Hausarbeit Product Placement
I. Inhaltsverzeichnis 1
1. Einleitung 2
1.1. Begriffsdefinition 2
1.2. Vorkommen und Kommunikationsform der Produktplatzierung 3
1.3. Kurzer Überblick über die historische Entwicklung 4
1.4. Eingliederung ins Marketing 5
1.5. Product Placement als Schleichwerbung 6
2. Arten des Product Placement 7
2.1. Unterscheidung nach Objekten dem Objekt der Kommunikation 7
2.1.1. Product Placement i.e.S. 7
2.1.2. Generic Placement 7
2.1.3. Location Placement 8
2.1.4. Corporate Placement 8
2.1.5. Service Placement 8
2.1.6. Personal Placement 9
2.1.7. Weitere (Music-, Idea-, Historische Placement) 9
2.2. Unterscheidung nach Intensität der Produktintegrität 9
2.2.1. On-Set- Placement 10
2.2.2. Creative Placement 10
2.2.3. Drama Placement völliger Einfluss auf das Drehbuch 10
2.3. Unterscheidung nach der Wirkungsform 11
2.3.1. Image Placement 11
2.3.2. Trend oder Innovation Placement 11
3. Durchführung und Finanzierung des Product Placement 11
4. Ziele, Vorteile und Nachteile des Product Placement 14
5. Wirkung von Product Placement auf Zielgruppen (Reaktanz) und optimale
Platzierung 15
6. Rechtliche Aspekte des Product Placement 17
7. Fazit 18
II. Abkürzungsverzeichnis 20
III. Abbildungsverzeichnis 21
IV. Quellenverzeichnis 22
IV A. Literaturverzeichnis 22
IV B. Internetverzeichnis 23
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Hausarbeit Product Placement
1. Einleitung
Im Radio, im Kino, auf der Strasse (Werbeplakate) im Fernsehen, überall wird man mit Werbung verschiedenartiger Hersteller konfrontiert. Kein Entkommen, bunte Bilder, fesselnde Texte, die Werbung beeinflusst die Menschheit wann und wo sie nur kann. Heutzutage sind Werbefilme kleine Kunstwerke bedingt durch die zunehmend schwierigere Ansprache der Zielgruppen.
Im Kino ist es nicht möglich der Werbung zu entkommen, aber im Medium Fernsehen hat das Zapping längst Einzug gehalten, geschicktes Umgehen durch wegschalten „nerviger“ Werbeblöcke.
Dieser großen Herausforderung mussten sich hauptsächlich die privaten Sender stellen und teilweise auch die öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten.
In Deutschland wurden neue Kommunikationskonzepte aufgegriffen, die zur Ergänzung der Wirkung der klassischen Kommunikationspolitik führen sollen.
Ein großer Teil der Unternehmen hat dieses Zeitproblem längst in Angriff genommen. Durch zusätzliches Investieren in indirekte Formen der Marketingkommunikation, wie Sponsoring, Sportwerbung oder Testimonial (Werbung mit berühmten Persönlichkeiten). Die im deutschen Medienmarkt neueste Form der Werbung ist das Product Placement. 1
„Mit Product Placement versucht die Wirtschaft, einen möglichen Werbeverdruss beim Zielpublikum zu umgehen.“ 2
1.1. Begriffsdefinition
Der Begriff Product Placement hat sich in Deutschland erst in den letzten Jahren etabliert, er wurde aus den USA übernommen und bedeutet übersetzt Produkt Platzierung.
„Product Placement kann als die bewusste Platzierung eines Produktes, einer Produktart oder eines Markennamens in einer Medienproduktion bezeichnet werden, die dazu geeignet ist, die Kommunikationsziele eines Markenartikelherstellers oder eines Produkteigentümers in positiver Weise zu unterstützen.“ 3
1 Vgl. Auer, M., et.al./1991/S.42f
2 Internet (Artikel aus Handelszeitung 6.1.1999)
www.wisoschoch.ch/fr_dt/WISO_Medien/handelszeitung/HZ.htm
3 Greiner(1999-2001), S.3
2
Hausarbeit Product Placement
„Product Placement versteht sich demnach als kreative Einbindung eines Markenartikels im Sinne einer notwendigen Requisite in eine Spielfilmhandlung. Das Produkt wird dabei im Gebrauchs- oder Verbrauchsumfeld von bekannten Schauspielern - in der Regel von den Hauptdarstellern - gezeigt, wobei die Marke für den Filmbetrachter deutlich erkennbar ist.“ 4
Anhand beider Definitionen ist zu erkennen, dass Product Placement eine gezielte Einbindung in Medienproduktionen ist.
1.2. Vorkommen und Kommunikationsform der Produktplatzierung
Produkte werden platziert vor allem in a) Kinofilmen und b) Fernsehfilmen aber auch in
c) TV-Serien, d) TV-Shows, e) Musikvideos, f) Radio (eher selten), g) CD-ROM-Produktionen, h) Büchern oder im i) Internet (als Werbebanner).
Quelle: www.pearsontv.de/seiten/shows/02.007_002.htm
Das Buch „The Bulgari Connection“, geschrieben von der englischen Autorin Fay Weldon, ist der erste Roman, in dem offen für eine Marke geworben wird. Bulgari ist ein italienischer Juwelier und sein Name wird mehrmals in Verbindung mit seinen Schmuckstücken genannt. 5
Nennen als direktes Aussprechen, ist eine Form, wie Produkte kommuniziert werden können, hierfür verwendet man den Begriff verbal, wobei dies auf fast alle Medienarten übertragbar ist (a-g). Außerdem können Produkte visuell (a-e, g,i) und visuell/verbal als Kombination (a- d,g) in Handlungen eingebunden werden. 6 Bücher kann man nicht eindeutig eingliedern, hier können Produktdarbietungen schriftlich genannt werden.
