Inhaltsverzeichnis
Einleitung 3
1.) Der Zusammenhang von Lernen und Gedächtnis 4
1.1 Das Lernen 4
1.1.1 Lernen in der Psychologie 4
1.1.2 Lernen in der Pädagogik 4
1.2 Das Gedächtnis 5
2.) Die Speichertypen 6
2.1 Das Ultrakurzzeitgedächtnis 6
2.2 Das Kurzzeitgedächtnis 6
2.3 Das Langzeitgedächtnis 7
3.) Neuronale Informationsübertragung 8
3.1 Das Nervensystem 8
3.2 Neuronen 8
3.3 Das Aktionspotential 9
3.4 Die Synapse 10
3.4.1 Übertragung von Signalen an chemische Synapsen 11
3.4.2 Summation an erregenden und hemmenden Synapsen 12
3.4.3 Weitere Aufgaben der Synapse 13
4.) Das menschliche Gehirn 14
4.1 Gedächtnisspezifische Funktionen des Gehirns 14
4.2 Das Limbische System 15
5.) Gedächtnisspeicherung 16
5.1 Informationsreduktion 16
5.2 Theorien der Gedächtnisspeicherung 16
5.2.1 Speicherung in Gehirnzellen 16
5.2.2 Elektrophysiologische Kodierung des Kurzzeitgedächtnisses und
strukturell-biochemische Kodierung des Langzeitgedächtnisses 17
5.2.3 Langzeitpotenzierung (LTP) 18
5.2.4 Persönliche Schlussfolgerung 19
Literaturverzeichnis 20
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Einleitung
Die Gedächtnisforschung ist ein sehr interessantes und aktuelles Thema, daher ist das Ziel meiner Arbeit, einen Überblick über die zurzeit gültigen Theorien der Informationsverarbeitung (Informationsaufnahme, Weiterleitung und Speicherung) von Sinneseindrücken zu geben. Ich habe mich bereits in der Schule, im Rahmen des Biologieunterrichtes, mit dem Thema beschäftigt. Somit bot sich durch eine Arbeit zu diesem Thema die Möglichkeit, bestehendes Wissen zu erweitern und neue Kenntnisse zu erlangen.
Im ersten Kapitel wird sowohl der Begriff des Lernens, als auch der Begriff des Gedächtnisses kurz erläutert, um die untrennbare Beziehung zwischen Lernen und Gedächtnis hervorzuheben.
Im zweiten Kapitel werde ich die Gedächtnisspeicher, die in Ultrakurzzeit-, Kurzzeit- und Langzeitgedächtisspeicher unterteilt sind, erklären. Diese Einteilung ist eine von vielen Möglichkeiten. Ich habe mich für diese entschieden, da es meiner Meinung nach die Geläufigste ist.
Das dritte Kapitel handelt von der Informationsweiterleitung über Synapsen und Neuronen. Dieses Kapitel ist bewusst so ausführlich, da es eine der wichtigsten Grundlagen für Lernen und Gedächtnis beschreibt.
Das vierte Kapitel erklärt die Funktion des Gehirns, bei der Übertragung und Speicherung von Sinneseindrücken.
Im fünften Kapitel erläutere ich die Gründe der Informationsselektion und befasse mich mit drei Theorien der Gedächtnisspeicherung. Da bisher keine dieser Theorien wissenschaftlich nachgewiesen wurden, folgt eine persönliche Schlussfolgerung.
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1.) Der Zusammenhang von Lernen und Gedächtnis
1.1 Das Lernen
Unter Lernen versteht man mehr als nur den Erwerb von Wissen. „Lernen ist jede auf Erfahrung und Informationsverarbeitung beruhende Verhaltensänderung“ (vgl. Sinz, 1974, S.7).
Der Begriff Lernen wird von verschiedenen Teilgebieten der Wissenschaft unterschiedlich definiert.
1.1.1 Lernen in der Psychologie
Die Psychologie erklärt das Lernen als eine Verhaltensmodifikation im Sinne einer Umweltanpassung. Ein Beispiel dafür ist der Pawlowsche Hund, der gelernt hatte, dass mit dem Ertönen einer Glocke die Fütterung erfolgte. Als Folge reagierte er auf jeden Glockenton mit vermehrtem Speichelfluss.
Bei Tieren bezieht sich das Lernen hauptsächlich auf bedingte Reflexe und der Anpassung an die Umwelt. Menschen lernen hauptsächlich durch Umweltanpassung.
1.1.2 Lernen in der Pädagogik
In der Pädagogik beschränkt sich der Begriff des Lernens auf die Techniken der Wissensvermittlung und der Erziehung
In Bezug auf die Prozesse menschlichen Lernens lassen sich zunächst zwei Grundformen unterscheiden: Explizites, deklaratives Lernen, welches bewusst geschieht und mit dem Erlangen von Informationen über Personen, Orte oder Dinge verbunden ist und Implizites. nicht-deklaratives Lernen (geschieht unbewusst, ungeplant). Nicht planvoll und im Wesentlichen unbeabsichtigt erlernt beispielsweise das Kleinkind in den ersten Lebensjahren die Sprache. Ein Beispiel für explizites Lernen ist das schulische Lernen, da der Lernende sich bewusst ist, dass er bestimmte Fakten oder Zusammenhänge lernt.
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1.2 Das Gedächtnis
Das Gedächtnis ist die wichtigste Grundlage des Lernens. Es bezeichnet die Fähigkeit, Sinneswahrnehmungen aufzunehmen, im Gehirn zu speichern und bei Bedarf zu reproduzieren. Die Vorgänge des Abrufs gespeicherter Informationen, die Ursachen des Vergessens und die Unterscheidung verschiedener Speichersysteme sind grundlegend für das Erkennen wahrgenommener Objekte sowie für Lernen und Denken.
Menschliche Informationsverarbeitung verläuft in drei Schritten: Informationen werden angeeignet, gespeichert und bei Bedarf wieder abgerufen. In der Phase der Aneignung findet die Informationsaufnahme und -verarbeitung statt. Diese Phase wird auch als Lernen bezeichnet. Die Phasen der Speicherung und des Abrufs charakterisieren das Gedächtnis. Unter dem Begriff Gedächtnis versteht man demnach die Aufbewahrung sowie die anschließende Wiedererkennung dessen, was man früher einmal wahrgenommen hat.
Ohne Gedächtnis wäre alles neu. Menschen müssten fortwährend von neuem entdecken, welche Eigenschaften, Bedeutungen, Funktionen und Intentionen die Objekte in ihrer Umwelt ausmachen. Das Gedächtnis stellt wichtige Erfahrungen bereit, die wir im alltäglichen Umgang mit unserer Umwelt benötigen. Ohne Gedächtnis wäre es nicht möglich Dinge zu verstehen oder über etwas nachzudenken.
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Arbeit zitieren:
Mareike Duensing, 2003, Das Gedächtnis, München, GRIN Verlag GmbH
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