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Inhalt
Inhalt
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Verzeichnis der verwendeten Abkürzungen
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Beweggründe und Ablauf der wissenschaftlichen Arbeit
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Die Geschichte des Bausparens
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Das Kollektivprinzip
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Vertragsabschluss und Ansparphase
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3.1
Tarife eines Bausparvertrages
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3.2 Die Bausparsumme
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3.3 Die Abschlussgebühr
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3.4 Sparzahlungen
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3.5 Verzinsung des Guthabens
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Förderungen von Bausparverträgen
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4.1 Die Wohnungsbauprämie
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4.2 Die Arbeitnehmersparzulage
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Sofortfinanzierung
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Die Zuteilungsphase
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7
Die Darlehensphase
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7.1 Darlehensgewährung
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7.2 Darlehensverzinsung
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7.3 Der effektive Jahreszins
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7.4 Tilgungsbeitrag und Tilgungszeit
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8
Altersvorsorge mit Wohn- Riestern
29
9
Die Entwicklung des Bausparens in Deutschland der
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letzten Jahre
4
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Die Bausparkassen in Deutschland
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Schlussfolgerung und Aussichten
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Literaturverzeichnis
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5
Verzeichnis der verwendeten Abkürzungen
Abb.
Abbildung
bzw
beziehungsweise
DDR
Deutsche demokratische Republik
IUHFI
International Union of Housing Finance Institutions
LBS
Landesbausparkasse
Mrd
Milliarden
vL
vermögenswirksame Leistung
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Beweggründe und Ablauf der wissenschaftlichen Arbeit
Alle Menschen haben Grundbedürfnisse. Dazu zählt neben essen, schlafen und
trinken auch ein Dach über dem Kopf. Doch wohnen kann man auf völlig
verschiedene Arten. Camper bevorzugen das Leben im Wohnmobil oder Zelt, andere
fühlen sich in Mietwohnungen wohl und eine große Gruppe von Menschen träumt
von den eigenen vier Wänden oder hat sich diesen Traum bereits erfüllt. Dabei ist
das Eigenheim für viele nicht nur Statussymbol, sondern auch der Weg in eine freie
und geregelte Zukunft. Außerdem stellt es eine finanzielle Absicherungen dar, dass
gleichzeitig Inflationsgeschützt ist. Da die Wohnung oder das Haus wichtig für den
Lebensstandard sind, wollen viele Menschen möglichst schnell in ihr persönliches
Traumhaus ziehen.
Abb. 0.1 Werbung von Schwäbisch Hall zum Bausparen (Quelle: Schwäbisch Hall (20.10.2011)
https://www.schwaebisch-hall.de/-snm-2887118917-1319747587-0082f00000-0000000000-
1319749215-enm-ham/haeuser/index.php (online) )
Doch der Bau oder Erwerb eines Hauses ist nicht billig. Das Risiko vor dem
finanziellen Ruin schreckt viele Menschen ab und Auflagen, Regelungen, sowie
Vorschriften erschweren den Verbrauchern die Sicht auf das Wesentliche. Außerdem
gehen viele Bürger davon aus, sich die Erfüllung ihres Traumes nicht leisten zu
können, weil sie unzureichend oder falsch informiert sind. Die Finanzierung ist
sicherlich teuer und eine Entscheidung, die gut überlegt sein muss, da sie das
weitere Leben stark beeinflusst. Doch es gibt Möglichkeiten, mit denen sich Kosten
beim Hausbau oder Kauf einsparen lassen und das Vorhaben optimal mitfinanzieren,
um später unnötig hohe Abzahlungen zu vermeiden. Eine dieser Möglichkeiten stellt
das Bausparen dar.
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Da Beratungen in Banken und Bausparkassen oft undurchsichtig und nicht
nachvollziehbar für die Bauwilligen sind, lohnt sich für diesen die Selbstlektüre und
das eigenständige Aneignen von Grundwissen, um in der darauffolgenden Beratung
nicht den Überblick zu verlieren. In dieser Studienarbeit habe ich besonders
Augenmerk auf den Verlauf eines Bausparvertrages gelegt. Desweiteren sind
Untersuchungen zum Bausparen in Deutschland und die Rolle des Staates beim
Bausparen enthalten.
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1. Die Geschichte des Bausparens
Die Idee des Bausparens ist mehr als 200 Jahre alt und stammt ursprünglich aus
England. 1775 wurde In Birmingham die erste Wohnungsbaugesellschaft gegründet.
