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Die krankheitsbedingte Kündigung

Title: Die krankheitsbedingte Kündigung

Pre-University Paper , 2012 , 38 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Irene Lupp (Author)

Law - Civil / Private / Industrial / Labour
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Summary Excerpt Details

Die krankheitsbedingte Kündigung

Aufgrund der heutigen wirtschaftlichen Entwicklungen sind viele Unternehmen gezwungen, Kosten einzusparen. Eine Folge dadurch ist die Reduzierung der Belegschaft. Wann ein Arbeitgeber von seinem Kündigungsrecht Gebrauch machen und seinem „kranken“ Arbeitnehmer kündigen darf, soll in dieser Betriebs-wirtarbeit dargestellt werden. Da die krankheitsbedingte Kündigung ein Spezialfall der personenbedingten Kündigung ist, ist die personenbedingte Kündigung Hauptbestandteil dieser Arbeit.
Zu Beginn dieser Betriebswirtarbeit wird anhand einer Grafik die gesamtwirtschaftliche Belastung für die Unternehmen aufgrund krankheitsbedingter Fehltage aufgezeigt. Als nächstes werden die Entwicklungen und Ursachen des „Krankenstandes“ in Deutschland beschrieben. Desweiteren wird auf das Kündigungsschutzgesetz eingegangen. Hierbei soll verdeutlicht werden, was unter einer personenbedingten Kündigung zu verstehen ist und wo dieser Kündigungsgrund einzuordnen ist. In diesem Rahmen werden der Geltungsbereich des Kündigungsschutzgesetzes sowie die soziale Rechtfertigung, die in diesem Zusammenhang gegeben sein muss, erläutert. Aufgrund der Tatsache, dass lediglich die Arbeitsunfähigkeit des Arbeitnehmers arbeitsrechtlich von Bedeutung ist und nicht die Krankheit als solche, wird im folgenden Kapitel der Unterschied zwischen dem medizinischen Krankheitsbegriff und der Arbeitsunfähigkeit verdeutlicht.

Im Hauptteil dieser Betriebswirtarbeit werden die von der Rechtsprechung unterschiedenen vier Fallgruppen der Krankheitsarten, die jeweils einen Kündigungsgrund darstellen können, aufgezeigt. Bei jeder dieser Krankheitsarten wird das Drei-Stufen-Schema zur Prüfung angewandt und die einzelnen Besonderheiten sowie die Unsicherheiten in der Rechtsprechung werden aufgezeigt. Anschließend wird auf die Mitwirkung des Betriebsrates sowie auf die Erforderlichkeit einer Abmahnung eingegangen. Im weiteren Verlauf wird die Darlegungs- und Beweislast der krankheitsbedingten Kündigung erläutert.

Im letzten Kapitel meiner Betriebswirtarbeit wird mein Fazit aus den gewonnenen Erkenntnissen zusammenfassend dargestellt und abschließend bewertet.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Entwicklungen und Ursachen des "Krankenstandes" in Deutschland

