Studienseminar Hagen für Lehrämter an Schulen
Seminar für das Lehramt an Gymnasien und Gesamtschulen
- Fachgruppe Geschichte -
Wahrnehmung von kultureller Fremdheit
in Antike und Gegenwart
Interkulturelle Kompetenz im Fach Geschichte
Andreas Büter
Hagen in Westfalen, Juni 2007
Seite
I. Einleitung ... 2
II. Grundmotivation zur Bearbeitung interkultureller
Problematik im Geschichtsunterricht ... 3
1. Konzeptioneller Hintergrund ... 3
2. Gesellschaftspsychologie der Fremdwahrnehmung ... 4
3. Fremdheitsdarstellung im Kontext der Antike ... 8
3.1
Weltanschauliche Grundlagen der frühen
Kulturbeschreibungen ... 8
3.2
Die griechische Kultur als europäische Ur-Identifikation... 11
III. Didaktisch-konzeptionelle Entfaltung ... 13
1. Das Geschichtswerk des Herodot als quellenanalytischer
Ausgangspunkt ... 18
1.1
Anlehnung an den Fachlehrplan ... 20
1.2
Grundvoraussetzungen für historische Urteilsbildung ... 21
1.3
Diskussionsmethodik ... 24
2. Analyse bedeutsamer Quellenauszüge
mit epochenübergreifendem Aktualitätsbezug ... 25
3. Erkenntnisanwendung durch Analyse eines aktuellen
Medien-Beispiels ... 26
3.1 Vergleich von Originalquelle, Filmhandlung und
Reaktionen der Öffentlichkeit ... 27
3.2 Entwicklung kritisch-reflektierender Fragestellungen ... 28
IV. Resümee... 31
Literaturverzeichnis ... 32
1
I. Einleitung
Bei der vorliegenden Arbeit handelt es sich um ein didaktisches
Planungskonzept
1
der interkulturellen Pädagogik im Geschichts-
unterricht der Sekundarstufe II. Es stellt eine vor dem Hintergrund der
entsprechenden Richtlinien und Lehrpläne sich ergebende Möglich-
keit dar, wie antike Schriftquellen mit ethnographischer Ausrichtung
für die Förderung multiperspektivischer Handlungskompetenz von
Schülerinnen und Schülern nutzbar gemacht werden können.
Die thematische Grundlage des Konzeptes besteht in der lehrplan-
verankerten Leitproblematik ,,Das Eigene und das Fremde". Es
beinhaltet bereits in seinen komprimiert formulierten Problembe-
schreibungen einen deutlichen Verweis auf das Potential der
epochenübergreifenden Auswirkung von politischen Instrumentali-
sierungen der historischen Völkerbeschreibungen, welches von
diesen frühen ,,Wurzeln" der europäischen Geschichtsschreibung im
Zeitfeld 4 ausgeht.
Diesbezüglich wird die antike (griechische) Geschichtsschreibung als
gesellschaftliche ,,Weichenstellung" bis in unsere heutige Gesellschaft
und ihre interkulturellen Wahrnehmungseigenschaften dargestellt.
Mit der hier angeführten beispielhaften Auswahl der zu untersuchen-
den Text-/ Filmquellen wird der historische Bearbeitungsgegenstand
in einer von mehreren Möglichkeiten eingegrenzt, ohne diesbezüglich
einen Anspruch auf Vollständigkeit zu haben
Der konzeptionelle Schwerpunkt liegt dabei in dem Ziel einer Erken-
ntniserweiterung zur Erarbeitung kritischer Geschichtsbetrachtungen.
Dabei überwiegen die (geplanten) weiterführenden und sich jeweils
neu ergebenden Fragestellungen gegenüber den (vordergründig
eindeutigen) Antworten auf die dargestellten kulturhistorischen Pro-
bleme.
