Gliederung:
Einf ührung
1. Maria Montessoris Beziehung zu den Montessori- Gesellschaften und deren
Ursprung
2. Internet und World Wide Web (www)
2.1. Suchmaschinen im World Wide Web
2.2. Bedienen der Suchmaschinen
2.3. Montessori- Gesellschaften und Internet
3. Methodik
4. Heute vertretene Montessori- Gesellschaften
4.1. Beschreibung der Deutschen Montessori Gesellschaft (DMG)
4.2. Beschreibung der American Montessori Society (AMS)
4.3. Beschreibung der Montessori Association of New Zealand (MANZ)
4.4 Vergleich der Ziele der Gesellschaften
Schlu ßwort
Literaturliste
Adressenliste der nationalen Montessori- Gesellschaften
2
Einführung
Ziel dieser Arbeit ist es, festzustellen in welchem Umfang und mit welcher Qualität und Aktualität sich die traditionellen, meist noch zu Maria Montessoris Lebzeiten gegründeten, Montessori- Gesellschaften im modernen Medium Internet präsentieren. Ein Anreiz dieses Themas war unter anderem die Aufgabe möglichst alle weltweiten Gesellschaften im Internet aufzuspüren und herauszufinden inwieweit es Unterschiede und/oder Gemeinsamkeiten in Bereichen wie Aufgaben, Ziele, Traditionen - Modernisierung gibt. Aber auch dem thematischen Aufbau der Homepage, der graphisch- gestalterischen Darstellung, sowie „Verkauf“ des Angebotes Montessori ist ein Teil dieser Arbeit gewidmet. Dabei wäre es zu aufwendig für den Rahmen einer Hausarbeit gewesen, sämtliche, im Internet vertretene Montessori- Gesellschaften genau zu analysieren. Deshalb habe ich, sozusagen repräsentativ die Deutsche Montessori Gesellschaft (DMG), die American Montessori Society (AMS) und die New Zealand Association of Montessori Incorporated (MANZ) ausgewählt.
1.Maria Montessoris Beziehung zu den Montessori- Gesellschaften und deren Ursprung
Die italienische Ärztin und Pädagogin Maria Montessori (1870-1952) kümmerte sich Zeit ihres Lebens sehr um die Arbeit der nach ihr benannten Gesellschaften, denn diese dienten zur Einführung, Verbreitung und Förderung ihrer Methode, ihres Lebenswerkes, in vielen Ländern der Erde. Zwischen 1911 und 1917 wurden die meisten Montessori- Gesellschaften auf Initiative der Montessori - Anhänger gegründet, um die damals revolutionäre, neue Methode zur Erziehung von behinderten und nicht behinderten Kindern der italienischen Pädagogin organisierter bekannt machen zu können.
1929 gründete Maria Montessori selber die Association Montessori Internationale (AMI), eine Art Dachorganisation aller nationalen Gesellschaften.
Vor allem reformfreudige PädagogInnen, die Montessoris Häuser und Ausbildungskurse in Rom besucht hatten, gründeten nach der Rückkehr in ihre Heimatländer die ersten Montessori- Vereinigungen -und Schulen, in der Hoffnung damit etwas an den gesellschaftlichen Zuständen, insbesondere den Lehr -und Lernmethoden der Schulen verändern zu können. „Maria Montessori tritt in die Geschichte zu einem Zeitpunkt ein, an dem die bürgerliche Gesellschaft des 19. Jahrhunderts beginnt, sich den sozialen Problemen ihrer Zeit zu stellen.“ (Helmut Heiland, 1991, 127). „Erzieher aller Arten - Lehrer, Gesetzgeber, Ärzte, Eltern, Schriftsteller - waren fasziniert von dem, was die Casa dei Bambini zu versprechen schienen. Sie kamen, um sie mit eigenen Augen zu sehen, und
3
berichteten dann über den Versuch in der ganzen zivilisierten Welt“ (Rita Kramer, 1983,187). Dieser Erfolg wurde vor allem durch Montessoris eigene Vortragsreisen vorangetrieben, die sie nicht nur quer durch Europa, sondern auch in die USA und später nach Indien führten.