3. Das Kündigungsschutzgesetz (KSchG)

3.1. Die Abgrenzung einzelner Kündigungsarten nach dem KSchG

3.1.1. Die verhaltensbedingte Kündigung

3.1.2. Die betriebsbedingte Kündigung

3.1.3. Die personenbedingte Kündigung

4. Die krankheitsbedingte Kündigung als Spezialfall der personenbedingten Kündigung im Anwendungsbereich des KSchG

4.1. Der Krankheitsbegriff im Zusammenhang mit der Arbeitsunfähigkeit

4.1.1. Besonderheiten der Arbeitsunfähigkeit

4.2.Unterscheidung einzelner Fallgruppen

4.2.1. Langandauernde Krankheit

4.2.2. Häufige Kurzerkrankungen

4.2.3. Dauernde Arbeits- bzw. Leistungsunfähigkeit

4.2.4. Krankheitsbedingte Leistungsminderung

4.3. Einzelaspekte der krankheitsbedingten Kündigung

4.3.1. Suchtprobleme

4.3.2. Außerordentliche Kündigung wegen Erkrankung

4.4. Die Grundvoraussetzungen der krankheitsbedingten Kündigung

5. Das Drei-Stufen-Schema zur Prüfung der krankheitsbedingten Kündigung

5.1. Negative Gesundheitsprognose

5.1.1. Negative Gesundheitsprognose bei langanhaltenden Krankheiten

5.1.2. Negative Gesundheitsprognose bei häufigen Kurzerkrankungen

5.1.3. Negative Gesundheitsprognose bei Leistungsminderung

5.1.4. Negative Gesundheitsprognose bei dauernder Leistungsunfähigkeit

5.2. Erhebliche Beeinträchtigung der betrieblichen Interessen

5.2.1. Schwerwiegende Störungen im Betriebsablauf

5.2.2. Erhebliche wirtschaftliche Belastung des Arbeitgebers

5.3. Interessenabwägung

5.4. Kritik am Drei-Stufen-Schema

6. Die Mitwirkung des Betriebsrates bei krankheitsbedingten Kündigungen

7. Abmahnung erforderlich?

8. Darlegungs- und Beweislast bei Kündigungen wegen Krankheit

9. Fazit

10. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die rechtlichen Rahmenbedingungen und Herausforderungen bei der krankheitsbedingten Kündigung in Deutschland, wobei der Fokus auf dem Schutz des Arbeitnehmers bei gleichzeitiger Wahrung betrieblicher Interessen liegt.

  • Analyse des Kündigungsschutzgesetzes im Kontext von Krankheitsfällen.
  • Erläuterung des Drei-Stufen-Schemas zur Prüfung der Wirksamkeit einer Kündigung.
  • Untersuchung der Mitwirkungsrechte des Betriebsrates.
  • Kritische Würdigung der Darlegungs- und Beweislast für Arbeitgeber.
  • Diskussion über präventive Mitarbeitergespräche zur Reduzierung von Fehlzeiten.

Auszug aus dem Buch

4.1.1. Besonderheiten der Arbeitsunfähigkeit

Arbeitsunfähigkeit durch Krankheit bedeutet einen körperlichen oder geistigen Zustand eines Arbeitnehmers, der den Arbeitnehmer durch Unvermögen zur Arbeitsleistung oder Notwendigkeit zur Heilbehandlung, arbeitsunfähig macht. Schönheitsoperationen zählen nicht zu den Krankheiten hinzu.

Unverschuldete Erkrankung, d.h. eine Krankheit des Arbeitnehmers, an der er unverschuldet erkrankt ist. Ausgenommen ist die Krankheit durch Verkehrsunfall infolge Alkoholeinfluss, durch tätliche (körperliche) Auseinandersetzungen, durch Verstöße gegen die Unfallverhütungsvorschriften oder durch Unfälle wegen gefährlicher Sportarten.

Arbeitsunfähigkeit durch Sportunfall, Arbeitsunfähigkeit infolge von Sportunfällen führen zur Entgeltfortzahlung des Arbeitgebers. Ausgenommen sind Krankheiten durch Unerfahrenheit, Überschätzung der eigenen Kräfte oder wenn der Arbeitnehmer sich untrainiert überfordert.

Erkrankung während des Erholungsurlaubs, d.h. wird ein Arbeitnehmer während seines Urlaubs krank, so werden die durch ein ärztliches Attest nachgewiesenen Tage der Arbeitsunfähigkeit auf den Jahresurlaub nicht angerechnet. Der Arbeitnehmer hat Recht auf Entgeltfortzahlung des Arbeitgebers.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Darstellung der wirtschaftlichen Zwänge, die Unternehmen zu Kosteneinsparungen und Personalreduzierungen veranlassen, sowie der Fokus auf den Erhalt leistungsstarker Mitarbeiter.

2. Entwicklungen und Ursachen des "Krankenstandes" in Deutschland: Analyse des rückläufigen Krankenstandes in Deutschland und Identifikation struktureller sowie krisenbedingter Ursachen.

