INHALT
Einleitung 2
1. Bereiche des Minimalismus 4
1.1 Bildende Kunst 4
1.2 Tanz 5
1.3 Musik 6
1.4 Film 6
1.5 Literatur 7
1.6 Achitektur 7
1.7 Design 7
2. Geschichte der Minimal Music 8
2.1 Vorgeschichte der Minimal Music 8
2.2 Geschichte der Minimal Music 10
2.3 Entwicklung nach 1960 13
3. Versuch der Erklärung des Begriffs Minimal Music 14
3.1 Definition 14
3.2 Teilaspekte/ Unterspezifizierungen der Minimal Music 16
3.2.1 Der meditative Aspekt 16
3.2.2 Die Reduktion des einzusetzenden
musikalischen Materials 17
3.2.3 Der repetitive Aspekt 19
3.3 Das Gemeinsame der Teilaspekte der Minimal Music 19
3.4 (Exkurs) Versuch einer linguistischen und etymologischen
Analyse des Begriffs Minimal Music 20
3.4.1 Linguistische Betrachtung 20
3.4.2 Etymologische Betrachtung nach Linke 20
3.4.3 Ergänzung etymologische Analyse 21
4. Einzelportraits der bekanntesten Komponisten der Minimal Music 22
4.1 La Monte Young 22
4.2 Terry Riley 27
4.3 Steve Reich 30
4.4 Phlip Glass 33
5. Stilparalellen in den Künsten 37
5.1 Verbindung von Kunst und Musik 37
5.2 Bezug Film (bewegte Bilder) und Musik 38
6. Analyse der QATSI-Trilogie 40
6.1 Inhalt des Films “Koyaanisqatsi 41
6.2 Betrachtung von Musik und Bild 43
6.3 Betrachtung ausgewählter Bilder und ihre musikalische
Realisation 45
7. Rezeption 49
8. Fazit 52
9. Anhang 54
10. Quellenverzeichnis 59
1
EINLEITUNG
„Minimal Music ist wie wenn man an einem Sommertag auf einer Wiese in der Sonne liegt und den Himmel betrachtet- er verändert sich laufend und bleibt doch immer gleich“ 1 (Wagner, Christoph)
Diese Arbeit versucht zunächst, die musikalische Vielseitigkeit und Auslegungsvarianz (Unterspezifizierungen) des Begriffes „Minimal Music“ darzulegen (Teil 3 der Arbeit). In einem Exkurs werden eine etymologische und linguistische Analyse vollzogen. Desweitern wird im ersten Teil der Arbeit untersucht, in welchen Bereichen der Minimalismus Einzug hielt und welche Querverbindungen sich zu anderen Kunstbereichen ziehen lassen. Im Einzelnen werden Facetten der Kunst, des Tanzes, der Literatur und der bildenden Kunst näher beleuchtet, um einen Gesamtzusammenhang herstellen zu können und eine generelle Tendenz der 60er/70er Jahre aufzuzeigen. Wenngleich sich die meisten Bereiche unabhängig voneinander entwickelten, scheinen sie ein verbindendes Element zu haben, das seinen Ursprung offenbar in der Ästhetik der „Minimal Music“ hat.
Weiterhin wird im zweiten Teil die Thematik unter dem Gesichtspunkt der Notwendigkeit betrachtet, also die Frage gestellt, was genau zu der Entwicklung der „Minimal Music“ geführt hat. Im Einzelnen: Worin bestand die Notwendigkeit des Einzugs des Minimalismus in die Musik, wie genau vollzog sich die Entwicklung, und durch welche Einflüsse wurde sie begünstigt. In diesem Zusammenhang werden im vierten Teil der Arbeit die vier wichtigsten Vertreter der „Minimal Music“ (Young, Riley, Glass und Reich) jeweils mit einer kurzen - auchwerkbezogenen - Biografie dargestellt und ihr Beitrag zur Gesamtentwicklung der „Minimal Music“ unter Einbeziehung der Ästhetik der „Minimal Music" untersucht. Diese Vorgehensweise der in die Biografie integrierten Ästhetik erhält den Vorzug, da hierdurch individuelle Entwicklungen der Künstler und ihr Einfluss auf eben das ästhetische Handeln dargelegt werden können.
Schließlich werden im fünften Teil Stilparallelen der Bereiche Musik und bildende Kunst sowie Musik und Film (bewegte Bilder) aufgezeigt. Am Beispiel des Films „Koyaanisqatsi“ der QATSI-Trilogie von Godfrey Reggio wird das Zusammenwirken von Film und der Musik von Philip Glass ausgewertet. Im sechsten Teil der Arbeit werden Metaphern des Films interpretiert und darauf folgend untersucht, inwiefern Inhalt, Interpretation und Wirkung des Bildes musikalisch beeinflusst werden.
1 Wagner, Christoph (2000): Disziplin und Ekstase. Terry Riley oder Minimal Music als Gegenkultur, In: Neue Zeitschrift für Musik, Heft 5 2000, Seite 16.
2
Die Rezeption setzt sich in erster Linie mit der derzeitigen/ weiteren Entwicklung der minimalistischen Musik des heutigen Zeitraumes auseinander (Teil 7). Bezüge zur ahistorischen Dimension werden gezogen und es wird ein Ausblick auf die mögliche Weiterentwicklung der „Minimal Music“ gegeben.
3
I. Bereiche des Minimalismus
Auch wenn die vorgestellten Arbeiten und Bereiche des Minimalismus meist im Kontext einer eigenen Bewegung zu sehen sind, erscheint es dennoch sinnvoll, die minimalistischen Ansätze anderer Kunst- und Musikrichtungen zu betrachten, um damit Querverbindungen zur „Minimal Music“ („Minimal Music“ wird folgend noch genauer definiert) herstellen zu können. Somit kann in Bezug auf die Erscheinung des Minimalismusgedankens eine generelle Tendenz des Zeitraumes 1950-1980 erkannt werden. Wie in der „Minimal Music“ lassen sich auch in anderen Bereichen mit minimalistischen Einflüssen keine Vereinheitlichungen machen. 2
1.1 Bildende Kunst
Der im Gegensatz zur „Minimal Music“ kurzlebige 3 Minimalismus in der Kunstbewegung entwickelte sich simultan, aber gänzlich unabhängig von dem Minimalismus in der Musik. Der Begriff „Minimal Art“ wurde 1965 in dem gleichnamigen Essay von Richard Wollheim geprägt 4 . Allerdings wurden Begriffe wie „minimalist“ und „minimalism“ schon im Jahr 1929 in Verbindung mit den Werken des Künstlers John Graham verwandt 5 . David Hurliuk sah in den Werken ein “minimum of operating means“ 6 , sowie das „ (…) reducing of painting to the minimum of ingredients for the idea of discovering the ultimate, logical destination of painting in the process of abstracting” 7 . Zu nennende minimalistische Künstler sind insbesondere Robert Morris, Carl Andre, Donald Judd, Dan Flavin sowie Sol LeWitt. 8 Intention der Maler war es, die „bedingungslose Ablehnung der klassischen Kunsttradition 9 des Westens“ 10 , sowie das Streben, sich „von der Geschichte tatsächlich befreien“ 11 zu können. Schönbergs frühe atonale Musik fand mitunter kaum Zuspruch, weil die verwendeten Dissonanzen in ihrer Radikalität unbekannt waren und losgelöst vom historischen Kontext
2 So können in der Kunst sowohl Bilder als auch Statuen und Skulpturen minimalistisch sein. Im literarischen Bereich können, neben Büchern, Essays u. Ä. zudem auch Audiowerke wie Hörspiele als minimalistisch betrachtet werden.
3 Nur wenige Künstler (zum Beispiel Carl Andre) hielten bis in die 90er Jahre an ihren Vorstellungen fest und setzten diese malerisch/ bildnerisch um.
4 Es handelte sich um die Januar Ausgabe des „Arts Magazine“ von 1965.
5 Vgl. Linke, Ulrich (1997): Minimal Music: Dimensionen eines Begriffs, Die Blaue Eule, Essen, S. 44 ff.
6 Ebda., S.44: Minimum an eingesetzen Mitteln.
7 Ebda, S.44: (…) Reduktion des Malens auf ein Minimum an Bestandteilen zugunsten der Idee, die ultimative, logische Bestimmung des Malens im Prozess der Abstraktion zu entdecken.
8 Vgl. ebda., S.10-12.
9 Korrespondenz mit dem Ideal La Monte Youngs, Steve Reichs, Terry Rileys und Philip Glass’.
10 Götte, Ulli (2000): Minimal music. Geschichte, Ästhetik, Umfeld, Wilhelmshaven. Noetzel, S.225.
11 Ebd., S.225.
4
erschienen. Adorno fügte derzeit hinzu, dass die dissonanten Klänge den Zustand und das Empfinden des Publikums wiederspiegelten und aus diesem Grunde als unerträglich zurückgewiesen wurden. Dem Komponisten standen demnach nicht alle jemals verwendeten Töne zur Verfügung, ebenso musste ein Maler oder Bildhauer die historisch bedingten Einschränkungen in seiner Farb-, Form- und Materialauswahl hinnehmen. Adorno sagte: „Nicht bloß, dass jene Klänge veraltet und unzeitgemäß wären. Sie waren falsch. Sie erfüllen ihre Funktion nicht mehr. 12 “ Über Wahrheit und Falschheit eines künstlerischen Materials entschied nicht dessen isoliertes Auftreten, sondern die Einordnung in den aktuellen Stand der Ästhetik. Industriell gefertigte Materialien und Alltagsgegenstände setzen sich über die traditionellen Kunstmaterialien hinweg und führten zu einem neuen Kunstverständnis. Die „Minimal Art“ beinhaltete einfache geometrische Aneinanderreihungen von Primärstrukturen wie Quadraten, Quader und Kuben. Zu Beginn der siebziger Jahre war der Begriff „Minimal Art“ weitgehend negativ konnotiert, entwickelte sich zu einem Schimpfwort und wurde streng genommen erst mit einer Ausstellung der Künstlerin Virginia Drawn zu einem stilistischen Phänomen deklariert. Die Galerien minimalistischer Künstler wurden häufig von Musikern der „Minimal Music“ als Veranstaltungsort für deren Konzerte genutzt. Aus diesem Grunde scheint es konträr zu wirken, dass die Künstler der beiden Kunstrichtungen, die miteinander in Kontakt standen, nur wenige gemeinsame Aktivitäten entwickelten. 13 Interessant ist allerdings gerade die kombinierte Betrachtung der Bereiche Kunst und Musik: Optische und akustische Materialien werden zusammengeführt und ergeben ein verschmelzendes, audiovisuelles Produkt, das in seiner Komposition ein Gesamtkunstwerk darstellt. 14
1.2 Tanz
Unabhängig von der Minimalismusbewegung in der Kunst, entwickelte sich auch in der Tanzbewegung eine Reduktion. Zu nennende Künstler sind Trisha Brown, Lucinda Childs, Yvonne Rainer und Simone Forti. 1966 schrieb Yvonne Rainer ein Essay, in dem sie die Grundprinzipien des minimalistischen Tanzes definiert. Charakteristisch ist die Abkehr von Entwicklung, Klimax und Charakterdarstellung hin zur Gleichheit aller Bestandteile. Eine möglichst neutrale Vorstellung sollte Ziel der Tanzdarstellung sein. Durch Variationen
12 Adorno, Theodor W. (1976): Philosophie der neuen Musik, Frankfurt am Main, S.40.
13 Vgl. Götte 2000, S. 220 ff.
14 Vgl. Maur (von), Karin (1999): Vom Klang der Bilder, Prestel Verlag, München, London, New York, S.110.
5
rhythmischer Art sowie Variationen in Form und Dynamik wurden Wiederholungen oder diskrete Geschehnisse/ Ereignisse ersetzt. 15
1.3 Musik
Während sich der Minimalismus in der Tanzbewegung unabhängig von der bildenden Kunst entwickelte, stand der Minimalismus der Musik in einem engen Bezug zur „Minimal Art“. Der Musiker La Monte Young war selbst bildender Künstler und arbeitete mitunter aktiv in der Fluxusbewegung. So fanden die Aufführungen der Musik häufig in denselben Galerien statt, in denen Werke der Minimal Art ausgestellt wurden. Der Begriff Minimal Music wurde von dem Begriff Minimal Art abgeleitet. Als Hochzeit der Minimal Music wird die Zeit der 60er/ 70er Jahre gesehen. Spätere Kompositionen wurden bereits komplexer konstruiert und waren in ihrer Reduktion nicht mehr so charakteristisch radikal. 16 Eine klare Abgrenzung zum Postminimalismus 17 ist umstritten.
1.4 Film
Im Filmbereich entwickelte sich keine eigene minimalistische Stilrichtung. Vielmehr könnte hier von individuellem Schaffen mit minimalistischen Ansätzen gesprochen werden. Hierfür sei der 1952 uraufgeführte Film „Hurlements en Faveur de Sade“ von Guy-Ernest Debord genannt. Über 80 Minuten wurden schwarze und weiße Leinwanddarstellungen gezeigt, wobei die weißen Flächen mit Textausschnitten, Gerichtstexten oder Ähnlichem gefüllt waren. Im Jahr 1963 stellte Andy Warhol mit seinem Film „Empire“ einen neuen Wandel dar. Er ließ acht Stunden lang das Empire-State-Building aus dem 44. Stock des Time-Life-Buildings filmen. Da sich weder die Stellung, noch die Objektiveinstellung änderten und der Film zudem in Schwarz-weiß abgelichtet wurde, waren lediglich geringfügige Veränderungen sichtbar. Ähnlich der Film von Debord, hebt sich die Filmweise von Warhol insofern als außergewöhnliches Kunstwerk ab, als er Phänomene der Massenkultur zur Kunst erhebt. 18 Das heißt, dass nunmehr alltägliche Dinge verfilmt werden, die jedem Menschen bekannt sind.
