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Wirtschaftliche Planungen zum Unternehmen Barbarossa

Title: Wirtschaftliche Planungen zum Unternehmen Barbarossa

Seminar Paper , 2002 , 17 Pages , Grade: 2+

Autor:in: Christian Beermann (Author)

History of Germany - National Socialism, World War II
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Summary Excerpt Details

In dieser Arbeit soll versucht werden, genauer zu untersuchen, welche wirtschaftlichen
Ziele bei der Planung des 'Unternehmen Barbarossa' verfolgt wurden.
Dabei stellt sich die Frage, welches die wirtschaftlichen Gesichtspunkte waren,
die die Entscheidungen zur Operationsplanung beeinussten. Weiterhin soll untersucht
werden, welche Gesichtspunkte für bestimmte geographische Ziele bei
der Operationsplanung ausschlaggebend waren.
Mit Sicherheit kann man wirtschaftliche Absichten nicht monokausal als Auslöser
für den Angriff auf die Sowjetunion verantwortlich machen, denn dazu vermischen
sich viel zu sehr die ideologischen, wirtschaftlichen und machtpolitischen
Ziele, die mit dem 'Unternehmen Barbarossa' verbunden waren. Deshalb sollen
in dieser Arbeit Zusammenhänge zwischen den wirtschaftlichen Absichten und
dem ideologischen Gedankengebäude des nationalsozialistischen Regimes gefunden
werden. Trotzdem gibt es einige Gründe, die dafür sprechen, dass die Planung
der Operation in vielen Bereichen von ökonomischen Gesichtspunkten beeinusst
wurde. Diese Punkte sollen in dieser Arbeit gefunden und gewichtet werden.
Hitlers 'Mein Kampf' steht am Anfang dieser Betrachtungen. Im vierzehnten
Kapitel dieses Buches nden sich einige Aussagen, die in einem direkten Zusammenhang
mit der Sowjetunion stehen. Hierbei gilt es zu untersuchen, welche Züge
der 1927 niedergeschriebenen Ideen sich später in der Politik Hitlers wiedernden
lassen und was daran modiziert wurde.
Die wirtschaftlichen Zusammenhänge werden anhand von zwei wichtigen Bereichen
exemplarisch betrachtet. Zuerst wird der kriegswirtschaftlich äuÿerst wichtige
Bereich der Treibstoffe beleuchtet. Nicht minder wichtig, da die Bevölkerung
direkt betreffend, ist der Bereich der Nahrungsmittel, der danach behandelt wird.
Dabei soll immer zuerst die aktuelle Lage in dem spezischen Bereich untersucht
werden.
Eine Schwierigkeit dieser Arbeit besteht darin, dass Hitler in ökonomischen Fragen
nie direkt die Entscheidungen fällte, sondern dafür meist andere Gremien und
Ministerien verantwortlich waren. Somit lässt sich oft nur sehr schwer auf Hitlers
Ansichten zu einem bestimmten Gesichtspunkt schliessen. Dennoch soll versucht
werden, den Einuss den Hitler auf diese Entscheidungen ausübte herauszuarbeiten.
Besonderer Wert soll hierbei auf Quellenaussagen, die diesen Bereich betreffen,
gelegt werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Hauptteil

2.1 Äußerungen Hitlers bezüglich wirtschaftlicher Absichten gegenüber der Sowjetunion in „Mein Kampf“

2.2 Rohstoffe

2.3 Treibstoff

2.3.1 Die synthetische Herstellung von Treibstoffen als Ausweg

2.3.2 Import und Lieferverträge

2.3.3 Planung

2.4 Nahrungsmittel

2.4.1 Planung

2.5 Einwände gegen das „Unternehmen Barbarossa“

3 Schlussbetrachtungen

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die wirtschaftlichen Zielsetzungen bei der Planung des „Unternehmens Barbarossa“ und analysiert, inwieweit ökonomische Überlegungen die militärische Operationsplanung des nationalsozialistischen Regimes beeinflussten.