Deren Aufgabe war es allerdings nicht die Wohnungsnot der Bevölkerung zu
minimieren, da ihre Mitglieder wohlhabend waren. Vielmehr diente die Gesellschaft
dazu, möglichst schnell durch das Einsammeln von Sparbeiträgen der Reihe nach
den Mitgliedern mittels Ausgabe von Darlehen den Bau eines Eigenheimes zu
ermöglichen. Die Idee ging auf und fand viele Nachahmer und als 1836 das erste
Bausparkassengesetz verabschiedet wurde, wuchs die Popularität des Bausparens
in England noch stärker. Sobald alle Mitglieder ein Haus erworben hatten, wurden
die Gesellschaften wieder aufgelöst. Auch Sparer, die kein Darlehen wünschten,
konnten schon damals als Mitglieder von verhältnismäßig hohen Zinsen profitieren.
Auch heute zählen in Großbritannien die Bausparkassen zu den größten Instituten
des Landes.
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In Deutschland fand das Bausparen erst viel später Zuspruch. Es gab bereits
Baugenossenschaften, die aber kein Darlehen vergaben und deren von ihnen
erbaute Wohnung Eigentum der Genossenschaft blieben. Erst nach dem ersten
Weltkrieg entstanden in Folge von Wohnungsknappheit, Aussiedelungen und dem
Mangel an Finanzierungsmitteln Bausparkassen. Viele der ersten Bausparkassen
erreichten ihre Ziele nicht und mussten wieder aufgegeben werden.
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Die
Bausparkasse Wüstenrot, eine der ältesten in Deutschland, existiert als Ausnahme
noch heute. Mit der Bausparreform im Jahre 1938 wurde das Bausparsystem nach
dem Muster erschaffen, wie wir es heute kennen. Durch weitreichende Richtlinien
wurden Entartungen Einhalt geboten und Standards festgelegt. Auch wurden fortan
öffentliche und private Bausparkassen strikt. Ein einheitliches Gesetz entstand
allerdings erst 1972, welches beide Gruppen gleichstellt und als Kreditinstitute dem
Bundesaufsichtsamt für das Kreditwesen unterstellt.
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BÜSCHGEN,
H.,
KOPPER,
H.
(1994),
Seite
9
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HIRSCH,
U.
(1991),
Seite
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Da nach dem zweiten Weltkrieg ebenfalls starker Wohnungsmangel herrschte, die
Grundlagen durch die Bausparreform jedoch bereits geschaffen waren, kam es zu
einem großen Aufschwung im Bausparwesen, der bis heute anhält nicht zuletzt
durch die Wiedervereinigung, nach der viele Bausparverträge in den neuen
Bundesländern abgeschlossen wurden.
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Heute ist das Bausparen weltweit verbreitet, doch bereits 1914 schlossen sich die
Bausparkassen und Gesellschaften zur International Union of Housing Finance
Institutions (IUHFI) zusammen
.
Sie zählt aktuell 70 Mitglieder aus 39 Ländern und
veranstaltet alle 2- 3 Jahre Fachseminare, sowie einen Weltkongress. Dabei werden
aktuelle Themen besprochen und Probleme bei der Wohnungspolitik, sowie
Wohnungsbau gelöst.
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Auf europäischer Ebene schloss sich 1962 die europäische
Bausparkassenvereinigung zusammen. Die Zahl der Mitgliedsländer wuchs nach
Gründung durch Deutschland, Belgien, Frankreich und den Niederlanden stetig. Der
Zweck der Vereinigung besteht in der Wahrnehmung von Interessen gegenüber der
Europäischen Union. Auch hier findet alle 3 Jahre ein Kongress zum
Erfahrungsaustausch der Mitglieder statt.
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2. Das Kollektivprinzip
Bausparen wird oft auch als ,,kollektives Bausparen" bezeichnet. Dies rührt vom
Prinzip des Bausparens her, bei dem sich Sparer zusammenschließen, um schneller
ein Sparziel zu erreichen als im Alleingang. Das Kollektivprinzip bedeutet allerdings
nicht, dass sich die Sparer einander verbunden fühlen und soziale Aspekte im
Vordergrund stehen. Heute sind die Sparer einander völlig unbekannt und jeder
verfolgt sein eigenes Ziel. Es gibt keine geschlossenen Gruppen von Sparern,
sondern ständig Zu- und Abgänge, wobei die Zahlen jährlich schwanken.
In der Grundidee waren sich die kleinen Gruppen von Sparen einander bekannt und
verfolgten das Ziel durch die gemeinsame Ansammlung von Kapital einer
bestimmten Reihenfolge nach allen Mitgliedern den Bau von Wohnraum zu
ermöglichen.
