Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis I
Abbildungsverzeichnis. II
Symbolverzeichnis. III
Glossar IV
1. Einleitung 1
2. Die chinesischen Währungspolitik 4
2.1. Die Entwicklung des Yuan 4
2.2. Die Flexibilisierung des chinesischen Wechselkurses. 6
3. Der Disput um den Wechselkurses des Yuan. 8
3.1. Der Standpunkt Amerikas- Argumente für eine Flexibilisierung des
Wechselkurses des Yuan. 10
3.2. Der Standpunkt Chinas- Argumente für einen festen Wechselkurs des
Yuan. 14
4. Fazit 17
Anhang. 20
Literaturverzeichnis 21
Verzeichnis der Internetquellen 22
I
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1 Der Big Mac Index 2009, Quelle: The Economist (2009).............. 20
II
Symbolverzeichnis
ε realer Wechselkurs
ε * Gleichgewichtswechselkurs
E Nominaler Wechselkurs (Preis für eine Einheit ausländischer Währung in inländischer Währung)
P Preisniveau
P * Preisniveau im Ausland
III
Glossar
Big Mac Index
Der Big Mac Index ist ein Maß der Kaufkraftparität, das jährlich von der Wirtschaftszeitung “The Economist“ veröffentlicht wird. Der Index berechnet, „zu welchem Wechselkurs ein Big Mac weltweit gleichviel kosten würde, wie in den USA.“ 1
Kaufkraftparität
Die Kaufkraftparität, auch als Purchasing Power Parity bezeichnet, versucht, „an-hand eines Menüs gemeinsamer Preise zu erfassen, zu welchem Wechselkurs der gleiche Warenkorb in allen Ländern gleich viel kostet.“ 2 Die Kaufkraftparität bietet die Möglichkeit des intervalutarischen Vergleichs verschiedener Wirtschaftsräume.
Wechselkurs
„Der Wechselkurs ist der Preis einer Währung, ausgedrückt in einer anderen Währung. Dieser Preis bildet sich auf den globalen Devisenmärkten. Volkswirtschaftlich ist der Wechselkurs bedeutsam für die Wettbewerbsfähigkeit auf dem Weltmarkt.“ 3
1 Blanchard, Olivier/ Gerhard, Illing (2009), S. 315.
2 Blanchard, Olivier/ Gerhard, Illing (2009), S. 314.
3 Vgl. http://www.tagesschau.de/wirtschaft/waehrungspolitik102.html (abgerufen am 26.11.2010).
IV
„Nie war eine Großmacht finanziell stärker von einer anderen Großmachen abhängig als heute Amerika von China.“ 4
1. Einleitung
Die Währung eines Landes ist stets ein sehr sensibles wirtschaftliches und politisches Thema, da die Chancen der Exportindustrie sowie die Inflationsrate maßgeblich von der Festigkeit dieser abhängen. 5 Für Politiker haben Währungen nicht nur die Funktion eines bloßen Zahlungsmittels, sondern sie werden gezielt als Angriffs- oder Verteidigungswaffe eingesetzt.“ 6
Bei einem ideologisch geprägtem Staat, wie China ist dabei die Devisensensibilität besonders stark ausgebildet. 7 Für China hat der Yuan übergeordnete und strategische Priorität. Dies ist schon allein daran erkennbar, dass nicht die Notenbank die Verantwortung für den Außenwert des Yuans trägt, sondern die Regierung selbst. 8 Der Wert der chinesischen Währung ist nicht frei, sondern wird bewusst von Chinas Zentralbank gesteuert. So sind auch unangemeldete Ein- und Ausfuhren des Yuan, ebenso wie der freie Tausch gegen andere Valuten verboten. 9
Das Wachstum des Bruttoinlandproduktes weltweit lag in den letzten Jahren bei durchschnittlich etwa 4%, allein ein Drittel davon entfallen auf China. 10 So wird China neben den Ausgaben der amerikanischen Privathaushalte zu einem treibenden Motor der Weltwirtschaft und rückt immer mehr in das Zentrum wirtschaftlichter Betrachtungen und Diskussionen. 11 Anhand der Kaufkraftparität, welche die Wechselkurse zwischen zwei Ländern aus dem Vergleich der Lebensstandards beider errechnet, können das chinesische und das amerikanische BIP miteinander verglichen werden. 12 Demnach betrug die chinesische Wirtschaftstätigkeit bereits