  • Wechselwirkungen zwischen ideologischen Zielen und wirtschaftlichen Notwendigkeiten
  • Die Rolle der Rohstoff- und Treibstoffversorgung für die Kriegsführung
  • Planungen zur Sicherung der Nahrungsmittelversorgung („Kornkammer Ukraine“)
  • Kritische Stimmen und Einwände gegen die wirtschaftliche Sinnhaftigkeit des Angriffs
  • Die Bedeutung der „Lebensraum“-Ideologie als Rechtfertigung für Expansionskriege

Auszug aus dem Buch

2.3.1 Die synthetische Herstellung von Treibstoffen als Ausweg

Es wurde schon früh nach einer Möglichkeit gesucht, auf anderen Wegen an die dringend benötigten Treibstoffe heranzukommen. Der Versuch in großem Stile synthetisch Benzin herzustellen, konnte diese Lage nicht, oder nur kaum, entschärfen. Das erste sogenannte Hydrierwerk wurde 1926/27 errichtet. Ziel war es, durch die eigene Herstellung von Treibstoffen von Exporten so unabhängig wie möglich zu werden: „Der synthetische Treibstoff sollte an die Stelle der importierten Treibstoffe treten oder zumindest den späteren Zusatzbedarf decken“. Im „Vierjahresplan“ wurde die Intensivierung der Herstellung synthetischer Treibstoffe festgelegt, es kam aber keine ausreichende Steigerung der Produktion zustande. Letztendlich waren die Verfahren zur synthetischen Treibstoffgewinnung auch zu teuer. Hinzukommt, dass für das Hydrierverfahren ein anderer wichtiger Rohstoff, die Kohle, gebraucht wurde. Diese war aber in vielen anderen Bereichen dringend notwendig.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Darstellung der Forschungsfrage, die den Zusammenhang zwischen wirtschaftlichen Absichten und ideologischen Zielen beim Angriff auf die Sowjetunion beleuchtet.

2 Hauptteil: Detaillierte Analyse der Rohstofflage, der Treibstoffproblematik, der Nahrungsmittelplanung sowie der internen Kritik am „Unternehmen Barbarossa“.

3 Schlussbetrachtungen: Fazit über die enge Verflechtung von ideologischer Expansionspolitik und ökonomischen Kalkulationen des NS-Regimes.

Schlüsselwörter

Unternehmen Barbarossa, Sowjetunion, Nationalsozialismus, Kriegswirtschaft, Autarkie, Treibstoff, Rohstoffe, Vierjahresplan, Lebensraum, Ideologie, Ernährungssicherung, Operationsplanung, Hydrierverfahren, Agrarstruktur, Rohstoffmangel.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die ökonomischen Motive und Zielsetzungen, die dem „Unternehmen Barbarossa“, dem Angriff auf die Sowjetunion, zugrunde lagen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen umfassen die Versorgung mit Rohstoffen, die Treibstoffproblematik, die Planung der Nahrungsmittelbeschaffung sowie die ideologische Rechtfertigung durch die „Lebensraum“-Politik.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, zu untersuchen, in welchem Maße wirtschaftliche Interessen die militärische Planung beeinflussten und wie diese mit der nationalsozialistischen Weltanschauung korrespondierten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die Analyse zeitgenössischer Dokumente, Denkschriften und historischer Quellen, um den Einfluss Hitlers und anderer Akteure auf die wirtschaftliche Planung nachzuweisen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden Hitlers Ansichten aus „Mein Kampf“ den realen wirtschaftlichen Engpässen bei Treibstoff und Nahrung gegenübergestellt und interne Zweifel an der Unternehmung dokumentiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Unternehmen Barbarossa, Kriegswirtschaft, Autarkie, Lebensraum-Ideologie und Rohstoffsicherung.

Welche Rolle spielte die „Kornkammer Ukraine“ in der Planung?

Die Ukraine wurde als essenzieller agrarwirtschaftlicher Raum identifiziert, dessen Eroberung die Versorgung des Deutschen Reiches mit Nahrungsmitteln und die Autarkiebestrebungen sicherstellen sollte.

Wie reagierte die Führung auf Einwände gegen den Krieg?

Obwohl Experten und Militärs wie Franz Halder ökonomische Zweifel äußerten und vor mangelndem wirtschaftlichem Gewinn warnten, ignorierte die politische Führung diese Bedenken zugunsten der ideologischen Ziele.

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Details

Title
Wirtschaftliche Planungen zum Unternehmen Barbarossa
College
University of Hamburg  (Historisches Seminar)
Course
Proseminar: Das nationalsozialistische Deutschland und die Sowjetunion
Grade
2+
Author
Christian Beermann (Author)
Publication Year
2002
Pages
17
Catalog Number
V19668
ISBN (eBook)
9783638237376
ISBN (Book)
9783656454069
Language
German
Tags
Wirtschaftliche Planungen Unternehmen Barbarossa Proseminar Deutschland Sowjetunion
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christian Beermann (Author), 2002, Wirtschaftliche Planungen zum Unternehmen Barbarossa, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/19668
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