3
Gliederung
1 EINLEITUNG 4
2 UNTERSUCHUNG 5
2.1 DIE SITUATION IM WAHLKAMPF VOR DER FLUT 5
2.2 DIE FLUTKATASTROPHE IM AUGUST 2002 5
2.3 DIE IRAK-KRISE IM SEPTEMBER 2002 6
2.4 REAKTIONEN DER MEDIEN 7
3 AUSWERTUNG 8
3.1 NACHTEILE FÜR DIE UNION UND DIE VERSÄUMNISSE DER ARENA 8
4 FAZIT 10
4.1 REAKTIONEN DER KAMPA, DER SPD UND DES BUNDESKANZLERS 10
4.2 REAKTIONEN DER ARENA, DER UNION UND DES HERAUSFORDERERS 10
4.3 REAKTIONEN DER MEDIEN 11
5 ANHANG 12
5.1 GESAMTÜBERSICHT DER ZUSTIMMUNG FÜR CDU/CSU UND SPD 12
5.2 UMFRAGE: „WER WIRD DIE NÄCHSTE BUNDESREGIERUNG STELLEN?“ 12
5.3 UMFRAGE ZUM REFORMWILLEN DER PARTEIEN 12
5.4 SONNTAGSFRAGEN 13
5.5 LÄNGERE ZITATE 14
5.5.1 UMFRAGE ZUM POLITISCHEN KLIMA VOR UND NACH DER FLUT-KATASTROPHE 14
5.5.2 UMFRAGEERGEBNISSE ZUR BEEINFLUSSUNG DER WAHLENTSCHEIDUNG 14
5.5.3 UMFRAGE ZU DEUTSCHER BETEILIGUNG AN IRAK-EINSATZ AUGUST 2002 14
5.5.4 DER REGIERUNGSBONUS 15
4
1 Einleitung
Wie haben sich genuine Ereignisse, insbesondere das Hochwasser 1 und die Irak-Krise 2 , auf die Wahlkampfstrategien der Union und der SPD ausgewirkt? Wo lagen die Schwächen und die Stärken der Wahlkampfzentren, Parteien und Kandidaten im Umgang mit diesen plötzlichen und bedeutsamen Ereignissen?
Insbesondere am Beispiel der Internetpräsenz und -berichterstattung werden Kampa und SPD beziehungsweise Arena und CDU/CSU im Hinblick auf ihre Reaktionen auf die genuinen Ereignisse untersucht. Dabei werden einerseits die Popularität der Parteien und Kandidaten bei der Wählerschaft und die Einschätzung der Kompetenzen und Schwächen in zeitlichen Zusammenhang mit dem Auftreten der Ereignisse Hochwasser und Irak-Krise gestellt. Andererseits wird anhand von Aktionen und Aussagen einzelner Politiker deren Medienkompetenz bewertet. Zum dritten werden die
wahlkampfstrategischen Kurskorrekturen von Arena und Kampa sowie die diesbezügliche Medienberichterstattung betrachtet. Der untersuchte Zeitraum erstreckt sich von Juni bis September 2002 und bezieht neben primären Web-Anbietern wie zum Beispiel politikdigital.de auch die Seiten der Tagesschau und des Online-Magazins spiegel.de, sowie Ausgaben der Magazine „Time“ und „Der Spiegel“ ein 3 .
Hauptaspekte des Analyserasters waren Sonntagsfragen und Sonderumfragen zu Kompetenz der Parteien sowie Führungsqualitäten der Kandidaten. Weiterhin Aussagen
hochrangiger Politiker, positive oder negative Wertungen der Parteien durch die Presse und allgemeine Berichterstattung zu Flut und Irak-Krise.
1 Flutkatastrophe in den Neuen Bundesländern, August 2002
2 Schröders Ausschluss deutscher Beteiligung an einem eventuellen Irak-Krieg, September 2002
3 vgl. Anhang
5
2 Untersuchung
2.1 Die Situation im Wahlkampf vor der Flut
Die Kampa startete mit der Botschaft „Erneuerung und Zusammenhalt“ in den Wahlkampf 2002, die Arena mit dem Slogan „Zeit für Taten“. Obwohl die Union ihren Wahlkampf weniger als die SPD auf ihren Spitzenkandidaten zuspitzen konnte und statt dessen einen Kompetenzwahlkampf anstrebte 4 , hatten die Sozialdemokraten noch erheblichere Anlaufschwierigkeiten. Die Parteibasis war unmotiviert und enttäuscht von ‘ideenlosem Output’ 5 , und die Strategie, einen Lagerwahlkampf zu führen, drohte daran zu scheitern, dass Edmund Stoiber ‘nicht kantig genug’ 6 war. Die hohe Arbeitslosigkeit und die schlechte konjunkturelle Lage Deutschlands waren Verliererthemen der SPD. Die Medienagenda war bestimmt von der hoffnungslosen Lage der Wirtschaft und der Unfähigkeit der Regierung, die notwendigen Reformen schnell und konsequent zu bewirken; hier setzten Arena und Union an. Die Umfrageergebnisse der SPD wurden von Februar 2002 bis Juni 2002 kontinuierlich schlechter.
2.2 Die Flutkatastrophe im August 2002
Am 12.08. kam das verheerende Hochwasser, das vor allem in den Neuen Bundesländern viele Häuser und einen großen Teil der Infrastruktur zerstörte. Schröder musste in dieser Zeit viele Termine wahrnehmen, die ihm Medienpräsenz garantierten, während Edmund Stoiber seinen Sommerurlaub lediglich kurz unterbrach, um in Passau einige Stunden anwesend sein zu können. Seine Frau sagte bei seiner Abreise zu ihm, er solle zum Essen zurück sein. Die Kürze seines Besuches wurde Stoiber ebenso vorgeworfen wie der Ort, da der Osten schwerer betroffen war als Städte wie Passau.
4 Aus: http://www.das-parlament.de/2002/25/Panorama/074.html
5 Aus „Tagesschau.de“
6 Aus „Tagesschau.de“
Arbeit zitieren:
Patrick Wilke, 2002, Genuine Ereignisse im Bundestagswahlkampf 2002, München, GRIN Verlag GmbH
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