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"Den alten, etwas eingerosteten Krummsäbel alla franca anschleifen". Die Militärmission Helmuth von Moltkes in der Türkei 1835-1839

Title: "Den alten, etwas eingerosteten Krummsäbel alla franca anschleifen". Die Militärmission Helmuth von Moltkes in der Türkei 1835-1839

Term Paper (Advanced seminar) , 2002 , 43 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Andre Kahlmeyer (Author)

History of Germany - Modern History
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Helmuth von Moltke ist vor allem als Generalfeldmarschall und Sieger der Schlachten von Sedan und Königgrätz und als einer der erfolgreichsten Feldherren des 19. Jahrhunderts.1 Weniger bekannt ist, dass sich Moltke von 1835 bis 1839 im Osmanischen Reich, oder mit seinen eigenen Worten, in der „Türkei“ als Müsteschar (militärischer Berater) des osmanischen Sultans aufhielt.

Diese Arbeit will zum einen die Umstände und den zeitliche n Ablauf der Militärmission Helmuth von Moltkes in der Türkei darstellen und sich zum anderen allgemein und anhand seiner während des Türkeiaufenthalts geschriebenen Briefe der Frage annähern, was mit einem „Fremden“ in der „Fremde“ passiert. Besonderer Wert wird hierbei auf den Aspekt der „Akkulturation“ gelegt, die bei einem „Kulturkontakt“ auftreten kann.

Im ersten Teil der Arbeit wird das Leben und die Militärmission Helmuth von Moltkes abrissartig dargestellt. Im zweiten Teil sollen zwei Fragestellungen näher beleuchtet werden: Zum einen die Frage, wie sich das „Fremde“ in Moltkes „Türkischen Briefen“ widerspiegelt, wie er die fremde Umgebung und Kultur wahrnimmt. Zum anderen die Frage, ob und wie sich Moltke während seiner Militärmission „akkulturiert“ hat und wie sich dies in seinen Briefen und in sonstigen Texten von ihm und über ihn widerspiegelt. Außerdem wird der Begriff der „Akkulturation“ behandelt. Ferner wird am Ende des zweiten Teils noch beschrieben, was nach dem Ende der Militärmission mit Moltke passiert, welche Aus- und Nachwirkungen der fünfjährige Aufenthalt in der Türkei auf ihn hatte.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

2. Einleitung

3.1 Vita Moltkes

3.2 Moltkes Aufenthalt in der Türkei

3.3 Die „Türkischen Briefe“ Moltkes

4. Was passiert allgemein bei einem längeren Aufenthalt in der „Fremde“

5. Akkulturation

6. Persönlichkeit und Akkulturation Moltkes

6.1 Persönlichkeit Moltkes

6.2 Moltkes Umgang mit dem „Fremden“ in seinen Türkischen Briefen

6.3 Akkulturation Moltkes

6.4 Nach der Türkei

7. Ergebnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den fünfjährigen Aufenthalt von Helmuth von Moltke im Osmanischen Reich zwischen 1835 und 1839. Das Ziel besteht darin, den zeitlichen Ablauf der Militärmission darzustellen und anhand seiner „Türkischen Briefe“ zu analysieren, wie sich ein „Fremder“ in der „Fremde“ akkulturiert und wie dieser Prozess in seinen schriftlichen Aufzeichnungen reflektiert wird.

  • Biografische Hintergründe und die Militärmission Moltkes in der Türkei
  • Theoretische Grundlagen zur Akkulturation und zum Aufenthalt in der Fremde
  • Analyse von Moltkes Umgang mit kulturellen Differenzen und dem Islam
  • Reflexion der inneren und äußeren Akkulturationsprozesse des Autors

Auszug aus dem Buch

6.2 Moltkes Umgang mit dem „Fremden“ in seinen Türkischen Briefen

Wie taucht nun das „Fremde“ in Moltkes Türkischen Briefen auf? Wie nimmt Moltke die fremde Umgebung wahr und wie beschreibt er diese? Worauf legt er besonderen wert? Im folgenden soll nach Oberbegriffen geordnet versucht werden, Moltkes Äußerungen in seinen Türkischen Briefen zusammenzufassen, mit denen er die und das „Fremde“ beschreibt.

Zivilisation und Kultur der Türken

An zahlreichen Stellen in seinen Türkischen Briefen scheint Moltke bemüht, ein respektvolles Bild von den Türken und der türkischen Zivilisation und Kultur zu zeichnen. So erklärt er ausführlich die Heiratsbräuche, und rechtfertigt sie mit einem Koranzitat. Neutral beschreibt er mit „offenem Sinn für das fremde Leben“ das Erlebte, ohne eine eigene Wertung hinzuzufügen. So z.B. in Amasia:

„Wir fanden ein Gerüst, oben mit vier Fuß langen Messern besetzt; auf Befragen erfuhren wir, daß dies Institut für Straßenräuber bestimmt sei, die, darauf gespießt, noch drei bis vier Tage leben, und es stellte sich heraus, daß wir eben beim Schinder unter dem Galgen Kaffee tranken. Abends spät kamen wir nach Turchal“

Zusammenfassung der Kapitel

2. Einleitung: Diese Einleitung erläutert das Ziel der Arbeit, den Türkeiaufenthalt Moltkes als Migrations- und Akkulturationserfahrung zu untersuchen.

