Martin - Luther - Universität Fachbereich: Soziologie
Lehrveranstaltung: Umweltbewusstsein, soziale Milieus, ökologisches Verbraucherverhalten
Thema der Hausarbeit:
Die Low - Cost - Hypothese als Erklärungsversuch der Kluft zwischen Umweltbewusstsein und Umweltverhalten
Gliederung der Hausarbeit
1. Einleitung Seite 3
2. Die Diekmann und Preisendörfer - Studie Seite 3
3. Die Low - Cost - Hypothese Seite 4
3.1 Inhalt Seite 4
Beispiel I: Das Verkehrsverhalten Seite 5
Beispiel II: Das Supermarktexperiment Seite 5
3.2 Umweltbewusstsein: Einflussgrößen Seite 6
3.3 Bemerkungen und Kritik Seite 7
4. Zusammenfassende Betrachtung Seite 8
5. Quellenverzeichnis Seite 9
2
1. Einleitung
Nachdem die Ergebnisse einer grundlegenden Studie von Diekmann und Preisendörfer im Punkt 2 kurz umrissen wurden, folgt im weiteren die Erläuterung ein Ansatzes (Gliederungspunkt 3), welcher versucht die Kluft zwischen dem Umweltbewusstsein und dem tatsächlichen Verhalten der Menschen erklärbar zu machen: die Low - Cost - Hypothese. Ihr liegt die Annahme zu Grunde, dass menschliches Verhalten vor allem durch Kosten gesteuert wird. Dies bedeutet für die anfangs angeführte Problematik, dass das Umweltverhalten am ehesten in Situationen mit geringen Verhaltenszumutungen oder monetären Kosten vom Umweltbewusstsein beeinflusst werden kann. Um die Low - Cost -Hypothese zu veranschaulichen, stelle ich des weiteren zwei Untersuchungen mit Beispielcharakter vor. Im Unterpunkt 3.1 werden Variablen vorgestellt, die das Umweltbewusstsein beeinflussen können. Danach folgen im Punkt 3.2 Bemerkungen und Kritik zum Thema. Den Abschluss dieser Arbeit bilden eine zusammenfassende Schlussbetrachtung und die Quellenangaben.
2. Die Diekmann - Preisendörfer - Studie
Diekmann und Preisendörfer führten 1990 und '91 eine parallele Befragungen in Bern und Wien mit insgesamt 1357 Personen durch. Dabei wurden die Befragten per Zufall ermittelt und telefonisch über ihre Umwelteinstellungen und ihr tatsächliches Umweltverhalten befragt. Die These, die der Studie zu Grunde lag war, dass auf der Basis individueller Kosten - Nutzen - Erwägungen positive Umwelteinstellungen nur dort wirksam werden könnten, wo die " Kosten " für Verhaltensänderungen für den einzelnen gering ausfallen. 1 Die Ergebnisse, welche in Bern und Wien ähnlich ausfielen, zeigten, dass es sich beim Umweltbewusstsein um eine heterogene Angelegenheit handelt, d.h. umweltschonende Handlungen verteilen sich nicht gleichmäßig auf verschiedene Bereiche, sondern sind unterschiedlich ausgeprägt. Weiterhin wurde erneut nachgewiesen, dass eine Kluft zwischen Umweltbewusstsein und Umweltverhalten existiert. Das daraufhin entwickelte Pfadmodell veranschaulicht die Kluft und deren Ursachen nur mangelhaft. Um diesem Sachverhalt besser gerecht zu werden, gliederten Diekmann und Preisendörfer das Umweltverhalten in vier Sektoren: Verkehrsverhalten, Abfall, Energie und Einkauf. 2
1 van Haan und Kuckartz: Umweltbewusstsein. Denken und Handeln in Umweltkrisen. Opladen: Westdeutscher Vlg, 96. S. 121-125.
2 Ebd. S. 123
3
Arbeit zitieren:
Jessica Karcher, 2002, Die Low-Cost-Hypothese als Erklärungsversuch der Kluft zwischen Umweltbewusstsein und Umweltverhalten., München, GRIN Verlag GmbH
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