Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Forestry / Forestry Economics

Güteverteilung für einen Buchenbestand

Title: Güteverteilung für einen Buchenbestand

Term Paper , 2003 , 22 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Denny Ohnesorge (Author)

Forestry / Forestry Economics
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Lange Zeit bildete die Kenntnis über die quantitative Entwicklung des Vorrats und des Zuwachses
das wichtigste Planungskriterium im schlagweisen Hochwald. Dies war um so wichtiger,
da es ga lt der Waldverwüstung der früheren Jahrhunderte entgegenzuwirken und trotzdem
den Ansprüchen der Wirtschaft und der Bevölkerung gerecht zu werden. Es wurden viele
Verfahren entwickelt, die es ermöglichten den Holzvorrat zu schätzen und seine Entwicklung
vorherzusagen. Die Massenfachwerkstheorie, die G.L. Hartig im Jahre 1795 vorstellte, sei nur
ein Beispiel dafür. Als BIOLLEY 1920 die praktischen Erfolge der Schweizer Kontrollmethode
veröffentlichte, entbrannte eine lebhafte Auseinandersetzung über die Kontrollmethode.
In dessen Folge machte man sich auch in Deutschland Gedanken über die qualitative Erfa ssung
des Holzvorrats. Gefördert wurde dies durch die aufkommende Dauerwaldbewegung. So
machte Ernst Jürgen von ARNSWALDT 1935 durch die Veröffentlichung seines Wertkontrollverfahrens
auf die Notwendigkeit aufmerksam, neue Inventurenverfahren zu entwickeln,
die auch die Qualität erfassen (SPEIDEL im Vorwort zu ARNSWALDT, 1950).
Heute ist diese Forderung aktueller denn je: In den meisten Waldbaurahmenrichtlinien der
Bundesländer ist nämlich die Entwicklung von naturnahen, strukturreichen Mischwäldern als
prioritäres Ziel formuliert. Ein zentrales Element der naturnahen Waldbewirtschaftung ist
wiederum die von der Massenleistung losgelöste Wertleistung (Gadow, 2002a). Zur Kontrolle
der Wertleistung wurden zahlreiche Verfahren entwickelt, die sich in Methodik aber auch in
Arbeits- und Kostenaufwand teilweise erheblich voneinander unterscheiden (Wiegard, 1998).
Hinzu kommt, dass sich zukünftige Inventurmethoden der Forsteinrichtung wachsenden Ansprüchen
an den Informationsgehalt ausgesetzt sehen.
So beeinflussen zunehmend die Struktur und Vielfalt eines Bestandes genauso waldbauliche
Entscheidungen, wie die Vorrats- und Güteverteilung. Deshalb sollte ein Wertholzinventurverfahren
erweiterbar bzw. in andere Inventurmethoden integrierbar sein.
Die Anforderungen, die ein Wertinventurverfahren erfüllen sollte, werden von Burmann u.
Hessenmöller (2000) folgendermaßen zusammengefasst:
· Es soll in vorhandene Inventurverfahren integrierbar sein (vgl. auch Wiegard et al.,
1997; Wiegard, 1998; Schroeter, 2000) [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

1.1 PROBLEMSTELLUNG

1.2 ZIEL DER ARBEIT

2 VERFAHRENSÜBERBLICK

3 DATENGRUNDLAGE UND METHODIK

3.1 DATENGRUNDLAGE

3.2 METHODIK

3.21 Inventurmethodik

3.22 Methodik der Forstschreibung

4 AUSWERTUNG DER DATEN

4.1 ERGEBNISSE DER WERTINVENTUR

4.2 ERGEBNISSE DER FORTSCHREIBUNG

5 DISKUSSION

6 ZUSAMMENFASSUNG

7 VERZEICHNISSE

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit hat zum Ziel, ein am Institut für Waldwachstum und Ertragskunde Göttingen entwickeltes Verfahren zur Wertermittlung von Waldbeständen vorzustellen. Dabei steht die Güteverteilung im Fokus, wobei neben der quantitativen Vorratsstruktur auch naturschutzfachliche Aspekte wie Totholz und Habitatbäume integriert werden, um den Wert des Bestandes sowie dessen Entwicklung in einer fünfjährigen Prognose zu veranschaulichen.

  • Methoden der forstlichen Qualitätsansprache
  • Wertinventur in Buchenbeständen
  • Struktur- und Habitatbaum-Erfassung
  • Volumen- und Wertfortschreibung
  • Marktorientierte Holzbewertung

Auszug aus dem Buch

1.1 Problemstellung

Lange Zeit bildete die Kenntnis über die quantitative Entwicklung des Vorrats und des Zuwachses das wichtigste Planungskriterium im schlagweisen Hochwald. Dies war um so wichtiger, da es galt der Waldverwüstung der früheren Jahrhunderte entgegenzuwirken und trotzdem den Ansprüchen der Wirtschaft und der Bevölkerung gerecht zu werden. Es wurden viele Verfahren entwickelt, die es ermöglichten den Holzvorrat zu schätzen und seine Entwicklung vorherzusagen. Die Massenfachwerkstheorie, die G.L. Hartig im Jahre 1795 vorstellte, sei nur ein Beispiel dafür. Als BIOLLEY 1920 die praktischen Erfolge der Schweizer Kontrollmethode veröffentlichte, entbrannte eine lebhafte Auseinandersetzung über die Kontrollmethode.