1
Der formale Aufbau dieses Planungskonzeptes orientiert sich grundsätzlich an
den Vorgaben des ,,Landesprüfungsamtes NRW für Zweite Staatsprüfungen für
Lehrämter an Schulen, Ordnung des Vorbereitungsdienstes und der Zweiten
Staatsprüfung für Lehrämter an Schulen, Hinweise zur Hausarbeit, vom 11. Novem-
ber 2003, Stand: November 2006"
(www.pruefungsamt.nrw.de/fm/hinweisehausarbeitnov2006.pdf,
30.03.2007)
2
Insgesamt soll mit diesem Planungskonzept eine konzeptionelle
Anregung zur Förderung objektiver Kritikfähigkeit geschaffen werden.
Diese soll es ermöglichen, die seit der Antike tradierten Grundlagen
von Gesellschafts- und Gruppenidentifikation zu erkennen und zu
hinterfragen. Das Ziel ist somit der Erkenntnisgewinn bezüglich des
persönlichen Kulturverständnisses und ein höheres Toleranzpotential
gegenüber anderen Gesellschaften und Kulturen
2
.
II. Grundmotivation zur Bearbeitung interkultureller
Problematik im Geschichtsunterricht
1. Konzeptioneller Hintergrund
Die fachliche aber auch alltägliche Auseinandersetzung mit den hier
aufgeführten Aspekten und Problemen der Fremdwahrnehmung in
interkultureller Hinsicht, ist zweifellos keine auf den Schulalltag
beschränkte Problematik. Die Schule stellt in ihren unterschiedlichen
Bildungsformen nur einen (zwangsläufigen) Spiegel der allgemeinen
gesellschaftlichen Situation und ihrer Entwicklung dar.
Andrerseits bietet Schule im Zuge ihres Bildungsauftrages aber auch
ein außergewöhnliches Potential zu einer Interaktion innerhalb eben
dieser gesellschaftlicher Prozesse, welches (im Idealfall) eine
konstruktive Einflussnahme, d.h. für die vorliegende Problematik
einen Ansatz gesellschaftlich-kultureller Harmonisierung mit sich
bringen kann.
In Bezug auf die Ausbildungsmoderatoren (Lehrer) des Faches
Geschichte, wie allerdings auch in allen anderen gesellschaftswissen-
schaftlichen Fachgebieten, sei es dabei zunächst dahingestellt, dass
eine ,,Idealkomposition" aus Interesse, entsprechendem Fachwissen,
Toleranz, Neutralität und weiterer förderlicher Eigenschaften, nicht
immer in hinreichender Weise, vorliegt. Das kann und muss es
2
Bereits die grundsätzliche Bedeutung des Begriffs ,,Kultur" und sein traditioneller
Gebrauch zur Gesellschaftsdifferenzierung stellt ein fachliches Problem dar. Dieses
soll im Laufe der Arbeit weitergehend analysiert werden. (Anm.d.Verf.)
3
auch nicht, denn jede ,,menschliche Unzulänglichkeit" stellt ihrerseits
nur einen beispielhaften Abriss gesellschaftlicher Grundeigenschaften
dar.
Bei der Erarbeitung von Lösungsansätzen für die vorliegende Proble-
matik ist jedoch insbesondere ein Grundaspekt didaktisch-sozialer
Sensibilität für die schulische Anleitung und Durchführung unver-
zichtbar. Es bedarf eines Grundmaßes an persönlicher Bereitschaft
zu einer offenen und öffnenden Auseinandersetzung, welche einen
kritischen Umgang mit traditionellen ,,historischen Fakten" und biswei-
len eigenen (unbewussten) Voreingenommenheiten mit einschließt.
Ohne diese Mindestvoraussetzung seitens der Lehrenden kann eine
authentische Hinführung und Anleitung der Schülerinnen und Schüler
zum Umgang mit zurückliegenden, wie auch aktuellen interkulturellen
Problemen nicht gelingen.
3
2. Gesellschaftspsychologie der Fremdwahrnehmung
Ein wichtiger Anteil einer objektiven Bearbeitung der Thematik der
Fremdwahrnehmung ist dabei zunächst eine genauere Kenntnis über
die zugrundeliegenden Verhaltens- und Wahrnehmungsmuster des
Menschen.