15 Vgl. Rainer, Yvonne (1968): A Quasi Survey of Some ‚Minimalist’ Tendencies in the Quantitatively Minimal Dance Activity Midst the Plethora, or Analysis of Trio A., In: Battcock (1986), S. 163-273.
16 Vgl. Linke 1997, S.10- 12.
17 Die Komponisten verwenden in ihren Kompositionen zwar minimalistische Elemente, neigen aber zur organischen Form der Popmusik. Oft wird in diesem Zusammenhang von „postmoderner Musik“ gesprochen. Zu Postminimalisten werden heute Louis Andriessen, Graham Fitkin, John Adams u. a. gezählt.
18 Vgl. ebda., S.83: (…) er wollte den Film hauptsächlich als Hintergrund haben. Das war wirklich Andys Idealdass es einfach immer da war, und du kommen und gehen konntest (…) aber du konntest zurückkommen und dann würde dieser Film immer noch dasein, ewig anwesend.
6
1.5 Literatur
Mit Robert Desnos „L’Aumonyme“ ließen sich in der Literatur bereits 1923 erste minimalistische Tendenzen finden. 19 In den 50er Jahren fanden sich dann ähnliche Ansätze in der konkreten Poesie: Hier geschah eine Reduktion der Sprache auf der phonetischen Ebene. Die Annäherung an sichtbarer orthografischer Erscheinung und Phonetik der Sprache war die Ansicht. 20 Analog dazu formulierte Steve Reich, Vertreter der "Minimal Music", in dem Essay „Music as a gradual process“(1968) die Forderung, hauptsächlich die Struktur eines Werkes wahrzunehmen. In den 70er und den 80er Jahren etablierte sich in den USA eine neue Art der minimalistischen Prosa: kurze Wörter, kurze Sätze, Abschnitte oder auch kurze Geschichten, eingeschränkte Syntax, degradierter Wortschatz. 21 Wie auch in den Bereichen des Tanzes und der Musik wurde der Begriff „mininalism“ nicht von den Künstlern selbst geprägt, sondern stammt vielmehr von Kritikern der Literaturwissenschaft. Bekannte Anhänger des literarischen Minimalismus sind unter anderem die Gebrüder Frederick und Donald Berthelme, Ann Beattie und Raymond Caver. 22
1.6 Architektur
Nachdem die Konzepte in der „Minimal Art“ etabliert waren, wurden sie von der Architektur aufgegriffen. In der Architektur lag die Konzentration auf nur wenigen Materialien und auf einer verstärkten Simplifizierung der Formen. Dass dieser Stil heute noch Aktualität besitzt, belegen bekannte zeitgenössische Vertreter (John Pawson, Claudio Silvestrin, das Schweizer Architektenduo Herzog& de Meuron). 23
1.7 Design
Gegen Ende der 50er Jahre ergab sich im so genannten „Corporate Design“, die Notwendigkeit für unterschiedliche Branchen einer Firma eine einheitliche, wiedererkennbare Firmenidentität zu schaffen. Daraus resultierten die Verwendungen von geometrischen, modularen Konfigurationen und genauste Angaben von Abständen und Intervallen der Elemente zueinander, womit sehr starke Parallelitäten zur „Minimal Art“ deutlich wurden. In den 90er Jahren wurde die Definition des Minimalismus von den Amerikanern Jeff Stone und Kim Johnson Gross um das Element des Wohndesigns erweitert. Die Philosophie „weniger ist
19 Marcel Duchamps Pseudonym „Rrose Sélavy “, wird von Desnos in zwölf identische lautende Variationen wie beispielsweise “ Roseé , c’est la vie” eingeteilt.
20 Vgl. Gromringer, Eugen (Hg.) (1972/1991): konkrete poesie, deutschsprachige Autoren, Stuttgart, S. 120.
21 Vgl. Barth, John (1986): A Few Words about Minimalism. In: New York Times Book Review, S. 1ff.
22 Vgl. Vgl. Barth 1986, S.1ff.
23 Vgl. ebda., S.12.
7
mehr“ wurde in ihrer Bücherbandserie „Chic Simple“ auch auf Möbel, Geräte des alltäglichen Hausgebrauchs und auf Kleidung projiziert. 24
Der Minimalismus hatte seinen Einzug in viele unterschiedlichen Bereichen gewonnen. Es stellt sich somit die Frage, welche Umstände in der Musik zur Herausbildung einer solchen neuen Richtung führten.
II. Geschichte der „Minimal Music“
2.1 Vorgeschichte der „Minimal Music“
Um die (Heraus)Entwicklung der „Minimal Music“ kann nur unter Betrachtung des historischen Kontextes und der musikalischen Veränderungen der 1940/50er Jahre nachvollzogen werden. Einhergehend mit der Zwölftonmusik, über die musikalische Entwicklung hin zur Seriellen Musik und den Nachkriegsjahren, wandten sich die Musiker von ihrem traditionellen Musikgut ab. Da die Musik der Romantik zu überladen war, musste man nun auf ein völlig neues System greifen. Somit stellte der Zustand der „tabula rasa 25 “, wie er um 1950 betitelt wurde, ein neues Fundament dar. „Man kann von Grund auf neu anfangen ohne Rücksicht auf Ruinen und „geschmacklose“ Überreste!" 26 , wie Stockhausen die Ausgangslage beschrieb. Erneuerungen seien möglich, ohne dass man sich an konventionelle und traditionelle musikalische Vorgaben halten müsse. Durch „die Befreiung von den Resten der musikalischen Vergangenheit“ 27 stand der Realisierung der musikalischen Grundidee des Minimalismus nun nichts mehr im Wege. Die von Arnold Schönberg ab 1922 verwendete Zwölftontheorie stellte in der Musik einen Bruch dar. Nach dem Philosophen Theodor W. Adorno 28 waren Schönbergs Stücke „die ersten, in welchen in der Tat nichts anderes sein kann: Sie sind Protokoll und Konstruktion in einem. Nichts ist in ihnen von den Konventionen geblieben, welche die Freiheit des Spiels garantieren.“ 29
24 Nagel, Wolfgang (1997): Reine Leere. Minimalismus: ein Jahrhundert der Reduktion geht zu Ende. In: Spiegel Spezial 5/ 1997, S.96-98.
25 Lat. wörtlich „abgeschabte Schreibtafel“, bezeichnet umgangssprachlich den Moment, bei den man etwas Altes abschließt und einen Neuanfang beginnt. Wörtlich gesehen, scharbt man eine beschriebene Tafel ab um Platz für Neues schaffen zu können.
26 Karlheinz Stockhausen, Zur Situation des Metiers (Klangkomposition), 1953; In: ders., Texte zur Musik, hrsg. von Dieter Schnebel (Köln 1963 ff.), Bd. I, S.48.
27 Götte 2000, S.7.
28 1903 in Frankfurt am Main geboren, 1969 in Visp in der Schweiz gestorben.
29 Adorno, Theodor W. (1976): Philosophie in der neuen Welt. Frankfurt am Main, S.46.
8
Durch die Übertragung des Reihenprinzips entstand daraus 1948 eine neue musikalische Strömung, die „Serielle Musik“. Wie auch in der Zwölftonmusik unterlag die Komposition strengen Regeln, die allerdings in der Seriellen Musik auf weitere Parameter übertragen wurden. Somit wurde nicht nur der Tonhöhenverlauf als solches festgelegt, sondern es wurde auch der Versuch unternommen Tondauer, Dynamik, Artikulation, Spielart, Klangfarbe etc. nach vorab ermittelten Zahlenproportionen zu konstruieren. In der Seriellen Musik gab es exakte Vorgaben zur Darbietung, die ein Mensch in der nötigen Genauigkeit kaum vollziehen kann.
Zu den Serialisten gehörten mitunter Pierre Boulez, Karlheinz Stockhausen, Karel Goyvaerb und György Ligeti. Für den Hörer jedoch war die Serielle Musik zu überladen und konnte aufgrund der musikalischen Komplexität kaum nachvollzogen werden. Oft wurde serielle Musik als chaotisch und ungeordnet empfunden, was daher rührte, dass der Hörer nicht in der Lage war, musikalische Schichten zu durchhören. Zu komplex war das Erscheinungsbild und der Ruf zur Rückkehr zur Einfachheit der Musik wurde laut. Philip Glass sagte hierzu:
"Die bekannteste musikalische Bewegung der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts ist sicherlich die Serielle Musik, [...] Diese Bewegung zeichnete sich durch eine geschlossen historische Perspektive aus, und sie erstarrte sehr schnell im Formalen, [...]. Die minimalistische Bewegung [...] war gar keine Bewegung im eigentlichen Sinne. [...] Die Grundidee war, dass die Musiksprache übermäßig intellektualisiert war; sie war so obskur geworden, dass das Publikum keinen unmittelbaren Zugang mehr zu ihr finden konnte - und gerade die Kommunikation mit dem Publikum war für uns sehr wichtig. Als wir sahen, wie wütend und hysterisch viele Leute reagierten, wussten wir, dass wir den richtigen Weg eingeschlagen hatten. Das zweite, was diese Komponistengeneration tat: Sie wurden alle Performer. Performances waren eine weitere Möglichkeit, sich deutlich von der 'akademischen' Musik abzusetzen." 30
Die Elektronische Musik und die Aleatorik entwickelten sich aus dieser Problematik heraus. Stockhausen sah erstmals die Möglichkeit gegeben, mit einmaligen und assoziationsfreien Klängen und Klangfarben arbeiten zu können 31 . In der Aleatorik lag der generelle Verlauf des Stückes fest, im Einzelnen hing es allerdings vom Zufall ab. Wobei hierunter nicht der unkontrollierte Zufall zu verstehen war, vielmehr ging es um den Versuch, den Zufall zu rationalisieren und fest in die Musik einzuplanen. Auch hier lagen klare Verbindungen zur „Minimal Music“ vor. Obwohl die Pattern vorgegeben waren, verlief jede Aufführung anders. Kleinste Unterschiede konnten eine Varianz in der Performance darstellen, wenngleich der
30 Kopp, Karen; Wenzel, Petra; Schürmann, Hans; Lippert, Werner (Hrsg.) (1993): Philip Glass: Orphée - The making of an opera; Düsseldorf, S. 78ff.
31 Vgl. Götte 2000, S.246.
9
grobe Ablauf festgelegt war. Durch die Technik war ein exaktes Ausführen der Angaben möglich. In der „Minimal Music“ spielten elektronische Mittel eine wichtige Rolle (Beispiel „It’s gonna rain“), dementsprechend waren hier bereits beeinflussende Aspekte der „Minimal Music“ zu erkennen.
2.2 Geschichte der „Minimal Music“
Im Prinzip dürfte es von einer Musik, deren Prämisse es war, sich von Vorläufern/ Vorbildern ästhetischer, kompositorischer und stilistischer Art losgelöst zu haben, keine Geschichte geben.
„Es schien mir besser, eine Musik zu schreiben, über die niemand etwas wusste“ 32 (Terry Riley) „Ich dachte immer daran, eine Musikrichtung zu finden, die ganz bewusst nichts- nicht ein einziges Element- hatte, was ich studiert hatte“ 33 (Philip Glass) „Ich war fasziniert von einem kompletten System, Musik zu komponieren, das in der westlichen Musik kein direktes Gegenstück hat.“ 34 (Steve Reich)
Als Pionier der eigentlichen „Minimal Music“ galt La Monte Young. Während seines Studiums der Kompositionstechnik begegnete er Schönberg und wurde von dessen Zwölftonmusik geprägt. Er wurde vom „Musician Magazine“ als „The acknowledged father of minimalism“ 35 bezeichnet und Terry Riley sagte: „Ohne La Montes Arbeit wäre die ganze Bewegung Reich, Glass- nicht passiert, oder jedenfalls nicht in der Art.” 36 Es ist nicht nachvollziehbar, wer den Begriff „Minimal Music“ und damit einhergehend eine Definition der neuen Musikrichtung- als Erster geprägt hat. John Schäfer brachte die Uneinigkeit über diesen Punkt durch sein Zitat deutlich zum Ausdruck:
„Steve Reich attributes the label to British composer/author Michael Nyman. Philipp Glass Claims that Tom Thomson is the culprit.“ 37
Aus diesem Zitat kann entnommen werden, dass der Begriff „Minimal Music“ nicht den Vorstellungen aller Anhänger entsprach. Steve Reich fasste diese ablehnende Haltung vieler Künstler zusammen:
32 Götte 2000, S.16.
33 Ebda., S.16.
34 Ebda.
35 Lovisa 1996, S.3.
36 Ebda.
37 Schaefer, John (1987): New Sounds: A Listener’s Guide to New Music, New York, Harper&Row, S. 64, In: Linke 1997, S.16: Steve Reich schreibt die Bezeichnung dem britischen Komponisten/ Autor Michael Nyman zu. Philip Glass behauptet, Tom Johnson sei der Übeltäter.
10
„Ich glaube nicht, daß ein solches Label gut für das musikalische Denken ist, weil es einem meistens sagt, wer man ist und einen definiert, und das ist eigentlich das letzte, was man als Komponist will, […] weil man wachsen will hin zu etwas, was man nicht kennt.“ 38
Sowohl John Schäfer (USA) als auch Michael Nyman (Großbritannien) schrieben für Zeitschriften bzw. Zeitungen und verfassten Musikkritiken. Anhand dieses Zitates wurde eine gewisse Gleichzeitigkeit bzw. der gegenseitige Einfluss der unterschiedlichen Komponisten dargestellt. La Monte Young, Terry Riley, Philip Glass und Steve Reich begegneten sich zu unterschiedlichen Zeitpunkten, haben aber alle direkt oder indirekt Einfluss aufeinander genommen. Wenngleich nicht ganz klar zu sehen ist, welcher Komponist wen beeinflusste, steht ihr Kontakt für die (weitergehende) Entwicklung der „Minimal Music“ außer Frage. Die Zeit ließ die vier Komponisten Reich, Glass, Riley und La Monte Young miteinander in Verbindung treten:
„Der allererste Komponist, der im Minimalismus, wie es heute genannt wird, arbeitete, war La Monte Young. Er traf Terry Riley in Berkeley, Kalifornien in den 60ern. Riley schrieb damals serielle Musik, Young hatte einen großen Einfluss auf ihn. Ich traf Riley, als er gerade an ’In C’ arbeitete. Ich half ihm, die Aufführung zu organisieren und spielte auch mit. Sicherlich lernte ich auch mit. Sicherlich lernte ich viel von ’In C’. Philip Glass traf auf mich, , als er gerade aus Paris nach New York zurückkam. Damals war er noch im Übergang zwischen Zwölftonmusik und Repetition. […] Er fand meine Musik fantastisch. Das [ist] die Geschichte der minimal-music!“ 39
Allen gemein ist eine generelle Tendenz, etwas neues und unbefangenes in der Musikgeschichte zu schaffen.
Mit den frühen 60er Jahren sowie den ersten Fluxus-Konzerten unter Young, Riley und Cage (ca. 1960) begann die Entstehungsphase der „Minimal Music“. Die Werke “Two Sounds”, “Composition 1960 No.7” und “Arabic Numeral (any interger) for Henry Flynt“ markierten die Geburt der „Minimal Music“. Riley und Young studierten gemeinsam an der University of California und teilten sich ein gewisses Außenseiterdasein:
„Wir wurden damals als Verräter angesehen, und deshalb wurden wir noch rebellischer und machten so etwas wie musikalische Happenings.“ 40
Das Studium der Komposition in den USA der 50er Jahre brachte in der Folge auch eine unumgehbare Auseinandersetzung mit der europäischen Musikkultur mit sich. Die
38 Lovisa 1996, S. 15.
39 Ebda., S.3.
40 Götte 2000, S.21.
11
Komponisten mussten in ihrem Studium serielle oder Zwölftonmusik komponieren, worin die Ablehnung der Musiker begründet lag. Somit setzten sich die Musiker mit der eigenen amerikanischen (Jazz)Musik sowie mit der östlichen und außeramerikanischen Musik auseinander. 41 Der Ursprung der Fluxus-Bewegung (neodadaistische Bewegung) liegt im Jahre 1951 bzw. im Jahr 1952 mit dem Auftritt von John Cage mit der Gruppe Cunnungham/ Rauschenberg/ Richards/ Tudor. Cage nahm bereits in der Ausbildung des amerikanischen Avantgardismus eine große Rolle ein: Seine Hinwendung zur Zen-Philosophie führte eine andere Ästhetik der Musik herbei. Mit der Aussage, den „Klebstoff fallen zu lassen, auf dass Töne sie selber sein möchten“ 42 brachte er seine Erwartung zum Ausdruck: Er zielte auf eine Musik ab, bei der der Komponist keine Verantwortung zu tragen hätte. Jedem Ausdrucks-oder Sinnzusammenhang sollte dabei aus dem Weg gegangen werden, um Klänge ihrer selbst überlassen zu können- „Klänge sollten nichts anders als Klänge sein.“ 43 In dem Werk „4’33’’“(1952) realisierte der Komponist sein Vorhaben und ließ eine Stille im Zeitraum von 4 Minuten und 33 Sekunden walten. Lediglich die sonst als störend empfundenen Geräusche von außen konnten vom Publikum vernommen werden. Hinter dieser Aufführung, der Lenkung der Aufmerksamkeit auf die akustischen Geräusche, die nicht zur musikalischen Aufführung gehören, stand die Idee der Verschmelzung von Leben und Kunst. Gemeinhin wird „4’33’’“ als Vorarbeit und Pionierarbeit des Minimalismus betrachtet 44 . 1960 traten La Monte Young und Riley zu den Hauptakteuren (Higgings, Wulff, Tudor, Brecht und Kaprow) der Fluxus-Bewegung hinzu. Youngs Stücke „Composition 1960 No.7“ 45 sowie „566 to Henry Flynt“ wiesen bereits die minimalistischen Strukturenmerkmale der Repetition und Reduktion des musikalischen Materials, sowie minimale Veränderungen des musikalischen Materials auf. 46 Terry Riley brach daraufhin in den frühen 60er Jahren die Ausdehnung der Zeit auf. In seinem Werk „In C“ 47 leitete er die Musiker (unter anderem spielte auch Steve Reich mit) an, 53 modale Spielfiguren, denen drei Modi zugrunde lagen, arbiträr zu wiederholen. Der gemeinsame Beat sowie die Reihenfolge der Figuren waren verbindlich und dienten als Grundmuster des Stückes.
41 Vgl. Götte 2000, S.17-21.
42 Nimczik, Ortwin (1993): Wiederholungskomposition im Musikunterricht, In: Musik und Bildung (MuB) 18. Ausgabe, S.33.
43 Götte 2000, S.12.
44 Vgl. Götte 2002, S10.
45 Juni 1960
46 Vgl. Götte 2000, S.13ff.
47 „In C“ wurde 1964 im Tape Music Center in San Fransisco, dem damaligen Wohnort von Steve Reich, uraufgeführt.