Heute ist diese Forderung aktueller denn je: In den meisten Waldbaurahmenrichtlinien der Bundesländer ist nämlich die Entwicklung von naturnahen, strukturreichen Mischwäldern als prioritäres Ziel formuliert. Ein zentrales Element der naturnahen Waldbewirtschaftung ist wiederum die von der Massenleistung losgelöste Wertleistung (Gadow, 2002a). Zur Kontrolle der Wertleistung wurden zahlreiche Verfahren entwickelt, die sich in Methodik aber auch in Arbeits- und Kostenaufwand teilweise erheblich voneinander unterscheiden (Wiegard, 1998). Hinzu kommt, dass sich zukünftige Inventurmethoden der Forsteinrichtung wachsenden Ansprüchen an den Informationsgehalt ausgesetzt sehen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Einleitung in die historische Entwicklung der Waldinventur und Darlegung der aktuellen Anforderungen an moderne, wertorientierte Verfahren.

2 VERFAHRENSÜBERBLICK: Systematische Gegenüberstellung und Erläuterung der klassischen Methoden zur Qualitätsansprache von Holzbeständen.

3 DATENGRUNDLAGE UND METHODIK: Beschreibung der konkreten Probekreisaufnahmen im Forstamt Bovenden sowie der methodischen Vorgehensweise zur Inventur und Fortschreibung.

4 AUSWERTUNG DER DATEN: Präsentation der erhobenen Daten zu Holzvorrat und Güteverteilung sowie der Ergebnisse der simulierten fünfjährigen Bestandesentwicklung.

5 DISKUSSION: Kritische Reflexion der erhobenen Daten, der angewandten Methoden und Diskussion notwendiger Optimierungsschritte.

6 ZUSAMMENFASSUNG: Zusammenfassende Bewertung der Praxistauglichkeit des untersuchten Wertinventurverfahrens für moderne Forstbetriebe.

7 VERZEICHNISSE: Auflistung der verwendeten Literatur sowie der Abbildungen und Tabellen.

Schlüsselwörter

Wertinventur, Bestandesentwicklung, Güteklasse, Buchenbestand, Holzvorrat, Forstschreibung, Qualitätsansprache, Waldbaurichtlinien, Holzmerkmale, Holzerlös, Stammholz, Naturschutz, Inventurverfahren, Waldwachstum, Sortierungsvorschriften.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Qualitäts- und Wertermittlung von Waldbeständen, speziell anhand eines Buchenbestandes, unter Berücksichtigung sowohl ökonomischer als auch naturschutzfachlicher Parameter.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Wertinventur, der Erfassung von Holzmerkmalen, der ökonomischen Bewertung des Bestandes und der Simulation zukünftiger Bestandesentwicklungen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, ein vom Institut für Waldwachstum und Ertragskunde Göttingen entwickeltes Verfahren beispielhaft vorzustellen, das eine detaillierte Güteverteilung und Wertschätzung ermöglicht.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird das Probekreisverfahren in Kombination mit einer modifizierten Qualitätsansprache und einer rechnergestützten Fortschreibung mittels Wachstumsmodellen angewandt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil umfasst den Vergleich verschiedener Inventurmethoden, die detaillierte Auswertung der erhobenen Bestandesdaten und eine Prognose der Wertentwicklung über einen Zeitraum von fünf Jahren.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den zentralen Begriffen gehören Wertinventur, Güteklasse, Buchenbestand, Holzerlös und Forstschreibung.

Warum spielt die Buchenrotkern-Problematik eine Rolle bei der Bewertung?

Die fakultative Verkernung beeinflusst den Holzwert massiv, da sie in der Praxis häufig zur Abstufung der Güteklasse führt, was bei einer rein äußerlichen Inventur berücksichtigt werden muss.

Wie unterscheidet sich die Fortschreibung von der statischen Inventur?

Während die statische Inventur den aktuellen Zustand widerspiegelt, simuliert die Fortschreibung durch Durchmesserzuwachs die Verschiebung in den Stärkeklassen und die daraus resultierende Wertveränderung über fünf Jahre.

Excerpt out of 22 pages  - scroll top

Details

Title
Güteverteilung für einen Buchenbestand
College
University of Göttingen  (Fakultät für Forstwissenschaften und Waldökologie / Institut für Waldinventur und Waldwachstum)
Course
Steuerung und Analyse der Waldentwicklung
Grade
1,3
Author
Denny Ohnesorge (Author)
Publication Year
2003
Pages
22
Catalog Number
V19835
ISBN (eBook)
9783638238748
Language
German
Tags
Güteverteilung Buchenbestand Steuerung Analyse Waldentwicklung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Denny Ohnesorge (Author), 2003, Güteverteilung für einen Buchenbestand, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/19835
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  22  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint