Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 3
2. Fiederungswinkel physiologischer Querschnitt des Skelettmuskels 4
a. Faseranordnung der Muskeln. 4
b. Hubhöhe (Verkürzungslänge) eines Muskels. 4
c. Faktoren der Kraftentwicklung. 5
d. Fazit. 6
3. Hebel, Drehmomente, Arbeitswinkel 7
a. Drehmoment. 7
b. Funktion mehrgelenkiger Muskeln. 8
c. Funktionelle Vielfältigkeit von Muskeln. 8
4. Elastizitätskomponente 9
5. Sensorik Rezeptorsysteme. 11
a. Empfindung und Wahrnehmung. 11
b. Aufbau und Funktion von Rezeptorensystemen in der Bewegungssteuerung. 12
c. Rezeptorensystem und Latenzzeit bei motorischen Reaktionen 13
6. Bau von Nervenzellen Reizfortleitung 14
7. Reflexe. 14
a. Klassifikation und Kennzeichnung von Reflexe 15
b. Unterscheidung nach Art und Anzahl beteiligter neurophysiologischer. 16
Strukturen. 16
c. Unterscheidung nach ihrer Funktion. 16
d. Reflexe im Sport. 16
e. Unerwünschte Wirkungen von Schutzreflexen. 16
f. Merksätze zum Umgang mit Reflexen im Sport 17
8. Forschungsmethoden (Elektromyographie, Plausibilität) 17
9. Literatur. 17
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1. Einleitung
Bei der Darstellung der Anatomie des Menschen wird entweder von einer
Regionalgliederung (= Systematik nach Körperregionen wie Gliedmaßen, Brustraum usw.) oder einer funktionellen Gliederung (= Systematik nach Funktionssystemen wie Bewegungsapparat, Stoffwechselapparat, Kommunikationsapparat) ausgegangen. Die erste Art ist als topographische Anatomie die rein ärztliche Anatomie, da der untersuchende und behandelnde Arzt meist alle Funktionsbereiche (Haut, Muskeln, Nerven, Blutgefäße usw.) einer Körperregion berücksichtigen muss. Für Zielsetzungen wie unsere - Bewegungsanalysen - greift man auf die zweite Art, die funktionelle Anatomie zurück, da ausschließlich das Funktionssystem Bewegungsapparat und innerhalb dieses primär der aktive Bewegungsapparat von Interesse sind. Letztlich geht es vorrangig um Muskelanalysen hinsichtlich ihrer speziellen (— bewegungsbezogenen) Funktion. Diese Muskelfunktionsanalysen sollen erkennen lassen, dass
• sportliche Bewegungen auch muskulär Ganzheitsleistungen sind, da jeder Muskel innerhalb seiner momentanen Muskelfunktionsschlinge(-kette) gesehen werden muss; • jeder Muskel bei Beeinträchtigung als Glied der Kette Störungen innerhalb der ganzen Funktionsschlinge und damit im Bewegungsablauf hervorruft; • die Aufgabe von Muskeln nicht ständig ein- und dieselbe ist, sondern die jeweilige Funktion von der Art der Einbettung in die Muskelschlinge (Haupt-, Hilfsmuskeln) abhängig ist;
• Muskelform und Muskelaufgabe sich gegenseitig beeinflussen, gewissermaßen eine sich gegenseitig beeinflussende Einheit bilden; • Bewegungsabläufe nicht nur auxotonische Kontraktionsformen verlangen, sondern auch mitunter isometrische Kontraktionen gewisser Muskeln (Stabili-sationsmuskeln) für den optimalen Bewegungsablauf erforderlich sind. Insgesamt lassen sich damit wesentliche Erkenntnisse für die • Bewegungstechnik und das
• allgemeine und spezielle Konditionstraining gewinnen. Wegen dieser Bedeutung wurde die funktionell-anatomische Betrachtung neben die biomechanische Analyse gestellt. Im Grunde sind beide Betrachtungsweisen inhaltlich gar nicht zu trennen, da einerseits die Feststellung der Muskeltätigkeit (z.B. über Elektromyographie) auch ein Arbeitsbereich der Biomechanik ist und andererseits innerhalb einer funktionellen Muskelanatomie biomechanische Aspekte (z. B. Kraft- und Lastarmverhältnisse, optimale Arbeitswinkel) eine große Rolle spielen.
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2. Fiederungswinkel und physiologischer Querschnitt des Skelettmuskels a. Nach Art der Faseranordnung im Muskel werden folgende Muskelfaseranordnungen unterschieden:
(Abb. aus E. Loosch, Allgemeine Bewegungslehre)
Unter dem Fiederungswinkel versteht man dabei den Winkel, unter dem die Muskelfasern in das Sehnenblatt oder die Knochenfläche einlaufen. b. Hubhöhe (Verkürzungslänge eines Muskles) Einfluss auf Hubhöhe (Verkürzungslänge) eines Muskels Parallelfaserige M. verkürzen sich stärker als gefiederte M. Muskeln mit großen Hub sind im Körper primär dort, wo große Bewegungsausschläge und schnelle Bewegungen auszuführen sind (z.B. Bizeps des Oberarms, Innere Hüftmuskeln wie m. psoas major Beugung des Rumpfes nach vorne)
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Arbeit zitieren:
Michael Daners, 2003, Anatomisch-Physiologische Bewegungsanalyse als empirisch analytische Betrachtungsweise von Bewegungen, München, GRIN Verlag GmbH
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