Steinbeis-Hochschule Berlin
Steinbeis-Transfer-Institut
Management im Gesundheits- und Sozialwesen
MBA - Transfer-Arbeit
Personal- und Organisationsmanagement
Projekt "Zukunftswohnen für Senioren" in Kloten
Angedachte und geplante Geschäftspolitik und Personalpolitik
zum Projekt "Zukunftswohnen für Senioren" in Kloten,
auf der Basis neuzeitlicher Organisations- und Personalmanagement-Methoden
eingereicht von
Sigrid Baierlein und Peter Kieni
30.09.2003
Vorwort
Nichts ist so beständig wie der Wandel. Wir leben in Zeiten umfassenden und immer schneller werdenden Wandels. Dieser umfasst ökonomische, technologische und strukturelle Veränderungen in einem nationalen und internationalen Wirtschaftsraum, mit offenen Märkten und dynamischem Wettbewerb. Produkte und Dienstleistungen werden einander immer ähnlicher und der Wettbewerbsdruck steigt. Unternehmen müssen sich daher mehr denn je durch ihre Organisation und die darin tätigen Mitarbeiter1 im Wettbewerb differenzieren.2
Das wichtigste Gut eines Unternehmens, der Mitarbeiter und sein Wissen, ist ausschlaggebend für den Erfolg oder den Untergang eines Unternehmens. Mitarbeiter bedürfen einer sorgfältigen Betreuung und Sorge, denn nur dann fühlen sie sich toleriert, akzeptiert und angenommen und können ihr Leistungsoptimum einbringen. Gerade in unserer hochtechnisierten, von Konsum und Äußerlichkeiten geprägten Gesellschaft wächst die Sehnsucht nach menschlichen Werten.3 Das Organisations- und Personalmanagement und die damit verbundene Organisations- und Personalentwicklung als Mitarbeiterpflege wird so zu einer notwendigen aber auch lohnenden Investition für die Zukunft.
Der Wandel und das Tempo von Veränderungen in unserer Gesellschaft, in der Wirtschaft und auch in unserem privaten Leben beschleunigen sich ständig. Sozialbetriebe, wie Altersheime und daran angegliederte Altersinstitutionen stehen in einer dynamischen Zeit vor einem vielschichtigen Umbruch, der neue Chancen, Aufgaben und Herausforderungen bietet. „Entweder wir sind Meister der Veränderung oder Opfer der Veränderung. Wir haben die Wahl“. 4 Dieser Veränderungsprozess ist weitreichend und tief greifend und bedeutet auch eine Neubestimmung und Neubesinnung. Hinterfragt werden harte Faktoren wie Organisation, Rechtsformen, Rechnungswesen, Controlling und ebenso weiche Gestaltungselemente wie Leitbild, Moral, Ethik, Menschlichkeit und Führung. Ein Management des Stillstands ist nicht mehr möglich. Vielmehr wird ein verändertes Management und Denken benötigt, damit sich Sozialbetriebe aus eigener Kraft den neuen geforderten Ansprüchen stellen können, statt zum Spielball von extern gesteuerten Veränderungen zu werden.5 Puch6 fasst die Art der Veränderungen als „Soziale Arbeit im Aufbruch“ zusammen. Diese Metapher suggeriert Dynamik, Veränderung und Wandel.7 Bestehendes bleibt zurück, der Blick richtet sich nach vorne auf ein neues Ziel, das vielleicht nur schemenhaft erkennbar ist, aber trotzdem eine Art Orientierung bietet. Die neue soziale Arbeit soll qualitativ besser, effizienter und effektiver werden. Diesem Wandel soll auch das Projekt „Zukunftswohnen für Senioren“ in Kloten in all seinen Teilen, von der Idee bis zur Umsetzung, Rechnung tragen.
