Alexander der Große
von Marcel Haldenwang
Inhaltsübersicht
1. Ausgangslage 2
1.1. Griechisch-persischer Gegensatz 2
1.2. Philipp II. und das Königreich Makedonien 4
2. Quellenlage 6
3. Kindheit und Jugend 7
4. Alexanders Herrschaftszeit 8
4.1. Alexanders Herrschaftsantritt 8
4.2. Alexander und die außenpolitischen Bedrohungen 9
4.3. Alexander in Kleinasien 10
4.4. Alexander in Ägypten 14
4.5. Eroberung Mesopotamiens und der Persis 15
4.6. Unterwerfung des Iran 17
4.7. Indien-Feldzug 20
4.8. Rückkehr und Tod 22
5. Bewertung 24
Literatur: 25
1. Ausgangslage
1.1. Griechisch-persischer Gegensatz
a) - Er hat seinen Ursprung in dem ionischen Aufstand, den der Tyrann von Milet initiiert hatte und an dem sich auch Athen als griechisches Mutterland beteiligt hatte, nämlich 20 Schiffe schickte. Nach Anfangserfolgen der kleinasiatischen Griechen - sogar Eroberung von Sardes recht weit im Landesinnern - Niederlage, endgültig in der Seeschlacht vor Milet 495. Die Stadt wird zerstört, die Bewohner nach Mesopotamien deportiert. Was Athen und das griechisch-persische Verhältnis betrifft, ist die Wertung Herodots (484-425 v. Chr.), nach Cicero der "Vater der Geschichtsschreibung", der drei seiner 9 Bücher den Kriegen zwischen den Griechen und Persern widmet, aufschlußreich: "Diese Schiffe wurden für die Hellenen wie für die Barbaren zum Ursprung mancher Leiden."
Es gibt die Überlieferung, nach dem ionischen Aufstand habe sich Dareios von seinem Diener mit "Herr, gedenke der Athener" ansprechen lassen, um stets an die noch auszuübende Rache erinnert zu werden.
- 492 unternimmt der Schwiegersohn des Dareios einen Feldzug, geht über den Hellespont, aber der Feldzug scheitert, v. a. wegen eines Sturmes.
- 490 erneuter Feldzug, nachdem Sparta und Athen die persischen Boten getötet hatten, diesmal gehen die Perser bei Marathon an Land, werden besiegt und kehren nach Kleinasien zurück.
- Nach dem Tod des Dareios setzt Xerxes die Rüstungsanstrengungen seines Vater fort.
Auch Athen rüstet auf, schafft sich eine eigene Flotte an und gründet zusammen mit Sparta die "Eidgenossenschaft gegen Persien", der sich viele andere Städte anschließen.
480: Erneuter Feldzug der Perser, an dem jetzt Xerxes selbst teilnimmt, mit 60.-100.000 Mann und 600-700 Schiffen (in Daniel 11, 2 so angekündigt). Nord- und Mittelgriechenland gehen verloren, die Thebaner desertieren zu den Persern, Athen verloren, deren Bevölkerung zuvor evakuiert. Aber dann die Seeschlacht bei Salamis, für die sich Xerxes extra auf ein Aussichtspodium begeben hatte, um die Vernichtungsschlacht gut beobachten zu können, die aber ein Desaster für die Perser bedeutet. Persische Flotte zieht er nach Samos zurück (später kommen die Griechen dorthin und verbrennen die an Land gezogenen Schiffe).
479: Griechische Landoffensive, Schlacht bei Platää, bringt ebenfalls eine große Niederlage für die Perser. Später weitere griechische Offensiven, attischer Seebund zwischen Athen und den kleinasiatischen Städten (477).
b) Später entspannt sich die Situation wieder, Kalliasfrieden zwischen Athen und Persien 449/448.
c) Sparta baut mit persischer Hilfe eine Flotte für den Peleponnesischen Krieg (Athen vs. Sparta, 431-404, wobei Athen unterliegt). (In Athen statt demokratischer Verfassung nun Oligarchie der 30; 399 Prozeß gegen Sokrates, der Lehrer einer der Tyrannen gewesen war.)
d) - Das Verhältnis zu Athen besserte sich, nachdem Sparta den Aufstand gegen den Großkönig Artaxerxes II. durch dessen Bruder unterstützt und in Kleinasien kriegerisch gegen die Perser tätig geworden war. Seeschlacht von Knidos 394.
- Die Spartaner lassen sich vorsorglich 386 auf den sog. Königsfrieden mit den Persern ein (kleinasiatische Westküste persisch). (Sparta verliert aber wieder die Vormachtstellung in der griechischen Welt nach der Niederlage gegen Theben 371.)
- Athen gründet als Reaktion auf den Königsfrieden 378 den zweiten attischen Seebund, der gegenüber dem ersten kaum Verpflichtungen für die Partner beinhaltet, mehr Versicherung für den Kriegsfall/die Piraterie ist und Athen den Zugang zum Schwarzen Meer sichern sollte. Er endet nach dem Bundesgenossenkrieg (ab 357) im Jahr 355 (Isokrates hatte für Frieden plädiert).
1.2. Philipp II. und das Königreich Makedonien
[...]
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Marcel Haldenwang, 2003, Alexander der Große im historischen Kontext, Munich, GRIN Publishing GmbH
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