Doch Maria Montessori war in ständiger Angst um die „Reinheit“ ihrer Methode. Sie versuchte mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln zu verhindern, daß ihr Werk durch andere Pädagogen, auch wenn diese zu ihren Anhängern gehörten, verfälscht und/oder erweitert wurde. Deshalb erhob sie zunächst eine Art „Copyright“ auf ihren Namen und ihr pädagogisches Material. Eine weitere Maßnahme Montessoris, gegen die von ihr gefürchtete Ausbeutung ihres Namens und die Verfälschung ihrer Idee, ergriff sie 1915. Sie erstellte ein Memorandum mit der Überschrift: Allgemeine Regeln für die Bildung einer autorisierten Montessori- Gesellschaft „...das eine eindeutige Führung der Montessori-Gesellschaften durch Maria Montessori und die Monopolisierung der Montessori-Ausbildung vorsieht.“ (Helmut Heiland, 1991, 73). Dies hatte folgenschwere Auswirkungen auf die amerikanische sowie die englische Montessori - Gesellschaft, denn beide gingen an dem nun gestörten Verhältnis zu Maria Montessori, die den Anschein erweckte kein Vertrauen in die Mitglieder ihrer eigenen Gesellschaften, und deren Arbeit zu haben, in den folgenden Jahren zugrunde.
Inhalt dieses Memorandums war zum Beispiel das Thema Montessori - Diplom. Maria Montessori stellte deutlich klar, daß sich nur noch diejenigen „Montessori- Lehrerin“ nennen durften und ihre Schule „Montessori- Schule“ nennen durften, die ihren Ausbildungskurs nach 1913 besucht hatten. Dies enttäuschte einige ihrer bis dahin treuesten AnhängerInnen sehr. „Sie konnten nicht verstehen, daß einige der Bemühungen, die sie von sich aus zugunsten der Montessori - Bewegung unternommen hatten , von ihr nicht mit Begeisterung, sondern mit Mißtrauen entgegengenommen wurden. Sie war von keiner Veröffentlichung über irgend etwas, das mit ihrer Arbeit zu tun hatte, angetan - auch nicht von einem Nachrichtenblatt - wenn sie nicht die Möglichkeit hatte, sie zu überprüfen und den Inhalt gutzuheißen.“ ( Rita Kramer, 1983, 272-273). Daran wird sehr gut deutlich, wieviel Zeit Maria Montessori damit verbrachte sich mit der Arbeit der verschiedenen Gesellschaften zu beschäftigen.
Um die gesamte Montessori - Bewegung noch besser organisieren zu können, gründete sie 1929 zusammen mit ihrem Sohn Mario Montessori die Association Montessori Internationale mit Sitz in Berlin bis 1935, dann in Amsterdam. Zu deren Aufgabe gehörten z.B. die Organisation der gebührenpflichtigen Ausbildungskurse und des Vertriebes der Rechte an ihren Materialien, was bedeutet, daß sie für Maria Montessoris Lebensunterhalt zuständig war, da diese nirgendwo fest beschäftigt war, kein regelmäßiges Einkommen bezog. „Beide
4
Montessoris waren überzeugt, daß die Zügel der Bewegung fest in den Händen der Dottoressa bleiben müßten, damit die Methode nicht verwässert würde, und sie glaubten, die ideale Situation sei gegeben, wenn die Methode von Regierungsbeamten angenommen und in den staatlichen Schulen unter Maria Montessoris Leitung von Lehrerinnen praktiziert würde, die sie ausgebildet hätte und die von ihr beaufsichtigt würden“ (Rita Kramer, 1983, 369). Zu den wohl bekanntesten Förderern dieser Gesellschaft gehörten Sigmund Freud, Jean Piaget und Rabindranath Tagore. Viele der Gesellschaften verschwanden im Zweiten Weltkrieg, wurden danach aber teilweise neu gegründet, obwohl der Höhepunkt der Internationalen Montessori - Bewegung bereits überschritten war.
2. Internet und World Wide Web (www)
Das World Wide Web wird oft fälschlicherweise mit dem Internet verwechselt, da dies bei einigen Online- Diensten nicht ganz deutlich wird.
Das WWW ist jedoch „nur“ ein Dienst oder Standart des Internets, wenn auch der populärste. Es erweitert die Grundfunktionen des ursprünglichen ARPANET (amerikanisches Militärnetz Ende der 50er Jahre). Ende der 80er Jahre begann die CERN (Europäische Organisation für Kernforschung in Genf) Experimente mit einem Dienst, der jedem einfachen Zugriff und die Anzeige von Dokumenten bieten sollte, die auf einem Server irgendwo im Internet gespeichert sind.
Um dies zu erreichen entwickelte man ein Standartformat/ Sprache für Dokumente (HTML), das ermöglichte, daß Dokumente auf jedem Anzeigegerät mühelos angezeigt werden können. Außerdem bot es anklickbare Verknüpfungen in Dokumenten zu anderen Dokumenten (Hypertextlinks). Eine anklickbare Verknüpfung kann ein Wort, ein Textbereich oder ein Bild sein. Das Dokument auf das die Verknüpfung verweist, kann eine Text-, Grafik-, Ton-, Animations-, oder irgendeine andere Datei sein. WWW-Dokumente sind ASCII-Dokumente, die Befehle einer Sprache namens HTML (Hypertext Markup Language) enthalten.
So entstand das World Wide Web und der Nutzung durch Normalanwender stand nichts mehr im Wege.
2.1. Suchmaschinen im World Wide Web
Suchmaschinen sind riesige dynamische Verzeichnisse von Links zu anderen Internet-Seiten. Es wird generell unterschieden zwischen drei Techniken der Suchmaschinen:
5
Arbeit zitieren:
Helene Hoven, 2002, Wie präsentieren sich die heutigen Montessori-Gesellschaften im Internet? Erörtert am Beispiel von drei nationalen Montessori - Gesellschaften, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Die soziale Zusammensetzung der Leipziger Studenten und ihr Verhältnis...
Geschichte Europa - Deutschland - 1848, Kaiserreich, Imperialismus
Hausarbeit (Hauptseminar), 31 Seiten
Das dramatische Prinzip der akustischen Maske und seine Anwendung in C...
Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
Seminararbeit, 20 Seiten
Eine Untersuchung der Gesellschaft in Thomas Manns "Zauberberg&qu...
Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
Hausarbeit (Hauptseminar), 31 Seiten
Kampf um die richtige Liebe. Die Entwicklung der Liebesbeziehung zwisc...
Germanistik - Ältere Deutsche Literatur, Mediävistik
Seminararbeit, 14 Seiten
Entwürfe jüdischer und ägyptischer Kulturen in Thomas Manns Roman &quo...
Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
Magisterarbeit, 115 Seiten
Das deutsch-jüdische Bildungsbürgertum im Spiegel der Erinnerungen und...
Geschichte Europa - Deutschland - Neuere Geschichte
Seminararbeit, 33 Seiten
Die Erziehung des jungen Parzival - Hindernis oder Chance?
Germanistik - Ältere Deutsche Literatur, Mediävistik
Hausarbeit (Hauptseminar), 20 Seiten
Dr. Krowski und Sigmund Freud - Seelenzergliederer
Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
Seminararbeit, 14 Seiten
Die gesellschaftskritische Erziehungsthematik und das Aufgreifen dräng...
Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
Seminararbeit, 19 Seiten
Über die Frau-Mann-Beziehung - speziell die Beziehung zwischen Erec un...
Germanistik - Ältere Deutsche Literatur, Mediävistik
Seminararbeit, 16 Seiten
"Wer Nietzsche glaubt, ist verloren". Thomas Manns Nietzsche...
Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
Hausarbeit, 13 Seiten
Der Bruderzwist im Drama des Sturm und Drang - Johann Anton Leisewitz&...
Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
Hausarbeit (Hauptseminar), 25 Seiten
Wettbewerbliche Wirkungen der Beschaffung mit Hilfe elektronischer B2B...
BWL - Beschaffung, Produktion, Logistik
Diplomarbeit, 101 Seiten
Ich-AG und Existenzgründungszuschuss - ein neuer Weg zu mehr Beschäfti...
Studienarbeit, 72 Seiten
Beobachtungen zu Ödön von Horváth "Geschichten aus dem Wiener Wal...
Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
Seminararbeit, 28 Seiten
Germanistik - Ältere Deutsche Literatur, Mediävistik
Seminararbeit, 22 Seiten
Helene Hoven hat den Text Wie präsentieren sich die heutigen Montessori-Gesellschaften im Internet? Erörtert am Beispiel von drei nationalen Montessori - Gesellschaften veröffentlicht
Helene Hoven hat einen neuen Text hochgeladen
Valentin Tomberg. Band 1. Leben - Werk - Wirkung
Leben-Werk-Wirkung 1900-1944
Elisabeth Heckmann
Heinz Mack. Leben und Werk. Ein Buch vom Künstler über den Künstler 19...
Heinz Mack, Ute Mack
Wie hat das Internet Ihr Denken verändert?
Die führenden Köpfe unserer Ze...
John Brockman, Jürgen Schröder
Schriften zur praktischen Philosophie am Beispiel der Türkei
Rassismus, Assimilation, Ehren...
Sinan Özbek
0 Kommentare