Proseminar:
Das Substantiv und seine grammatischen Kategorien
SS 2000
Was ist ein Name?
Mirjam Krapoth
1. Einleitung.............................................................................................................. 3
2. Definitionsversuche des Begriffes „Name“ ............................................................ 4
3. Eigenschaften und Funktionen des Namens ........................................................... 5
4. Zur Frage der Bedeutung ....................................................................................... 6
5. Zur Abgrenzung von „Gattungsnamen“ und „Eigennamen“................................... 7
Schluß ....................................................................................................................... 9 Literatur zur Hausarbeit - Namenkunde .................................................................. 10
1. Einleitung
Um es gleich vorweg zu sagen: die Frage, die meinem Text vorangestellt ist - Was ist ein Name? - wird im Rahmen dieser Arbeit nicht vollständig beantwortet werden können. Dies zeigt schon die Tatsache, daß selbst die Fülle von Sekundärliteratur, die zum Thema Namenkunde vorliegt, nicht imstande ist, oben genannte Frage eindeutig zu klären.
Aus diesem Grunde habe ich aber auch das Thema „Was ist ein Name“ gewählt. Bei der Durchsicht einer Reihe von Texten aus dem Gebiet der Namenkunde fiel mir zu meinem Erstaunen auf, daß gerade der Name, der ja den Gegenstand jener Wissenschaft darstellt, gleichzeitig eines der umstrittensten Phänomene auf diesem Gebiet ist. Die große Menge an Theorien über den Namen macht deutlich, von welch grundlegender Wichtigkeit er für den Menschen ist. Er hilft er dem Menschen, die ihn umgebende Welt zu ordnen und zu beherrschen. Er dient dazu, Identität zu stiften und wahrzunehmen. Der Name spielt eine einzigartige Rolle in Kultur und Religion.
Die vorliegende Hausarbeit steht im Kontext eines Proseminares zum Thema „Das Substantiv und seine grammatischen Kategorien“. Nun ist es die einzige Tatsache, über die sich alle von mir gelesenen Publikationen einig sind, daß der Name zur Wortart Substantiv gehört. In dieser Wortart aber hat er einen besonderen Platz inne, was zum einen auf seinen lexikalischen Sonderstatus und zum anderen auf seine Bedeutungsleere bzw. seinen maximalen Bedeutungsreichtum zurückzuführen ist.
In meiner Arbeit möchte ich zuerst eine - wenn auch notwendigerweise unvollständige - Übersicht über die von verschiedenen (Sprach-)wissenschaftlern vorgeschlagenen Definitionsversuche des Namens geben. Anschließend folgt eine Darstellung jener Eigenschaften, die den Namen aus den übrigen Substantiven herausheben (wenn man nicht davon ausgeht, daß eigentlich alle Substantive Namen sind). Außerdem werde ich auf zwei zentrale Probleme gesondert eingehen: die Abgrenzung der sogenannten „Gattungsnamen“ von den „Eigennamen“ und die Frage nach der Bedeutung von Namen. Ziel dieser Arbeit soll es sein, grundlegende Fragen und Theorien zum Thema „Namen“ darzustellen, ohne die eine weitere Beschäftigung auf dem Gebiet der Namenkunde nicht möglich ist. Des weiteren sollte deutlich werden, welche Faszination und Besonderheit den Namen eigen ist.
2. Definitionsversuche des Begriffes „Name“
Grundsätzlich ist zu unterscheiden zwischen philosophischen/ logischen und linguistischen Definitionsversuchen. Dabei geht die Logik normalerweise von einem weiteren Namenbegriff aus als die Sprachwissenschaft. Sie bezeichnet den Namen als „a word, symbol or expression having the kind of meaning which can be explained only by saying that a sentence in which the name is used is intended to be about something which the name denotes“ . 1 „Jede[r] Ausdruck, der einen wohldefinierten Gegenstand oder eine Klasse von Gegenständen identifizierend bezeichnen kann“, 2 wird hier als Name aufgefaßt.