4 Eckert, Daniel D. (2010), S. 13.
5 Vgl. Eckert, Daniel D. (2010), S. 88.
6 Vgl. Eckert, Daniel D. (2010), S. 244.
7 Vgl. Eckert, Daniel D. (2010), S. 88.
8 Vgl. Eckert, Daniel D. (2010), S. 88.
9 Vgl. Eckert, Daniel D. (2010), S. 89.
10 Vgl. Susbielle, Jean Franςois (2007), S. 71.
11 Vgl. Susbielle, Jean Franςois (2007), S. 71.
12 Vgl. Susbielle, Jean Franςois (2007), S. 75.
1
im Jahre 2005 zwei drittel der amerikanischen und laut einer Studie von Goldman Sachs werden sich die Entwicklungslinien beider Länder in 2040 überschneiden. 13
Die Volkswirtschaften Asiens sind dem Import fast völlig verschlossen und verfolgen hauptsächlich das Ziel des Exports, wobei sie durch ihre unterbewertete Währung Wettbewerbsvorteile erlangen wollen, die ihnen bei der aggressiven Eroberung neuer Märkte helfen sollen. 14
Diese Manipulation des Wechselkurses missfällt den anderen Handelsnationen und dabei vor allem Amerika sehr, da ihnen dadurch enorme Nachteile entstehen. Die Aufforderungen den Yuan aufzuwerten, werden daher immer vehementer. „Der Wechselkurs zwischen der chinesischen und der amerikanischen Währung (...) ist die vielleicht wichtigste und umkäpfteste Grenze des 21. Jahrhunderts.“ 15 So hat Amerika bereits die Einführung von Strafzöllen auf chinesische Waren eingeleitet. 16 Im September diesen Jahres stimmte das US- Repräsentantenhaus für ein Gesetz, das Handelssanktionen gegen Staaten, die sich durch Währungsmanipulation bewusst Handelsvorteile verschaffen, verhängt. 17 Diese Vorgehensweise Chinas habe in den letzten zehn Jahren zu einem Verlust von mehr als zwei Millionen Arbeitsplätzen in den USA geführt. 18
Zunehmend verbreitet sich weltweit die Idee, die eigene Währung als politisches Druckmittel einzusetzen. 19 So verwendet auch China den Yuan seit Jahren als Waffe, um seine Exporte günstig absetzten zu können und die wirtschaftlichen Weltmacht zu erlangen. Diese Vorgehensweise wird vom IWF Chef Strauss-Kahn aufs schärfste kritisiert, da die Stabilität der Weltwirtschaft ernsthaft in Gefahr sei, wenn Staaten versuchen sollten, durch eine bewusste Abwertung der Währung die eigene Wirtschaft anzukurbeln. 20
Um mehr Macht im internationalen Handel zu erlangen und um Amerika zu degradieren, fordert China indessen eine Abkehr vom Dollar als Leitwährung. 21 So
13 Vgl. Susbielle, Jean Franςois (2007), S. 77- 78.
14 Vgl. Susbielle, Jean Franςois (2007), S. 54.
15 Eckert, Daniel D. (2010), S. 234.
16 Vgl. http://kurier.at/wirtschaft/2039206.php (abgerufen am 26.11.2010).
17 Vgl. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,720388,00.html (abgerufen am
26.11.2010).
18 Vgl. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,720388,00.html (abgerufen am
26.11.2010).
19 Vgl. http://kurier.at/wirtschaft/2039206.php (abgerufen am 26.11.2010).
20 Vgl. http://kurier.at/wirtschaft/2039206.php (abgerufen am 26.11.2010).
21 Vgl. http://www.tagesschau.de/wirtschaft/leitwaehrung100.html (abgerufen am 12.11.2010).
2
Arbeit zitieren:
Master of Arts in International Insurance Isabel Kopitzki, 2010, Der Währungsstreit zwischen China und den USA, München, GRIN Verlag GmbH
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