12
Arbeit zitieren:
Katrin Reiners, 2009, "Minimal Music" - Aspekte ihrer Entstehung, Entwicklung, Faktur, Ästhetik und Rezeption , München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Formatvorlage (Microsoft Word) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Ha...
Für MS Word 2003 - Update 2010
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Formatvorlage (OpenOffice) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Hausar...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 35 Seiten
Formatvorlage / Vorlage zur Erstellung einer Diplomarbeit, Bachelorarb...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 15 Seiten
Formatvorlage / Vorlage für eine Diplomarbeit / Hausarbeit
Für MS Word 2007 - dotx
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Anleitung zum Erstellen schriftlicher Arbeiten: Der Aufbau einer wisse...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 20 Seiten
Erstellen einer schriftlichen Hausarbeit
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Hausarbeit, 14 Seiten
Grundtechniken wissenschaftlichen Arbeitens
Bibliografieren - Reden - Schr...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Skript, 46 Seiten
Ratgeber zur Erstellung wissenschaftlicher Arbeiten. Diplomarbeiten - ...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 39 Seiten
Soziologie - Medien, Kunst, Musik: "Minimal Music" - Aspekte ihrer Entstehung, Entwicklung, Faktur, Ästhetik und Rezeption ist nun auf dem Buchmarkt erhältlich
Katrin Reiners hat den Text "Minimal Music" - Aspekte ihrer Entstehung, Entwicklung, Faktur, Ästhetik und Rezeption kommentiert
Soziologie - Medien, Kunst, Musik: neuer Titel erschienen: "Minimal Music" - Aspekte ihrer Entstehung, Entwicklung, Faktur, Ästhetik und Rezeption
American Minimal Music: La Monte Young, Terry Riley, Steve Reich, Phil...
Michael Nyman, Wim Mertens, J. Hautekeit
Four Musical Minimalists: La Monte Young, Terry Riley, Steve Reich, Ph...
Keith Potter, Arnold Whittall
Entstehung und Entwicklung des Reichswirtschaftsministeriums 1880 - 19...
Ein Beitrag zur Verwaltungsges...
Walther Hubatsch
Songs of Faith for Young People Songs of Faith for Young People: 26 So...
Alfred Publishing, Tony Esposito
Katrin Reiners
Auszug aus dem Gutachten:
"Die Autorin stellt zunächst Minimal Music als Geburt der Zeit einerseits in Verbindung zu ebenfalls minimalistischen Bestrebungen in der anderen Kunstbereichen vor. Dabei verknüpft sie- in allen Bereichen gut informiert- jeweils die eigenständigen Entwicklungen in den beschriebenen Bereichen mit den mehr oder weniger feststellbaren gegenseitigen ästhetischen Bezügen zur Minimal Music. Gekonnt setzt sich die Autorin mit den wichtigsten Merkmalen der Repetivität, der Reduktion, auch der Meditativität auseinander und zeigt die Unsicherheiten der Begriffsbestimmung, während sie sich dann dennoch mit den konstitutiven Elementen kompetent auseinandersetzt. Dies erreicht sie, indem sie die ästhetischen Maßstäbe mittels kompositorischer, aufführungsspezifischer und rezeptionspsychologisch gedeuteter Beispiele verdeutlicht. In den Einzelbiografien wiederholt die Autorin jedoch gekonnt die Verbindung von Gesamtentwicklungen und individueller Spezifität, um Gemeinsames (z. B. „Dauer“ bei Young und Repetition/Improvisation bei Riley, „resulting patterns“ bei Reich) gleichermaßen aufzuzeigen.
Im Kapitel über Stilparallelen zwischen den Künsten erläutert die Autorin den Rezeptionsprozess als Produzent und Ergebnis einer multiplen Betrachtung, letztlich auch im Wechselspiel neuronaler Kommunikationsprozesse zwischen auditorischem und visuellem Kortex, um diese Korrespondenz dann exemplarisch an der ästhetischen Ausformung des Filmes „Koyaanisqatsi“ mit Musik von Philip Glass aufzuzeigen. Auch hier eine gute, auch filmmusikalisch kompetente wirkungsspezifische Analyse. Eine abschließende Betrachtung eines aktuellen Nachwirkens von Minimal Music mit Hilfe einer Mischung aus Zeitschriften- und Interviewanalyse rundet das sehr gute Bild der Arbeit ab. Die abschließende kritische Auseinandersetzung mit einer Randposition der Minimal Music in der musikbezogenen Rezeptionsgeschichte zeugt von eigener kritischer Urteilsfähigkeit."
am Wednesday, February 08, 2012-