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BÜSCHGEN,
H.,
KOPPER,
H.
(1994),
Seite
9
4
International
Union
for
Housing
Finance
(2011)
IUHF
Member
List
(26.10.2011)
(online)
http://www.housingfinance.org/uploads/documents/List%20of%20IUHF%20Members.pdf
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BÜSCHGEN,
H.,
KOPPER,
H.
(1994),
Seite
15
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Im Gegensatz zu heute bestimmten anfangs subjektive Gründe die Reihenfolge, in
der die Sparer das Darlehen bekamen. Der Nachteil dieser geschlossenen Gruppen
war, dass einige Sparer sehr lang auf das Erreichen ihres Ziels warten mussten,
wenn sie in der Reihenfolge einen der hinteren Ränge belegten. Nach diesem Prinzip
hat der letzte Sparer in der Reihenfolge nicht nur den zeitlichen Nachteil, sondern
nimmt auch kein Darlehen in Anspruch, da er als Letzter seine Bausparsumme
vollständig selbst erspart hat. Außerdem war nur ein geregelter Ablauf gewährleistet,
wenn jeder Darlehensnehmer fristgerecht seine Tilgungsraten zurückzahlte, die dann
zusammengenommen mit den Sparbeiträgen der verbleibenden Sparer den
nächsten Kredit ermöglichten.
Beim heutigen Bausparen verhält sich dies natürlich ganz anders, nicht zuletzt weil
für viele nicht der Wohnungsbaugedanke, sondern das Bausparen als Geldanlage im
Vordergrund steht und somit nicht allen Kunden Darlehen ausgereicht werden. Auch
die Verteilung von Darlehen ist heute nach objektiven Standards geregelt und das
Bausparen dient heute nicht mehr zur Vollfinanzierung von Bauvorhaben, sondern
stellt nur noch einen Teil der Finanzierung dar, sodass die Kredite deutlich niedriger
ausfallen. Vom Kollektivprinzip sprechen die Bausparkassen nur noch aus
werbezweckmäßigen Gründen, um den Kunden ein Gemeinschaftsgefühl zu
vermitteln.
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Das Bausparen selbst läuft in 3 Phasen ab. Die Ansparphase dient dazu Guthaben
anzusammeln, welches verzinst und gegebenenfalls gefördert wird. Die
Zuteilungsphase stellt die Freigabe des Guthabens und Bauspardarlehens dar, über
das die jeweilige Bausparkasse entscheidet. Daran schließt sich die Darlehensphase
an, in der der Kunde das Darlehen zuzüglich Zinsen an die Bausparkasse zurück
zahlt.
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HIRSCH,
U.
(1991),
Seite
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11
Die untere Abbildung soll den groben Ablauf eines Bausparvertrages darstellen.
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Abb. 2.1 (Quelle: Schwäbisch Hall (2011) Was ist Bausparen und wie funktioniert's?
(25.10.2011) (online) https://www.schwaebisch-hall.de/-snm-2887118917-1319747587-0082f00000-
0000000000-1319750702-enm-bsh/bausparen/bausparen-was-ist-das.php)
Außer den 3 Phasen gibt es noch viele weitere Aspekte zu beachten, auf die in den
folgenden Kapiteln näher eingegangen wird.
3. Vertragsabschluss und Ansparphase
3.1 Tarife eines Bausparvertrages
Der Zweck des Bausparens ist, wie bereits erwähnt, in der Regel die Erlangung eines
Darlehens für wohnwirtschaftliche Zwecke oder für den Erwerb beziehungsweise Bau
einer Immobilie aufgrund einer planmäßigen Sparleistung. Dieser Grundsatz steht in
allen Allgemeinen Bedingungen für Bausparverträge jeder Bausparkasse. Vor
Abschluss eines Bausparvertrages sind allerdings verschiedene Bestandteile zu
beachten, die nach den persönlichen Zielen des Sparers angepasst werden müssen.
Eine Komponente sind die unterschiedlichen Bauspartarife. Die Wahl des richtigen
Tarifs ist eine der wichtigsten Entscheidungen beim Abschluss eines
Bausparvertrages. Lange Zeit boten Bausparkassen nur einen einzigen Tarif an.
7
Schwäbisch
Hall
(2011)
Was
ist
bausparen
(23.10.2011)
(online)
https://www.schwaebisch-
hall.de/-
snm-
2887118917-
1319747587-
0082f00000-
0000000000-
1319750702-
enm-
bsh/bausparen/bausparen-
was-
ist-
das.php
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