Inhaltsverzeichnis
Abk ürzungsverzeichnis
III
1. Die wachsende Bedeutung von Mergers Acquisitions
1
2. Die Untersuchungsmethoden
1
2.1 Objektive Erfolgsmessungen 1
2.1.1 Der kapitalmarktorientierte Ansatz 1
2.1.2 Der jahresabschlussorientierte Ansatz 5
2.1.3 Die Studie von Bühner 8
2.1.3.1 Die kapitalmarktorientierte Analyse 9
2.1.3.2 Die jahresabschlussorientierte Analyse 11
2.1.3.3 Vergleich der Kapitalmarktreaktion mit der
Jahresabschlussrentabilit ät 11
2.1.3.4 Kritik 12
2.1.4 Desinvestitionsraten 12
2.1.5 Die Studie von Hoffmann 14
2.1.5.1 Durchführung und Ergebnisse 14
2.1.5.2 Kritik 14
2.2 Subjektive Erfolgsmessungen 15
2.2.1 Manager 15
2.2.2 Mitarbeiter 17
2.2.3 Interne Experten 18
2.2.4 Externe Experten 18
2.2.5 Die Managerbefragung von Bamberger 19
3. Fazit
21
Literaturverzeichnis
IV
II
Abkürzungsverzeichnis
Bd. Band
et al. und andere
etc. ecetera
HBR Harvard Business Review
HRM Human Resource Management
Hrsg. Herausgeber
JoEP Journal of Economic Perspectives
JoM Journal of Management
MIR Management International Review
S. Seite
SMJ Strategic Management Journal
SMR Sloan Management Review
usw. und so weiter
Vgl. Vergleiche
Vol. volume
III
1. Die wachsende Bedeutung von Mergers & Acquisitions
Mergers & Acquisitions erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Die Anzahl der jährlich getätigten Fusionen und Übernahmen, aber auch die Geldsummen, die dabei transferiert werden, steigen von Jahr zu Jahr.
Dieser Boom spricht dafür, dass Unternehmen glauben, andere Unternehmen oder Unternehmensteile zu erwerben und in das eigene Unternehmen zu integrieren, verbessere ihre Situation auf dem Markt. Doch sind solche Transaktionen wirklich erfolgsversprechend? Welche Ansätze gibt es, diesen Erfolg zu messen? Diese Arbeit versucht, einen Überblick über die verschiedenen Ansätze zur Messung des Akquisitionserfolges zu geben und stellt verschiedene Untersuchungen zu diesem Thema vor.
2. Die Untersuchungsmethoden
Die existierenden Untersuchungsmethoden zur Messung des Unternehmenserfolges kann man generell in die Gruppen der objektiven und der subjektiven Erfolgsmessungen einteilen. Objektive Messungen versuchen, den Akquisitionserfolg anhand bestimmter Informationen über die untersuchten Unternehmen zu messen. Zu dieser Gruppe gehören
a. der kapitalmarktorientierte Ansatz b. der jahresabschlussorientierte Ansatz c. Desinvestitionsraten
Subjektive Messungen befragen einzelne Personen oder Gruppen dazu, wie sie die Akquisition einschätzen.
Zu den Ansätzen wird jeweils eine Untersuchung näher vorgestellt. Dafür wurden Untersuchungen deutscher Unternehmen ausgewählt.
2.1 Objektive Erfolgsmessungen
2.1.1 Der kapitalmarktorientierte Ansatz
Der kapitalmarktorientierte Ansatz beruht auf der Prämisse, dass durch unternehmerische Entscheidungen das Anteilseignervermögen maximiert werden soll. Nicht-
1
finanzielle Ziele der Anteilseigner wie Macht- und Prestigestreben werden in diesem Ansatz vernachlässigt.
Diese Methode kann praktisch nur für börsennotierte Unternehmen angewandt werden, 1 da sich das Vermögen der Anteilseiger, also der Aktionäre, aus den Aktienkursen ergibt. Es werden die „abnormalen Renditen“ der Aktien des erwerbenden und/oder erworbenen Unternehmens gemessen.
Abnormale Renditen sind die durch die Akquisition bewirkten Abweichungen der Aktienrendite von ihrer normalen Durchschnittsentwicklung 2 bzw. die Vermögensänderungen der Aktionäre durch Veränderungen der Aktienkurse, die nicht durch das normale Marktverhalten zustande gekommen sind. 3
Als Untersuchungszeitraum wird dabei ein Intervall um den Zeitpunkt der Übernahme-Ankündigung herum festgelegt, das meist sehr kurz ist und nur wenige Monate oder sogar Tage umfasst.