Dagegen spricht die Linguistik von dem Namen als „a word or small groups of words indicating a particular entity in its entirety without necessarily or essentially indicating any special quality of the entity“. 3 Ein Name ist in diesem Sinne eine „Bezeichnungseinheit für Personen [...], Orte[...], Tiere[...], Gegenstände[...] und Ereignisse“. 4 Der Aspekt des Benennens wird in verschiedenen Definitionen betont, so bei Andreas Lötscher („´Nennwörter´“ 5 ), Bernd Koenitz („konventionelle
1 Encyclopaedia Britannica, S. 1163
2 R. Wimmer, S. 373
3 Encyclopaedia Britannica, S. 1156
4 R. Wimmer, S. 373
5 A. Lötscher, S. 448
Arbeit zitieren:
Mirjam Krapoth, 2000, Was ist ein Name?, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Friedrich Dürrenmatt - Der Richter und sein Henker - Ein zufälliger Kr...
Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
Hauptseminararbeit, 24 Seiten
Jesus zeigt einem Gelähmten, wie er sein Leben wieder lieben kann, Mk ...
Theologie - Didaktik, Religionspädagogik
Seminararbeit, 36 Seiten
Verstädterung der Dörfer – der...
Geowissenschaften / Geographie - Bevölkerungsgeographie, Stadt- u. Raumplanung
Seminararbeit, 14 Seiten
Spracherwerb im Kleinkindalter
Deutsch - Pädagogik, Didaktik, Sprachwissenschaft
Hauptseminararbeit, 31 Seiten
Annette von Droste-Hülshoff: Die Judenbuche
Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
Hauptseminararbeit, 18 Seiten
Exegese von Mk 3,1-6 (Jesus heilt am Sabbat einen Menschen mit einer e...
Theologie - Biblische Theologie
Seminararbeit, 22 Seiten
Die doppelsinnige Welt in E.T.A. Hoffmanns Märchen „Der goldene Topf“
Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
Hausarbeit, 16 Seiten
Interkulturelles Lernen im Sachunterricht dargestellt am Beispiel der ...
Sachunterricht, Heimatkunde (Grundschulpädagogik)
Examensarbeit, 64 Seiten
Primitive Gesellschaften: Die Ureinwohner Australiens
Soziologie - Kultur, Technik und Völker
Seminararbeit, 18 Seiten
Rezept / Vorlage zur Bilderbuchanalyse
Deutsch - Grammatik, Stil, Arbeitstechnik
Hauptseminararbeit, 20 Seiten
Untersuchungen zur Vornamenwahl in der BRD in der 2. Hälfte 2008
Materialbasis: Babygalerie des...
Sprachwissenschaft / Sprachforschung (fachübergreifend)
Hausarbeit, 23 Seiten
Vergleich der Funktionen von orientalischen Motiven in "Das Märch...
Germanistik - Komparatistik, Vergleichende Literaturwissenschaft
Seminararbeit, 22 Seiten
Unterrichtsstunde, katholische Religion: Mose wird durch Gott gerettet
Theologie - Didaktik, Religionspädagogik
Unterrichtsentwurf, 11 Seiten
Analyse und Anwendungsmöglichkeiten des Bilderbuches 'Drachen gibt...
Deutsch - Pädagogik, Didaktik, Sprachwissenschaft
Hausarbeit, 30 Seiten
Die deutsche Komödie. Ludwig Tieck. Der gestiefelte Kater.
Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
Seminararbeit, 13 Seiten
Mirjam Krapoth hat den Text Was ist ein Name? veröffentlicht
Mirjam Krapoth hat einen neuen Text hochgeladen
Fotografie als Quelle der Zeitgeschichte: Kategorien, Schauplätze, Akt...
La photographie comme source d...
Daniela Kneissl
0 Kommentare