UNIVERSITÄT DUISBURG-ESSEN
STANDORT DUISBURG
Integrierter Studiengang Sozialwissenschaften
Fach Politische Wissenschaften
Lehrbereich : Europapolitik
Seminarart : Proseminar
Semester : SS 2003
Quo Vadis Rossija ?
Vorgelegt von : Alexander Stock
INHALTSANGABE
I. Entwicklung Seite 3
II. Außenpolitik Seite 5
III. Innenpolitik / Demokratie Seite 8
IV. Literaturverzeichnis Seite 12
Nach dem Zusammenbruch des Kommunismus und der damit aufgehobenen Zweiteilung der Welt vor mittlerweile einem Jahrzehnt, ist es interessant einmal zu beleuchten und zu analysieren, welche Wandlung der Nachfolgestaat der Sowjetunion seit 1991 vollzogen hat und in welcher Weise der Demokratisierungs- und Transformationsprozess fortgeschritten ist. Hat sich Russland mittlerweile außenpolitisch in die neue Weltordnung integrieren können und sich innenpolitisch dringenden Reformen unterworfen ? Es bleibt zu fragen, wie die momentane und zukünftige Entwicklung Russlands im beginnenden 21. Jahrhundert aussieht.
Mit dem Ende der Bipolarität und dem Kollaps des Kommunismus 1990/91 begann für den Vorgänger und Nachfolger der Sowjetunion ein neues politisches Zeitalter. Nach der kommunistischen Diktatur ab 1917 unter Lenin und Stalin und dem Vorhandensein des ‚Eisernen Vorhangs’ bis 1991 implodierte das Imperium und entließ unfreiwillig die Satellitenstaaten und sowjetischen Staaten in die Freiheit und Unabhängigkeit. Als postkommunistisches Land ist Russland seitdem bemüht als Akteur auf der Weltbühne seine tragende Rolle wiederzufinden und der einzig verbliebenen Weltmacht USA nicht alleine die Geschicke der Welt zu überlassen, sondern ist bestrebt sich einzumischen und vor allem nach dem 11.09 auch über den Sicherheitsrat seinen Einfluss geltend zu machen. Wie sieht es mit der momentanen Außenpolitik und der Demokratieentwicklung des riesigen Landes in Zukunft aus ? Kann Russland seine anstrebende Großmachtsrolle wiederfinden und diese vor allem auch politisch und thematisch ausfüllen ? Ist Russland bereit in der Innenpolitik die nötigen Reformen durchzuführen, die der Europarat oftmals angeprangert hat und den belastenden Tschetschenien-Krieg zu beenden ? Quo Vadis Rossija ?
I. Entwicklung
‚Wer zu spät kommt, den bestraft die Geschichte’ : Obgleich es bereits zu spät und der Auflösungsprozess eingeleitet war, kam mit Michail Gorbatschow, als letztem Präsidenten der Sowjetunion, Bewegung in das starre russische System. Seine Reformpolitik, bis heute gekennzeichnet durch die Schlagwörter ‚Perestroika’ und ‚Glasnost’ wollte die sowjetische Hegemonie lockern, die kommunistischautoritäre Ordnung zurückdrängen und das alte post-stalinistische System politisch demokratisieren. Doch hatten die sowjetischen Führer vor 1985 zu viel zerstört und den sowjetischen Staat bereits demontiert, dass Gorbatschow höchstens nur noch als Konkursverwalter der Union der sozialistischen Sowjetstaaten auftreten konnte :
Nach dem Ende des zaristischen Russland unter Nikolaus II. und dem mit der Oktoberrevolution 1917 begonnenen Bolschewismus Lenins wurden für ein Dreivierteljahrhundert Terror und Gewaltherrschaft installiert, das sowohl Stalin bis zu seinem Tode 1953 perfekt in seinem ‚Gulag-Staat’ diktatorisch umsetzte, als auch die weiteren sowjetischen Herrscher Chruschtschow, Breschnjew, Andropow und Tschernenko nicht vollständig beenden konnten.
[...]
Arbeit zitieren:
Alexander Stock, 2003, Quo Vadis Rossija?, München, GRIN Verlag GmbH
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