Inhaltsverzeichnis
Anlage 2 ... 4
Vorwort ... 5
Vorgehensweise ... 6
Begriffsklärungen ... 7
Inhaltsverzeichnis ... 10
Abbildungsverzeichnis ... 11
Zusammenfassung ... 12
1 Organisationsmanagement ... 13
1.1 Der Managementbegriff ... 13
1.2 Der Begriff Organisation - Organisationsentwicklung ... 13
1.3 Organisation eines sozialen Systems ... 15
1.4 Leistungsfähigkeit der Organisation ... 15
1.5 Das Reifekonzept von Argyris ... 15
1.6 Neuere motivationsorientierte Organisationsmodelle ... 16
1.7 Umsetzungsmöglichkeiten im Projekt ... 17
2 Zusammenhang von Organisations- und Personalentwicklung ... 19
3 Personalmanagement - Personalentwicklung ... 20
3.1 Definition von Personalentwicklung ... 20
3.2 Determinanten der Personalenwicklung ... 21
4 Geschäftspolitische Grundlagen des Projektes „Zukunftswohnen für Senioren“ ... 22
4.1 Allgemeine Aufbauorganisation der Politiken ... 22
4.2 Struktur und Daten des Projektes ... 23
4.3 Angebot ... 23
4.4 Personelles (nach Umbau/Einführung) ... 23
4.5 Betriebsstandort ... 23
4.6 Marktverhältnisse ... 24
4.6.1 Städte im Umkreis von 3/4 Autostunden: ... 24
4.6.2 Erreichbarkeit ... 24
4.6.3 Umfeld der Stadt Kloten... 24
4.6.4 Konkurrenzfähigkeit: ... 24
4.7 Mitarbeitermarkt Zürich Nord (Kloten) ... 25
4.8 Konkurrenzanalyse ... 25
5 Personalpolitik ... 26
5.1 Allgemeines ... 26
5.2 Terminplanung zu Erstellung der Personalpolitik ... 26
5.3 Personalpolitische Zielsetzungen ... 28
5.3.1 Grundsätzliche Ziele ... 28
5.3.2 MA-Beschaffungsziele ... 28
5.3.3 Entlöhnungsziele ... 29
5.3.4 Sozialleistungsziele ... 29
5.3.5 Führungs- und Betreuungsziele ... 29
5.3.6 Aus- und Weiterbildungsziele ... 29
5.3.7 Administrationsziele ... 30
5.3.8 Personal-Budgetziele ... 30
5.4 Geplante Maßnahmen zur Mitarbeiterpolitik ... 30
5.4.1 Planung und Einsatz ... 31
5.4.2 Beschaffung ... 31
5.4.3 Entlöhnung ... 32
5.4.4 Sozialleistungen ... 32
5.4.5 Führen & Betreuen ... 32
5.4.6 Aus- & Weiterbildung ... 33
5.4.7 Administration ... 33
5.4.8 Personal-Budgetziele ... 33
6 Schlussbetrachtung und Ausblick ... 34
Literaturverzeichnis ... 36
Vorgehensweise
Diese Arbeit beschäftigt sich in den Gliederungspunkten 1 bis 3 mit den klassischen Organisations- und Personalmanagement-Grundsätzen. Sie versucht darzustellen, auf welchen neuzeitlichen Aspekten des Organisations- und Personalmanagements die Geschäfts- und Personalpolitik des Projektes „Zukunftswohnen für Senioren“ in Kloten in Zukunft aufbauen soll. Die Gliederungspunkte 4 bis 5 widmen sich in den Bereichen Organisation und Personal dem möglichen Vorgehen zur Erreichung des Projektzieles, die Schaffung einer Senioren-Wohngruppe im Stil einer Senioren-Wohngemeinschaft. Ferner soll sie dazu beitragen, die Komplexität des Projektes „Zukunftswohnen für Senioren“ in Kloten in der betrieblichen Planung wie in der Umsetzung aus organisatorischer und personeller Sicht darzustellen. In die Beschreibung fließen sowohl bereits stattgefundene, wie auch angedachte Prozesse ein. (jetziger Projektstand: 30. Sept. 2003)
Begriffsklärungen
Durch die Verwendung von internationaler Literatur wird in der Arbeit fallweise der deutsche oder der schweizer Sprachstil gewählt.
