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Gliederung
1. Einleitung. 5
2. Mobbing - was ist das? 6
2.1 Definitionen. 6
2.1.1 Definition von Leymann 6
Die 45 Handlungen - was die „Mobber“ tun 7
2.1.2 Definition von Neuberger. 8
2.1.3 Kritik und Unterschied 9
2.2 Was ist das Besondere an Mobbing ? 10
3. Verbreitung 11
3.1 Mobbingsituationen 11
3.2 Probleme der Mobbing - Forschung 12
3.3 Empirische Ergebnisse. 13
3.3.1 Auftretenshäufigkeit. 13
3.3.2 Geschlechtsspezifisches Mobbing 14
3.3.3 Zum Alter von Mobbingbetroffenen. 16
3.3.4 Zur hierarchischen Position der Mobbingbetroffenen 16
3.3.5 Verbreitung in verschiedenen Branchen 17
4. Erklärung. 18
4.1 Die theoretische Einordnung von Mobbing 18
4.2 Mobbingursachen 19
4.2.1 Gesellschaftliche Ursachen 19
4.2.2 Betriebliche Ursachen 20
4.2.3 Individuelle Ursachen 21
4.3 Verlaufsformen von Mobbing 23
4.3.1 Das Phasenmodell von Leymann. 23
4.3.2 Das Verlaufsmodell von Esser und Wolmerath. 24
4.4 Auswirkungen von Mobbing. 25
4.4.1 Individuelle Auswirkungen 25
4.4.2 Betriebliche Auswirkungen 26
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5. Behandlung 27
5.1 Behandlung auf individueller und betrieblicher Ebene 28
5.1.1 Individuelle Interventionen 28
5.1.2 Betriebliche Interventionen 30
5.2 Möglichkeiten der Mobbing - Prävention 33
5.2.1 Individuelle Prävention 33
5.2.2 Betriebliche Prävention 34
6. Zusammenfassung 38
Literaturverzeichnis 40
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1. Einleitung
Das Phänomen „Mobbing“ ist in der Arbeitswelt immer wieder anzutreffen. Medien und zahlreiche Bücher haben besonders in den letzten Jahren dafür gesorgt, dass die Mobbing - Problematik in das Bewusstsein breiterer Schichten der Bevölkerung Eingang gefunden hat. Es stellte sich u.a. dank der empirischen Forschung heraus, dass Mobbing keine „vorübergehende Modeerscheinung“ ist. Mit jener Begriffsbezeichnung wurde einem Phänomen ein Name gegeben, welches ein fester Bestandteil der Realität des Arbeitslebens ist. Der Begriff „Mobbing“ kann als Sammelbegriff für jegliches systematisches Verhalten am Arbeitsplatz verstanden werden, welches gekennzeichnet ist durch Schikanieren, Drangsalieren, Beleidigen, Unterdrücken und Verletzen von Personen durch Kollegen oder Vorgesetzte. Gemeinsam ist all diesen Verhaltensweisen, dass sie darauf ausgerichtet sind, jemand anderen so weit „fertig zu machen“, dass dieser in die körperliche und seelische Krankheit mit all ihren verheerenden Folgen getrieben wird.
Im Alltagsverständnis wird der Begriff „Mobbing“ häufig mit Vorkommnissen oder Konflikten am Arbeitsplatz in Verbindung gebracht, welche mit Mobbing nichts zu tun haben. Das Mobbing - Phänomen ist gekennzeichnet durch ganz bestimmte Merkmale, die es von anderen Konflikten unterscheiden und abheben. Im zweiten Kapitel der vorliegenden Arbeit sollen diese spezifischen Merkmale angeführt werden.
In weiterer Folge werden einige empirische Ergebnisse zur Mobbing -Verbreitung im dritten Kapitel dargestellt.
Im Hinblick auf die Erklärung des Mobbing - Phänomens wird eingegangen auf die theoretische Einordnung von Mobbing, die Ursachen, den Verlauf und die Auswirkungen auf Beteiligte und Betriebe.
