Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 2
2. Erste Meditation Abschnitt 9 und 10
2.1. Inhalt des Textes. 4
2.2. Herausgefilterter Argumentationsgang
2.2.1. Täuscher-Argument 5
2.2.2. Erste Einwände 8
2.2.3. Zweite Einwände 11
2.2.4. Erwiderung auf zweite Einwände. 13
2.2.5. Übersicht des Argumentationsgangs. 16
3. Fazit. 18
4. Literatur- / Quellenverzeichnis 21
5. Anhang
1
1. Einleitung
Philosophen geht es typischerweise nicht darum aufzuzeigen, dass alles, einschließlich ihrer eigenen Argumente, zweifelhaft ist. Sie wollen nicht nur überreden, sondern zwingende Argumente bieten. Wir brauchen augenscheinlich Kriterien für gute Argumente. Es muss möglich sein anzugeben, wann der Adressat ein Argument akzeptieren soll und wann nicht. Man muss dazu zwischen erfolgreic hen Überreden und gültigem Argument unterscheiden. Dies führt zwangsläufig dazu, nach Begründungen zu suchen, die keine weitere Begründung mehr zulassen oder erfordern. 1
In dieser Arbeit werden wir uns mit den hervorgebrachten Argumenten in dem Textausschnitt: §9 und §10 der ersten Meditation von Descartes beschäftigen. „Ein Argument besteht aus mehr als nur einer Aussage: es besteht aus einer Konklusion und den Gründen, die zu ihrer Stützung angegeben werden.“ 2 Diese Gründe werden als Prämissen bezeichnet. Also führen eine bestimmte Anzahl von Prämissen, aber mindestens eine, zu einer Konklusion. Somit ist „ein Argument eine Gruppe von Aussagen, die miteinander in Beziehung stehen.“ 3 Bei der Betrachtung von Argumenten „entstehen zwei Fragen. Erstens: Sind die Prämissen wahr? Zweitens: Stehen die Prämissen in der richtigen Beziehung zur Konklusion?“ 4 In der Logik beschäftigen wir uns mit der zweiten Frage. Hierbei gilt für die Beziehung: „Wenn die Prämissen wahr sind, ist das ein guter Grund, die Konklusion für wahr zu halten.“ 5 Allerdings geht es hierbei nur um logische Korrektheit des Arguments, die also allein von der Beziehung zwischen Prämissen und Konklusion abhängt. Diese logische Korrektheit ist aber vollkommen unabhängig von der Wahrheit der Prämissen. 6 In der ausgewählten Textpassage stellt Descartes Überlegungen an, ob nicht all das, was er für wahr hält und wissen kann, nur sinnliche Täuschungen sind. Hierzu versucht er zunächst Gott als Ursache zu nennen. Wie
1 Vgl. Kliemt, H.: Zweifel und Argumentation [http://www.uni-
duisburg.de/FB1/PHILO/index/Zweifel.html] (07.11.2002)
2 Salmon, W.C.: Logik, Reclam, Stuttgart, 1983, S. 8
3 Salmon, W.C.: Logik, Reclam, Stuttgart, 1983, S. 10
4 Salmon, W.C.: Logik, Reclam, Stuttgart, 1983, S. 12
5 Salmon, W.C.: Logik, Reclam, Stuttgart, 1983, S. 13
6 vgl.: Salmon, W.C.: Logik, Reclam, Stuttgart, 1983, S. 13
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Descartes versucht diese Ursache für T äuschungen zu begründen soll als erstes erörtert werden. Nun kann dieses Argument allerdings schon dahingehend angefochten werden, dass es gar keinen Gott gibt. So gibt es zum einen niemand der mich täuschen kann und zum anderen niemand der mich davor bewahren könnte, dass ich mich täusche. Wie Descartes darauf reagiert wird im Fortgang erarbeitet werden. Und auch zu welchem Schluss Descartes am Ende vom §10 kommt, muss im Folgenden ersucht werden.