Beispiel:
Altenheim = deutscher Sprachgebrauch
Altersheim = schweizer Sprachgebrauch
Umgebung = deutscher Sprachgebrauch
Umschwung = schweizer Sprachgebrauch
Alternative Wohnformen
Wohngemeinschaften, Alters-WG, Altersinteressen-Gemeinschaften, Mehrgenerationenwohnen….
Altersleitbild8
Das Altersleitbild formuliert Ziele, zeigt Vernetzungen auf und stellt Maßnahmenpläne dar. Es beantwortet vordergründig die Frage, in welche Richtungen diese Alterskonzepte gehen, von welchen Bedürfnissen sie ausgehen und was wichtig ist in den Bereichen Wohnformen (individuelles und kollektives Wohnen), Dienstleistungen (Hilfe und Pflege zu Hause und in den Institutionen) sowie soziale und kulturelle Aktivitäten9. Grundsätzlich sind Altersleitbilder langfristig angelegt, mit einem mittel- und kurzfristigen Kontrollrahmen der einzelnen Umsetzungsschritte.
Altenwohnung10
Eine in Lage, Ausstattung und Einrichtung für besondere Bedürfnisse älterer Menschen geeignete Wohnung mit Zentralheizung, Aufzug, Hausmeister.
Altenwohnhaus / Alterssiedlung
Wohngebäude, das ausschließlich Altenwohnungen enthält.
Altenwohnheim
Abgeschlossene kleine Wohnung in einem Heim, selbstständige Führung eines eigenen Haushaltes.
[...]
1 Im Folgenden werden Personen in der männlichen Sprachform angesprochen, es sind aber jeweils sowohl männliche als auch weibliche Personen gemeint.
2 Frieling, E., u. a. (Hrsg.) Kompetenz- und Organisationsentwicklung in Non-Profit-Organisationen, Münster, New York, 2002, S. 13.
3 Bambach, M., Sehnsucht, in: Dennerlein, N., u.a. (Hrsg.), Sehnsucht nach erfülltem Leben, Hannover, 2002, S. 44.
4 Decker, A., u.a., Organisations- und Personalentwicklung in Sozialbetrieben, Heidelberg 2002 S. 103.
5 Decker, A., u.a., Organisations- und Personalentwicklung in Sozialbetrieben, Heidelberg 2002 S. 103.
6 Puch, H. J., Soziale Arbeit im Aufbruch, in: König, J., u.a. (Hrsg.), Qualitätsmanagement und Informationstechnologien im Sozialmarkt, Starnberg, 2000, S. 51.
7 Schlüter, W., u.a., Innovatives Führungshandeln - Zukunftsweisende Projekte in der Alten- und Behindertenarbeit, Berlin, 2002, S. 7.
8 Kieni, Peter und Baierlein, Sigrid Studienarbeit PKS BBA GSM Kurs 003/ 2002-2003, Veränderte soziale und pflegerische Problemstellungen betagter und hochbetagter Menschen der Stadt Kloten als Grund für den Umbau und die Erweiterung des Alterswohn- und Pflegeheim „Im Spitz“ zum Pflegezentrum „Im Spitz“ Kloten
9 Diebold Zurbrügg, Silvia, Wohn- und Betreuungsformen für Betagte, Zwischenbericht April 1994, (Ergebnisse einer mehrschichtigen Umfrage im Rahmen des NFP 32-Projektes „Wohnverhältnisse, Wohnraumversorgung und räumliche Verteilung betagter Menschen in der Schweiz“
10 Begriffsklärungen aus: Howe, Jürgen u. a. , Lehrbuch der psychologischen und sozialen Alterswissenschaft, Roland Asanger Verlag, Heidelberg, 1991
Arbeit zitieren:
Sigrid Baierlein, Peter Kieni, 2003, Zukunftswohnen für Senioren, München, GRIN Verlag GmbH
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