In den letzten Jahren sind auf dem Gebiet der Aggressions- und Gewaltforschung eine Vielzahl von Veröffentlichungen erschienen. Aus diesen Veröffentlichungen ragen die Arbeiten von Johan Galtung, dem bedeutenden norwegischen Gesellschaftswissenschaftler und Friedensforscher, heraus. Die von einem Herrschaftssystem ausgehenden Zwänge für das Individuum analysierte er als Formen ,,struktureller Gewalt". Diese Arbeit möchte in kurzer, zusammenfassender Form auf den Begriff ,,strukturelle Gewalt" näher eingehen und einen Einblick in die wesentliche Theorie der Gewalt- und Aggressionsdiskussion von Johan Galtung vermitteln
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Zum gegenwärtigen Stand der Gewaltdiskussion
3. Zur Person JOHAN GALTUNG
3.1. Werke von Johan Galtung
4. JOHAN GALTUNGS Ansatz zur Gewaltdiskussion
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit verfolgt das Ziel, einen einführenden Überblick über die theoretischen Ansätze des Friedensforschers Johan Galtung zu geben, wobei der Fokus insbesondere auf der Definition und Analyse des Begriffs der "strukturellen Gewalt" liegt.
- Grundlagen der Aggressions- und Gewaltforschung
- Abgrenzung der Begriffe Macht, Stärke und Autorität
- Biografische Einordnung von Johan Galtung
- Systematische Typologie der Gewalt nach Galtung
- Wechselwirkungen zwischen personaler und struktureller Gewalt
Auszug aus dem Buch
4. JOHAN GALTUNGS Ansatz zur Gewaltdiskussion
GALTUNGS Ansatz zur Gewaltdiskussion ist besonders zu beachten, da er von ihm geprägte Gewaltbegriff nicht nur die reine Beschädigung menschlichen Lebens meint, sondern auch die von einer Struktur ausgehenden Zwänge, die der Selbstverwirklichung des Menschen konträr gegenüberstehen. Für GALTUNG liegt Gewalt vor, wenn „Menschen so beeinflußt werden, daß ihre aktuelle somatische und geistige Verwirklichung geringer ist als ihre potentielle Verwirklichung“. [GALTUNG, 1971. S. 57]
Im Folgenden wird anhand der Abbildung 1 „Eine Typologie der Gewalt“ eine Auslegeordnung des Begriffs Gewalt präsentiert.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung von Johan Galtung für die Friedensforschung ein und erläutert die Zielsetzung der Arbeit bezüglich der Thematisierung struktureller Gewalt.
2. Zum gegenwärtigen Stand der Gewaltdiskussion: Hier werden verschiedene Gewaltarten sowie terminologische Abgrenzungen zu Macht, Stärke und Autorität diskutiert, um den Gewaltbegriff zu schärfen.
3. Zur Person JOHAN GALTUNG: Dieses Kapitel gibt einen biografischen Abriss sowie einen Überblick über den wissenschaftlichen Werdegang und die Publikationen des Autors.
4. JOHAN GALTUNGS Ansatz zur Gewaltdiskussion: Das Hauptkapitel erläutert Galtungs systematisches Modell, insbesondere die Unterscheidung zwischen personaler und struktureller Gewalt sowie manifester und latenter Gewalt.
Schlüsselwörter
Friedensforschung, Johan Galtung, strukturelle Gewalt, personale Gewalt, Gewaltbegriff, Macht, Stärke, Autorität, Konfliktforschung, manifeste Gewalt, latente Gewalt, Gewalttypologie
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der vorliegenden Arbeit?
Die Arbeit beschäftigt sich mit den theoretischen Ansätzen des Friedensforschers Johan Galtung im Kontext der Aggressions- und Gewaltforschung.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die Schwerpunkte liegen auf der Differenzierung verschiedener Gewaltformen, insbesondere der Abgrenzung von physischer und struktureller Gewalt, sowie der Klärung grundlegender Begrifflichkeiten wie Macht und Autorität.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, Galtungs Theorie der "strukturellen Gewalt" verständlich zusammenzufassen und in den Kontext der allgemeinen Gewaltdiskussion einzuordnen.
Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer literaturgestützten, analytischen Aufarbeitung der theoretischen Konzepte von Johan Galtung.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil widmet sich der detaillierten Vorstellung von Galtungs Typologie der Gewalt, inklusive der Unterscheidung zwischen intendierter und nicht intendierter sowie manifester und latenter Gewalt.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zentrale Begriffe sind neben dem Namen des Autors vor allem "strukturelle Gewalt", "personale Gewalt", "Friedensforschung" und die typologische Einordnung von Gewalthandlungen.
Wie unterscheidet Galtung zwischen personaler und struktureller Gewalt?
Personale Gewalt ist an direkte Akteure und eine Täter-Opfer-Beziehung gebunden, während strukturelle Gewalt in Systemen und gesellschaftlichen Machtverhältnissen verankert ist, ohne dass direkte Akteure benennbar wären.
Warum ist die Unterscheidung zwischen manifester und latenter Gewalt bedeutsam?
Während manifeste Gewalt sichtbar ist, stellt latente Gewalt eine verborgene Gefahr dar, die in labilen sozialen Situationen jederzeit in offene, eruptive Gewalt umschlagen kann.
- Arbeit zitieren
- Korina Solbach (Autor:in), 2001, Aggression und Gewalt - Galtungs Ansatz zur Gewaltdiskussion, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1964