3.1 Vita Moltkes: Dieses Kapitel skizziert Moltkes Kindheit, seine militärische Ausbildung in Dänemark und seinen Wechsel in die preußische Armee bis hin zum Beginn seiner Mission.

3.2 Moltkes Aufenthalt in der Türkei: Hier wird der zeitliche Verlauf von Moltkes vierjährigem Aufenthalt im Osmanischen Reich, inklusive seiner militärischen Einsätze und Reiseberichte, nachgezeichnet.

3.3 Die „Türkischen Briefe“ Moltkes: Dieses Kapitel befasst sich mit der Entstehung, Redaktion und Bedeutung der Briefsammlung als historisches Zeugnis.

4. Was passiert allgemein bei einem längeren Aufenthalt in der „Fremde“: Diese Sektion bietet einen theoretischen Rahmen über die psychologischen und sozialen Prozesse des Kulturschocks und der Akkulturation.

5. Akkulturation: Hier wird der Fachbegriff der Akkulturation definiert, wobei zwischen externer Anpassung und interner Übernahme von Werten unterschieden wird.

6. Persönlichkeit und Akkulturation Moltkes: Dieses Kapitel verknüpft Moltkes biographische Prägung mit seiner spezifischen Art der Akkulturation im Ausland.

6.1 Persönlichkeit Moltkes: Diese Unterkapitel beleuchtet die spartanische Jugend und die daraus resultierende rationale, pflichtbewusste Persönlichkeitsstruktur.

6.2 Moltkes Umgang mit dem „Fremden“ in seinen Türkischen Briefen: Hier wird analysiert, wie Moltke als Beobachter auf kulturelle Eigenheiten, den Islam und die türkische Gesellschaft reagiert.

6.3 Akkulturation Moltkes: Dieses Kapitel zeigt an konkreten Beispielen, wie Moltke äußere Bräuche annahm, während er gleichzeitig innere Distanz wahrte.

6.4 Nach der Türkei: Hier werden die Nachwirkungen des Aufenthalts auf Moltkes weitere Laufbahn und seine spätere Erinnerung an diese Zeit beschrieben.

7. Ergebnis: Das abschließende Kapitel würdigt die „Türkischen Briefe“ als bedeutende Quelle für den Kulturkontakt des 19. Jahrhunderts und fasst die gewonnenen Erkenntnisse zusammen.

Schlüsselwörter

Helmuth von Moltke, Türkische Briefe, Osmanisches Reich, Akkulturation, Migration, Kulturkontakt, 19. Jahrhundert, Militärmission, Kismet, Reisebericht, Fremdheitsforschung, Islam, preußische Armee, Kulturvergleich, Geschichte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den vierjährigen Militäraufenthalt von Helmuth von Moltke im Osmanischen Reich (1835-1839) aus der Perspektive von Kulturkontakt und Akkulturation.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentral sind die Darstellung der Militärmission, die theoretische Einordnung von Akkulturationsprozessen in der Fremde sowie die Analyse von Moltkes Wahrnehmung des „Fremden“ anhand seiner Briefe.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit fragt danach, welche Prozesse ein Individuum in einer fremden Umgebung durchläuft und ob bzw. wie sich Moltke während seiner Mission akkulturiert hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine historische Analyse, die auf der Auswertung von Moltkes „Türkischen Briefen“ sowie auf fachwissenschaftlicher Literatur zu Akkulturation und Migration basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Biografie Moltkes, der theoretischen Definition von Akkulturation, der Analyse seiner Briefe hinsichtlich Religion, Kismet, Altertum und den spezifischen Anpassungsleistungen an die türkische Kultur.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Akkulturation, Migration, der Orient, die „Türkischen Briefe“, Kulturkontakt und die persönliche Entwicklung Moltkes zum Feldherrn.

Wie bewertet Moltke das Konzept des „Kismet“?

Moltke betrachtet den fatalistischen Kismet-Glauben als tiefreligiösen, für ihn als „Praktiker“ oft befremdlichen Aspekt, nutzt aber pragmatische Ausdrücke daraus, wenn er sich die Umgebung anpasst.

Welche Rolle spielt Moltkes historische Vorbildung für seine Briefe?

Seine klassische Bildung (Homer, Gibbon, Ranke) beeinflusste seine Wahrnehmung stark; er betrachtete den Orient oft durch eine historische Brille und setzte die osmanische Zivilisation in Bezug zum Untergang früherer Weltreiche.

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Details

Title
"Den alten, etwas eingerosteten Krummsäbel alla franca anschleifen". Die Militärmission Helmuth von Moltkes in der Türkei 1835-1839
College
University of Heidelberg  (Historisches Seminar und Seminar für Sprachen und Kulturen des Vorderen Orients)
Course
Hauptseminar: "Kulturkonflikt und Akkulturation. Deutsche im Osmanischen Reich (1835-1918)"
Grade
1,3
Author
Andre Kahlmeyer (Author)
Publication Year
2002
Pages
43
Catalog Number
V19887
ISBN (eBook)
9783638239165
ISBN (Book)
9783638700597
Language
German
Tags
Krummsäbel Militärmission Helmuth Moltkes Türkei Hauptseminar Kulturkonflikt Akkulturation Deutsche Osmanischen Reich
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Andre Kahlmeyer (Author), 2002, "Den alten, etwas eingerosteten Krummsäbel alla franca anschleifen". Die Militärmission Helmuth von Moltkes in der Türkei 1835-1839, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/19887
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