Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis II
Abbildungsverzeichnis III
Formelle Angaben IV
1. Der Kampf um Aufmerksamkeit 1
2. Auffassungen der Aufmerksamkeitsökonomie 1
2.1. Begriffsbestimmung „Aufmerksamkeit“ 1
2.2. Die Aufmerksamkeitsökonomie und das Netz nach Goldhaber 2
2.3. Die Ökonomie der Aufmerksamkeit nach Franck 3
2.4. Der ökonomische Aspekt der Aufmerksamkeit in der Dualität des
Medienmarkts 5
3. Der Kampf um konzentrierte Aufmerksamkeit 6
3.1 Warum Aufmerksamkeit im Fokus steht 6
3.2 Parallelnutzung 7
3.3 Kontinuierliche Partielle Aufmerksamkeit 10
3.4 Übergang des Informationszeitalters in eine Ära des uni-focus? 11
3.5 Mediennutzung und Internet: Werden die Inhalte versimplifiziert? 11
4. Kritische Schlussbemerkung 13
Literaturverzeichnis V
II
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1:
Parallelnutzung zwischen einzelnen Medien 2010 versus 2005 (Nutzungsdauer in Min./Tag) gemäß der ARD/ZDF-Langzeitstudie Massenkommunikation ........................... 8
III
Formelle Angaben
Um das Gesamtbild der vorliegenden Arbeit zu vereinheitlichen, wurden alle Zitate der neuen Rechtschreibung angepasst. Der Sinn der Zitate bleibt davon unberührt.
Anzahl der Wörter im Textteil: 4.256.
IV
1. Der Kampf um Aufmerksamkeit
Dieses Essay wurde durch den Text ,Ökonomie der Aufmerksamkeit: Ein Entwurf’ von Georg Franck inspiriert. Besonders weil einer der Seminarschwerpunkte die digitalen Medien sind, stellt das Essay auch die Auffassung des Sozialforschers Michael Goldhaber zur
Aufmerksamkeitsökonomie im Netz vor. Nicht zu vergessen sind zudem die materiellen Aspekte des Kampfs um Aufmerksamkeit im World Wide Web, die in Kapitel 2.4 allerdings nur in ihren Grundzügen skizziert werden, da der Fokus des Essays auf der Aufmerksamkeitsökonomie, insbesondere in Bezug auf das Medium Internet liegen soll. Die wirtschaftswissenschaftliche Sichtweise wird nur der Vollständigkeit halber erwähnt. Die zentralen Aspekte sind, wie das Streben nach Aufmerksamkeit durch das Medium Internet beeinflusst bzw. begünstigt wird (Stichwort: Messbarkeit) und ob eine Wechselwirkung zwischen den gegenwärtigen Trends der Mediennutzung und dem Kampf um Aufmerksamkeit besteht. Wird die Aufmerksamkeit tendenziell oberflächlicher, weil „immer mehr Medienkanäle […] unsere Aufmerksamkeit“ 1 fordern? Entwickelt sich der Kampf um Aufmerksamkeit demnach zu einem Kampf um konzentrierte Aufmerksamkeit?
2. Auffassungen der Aufmerksamkeitsökonomie
2.1. Begriffsbestimmung „Aufmerksamkeit“
Aufmerksamkeit kann als ein kognitiver Prozess im Gehirn definiert werden. Während der neuronalen Verarbeitung von eintreffenden Reizen bestimmt sie, welche Informationen relevant sind, das heißt verarbeitet werden, und welche nicht. Bei dieser Auswahl sind Neuigkeitswert, Emotionen sowie persönliche Interessen und Erfahrungen von Bedeutung. Nach dem phänomenalistischen Ansatz ist Aufmerksamkeit die bewusste,
1 Stone (2007)
1
2. Auffassungen der Aufmerksamkeitsökonomie
zielgerichtete Zuwendung zu einem Objekt, sei es eine Person, ein Tier oder ein Medium. 2
Georg Franck betont zudem noch den Unterschied zwischen aktiver, zielgerichteter Aufmerksamkeit, im Englischen: „attention“, und dem allgemeinen wachen Dasein, ohne sicht auf etwas Bestimmtes zu konzentrieren, im Englischen: „awareness“. 3
2.2. Die Aufmerksamkeitsökonomie und das Netz nach
Goldhaber
Aufmerksamkeit ist nach Goldhaber wie folgt definiert: Sie ist das „knappe Gut der Informationsgesellschaft. […] Im Unterschied zu materiellen Gütern erhalten wir Aufmerksamkeit vor allem mit unserem Geist, und es ist nicht erforderlich, dass wir ebensoviel ausgeben, wie wir empfangen.“ 4
Die fortschreitende Entwicklung des Internet und der technischen Kommunikationsmittel ermöglicht prinzipiell Aufmerksamkeit von zunehmend mehr Menschen zu erhalten. Dabei geht der Terminus der Aufmerksamkeit mit der Voraussetzung des bewussten Wahrnehmens und Verstehens einher. Die „volle Aufmerksamkeit kann nur jeweils einer Person in einem Augenblick“ 5 geschenkt werden bzw. bei weniger anspruchsvollen Themen, kann die Aufmerksamkeit unter Umständen auch auf eine sehr limitierte Anzahl von Quellen aufgeteilt werden.
Das Besondere an der Aufmerksamkeit ist ihre langfristige Wirkung. Ist eine Person einmal zum Star avanciert, hat demnach also viel von unserer Aufmerksamkeit erlangt, kann sie auch Jahre später wieder vereinfacht unsere Aufmerksamkeit auf sich ziehen.
In der Aufmerksamkeitsökonomie ist Aufmerksamkeit die kostbarste Ressource. Berühmte Persönlichkeiten, die viel Aufmerksamkeit besitzen, profitieren derzeit auch von hohen Gagen. Goldhaber beschreibt dies als
2 Vgl. L’Abbate (2009), S. 3.
3 Vgl. Franck (1998a), S. 28f.
4 Goldhaber (2007)
5 Goldhaber (2007)
2
Arbeit zitieren:
Dipl-Betriebsw. (DH) Verena Ziegler, 2011, Die Ökonomie der Aufmerksamkeit, München, GRIN Verlag GmbH
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