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Elitenrekrutierung in der BRD - Hat die Bildungsexpansion ihr Ziel verfehlt?

Title: Elitenrekrutierung in der BRD - Hat die Bildungsexpansion ihr Ziel verfehlt?

Term Paper , 2003 , 19 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Linda Mathews (Author)

Sociology - Work, Education, Organisation
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Summary Excerpt Details

Seit der sogenannten Bildungsexpansion wurde vielfach diskutiert, ob im Zuge
dessen die Chancen auf einen hohen akademischen Bildungsgrad für Kinder
nicht- großbürgerlicher sozialer Herkunft verbessert und in dem
Zusammenhang auch die Chancen auf eine hohe Position in der Wirtschaft
erhöht wurden. In diesem Text soll nun beleuchtet werden, welchen Einfluss
die Bildungsexpansion auf die Entwicklung einer Schicht-unabhängigen
Chancengleichheit im Bereich Bildung und Qualifikation und letztlich im
Bereich der Elitenrekrutierung gehabt hat und immer noch hat. Dabei werden
zunächst die Ursachen und Folgen der Bildungsexpansion und schließlich,
stützend auf eine empirische Untersuchung der Deutschen
Forschungsgemeinschaft (DFG)1, die Elitenrekrutierung an deutschen
Universitäten betrachtet.

1 Vgl.: http://www.dfg.de/

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Die Bildungsexpansion

2.1 Ursachen der Bildungsexpansion

2.2 Folgen der Bildungsexpansion

3 Elitenrekrutierung in der BRD

3.1 Zum Begriff „Elite“

3.2 Soziale Herkunft der akademischen, bzw. wirtschaftlichen Elite

3.3 Die Bildungsexpansion und die Rekrutierung der Wirtschaftselite

3.4 Soziale Herkunft und Berufschancen

3.5 Schichtspezifischer Habitus

4 Resumée

5 Literaturverzeichnis

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, inwieweit die Bildungsexpansion in der Bundesrepublik Deutschland zu einer schichtunabhängigen Chancengleichheit bei der Elitenrekrutierung in der Wirtschaft geführt hat. Dabei wird analysiert, ob der Anstieg des Bildungsniveaus tatsächlich Barrieren für Kinder nicht-großbürgerlicher Herkunft abgebaut hat oder ob neue Selektionsmechanismen wirksam geworden sind.

  • Ursachen und Auswirkungen der Bildungsexpansion
  • Paradoxa der akademischen Aufstiegschancen
  • Soziale Herkunft und der Zugang zu Spitzenpositionen
  • Die Rolle des schichtspezifischen Habitus bei der Personalauswahl
  • Entwertung von Bildungsabschlüssen durch steigende Qualifikationsanforderungen

Auszug aus dem Buch

3.4 Soziale Herkunft und Berufschancen

Nach Ansicht der Autoren Hartmann und Kopp spielt, neben der fachlichen Qualifikation, die soziale Herkunft der Bewerber eine entscheidende Rolle bei der späteren Berufswahl, bzw. der individuellen Chancen auf dem Arbeitsmarkt. „Die Dominanz des Nachwuchses aus dem gehobenen Großbürgertum in den oberen Führungsetagen der deutschen Wirtschaft ist dementsprechend nicht nur ein Resultat der ungleich verteilten Bildungschancen, sondern zu einem großen Prozentsatz auch direkte Konsequenz der sozialen Herkunft.“ Demzufolge haben Kinder, die dem großbürgerlichen Milieu zugehörig sind, weitaus bessere Chancen auf eine Position in den Führungsetagen der Wirtschaft.

Maßgeblich dafür sind für Hartmann und Kopp die, durch kindliche Sozialisationsprozesse erworbenen „Persönlichkeitsmerkmale“ und Kenntnisse. Folglich ist es der Habitus eines Menschen, der bei den Auswahlkriterien bezüglich der Einstellung eines zukünftigen Mitarbeiters einer Firma eine erhebliche Rolle spielt. So stehen bei Unternehmen Aspekte des gegenseitigen Vertrauens und der Souveränität des Bewerbers im Vordergrund des Interesses. Besonders die Souveränität „macht den entscheidenden Unterschied aus zwischen denen, die qua Geburt dazugehören, und denen, die nur dazugehören wollen.“ Eine Aneignung des vom Unternehmen erwarteten Habitus scheint somit nicht auszureichen, um beim Arbeitgeber ein Gefühl des Vertrauens aufkommen zu lassen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung legt den Fokus auf die Diskussion der Bildungsexpansion und stellt die Forschungsfrage nach der Entwicklung einer schichtunabhängigen Chancengleichheit bei der Elitenrekrutierung.