Eine besonders herausragende Rolle spielt hierbei das gesellschaft-
liche Verhaltensmuster des Ethnozentrismus, welches als einer der
elementaren Bereiche der Fremdwahrnehmung hier im Folgenden
näher erläutert wird.
Konzeptionsbezogen sollen dieserart Erläuterungen allerdings nicht
der jeweiligen Lerngruppe von vornherein gegeben werden, sondern
sie bilden vielmehr einen Teil der schülereigenen, problemorientierten
Erarbeitung. Diese kann aufgrund ihrer vielschichtigen Fachspezifik
jedoch nicht in der vorliegenden Form als Schülerergebnis erwartet
werden. Vielmehr bildet insbesondere die von einer durchaus
oberflächlicheren Basis aus durchzuführende Hinterfragung von
3
Dieser Anspruch, der eine fortwährende Bereitschaft des Dazulernens mit ein-
schließt, sollte dabei möglichst eine selbst auferlegte persönliche Maßgabe sein.
(Anm. d. Verf.)
4
typischen interkulturellen Wahrnehmungsmustern und historischen
,,Selbstverständlichkeiten" den analytischen Ausgangspunkt.
4
An dieser Stelle bieten die entsprechenden Richtlinien des Faches
Geschichte einen präzisen Hinweis zu der Erkenntnis, dass sowohl
jeder einzelne Mensch, als auch gesellschaftliche Gruppen und
Gemeinschaften einen (Groß-)Teil ihres Identitätsbewusstseins aus
der Unterscheidung von anderen schöpfen. Auf dem Wege des
individuellen oder kollektiven Vergleichs dient ,,das Andere" oder
,,Fremde" dabei als Gegenbild zum ,,Eigenen".
5
Bei dieserart Anleh-
nung an entsprechende sozialpsychologische Mechanismen liegt der
Schwerpunkt jedoch nicht nur auf einem bloßen Vergleich ,,mit" dem
Anderen und der entsprechenden Wahrnehmung von Unterschieden,
sondern oft sogar im Bereich einer elementaren Identitätsfindung
,,durch" die Differenzierung vom Anderen. Erst auf dem Fundament
dieser Kontrastierung entsteht ein Bewusstsein von individueller oder
kollektiver Identität.
Die Menschen bzw. die von ihnen gebildeten Gruppen nutzen also
das Prinzip der Unterscheidung und Abgrenzung von ihrer
gesellschaftlichen Umgebung, um ihre eigene Position wahrzu-
nehmen, bzw. um diese überhaupt erst zu konstruieren, sowie um
ihre eigene Gruppe zusammen zu halten.
Das hinzukommende Bestreben nach einer grundsätzlich positiven
Eigenwahrnehmung hat dabei zur Folge, dass eine möglichst scharfe
Kontrastsituation und somit oftmals ein möglichst ,,negatives Gegen-
über" hergestellt werden muss. Diese zentristische Grundeinstellung
ist eine globale Erscheinung, die nahezu allen Kulturen gemeinsam
ist und sich der unterschiedlichsten Merkmale zur jeweiligen
Marginalisierung bedient. Man kann dieses Denkmuster zweifellos als
eine Art von instinktivem Verhalten des Menschen bezeichnen.
6
4
Siehe diesbezüglich den Fragenkatalog S. 16 f. (Anm.d.Verf.)
5
Richtlinien und Lehrpläne NRW Geschichte Sek.II, S. 41
6
Der Hinweis auf diesen biologisch-instinktiven Hintergrund soll dabei jedoch in
keinster Weise einen Grund darstellen, der eine gesellschaftskritische Betrachtung
unnötig machen oder zentristische Denkweisen rechtfertigen würde. Vielmehr
drängt sich dadurch auch eine erste Möglichkeit für fachübergreifende Ansätze auf;
z.B. zu den Fächern Biologie, Pädagogik, Psychologie und ihrer Verhaltens-
forschung bezüglich der Menschen. (Anm.d.Verf.)