Zu beachten ist, wie sich schon aus den beiden obigen Definitionen ergibt, dass die Aktienkurse um die Wertentwicklung bereinigt werden müssen, die aufgrund der Entwicklung des gesamten Marktes im betrachteten Zeitraum auch ohne die Akquisition zu erwarten gewesen wäre.
Kapitalmarktorientierte Erfolgsmessungen von Mergers & Acquisitions, die sogenannten „Ereignisstudien“ („event studies“) gehen davon aus, dass die Aktienpreise Informationen des Marktes und des Unternehmens und die Erwartungen der Investoren über die Zukunft des Unternehmens beinhalten. 4
Daraus ergeben sich weitere Voraussetzungen und Merkmale dieses Modells: 5
a. Die Kapitalmärkte sind wenigstens in halbstarker Form informationseffizient, d.h. der Aktienkurs reflektiert alle öffentlich verfügbaren Informationen über das Unternehmen.
b. Der Kapitalmarkt kann die erhältlichen Informationen korrekt nutzen und die zukünftigen zu erwartenden Veränderungen des Cash-Flows des Unternehmens durch eine Akquisition richtig einschätzen.
1 Vgl. Gerpott (1993), S. 197
2 Vgl. Hase (1996), S. 190
3 Vgl. Gerpott (1993), S. 197
4 Vgl. Javidan/Vallally, S. 3-4
5 vgl. Gerpott (1993) S. 201-202; Javidan/Vallally, S. 4
2
c. Die erhältlichen Informationen werden fast unverzüglich in den Aktienpreis umgesetzt.
d. Es wird von einer Dominanz der Interessen der Unternehmenseigentümer (Aktionäre) gegenüber den Interessen der anderen Stakeholder-Gruppen (z.B. Arbeitnehmer, Staat...) ausgegangen.
Diese letzte These ist heftig umstritten. Einer ihrer bedeutendsten Verfechter ist Jensen, 6 sie wird aber vor allem von einigen europäischen Akquisitionsforschern abgelehnt, darunter von Haspeslagh/Jemison. 7
Viele Untersuchungen, die den kapitalmarktorientierten Ansatz anwenden, kommen zu einem negativen Ergebnis für das akquirierende Unternehmen: So zeigt z.B. Sirower (1997), der die Reaktion der Aktienkurse auf die Ankündigung einer Akquisition während eines Zeitfensters von 2 Tagen beobachtete, “…that corporate aqcuisition strategies, on average, destroy value of the acquiring firm.“. 8 Seine Untersuchung ergibt, dass bei 2/3 der Akquisitionen seiner Stichprobe Wert zerstört wird und nur bei 1/3 Wert geschaffen wird. Auch Datta/Puia (1995) kommen in ihrer Untersuchung von 122 cross-border acquisitions zu dem Schluss, „…that cross-border acquisitions, on average, do not create value for acquiring shareholders.”. 9 Copeland/Koller/Murrin (2002) die selbst die Ergebnisse einiger Dutzend Studien zusammengefasst haben, berichten, dass bei 58% der erwerbenden Unternehmen der Aktienkurs um den Zeitpunkt der Bekanntgabe der Akquisition herum fiel. 10 Andere machen den Erfolg einer Akquisition von spezifischen Umständen abhängig, z.B. ob Zugang zu neuen Märkten geschaffen wird 11 oder ob die sich zusammenschliessenden Firmen ähnliche Geschäfte betreiben. 12
Ein anderes Bild ergibt sich für das akquirierte Unternehmen:
Im allgemeinen können die Anteilseigner der übernommenen Firma hohe Renditen realisieren. Zu diesem Schluss kommen u.a. Sirower (1997), Jensen (1988), Copeland/Koller/Murrin (2002), Bühner (1990) 13 .
6 Vgl. Jensen (1984), S. 110 f.
7 Vgl. Haspeslagh/Jemison (1991), S. 298-300
8 Sirower (1997), S.
9 Datta/Puia (1995), S. 335
10 Copeland/Koller Murrin (2002), S 150
11 Shelton (1988), S. 297-287
12 Singh/Montgomery (1987), S. 377-386
3
Arbeit zitieren:
Anja Maier, 2003, Die Erfolgsquote von Mergers & Acquisitions - Messungen und Studien, München, GRIN Verlag GmbH
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