2 Die Bildungsexpansion: Dieses Kapitel definiert die Bildungsexpansion als Ausbau des sekundären und tertiären Bildungswesens seit den 1950er Jahren und erläutert deren Ursachen und Folgen.

3 Elitenrekrutierung in der BRD: Im Hauptteil wird der Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft, Bildungsgrad und dem Zugang zu wirtschaftlichen Führungspositionen kritisch untersucht.

4 Resumée: Das abschließende Kapitel fasst zusammen, dass trotz Bildungsexpansion weiterhin soziale Selektionsmechanismen dominieren und das Ziel der Chancengleichheit in der Elitenrekrutierung verfehlt wurde.

5 Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Quellen und Studien.

Schlüsselwörter

Bildungsexpansion, Elitenrekrutierung, soziale Herkunft, Chancengleichheit, Wirtschaftselite, schichtspezifischer Habitus, Akademisierung, Sozialisation, Berufschancen, Aufsteigerelite, Selektionsmechanismen, Humankapital.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert, ob die Bildungsexpansion in der BRD erfolgreich dazu beigetragen hat, die Chancen auf einen sozialen Aufstieg und den Zugang zu Führungspositionen für Kinder aus nicht-großbürgerlichen Familien zu verbessern.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit fokussiert sich auf die Zusammenhänge zwischen Bildungsniveau, sozialer Herkunft, der Rekrutierung von Wirtschaftseliten sowie der Bedeutung des habituellen Auftretens bei Bewerbungsprozessen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es zu beleuchten, welchen Einfluss die Bildungsexpansion auf die tatsächliche Durchlässigkeit der Elite rekrutierung gehabt hat und warum trotz formaler Bildungsgleichheit soziale Ungleichheiten im Management bestehen bleiben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin stützt sich auf eine Literaturanalyse sowie die Sekundärauswertung empirischer Studien (u.a. von Hartmann/Kopp), um die Korrelation zwischen Herkunft und beruflichem Erfolg zu untermauern.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der Ursachen der Bildungsexpansion, die Definition von Eliten sowie die detaillierte Analyse der Rekrutierungsfaktoren wie Herkunft, Habitus und die abnehmende Bedeutung reiner Bildungsabschlüsse.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Bildungsexpansion, Elitenrekrutierung, soziale Herkunft, schichtspezifischer Habitus und Chancengleichheit.

Was bedeutet das im Text erwähnte "Paradoxon der Bildungsexpansion"?

Es beschreibt den Widerspruch, dass einerseits die Bildungschancen formal gestiegen sind, andererseits die Aufwertung von Abschlüssen dazu führt, dass diese an Statussicherungskraft verlieren und nun vermehrt persönliche Merkmale über eine Karriere entscheiden.

Warum reicht ein guter Bildungsabschluss heute oft nicht mehr aus?

Aufgrund der Inflation höherer Bildungsabschlüsse nutzen Unternehmen zunehmend Auswahlmethoden wie Assessment Center, bei denen neben fachlicher Qualifikation besonders der Habitus und die Sozialkompetenz des Bewerbers bewertet werden.

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Details

Title
Elitenrekrutierung in der BRD - Hat die Bildungsexpansion ihr Ziel verfehlt?
College
Ruhr-University of Bochum  (Lehrstuhl Arbeitsorganisation und Arbeitsgestaltung)
Course
Soziologie des Managements
Grade
2,0
Author
Linda Mathews (Author)
Publication Year
2003
Pages
19
Catalog Number
V19387
ISBN (eBook)
9783638235273
Language
German
Tags
Elitenrekrutierung Bildungsexpansion Ziel Soziologie Managements
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Linda Mathews (Author), 2003, Elitenrekrutierung in der BRD - Hat die Bildungsexpansion ihr Ziel verfehlt?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/19387
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