Gliederung
A : Beobachtungsaufgaben
A1 : Bezogen auf den gesamten Zeitraum des Praktikums
1. Motivation der Kinder
2. Intentionen der Lehrerin
3. Fachspezifische Lernschwierigkeiten
A2 : Bezogen auf eine Unterrichtsstunde
1. Thema der Stunde - Stellung im curricularen Lehrplan
2. Lernziele in der zeitlichen Abfolge
3. Lehrstrategien
4. Medien und Materialien
5. Lernphasen
A3 : Bezogen auf eine Unterrichtseinheit
B : Planung und Durchführung von Kurzversuchen im
Mathematikunterricht
1. Thema des Kurzversuches
2. Artikulationsabschnitte
3. Stellung des Kurzversuches im Rahmen der Mathematikstunde
4. Lernziele
5. Schwierigkeiten
6. Auffälligkeiten
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C: Planung und Durchführung einer Unterrichtsstunde in Mathematik
1. Thema
2. Unterrichtsplanung
a) Rahmenbedingungen
b) Stundenziele und Bezug zum Lehrplan
c) Mathematisch - orientierte Stoffanalyse
d) Didaktisch - methodische Analyse
e) Grobskizze des geplanten Unterrichtsablaufes
3. Reflexion
1. Motivation der Kinder
1.1 Womit versucht die Lehrerin, die Kinder für den Mathematikunterricht zu interessieren?
Im Allgemeinen kann man sagen, dass Frau x versucht, ihre eigene Begeisterung für die Mathematik auf die Schüler zu übertragen. Sie möchte den Kindern deutlich machen, dass Mathematik keine Strafaktion darstellt. Es ist jedoch in dieser Klasse nicht in allen Bereichen der Mathematik möglich. Hierzu möchte ich ein Beispiel geben. Die Hälfte der Klasse hat große Schwierigkeiten im Bereich Sachrechnen. Diese Kinder sind nichtdeutscher Muttersprache. Aufgrund ihrer Sprachschwierigkeiten können sie den Inhalt der Textaufgaben sprachlich nicht erschließen. Das hat natürlich Desinteresse dieser Kinder, keine Mitarbeit und Störungen des Unterrichts zur Folge. Man konnte jedoch beobachten, dass Frau x aufgrund dieses Problems erst recht versucht, die Textaufgaben interessant zu gestalten. Die Schüler haben die Möglichkeit, eigene Sachaufgaben zu erzeugen und diese ihren Mitschülern zu stellen. Bevor dies geschieht, wird die Aufgabe von Frau Plasa kontrolliert. Es stellt eine hohe Motivation dar, dass „ihre Aufgabe“, ihre Leistung, der gesamten Klasse vorgestellt wird. Außerdem trägt der Schüler, der in die Lehrerrolle schlüpfen darf, Verantwortung, indem er die Lösungen seiner Mitschüler kontrollieren darf.
Um die Kinder für den Mathematikunterricht zu interessieren, hat Frau x eine Morgentafel in dieser Klasse eingeführt. Das heißt, vor jeder ersten Stunde, die sie gemeinsam mit ihrer Klasse hat, schreibt sie ungefähr 20 Minuten vor Beginn der Stunde, verschiedene Arbeitsaufträge an die Tafel. Diese stellen keine Strafarbeiten dar. Ganz im Gegenteil, die Schüler können sich selbständig mit mathematischen Themen spielerisch auseinandersetzen. Das können Spiele wie Domino, Kopfrechnen, Memory usw. sein. Durch die Morgentafel sind alle beschäftigt, stellen sich auf den Mathematikunterricht ein, sind begeistert bei der Sache und wiederholen den bereits kennen gelernten Stoff.
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1.2 Woraus schließen Sie auf vorhandenes oder fehlendes Interesse der Kinder am Mathematikunterricht?
Auf das fehlende Interesse bei den Kindern nichtdeutscher Muttersprache konnte man sehr schnell schließen. An ihrer Reaktion im Mathematikunterricht war dies erkennbar. Sie arbeiteten schlecht mit, engagierten sich nicht und im schlimmsten Fall störten sie den Unterricht und damit die Konzentration der anderen Kinder. Außerdem geschah es oft, dass sie die Hausaufgaben entweder vergessen haben oder versucht haben sie zu erledigen. Leider häufig mit vielen Fehlern. Das lag daran, dass sie kaum bzw. keine Unterstützung vom Elternhaus erfahren haben. Es wurde zu Hause nicht nachgefragt, ob das Kind Hausaufgaben machen muss, oder die Eltern, die kaum Deutsch sprechen, verstanden die Aufgabenstellung nicht und konnten somit ihren Kindern nicht helfen. Da oft ein Teil des Mathematikunterrichts auf den Hausaufgaben basiert, saßen diese Kinder gelangweilt, ohne jegliche Motivation, passiv im Unterricht.
2. Intentionen der Lehrerin 2.1 Welche Zielsetzung verfolgt die Lehrkraft generell mit ihrem Mathematikunterricht (Richtziele)?
Im Wesentlichen ist das Hauptziel von der Praktikumslehrerin, ihre eigene Motivation auf die Kinder überspringen zu lassen, um das Interesse für den Mathematikunterricht der Schüler zu wecken.
Ein neutrales Ziel ist dem Lehrplan zu folgen und die von ihm gesetzten Ziele für das Schuljahr im Groben einzuhalten.
Außerdem verfolgt die Lehrkraft mit ihren Zielsetzungen einen pragmatischen Grund. Als Reaktion auf die Pisa-Studie müssen im Juni und Juli in den dritten Klassen Orientierungsarbeiten geschrieben werden. In dieser Orientierungsarbeit wird der gesamte Stoff der dritten Klasse exemplarisch abgefragt.
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Arbeit zitieren:
Franziska Reichel, 2003, Praktikumsbericht über das fachdidaktische Blockpraktikum Mathematik - Unterrichtsstunde zum Thema "Einführung der schriftlichen Addition" in einer dritten Klasse, München, GRIN Verlag GmbH
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