5
Die Abgrenzungskriterien, an welchen Fremdheit festgemacht wird,
sind grundsätzlich körperlicher oder kultureller Art. Diese grobe Zwei-
teilung gibt dabei auch die Hierarchie in der Fremdheitswahrnehmung
wieder. Körperliche Unterschiede wirken fremder als kulturelle. Der
Grund hierfür ist, dass alle Arten von kulturellem Verhalten
modifizierbar sind, die körperlich-natürlichen Merkmale hingegen
nicht. Der Maßstab der Unveränderbarkeit des Unterschiedes scheint
somit das übergeordnete Kriterium der jeweiligen Wahrnehmung von
Fremdheit darzustellen. Zudem werden in unserer Wahrnehmung
auch kulturelle Merkmale, wenn sie in unumkehrbarer Form
vorliegen, den körperlichen nahezu gleichgestellt.
In diesem Zusammenhang ist insbesondere die Sprache zu nennen,
bzw. auch die innersprachlichen Unterschiedlichkeiten in der Artiku-
lation.
7
Die menschliche Suche nach Gleichartigem und die gleichzeitige
Hervorhebung von Unterschieden am Fremden ist ein sozialpsycho-
logischer Mechanismus den es zu allen Zeiten gegeben hat und der
das Werden und Vergehen von menschlichen Gesellschaften in
elementarster Weise begleitet hat.
Die kollektive Variante dieser Denk- und Verhaltensstruktur stellt
dabei den Ethnozentrismus dar.
Die Größe der (ethnischen) Gruppe, die als ,,die eigene" bezeichnet
wird, ist dabei jedoch keineswegs statisch, sondern richtet sich nach
dem wahrgenommenen ,,Fremdheitsfaktor" der jeweils anderen.
Eine diesbezügliche Beschreibungsmöglichkeit dessen, welche zur
Schülerverdeutlichung auch mit konkreten Identifikationsbeispielen
(Familie, Sportmannschaft o.ä.) gefüllt werden kann, ist dieses:
Während eine Gruppe intern sehr verstritten oder von Konkurrenz
geprägt sein kann, verstärkt sich ihr Gemeinschaftsgefühl, wenn sie
sich z.B. in einer Streit- oder Konkurrenzsituation zu einer anderen
Gruppe befindet. Diese beiden Gruppen wiederum können jedoch
in einem erstaunlichen Wahrnehmungswandel ihre Gemeinsamkeit
entdecken, wenn es um die Auseinandersetzung mit noch weiter
7
Auf die Problematik von Sprachbarrieren wird in Zuge dieser Arbeit noch näher
eingegangen. Siehe dazu insbesondere S. 25 ff.
(Anm.d.Verf.)
6
entfernten, fremderen Menschen und Gruppen geht. Aber auch
diese unterschiedlichen Gruppen und Gesellschaften mit ihren
thematischen und sozialen Differenzen fühlen sich wiederum in dem
Moment verbunden und dehnen somit ihren Fremdheitsmaßstab,
wenn sie in konkurrierenden Kontakt zu Menschengruppen treten,
deren Fremdheit zudem noch aufgrund von feststehenden körper-
lichen Merkmalen (Pigmentierung, Größe, Gesichtsform) oder schwer
veränderbaren kulturellen Merkmalen (insbesondere Sprache) noch
offensichtlicher und somit noch fremder ist.
8
Ein in dieser Weise ablaufendes Verhaltensmuster muss sich so zwar
nicht unbedingt und ohne Ausnahmen einstellen, aber es stellt in
seiner Grundsätzlichkeit eine typisch menschliche Wahrnehmungs-
und Verhaltensweise dar.
9
Wenn zu diesem (instinktiven) Grundschema der ,,Identitätsfindung
durch Abgrenzung" nun noch machtpolitische oder ökonomische
Beweggründe treten, dann ist bereits der Weg erkennbar zu einem
Sozialgefüge in dem ,,Vorurteile, nationale Stereotypen, kulturelles
Überlegenheitsgefühl oder gar rassistisches Denken zur Rechtfer-
tigung von Konflikt und Unterwerfung dienen". Die jüngere europä-
ische Geschichte lässt hierüber keinen Zweifel.
