Die Musiknutzung Jugendlicher
von Christof Weingärtner
Gliederung
0. Einleitung 2
1. Historischer Überblick 3
1.1 Musiknutzung Jugendlicher in den 20er und 30er Jahren 3
1.2 Entstehung des Rock´n Roll als erste jugendspezifische Musikform 4
1.3 Musiknutzung in den 60er und 70er Jahren 5
1.4 Abgrenzungsprobleme bei der heutigen Musiknutzung Jugendlicher 6
2. Klassen- und Bildungsunterschiede in der Musiknutzung Jugendlicher 7
2.1 Soziologische Untersuchung von Frith 7
2.2 Studentische Musiknutzung 8
2.3 Untersuchung von Roe 9
3. Musiknutzung zur Identitätsbildung und Selbstdefinition 10
3.1 Phasen der Identitätsfindung Jugendlicher 10
3.2 Sexualität und Musiknutzung 11
3.2.1 Weibliche Musik, der Teenybop 11
3.2.2 Männliche Musik, der Cock Rock 12
3.2.3 Tanz als Ausdruck der Sexualität 13
4. Jugendkulturen und Musiknutzung 13
Fazit 15
6. Literaturverzeichnis 17
0. Einleitung
Musik nimmt im Leben Jugendlicher einen großen Stellenwert ein. Einen beachtlichen Teil ihrer Freizeit widmen sie dieser, sei es durch das Hören von Schallplatten zu Hause, den Besuch von Diskotheken und Konzerten oder durch das eigene Musizieren in Gruppen oder alleine. Welche Zwecke Musik bei Jugendlichen erfüllt und in welchen Kontexten sie rezipiert wird, kann anhand zahlreicher Forschungsergebnisse rekonstruiert werden. Eine spezifische Musiknutzung Jugendlicher kann es dabei jedoch nicht geben, da Musik für die unterschiedlichsten Zwecke zu den verschiedensten Gelegenheiten verwendet werden kann. Selbst Untersuchungen, die zwar ähnliche Fragestellungen aufweisen, können dabei zu ungleichen Ergebnissen gelangen, da die Musikrezeption Jugendlicher trotz vieler Gemeinsamkeiten doch sehr individuell ist. Einige dieser Berührungspunkte, bei denen allgemeine Schlüsse auf die Verwendung von Musik gezogen werden können, möchte ich in dieser Arbeit aufzeigen. Das erste Kapitel soll hierbei einen kurzen historischen Überblick leisten und die Entwicklung der populären Musik mit ihrer jugendlichen Nutzerschaft in Verbindung setzen. Das zweite Kapitel beschäftigt sich mit der Fragestellung, ob bei Teenagern, die unterschiedlicher sozialer Klassen entstammen oder über eine differierende Bildung verfügen, auch die Musik anders verwendet wird. Das darauf folgende Kapitel soll klären, inwieweit Musiknutzung zur Identitätsbildung und Selbstdefinition Jugendlicher beiträgt und stellt eine Verbindung zwischen ihr zur Sexualität her. Das letzte Kapitel erläutert die Bedeutung der Jugendkulturen und in welcher Form und warum sich die verschiedenen Gruppen von anderen abzugrenzen versuchen.
1. Historischer Überblick
1.1 Musiknutzung Jugendlicher in den 20er und 30er Jahren
In den 20er Jahren bis Anfang der 50er Jahre als es noch keine Aufgliederung in erwachsenen- bzw. jugendspezifische Musikmärkte gab und in den meisten Familien lediglich ein Plattenspieler, bzw. Radio existierte, wurde die Musiknutzung meist von den älteren Familienmitgliedern bestimmt. Zudem musste die Musikindustrie, um die unterschiedlichen Zuhörergruppen, auf die ihre Produkte gerichtet waren und die aufgrund der eingeschränkten Verbreitung der Abspielgeräte nicht spezifisch angesprochen werden konnten, zufrieden zu stellen, Musik so vermarkten, dass sie den verschiedenartigen Ansprüchen der Gruppen (Geschlechter, Altersgruppen, Klassen, Kulturen, Religionen usf.) gerecht wurde. Die angebotenen Produkte waren dementsprechend emotionslos, da sie in den familiären Rahmen passen mussten und innerhalb der Familie nicht polarisieren durften, damit sie einen wirtschaftlichen Erfolg erzielen konnten. Trotzdem standen Musik und Radio an erster Stelle der Interessensliste von Jugendlichen und das schicht- und klassenübergreifend. Die Tanzmode, die ab Anfang des 20. Jahrhunderts nach und nach die amerikanischen Städte überschwemmte, etablierte sich als "`allgemein verbreitete Kunst unter den Jugendlichen und wird zunehmend zum Mittelpunkt ihres gesellschaftlichen Lebens"1 In den 30er Jahren etablierte sich der Jazz und mit ihm kamen die ersten Anzeichen einer Jugendkultur auf, die sich mit seiner Hilfe auszudrücken versuchte. Zwar nahm diese Musikform bei den Jugendlichen eine dominierende Rolle ein, sie wurde jedoch noch von Erwachsenen gemacht und bei Tanzveranstaltungen und in Jazzclubs waren diese immer noch anwesend. Die Heranwachsenden besaßen also noch nicht ihre eigene spezifische Musik, sondern teilten sie mit der Erwachsenenwelt.
1.2 Entstehung des Rock´n Roll als erste jugendspezifische Musikform
[...]
1Frith 1981, S. 232
Arbeit zitieren:
Christof Weingärtner, 2002, Musiknutzung Jugendlicher, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Stellenwert der Musik bei der Identitätsbildung von Jugendlichen
Soziologie - Kinder und Jugend
Seminararbeit, 16 Seiten
Musikpsychologie - Die Emotionale Wirkung von Musik
BWL - Marketing, Unternehmenskommunikation, CRM, Marktforschung
Hausarbeit, 39 Seiten
Die Reform der sozialen Sicherungssysteme als sozialpolitische Herausf...
Seminararbeit, 30 Seiten
Musikgeschmack und Identität - Soziale Konsequenzen von Musikpräferenz...
Psychologie - Sozialpsychologie
Seminararbeit, 29 Seiten
Christof Weingärtner's Text Musiknutzung Jugendlicher ist nun auf dem Buchmarkt erhältlich
Christof Weingärtner hat den Text Musiknutzung Jugendlicher veröffentlicht
Christof Weingärtner hat einen neuen Text hochgeladen
Freundschaften, Cliquen und Jugendkulturen
Peers als Bildungs- und Sozial...
Marius Harring, Carsten Rohlfs, Christian Palentien, Oliver Böhm-Kasper
Globale Jugend und Jugendkulturen
Aufwachsen im Zeitalter der Gl...
Dirk Villányi, Matthias D. Witte, Uwe Sander
Arbeit, Politik und Religion in Jugendkulturen
Engagement und Vergnügen
Udo Göttlich, Renate Müller, Stefanie Rhein, Marc Calmbach
Gewalttätige Jugendkulturen - Symptom der Erosion kommunikativer Struk...
Gundula Schäfer-Vogel
0 Kommentare