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2. Erste Meditation (§§ 9/10)
2.1. Inhalt des Textes
Im §9 der ersten Meditation beginnt Descartes mit der Aussage, dass es einen Gott gibt, der allmächtig ist und die Menschen so schuf, wie sie jetzt sind. Doch gleich im Anschluss stellt er Überlegungen an, ob nicht dieser Gott ein Betrüger ist. Alle Gegenstände, die sinnlich wahrnehmbar sind, können doch nur scheinbar vorhanden sein und von jenem nur als eine Trugwelt geschaffen worden sein. So dass auch gedankliche Vorgänge, wie das Addieren, stets nur zu einer scheinbaren Lösung führen, und man sich darin täuscht, dass die Lösung wahr ist. Allerdings verwirft Descartes diese Überlegung wieder, mit der Begründung, dass Gott nicht will, dass er sich täuscht. Denn mit Gott ist Allgüte verbunden und allgütig vereinbart sich nicht mit solch negativen Taten, wie täuschen, betrügen und lügen. So würde es Gott nie zulassen, dass ich mich in allen Dingen, die ich bis jetzt zu wissen glaubte, täusche.
Im anschließenden §10 versucht er sein Argument zu bekräftigen. Hierzu spricht er zunächst jene an, die behaupten, dass es keinen solchen Gott gibt. Dazu will er annehmen, dass all das über Gott gesagte nicht wahr ist und nur ausgedacht. Weiterhin will er annehmen, dass er nicht durch Gott, sondern durch Schicksal oder Zufall geschaffen wurde und nun so ist, wie er ist. Jedoch muss das Sich-täuschen eine Unvollkommenheit sein. Und egal wer oder wie ich geschaffen wurde, um so kleiner die Macht dieses Urhebers ist, um so unvollkommener muss ich sein, um so wahrscheinlicher ist es, dass ich mich in manchen Dingen täusche. Daraufhin hat er nun keine Gründe mehr zu antworten, und muss nun annehmen, dass er all das, was er früher für wahr hielt, anzweifeln muss. Dieser Zweifel besteht nicht aus bloßem Leichtsinn, sondern aus wohlerwogenen Gründen. So will Descartes all seine früheren Überzeugungen, egal ob sie wahr oder falsch sind, anzweifeln, um daraus etwas Gewisses zu entdecken.
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2.2. Herausgefilterter Argumentationsgang
2.2.1. Das Täuscher-Argument:
Hierbei handelt es sich um eine gültige Argumentform. Dabei entspricht p dem Ausdruck: Sinneseindruck von Gott bewirkt. Und q steht hier für den Ausdruck: ich kann nicht sicher sein, dass ich Gegenstand wahrnehme. Bei diesem gültigen deduktiven Argument bildet die Aussage (1) die erste Prämisse. Descartes will also davon ausgehen, dass alle Sinneseindrücke von Gott bewirkt sein können. In der zweiten Prämisse setzt er dann an, dass wenn alle Sinneseindrücke von Gott bewirkt sind, dann kann ich nicht sicher sein, dass ich den Gegenstand wahrnehme. Es handelt sich demnach um eine Konditionalaussage, eine sogenannte wenn..., dann... Beziehung. Die erste Aussage in Verbindung mit „wenn“ bildet den Antecedens und die zweite
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Arbeit zitieren:
Sabine Schneider, 2003, Argumentationsanalyse (R. Descartes: Meditationes), München, GRIN Verlag GmbH
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Kosta Dodoras
Ich bin in der Vorbereitungsphase meiner Magisterprüfungen und habe diesen Text erworben. Ich muss, ohne die Autorin kränken zu wollen, leider sagen, dass sich nicht ausreichend mit dem Thema beschäftigt wurde, und zwar 3 Argumente auf ihre logische Struktur und Gültigkeit überprüft, jedoch nirgendwo ein Bezug zu Descartes gesamten System hergestellt wurde. 9 Euro ist ein bisschen überteuert für die Leistung der Autorin. Nichts für Ungut.
am Monday, May 02, 2011-