3. Das Kündigungsschutzgesetz (KSchG): Erläuterung der Voraussetzungen für den Kündigungsschutz und Definition der drei Kündigungsgründe.

4. Die krankheitsbedingte Kündigung als Spezialfall der personenbedingten Kündigung im Anwendungsbereich des KSchG: Definition des Krankheitsbegriffs und Einordnung der Kündigung als Spezialfall unter Berücksichtigung des Verhältnismäßigkeitsprinzips.

5. Das Drei-Stufen-Schema zur Prüfung der krankheitsbedingten Kündigung: Detailprüfung der drei Voraussetzungen: negative Gesundheitsprognose, erhebliche betriebliche Beeinträchtigung und Interessenabwägung.

6. Die Mitwirkung des Betriebsrates bei krankheitsbedingten Kündigungen: Darstellung der Anhörungspflichten und der Folgen bei Nichtbeachtung.

7. Abmahnung erforderlich?: Klärung, warum eine Abmahnung bei krankheitsbedingten Kündigungen aufgrund fehlenden Verschuldens in der Regel nicht zweckmäßig ist.

8. Darlegungs- und Beweislast bei Kündigungen wegen Krankheit: Erörterung der hohen Anforderungen an den Arbeitgeber zur Beweisführung vor Gericht.

9. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der rechtlichen Unsicherheiten und Plädoyer für einen stärkeren Fokus auf mitarbeiterfreundliche Präventionsmaßnahmen.

Schlüsselwörter

Krankheitsbedingte Kündigung, Kündigungsschutzgesetz, Arbeitsunfähigkeit, Drei-Stufen-Schema, Entgeltfortzahlung, Personenbedingte Kündigung, Betriebsrat, Gesundheitsprognose, Interessenabwägung, Beweislast, Lohnfortzahlung, Arbeitsrecht, Fehlzeitenmanagement, Mitarbeitergespräche, Sozialwidrigkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit behandelt die rechtliche Zulässigkeit und die Voraussetzungen einer krankheitsbedingten Kündigung unter Berücksichtigung der deutschen Rechtsprechung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den zentralen Themen gehören das Drei-Stufen-Schema der Prüfung, die Rolle des Betriebsrates und die Anforderungen an die Beweislast des Arbeitgebers.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, unter welchen strengen Bedingungen ein Arbeitgeber einem Arbeitnehmer aufgrund von Krankheit ordentlich kündigen darf.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der Auswertung einschlägiger Urteile des Bundesarbeitsgerichts (BAG) und Landesarbeitsgerichte (LAG).

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Definition von Krankheitsfällen, die Prüfungsschemata der Sozialwidrigkeit und die verfahrensrechtlichen Schritte bei der Betriebsratsanhörung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Kündigungsschutzgesetz, negative Gesundheitsprognose, Interessenabwägung und Beweislast.

Welche Rolle spielt die Abmahnung bei der krankheitsbedingten Kündigung?

Da Krankheit kein Verschulden darstellt, ist die Abmahnung als Instrument hier grundsätzlich nicht geeignet, da sie auf das steuerbare "Wollen" des Arbeitnehmers abzielt.

Warum wird die Arbeitsmarktlage kritisch betrachtet?

Die Autorin kritisiert, dass die Einbeziehung der Arbeitsmarktlage in die Interessenabwägung nichts mit dem eigentlichen Arbeitsverhältnis zu tun hat und zu rechtlicher Unsicherheit führt.

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Details

Title
Die krankheitsbedingte Kündigung
Course
Weiterbildung zum / zur Betriebswirt / in
Grade
2,0
Author
Irene Lupp (Author)
Publication Year
2012
Pages
38
Catalog Number
V196708
ISBN (eBook)
9783656228530
ISBN (Book)
9783656228639
Language
German
Tags
Kündigung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Irene Lupp (Author), 2012, Die krankheitsbedingte Kündigung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/196708
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