „Notizen zur Materialsorte ,Musiktext’ […]“ von Herma entnehmen. Demnach ist die „tonale wie textliche Gesamtkomposition“ populärer Musik (Herma, 2010, S.1) darauf ausgerichtet, an kollektive Erfahrungen anzuknüpfen (vgl. ebd.). Hierdurch soll vor allem die „Produktionsregel kommerzieller Erfolgsaussicht“ (ebd.) bedient werden. Das heißt, je mehr ein Textinhalt Erfahrungen von Konsumentinnen und Konsumenten widerspiegelt, desto erfolgreicher kann und wird er wahrscheinlich sein. Herma bezeichnet Texte populärer Musik demnach als „eine Schnittstelle zu kollektiv geltenden Sinn- und Ordnungsmustern der Alltagswelt, da die transportierten Leitbilder in einem Austauschverhältnis zur Alltagswirklichkeit stehen. „ (Herma, 2010, S.2). Dem ist jedoch hinzuzufügen, dass die Inhalte eines Musiktextes meist fiktional sind und daher nicht immer mit den Erfahrungen der Autoren vergleichbar sind (vgl. ebd.). Anders gesagt, die „Realität in Texten populärer Musik wird auf der Ebene einer inszenierten Alltagswirklichkeit hergestellt.“ (ebd.). Um ihre Inhalte auf den Punkt bringen zu können, haben sie jedoch nur „eingeschränkten Spielraum“ (ebd.). Aus diesem Grund wird vor allem metaphorisches und prägnantes Vokabular verwendet, welches das Erlebte besonders emotional darstellt und zum Teil auch dramatisiert (vgl. ebd. S. 3).
2
2.2 Das Verfahren der Musiktextanalyse
Im Folgenden soll nun erläutert werden, wie bei der Musiktextanalyse der ausgewählten Fallbeispiele vorgegangen wurde. Hierfür wird grundlegend auf den Text „Notizen zur Materialsorte ,Musiktext’ und zu methodischen Herangehensweisen“ von Herma Bezug genommen.
Die folgenden Fallbeispiele „Pflaster“ von Ich+ Ich und „Verpiss dich“ von Tic Tac Toe wurden mithilfe der Sequenzanalyse genauer untersucht. Bei diesem Verfahren wird ein Text, in diesem Fall ein Text populärer Musik, „ ,Stück für Stück’ durchgegangen, dabei haben alle Textstellen zunächst die gleiche Wichtigkeit.“ (Herma, 2010, S. 5). Hiermit soll nachvollzogen werden, welchen Sinn die einzelnen Textpassagen in ihrer Fortschreibung haben und welche Bedeutung sie besitzen (vgl. ebd.). Um eben genanntes interpretieren zu können, werden zunächst mehrere Lesarten entwickelt, es werden also „Kontexte dafür entwickelt, in welchen sozialen Kontexten die einzelnen Aussagen ,vernünftigerweise’ Sinn machen.“ (ebd.). Jenes soll dazu dienen, den Fall richtig zu rekonstruieren beziehungsweise eine Lesart zu verifizieren. Dass heißt, dass die Hinzunahme weiterer Textstellen dazu führt, dass schließlich nur eine Lesart den Fall richtig konstruiert. Um diese Lesart auch belegen zu können, müssen nun möglichst viele und gute Gründe angeführt werden (ebd.). Darüber hinaus gilt die Grundregel, dass der Sinn zunächst ohne äußeres Kontextwissen erschlossen wird. Zum äußeren Kontextwissen zählen zum Beispiel die historische und kulturelle Verortung sowie die Authentizität des Autors oder der Autorin (Herma). Weiterhin wird auch die „akustische Zeichenwelt“ (Herma, 2010, S.3) außer Acht gelassen.
2.3. Begriffsklärung
Um sich dem Thema „Wirkungen von Liebe in Texten populärer Musik“ nähern zu können, muss zunächst geklärt werden, was unter den Begriffen Wirkung und Liebe zu verstehen ist.
2.3.1 Wirkung
Für den Begriff Wirkung findet man im Duden folgende hilfreiche Erklärung: „1. durch eine verursachende Kraft bewirkte Veränderung, Beeinflussung, bewirktes Ergebnis“ 1
1 Duden online (Stichwort: Wirkung), 2011, http://www.duden.de/rechtschreibung/Wirkung
3
Arbeit zitieren:
Julia Uhlitzsch, 2011, Wirkungen von Liebe in Texten populärer Musik: Ausgewählte Fallanalysen, München, GRIN Verlag GmbH
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