Darüber hinaus ist mit Blick auf die Geschichte eine weitere Regel-
mäßigkeit festzustellen; nämlich ,,je unsicherer und gefährdeter sich
eine Gesellschaft fühlt, desto radikaler neigt sie zur Abgrenzung, und
wo reale Gegner fehlen, werden sie nicht selten erfunden."
10
Wie bereits erwähnt, ist die zwischenmenschliche, intergesellschaft-
liche Problematik ethnozentristischen Denkens keinesfalls nur ein
rein neuzeitlicher Konflikt. Die internationalen Entwicklungen in der
jüngsten Vergangenheit und aktuellen Weltpolitik lassen die Gefahr
8
Bei einer entsprechenden Weiterführung der Argumentationsreihe wäre das hohe
Ziel eines ,,globalen Gemeinschaftsgefühls" wohl erst dann möglich, wenn es
erforderlich würde, sich letztlich mit ,,interplanetarischen Fremden" zu messen.
(Also eine Situation, auf die bei momentanem Forschungsstand nicht als Lösung
gewartet werden sollte!) Es fällt aber auf, dass In der Unterhaltungsindustrie genau
dieses Denk- und Verhaltensschema bereits häufig als Ansatzpunkt für eine
gruppendynamisch-globale Gemeinschaftsidentifikation benutzt wird; z.B. in beson-
ders eindeutiger Weise in dem Roland EmmerichFilm ,,Independence Day" (1996).
(Anm.d.Verf.)
9
Richtlinien und Lehrpläne NRW Geschichte Sek.II, S. 41
10
Ebenda
7
einer kulturellen Auseinandersetzung mit durchaus weiträumiger
Ausdehnung in erschreckender Weise realistisch erscheinen; wenn
eine solche Auseinandersetzung nicht sogar bereits schon konkrete
Gestalt angenommen hat.
11
Ein Anspruch des Geschichtsunterrichtes in der Schule muss es sein,
durch die Analyse von Vergangenem einen elementaren Grundbau-
stein für eine erkenntnisreichere und damit problemärmere Zukunft zu
legen. Ein historisch-systematischer Rückblick auf die Ursprünge und
die Entwicklung der ethnozentristischen Abgrenzung ist daher zwei-
fellos angebracht.
3. Fremdheitsdarstellung im Kontext der Antike
Die absolute Ursprünglichkeit des Phänomens einer marginalisieren-
den Sicht auf das Fremde kann in einer rein historischen Retrospek-
tive nicht ergründet werden; dafür ist dieses menschliche Verhaltens-
muster zu urtümlich. Es besteht aber die Möglichkeit die Problematik
der Fremdsicht in einer uns zugänglichen Frühform zu betrachten,
nämlich in den uns zur Verfügung stehenden frühen schriftlichen
Quellen.
3.1 Weltanschauliche Grundlagen der frühen
Kulturbeschreibungen
Zunächst lässt sich feststellen, dass bereits bei den frühesten uns
bekannten Schriftquellen, unabhängig von ihrer geographischen
Herkunft bzw. Ursprungskultur, zwei Themengebiete in herausragen-
der Häufigkeit und meist enger Verknüpfung überliefert sind. Dies
sind zum einen die Beschreibungen und Hervorhebungen der jewei-
ligen kulturellen Eigenarten und Leistungen eines Volkes. Meist
handelt es sich dabei um jenes welchem auch der Autor angehört.
11
Dieser Hinweis auf den bereits bestehenden okzidentalisch-orientalischen (Welt-
anschauungs-, Wirtschafts-, Ressourcen-, Religions-)Konflikt wird im Laufe dieser
Arbeit noch mehrfach wieder aufgenommen werden und ist letztlich ein elementarer
Beweggrund für die Bearbeitung dieser Thematik. (Anm.d.Verf.)
8
0 Kommentare