Ziel ist es, das Produkt so zu platzieren, dass es vom Betrachter wahrgenommen wird, aber nicht aufdringlich erscheint. Wird das Produkt zu lange oder zu oft eingeblendet, wirkt es auf den Betrachter penetrant und beim Markenartikelhersteller besteht die Gefahr der negativen Auswirkung auf das Image.
4 Auer, M., et.al.(1991), S.11
5 Vgl. Internet (September 2001) www.panorama/kultur/wissenschaft
6 Vgl. Greiner /1999-2001/ S.4
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Hausarbeit Product Placement
1.3. Kurzer Überblick über die historische Entwicklung
Im Punkt 1.1. bereits erwähnt, findet das Product Placement seinen Ursprung in den USA. Zunächst wurden die Produkte als Requisiten in Filmen eingesetzt, um die Darstellung von Orten, Personen und Handlungen besser zu charakterisieren, damit der Film glaubwürdiger erscheint. 7 Damit näher veranschaulicht werden kann, was Requisiten sind, soll dieser Begriff im Folgenden kurz erläutert werden.
Requisiten: „sind für die Aufführung von Bühnenstücken oder Filmen benötigtes Zubehör bzw. Geräte“ 8
Im Jahre 1950 startete der Hollywood-Promotion-Mann Walter E. Line eine bisher noch nicht existierende Geschäftsidee.
Seine Zielgruppe bildeten die Markenartikelhersteller, denen er anbot, ihre Produkte sichtbar in Filmen zu platzieren. Er gründete ein Warehouse, in dem sich jeder, der beim Film beschäftigt war, seine Requisiten dort aussuchen konnte, was immer er wollte. Als Gegenleistung zahlten die Markenartikelhersteller eine Grundgebühr für die Lagerhaltung der Produkte und hinterließen eine Beweisfotografie dafür, dass sie die Produkte ausgeliehen hatten. 9 Unternehmen wie Mobil Oil, American Express, Dad’s Root Beer und Remington Rand waren unter anderem Kunden von Walter E. Line. 10
Mitte der 50er Jahre wurden in den USA weitere Product Placement Agenturen gegründet, um in Hollywood-Produktionen gezielte Markenproduktplatzierung zu betreiben. 11 Der Auslöser für die professionelle Handhabung von Product Placement bildete für viele Personen der Filmbranche, 1967, der Film „Die Reifeprüfung“. Der Hauptdarsteller Dustin Hoffmann präsentierte darin einen roten Alfa-Romeo-Spider. Etwa im Jahre 1975 entwickelte sich erstmals in Hollywood ein bewußter Umgang mit Product Placement. In Deutschland dagegen wurde erst in den achtziger Jahren nach amerikanischem Vorbild bewußt mit Product Placement gearbeitet, mit Location Placement (z.B. „Schwarzwaldklinik“). 12 Das Location Placement ist eine Form Produkte in Filmen zu platzieren, auf die ich später noch näher eingehen werde.
7 Vgl. Greiner (1999-2001), S. 12
8 Orbis Verlag /Sonderausgabe/Band3/ S.747
9 Vgl. Greiner (1999-2001) S.12
10 Vgl. Auer, et.al. (1991) S.50
11 Vgl. Bente (1990) S. 46
12 Vgl. Greiner (1999-2001), S. 12
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Hausarbeit Product Placement
1.4. Eingliederung ins Marketing
Was Product Placement bedeutet und wann es entstand, ist in den vorigen Punkten erarbeitet worden. Doch bevor diverse Unterscheidungen der Produktplatzierungen und rechtliche Aspekte diskutiert werden, sollte vorerst die Frage geklärt werden, in welchem Zusammenhang es mit dem Marketing steht.
Marketing wird mit Hilfe von vier hauptsächlichen Instrumenten betrieben. Diese sind Produktpolitik, Preispolitik, Kommunikationspolitik und Distributionspolitik. Auf die Produkt-, Preis-, und die Distributionspolitik möchte ich nicht weiter eingehen. Entscheidend hierbei ist die Kommunikationspolitik.
„Kommunikationspolitik ist eine Entscheidung und Gestaltung von Informationen, die seitens eines Unternehmens auf den Absatzmarkt gerichtet sind.“ 13
Am Markt werden die unternehmensspezifischen Produkte und den sich daraus ergebenden Image kommuniziert und dabei werden Kommunikationsinstrumente als Werkzeuge eingesetzt. Das wohl bedeutendste Instrument ist die Werbung und ergänzend dazu stehen dem Wirtschaftsunternehmen im Rahmen des Marketing weitere kommunikationspolitische Instrumente zur Verfügung. 14 Diese sind Verkaufsförderung, Public Relation (PR), Sponsoring, persönlicher Verkauf und Direktmarketing.
Doch wie wird das Product Placement eingegliedert?
Die wissenschaftliche Einordnung des Product Placements in den Kommunikationsmix ist nicht eindeutig bestimmbar. Verschiedene Autoren sind sich nicht darüber einig, ob Product Placement als besondere Form der Werbung, des Sponsoring, der Public Relation oder als eigenständiges Instrument der Marketingkommunikation zu betrachten ist. In Fachzeitschriften (z.B. „Absatzwirtschaft“) wird es als eigenständiges Instrument aufgeführt, und dieser Ansicht möchte ich mich anschließen.
13 Auer; Diederichs (1993), S.217 Glossar
14 Vgl. Bente (1990), S.7
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Arbeit zitieren:
Yvonne Siebold, 2002, Product Placement, Möglichkeiten und Grenzen eines innovativen Kommunikationsinstrumentes, München, GRIN Verlag GmbH
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