Für die Praxis ist es wichtig, auf Grundlage gewonnener theoretischer und praktischer Erkenntnisse konkrete Behandlungsmöglichkeiten zu entwickeln. Auf diesem Gebiet gibt es eine Fülle von Interventions - und Präventivmaßnahmen, von denen einige im fünften Kapitel vorgestellt werden. Mobbing ist eine komplexes Phänomen. Es ist facettenreich und vielschichtig, und aus diesem Grund kann das Phänomen im Rahmen dieser Arbeit nicht in seiner Vollständigkeit dargestellt werden kann. Es soll jedoch versucht werden, aus der
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Fülle der Mobbing - Literatur wichtige Elemente herauszugreifen und somit einen Überblick über die Problematik zu geben.
2. Mobbing - was ist das?
2.1 Definitionen
Die Literatur zum Thema „Mobbing“ ist sehr zahlreich. Es werden von den verschiedenen Autoren unterschiedlichste Erklärungen und Definitionen angeführt. Im folgenden werden die Definitionen von Heinz Leymann und Oswald Neuberger dargestellt. Neuberger (1999) erläutert in einem seiner Bücher die Mobbing - Definition von Leymann genauer. Seine Kritik an Leymanns Mobbing - Definition bzw. ein wichtiger Unterschied zwischen den beiden Definitionen werden angeführt.
2.1.1 Definition von Leymann
Heinz Leymann hat durch seine Arbeiten zum Thema „Mobbing“ erstmals auf breiter öffentlicher Basis die Problematik deutlich gemacht, die mit dieser Art von organisationalen Konflikten verbunden ist. Mit Mobbing bezeichnet er eine kommunikative Situation, die für den Einzelnen schwerwiegende pyschische Folgen mit sich bringen kann. Als wesentliche Merkmale von Mobbing nennt er Konfrontation, Belästigung, Nichtachtung der Persönlichkeit und Häufigkeit der Angriffe über einen längeren Zeitraum hinweg (vgl. Leymann 2002). Leymann definiert Mobbing folgendermaßen:
„Der Begriff Mobbing beschreibt negative kommunikative Handlungen, die gegen eine Person gerichtet sind (von einer oder mehreren anderen) und die sehr oft und über einen längeren Zeitraum hinaus vorkommen und damit die Beziehung zwischen Täter und Opfer kennzeichnen.“ (Leymann 2002, S.21) Für seine statistischen Untersuchungen wählte er folgende operationale Definition: „Mobbing ist dann gegeben, wenn eine oder mehrere von 45 genau beschriebenen Handlungen über ein halbes Jahr oder länger mindestens einmal pro Woche vorkommt.“ (Leymann 2002, S.22)
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Diese 45 Handlungen beziehen sich auf fünf Bereiche, wobei als Bezugspunkt die Auswirkungen für das Opfer genommen werden. Die Bereiche dieser Mobbinghandlungen sind:
- Angriffe auf die Möglichkeiten, sich mitzuteilen
- Angriffe auf soziale Beziehungen
- Angriffe auf soziales Ansehen
- Angriffe auf die Qualität der Berufs- und Lebenssituation
- Angriffe auf die Gesundheit
(Leymann 2002, S.33, 34)
2.1.2 Definition von Neuberger
Neubergers Definition lautet kurz und prägnant: „Jemand spielt einem übel mit und man spielt wohl oder übel mit.“ (Neuberger 1999, S. 18)
Gemeint ist damit, dass eine oder mehrere Person(en) eine andere mit Handlungen oder Aktivitäten konfrontiert, die von dieser negativ bewertet werden, mit negativen Folgen verbunden sind und von Dritten als „übel“ (z.B. als verletzend, kränkend, ängstigend, beeinträchtigend, bösartig, repressiv) empfunden werden. Neuberger betont die Definitionsbestandteile
Arbeit zitieren:
Mag.art. Sibylle Essl, 2003, Mobbing: Erklärung, Verbreitung und Behandlung, München, GRIN Verlag GmbH
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DOI
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