1. ZUR WORTBEDEUTUNG DER REFORMATION 4
1.1 HERKUNFT DES WORTES PROTESTANTISMUS. 5
2. PERSÖNLICHKEITEN DER REFORMATION 5
3. MARTIN LUTHER 6
3.1 LUTHERS „WERDEGANG“ 6
3.2 DAS PROBLEM LUTHERS 6
3.3 ÜBERBLICK ZU LUTHERS WIRKEN. 8
3.4 UNTERSTÜTZENDE UND INSTABILE FAKTOREN. 9
4. DILTHEY. 10
4.1 DER GEIST DES MITTELALTERS 10
4.1.1 DAS RELIGIÖSE MOTIV 10
4.1.2 DAS GRIECHISCHE MOTIV - DIE GEGENSTÄNDLICHE METAPHYSIK 10
4.1.3 DAS RÖMISCHE MOTIV - DIE RÖMISCHE WILLENSSTELLUNG 10
4.2 AUFBRUCH UND ZEIT DER VERÄNDERUNG. 11
4.2.1 SITUATION IN ITALIEN 11
4.3 DIE REFORMATION 12
4.3.1 LUTHER. 13
4.3.2 ZWINGLI. 13
4.3.3 ERASMUS 14
QUELLENNACHWEIS : 14
1. Zur Wortbedeutung der Reformation
Reformation ist zusammen mit Renaissance das Hauptglied einer Wortfamilie (Regeneration, Rekapitulation, Renovation, Restauration,...), die oftmals synonym, ebenso aber „ungenau abgegrenzt“ gebraucht werden. Übersetzt aus dem griechischen bedeutet die Verbform reformare ursprünglich >umgestalten<.
Der begrifflichen Inhalt wird bereits im 1 Jhd. festgelegt: daß man jemand oder etwas in die frühere Beschaffenheit wandelt, die durch Verunstaltung (deformatio) eingebüßt worden war. 1 Als Quelle für den Sprachgebrauch des 1 Jhd. und inhaltliche Bedeutung des Wortes „Reformation“ ist im griechischen und lateinischen N.T. besonders wichtig Röm. 12,2, wo „reformari“ mit dem Wort Erneuerung eines Beziehung eingeht, aus der heraus sich dann bei den Kirchenvätern ein an der verlorenen, in Jesus Christus wieder präsenten Bestimmung des Menschen gemäß Gottes Schöpfung ausgerichtetes, in „ zum Besseren Umwandeln“ entwickelt (Tertullian). 2
Diese zum Besseren wandeln des Menschen durch Gott, nach seiner eigenen Verunstaltung, ordnet Augustin in seine Gnadenlehre ein.
(Dies neben anderen ein wichtiger Punkt, um Luthers Gesinnung und spätere Auseinandersetzung zu verstehen, da er in den Augustiner Orden eintrat.) Ab hier bleibt der Sinngehalt bis zum 16 Jhd. gleich.
Mit Zwischenschritten, bereits 1215, 1308 und auch 06.04.1415 (Dekret des Konstanzer Konzils) wird eine Reformation der Kirche angestrebt, steigert sich der „Verfallsgedanke“ bis hin zum Thesenanschlag Luthers, von dem ab die Reformation Verwirklichung findet. Luthers religiös gemeinte Reformation, d.h. Abkehr von Vermittlerinstitutionen zwischen Gott und Mensch, alleinige Berufung auf das Evangelium, weitet sich aus, wird teilweise Mißverstanden, hat eine Reformation in weiteren Bereichen zur Folge und leitet die Trennung von Kirche und Staat (Rückgang der Säkularisierung) ein.
1 Nachschlagewerk der Philosophie, S. 416
2 Nachschlagewerk der Philosophie, S. 416
1.1 Herkunft des Wortes Protestantismus
Aus dem lateinischen mit „Widersprecher“ übersetzt. Die Angehörigen der lutherischen und reformierten Kirche „protestierten“ auf dem Reichstag zu Speyer 1529 gegen den Beschluß der katholischen Mehrheit, der alle kirchlichen Neuerungen verbot. Diese Protestation (feierlicher Einspruch) wurde somit Namensvater der evangelischen Stände, die sich unter dem Protestantismus vereinigt finden. Die kirchliche Mannigfaltigkeit ist stark ausgeprägt, ihnen allen gemein ist jedoch, das nur das Evangelium Richtschnur für Kirche und Verkündigung ist.
2. Persönlichkeiten der Reformation
Als Persönlichkeiten neben Luther, auf den noch genauer eingegangen wird, die in der Epoche der Reformation auf das Geschehen Einfluß nahmen, wären folgende zu nennen: Johann Calvin *1509-†1564
Calvin wirkte hauptsächlich ab 1536 in Genf, wo er eine strenge Kirchenzucht einführte, die von einem Konsistorium mit Unterstützung der weltlichen Behörden geübt wurde. Im Mittelpunkt seiner Lehre (Calvinismus) steht die Lehre von der Gnadenwahl und die von Luther und Zwingli abweichende Abendmahlslehre. Er begründete mit Zwingli die reformierte Kirche.
Der Calvinismus verbreitete sich über Westdeutschland, Holland, Frankreich (Hugenotten), bes. England (Puritaner) und von dort nach Nordamerika. Erasmus von Rotterdam *1466 (1469?)-†1536
Erasmus wirkte als Textkritiker, Herausgeber (Kirchenväter N.T.) und Grammatiker. Sein Schaffen war bahnbrechend für die moderne Philologie. Als Humanist bekämpfte er Mißbräuche der katholischen Kirche, lehnte die Reformation Luthers jedoch ab. Ulrich Zwingli *1448-†1531 (gefallen)
War mit Calvin der Begründer der reformierten Kirche. Er trat unter dem Einfluß der Schriften von Erasmus und Luther als Humanist und Weltpriester in Zürich für die Reformation ein, die 1523 eingeführt wurde. In vielem war Zwingli radikaler als Luther,
Arbeit zitieren:
Kirsten Schmelzer, 2000, Die Reformation - Das protestantische Prinzip, München, GRIN Verlag GmbH
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