Referat zum Thema: Bestimmungsgrößen der Beschäftigung
Studiengang: Diplom-Wirtschaftsinformatiker FH
Hochschule: Private Fachhochschule für Wirtschaft und Technik Vechta
Referent: Michael Ruf
November 2003
1. Einleitung 2
2. Beschäftigung 2
2.1 Arbeitsmarktmodell 2
2.3 Bestimmungsgrößen. 3
2.3.1 Wirkung der Löhne. 3
2.3.2 Wirkung von Produktionsfaktoren und Güternachfrage. 4
2.3.3 Wirkung des Außenhandels 6
2.3.4 Wirkung von In- und Deflation. 7
2.3.5 Folge staatlicher Eingriffe. 8
3. Arbeitslosigkeit 9
3.1 Arbeitslosenquote 9
3.2 Arten und Ursachen der Arbeitslosigkeit. 10
3.2.1 Friktionelle Arbeitslosigkeit. 11
3.2.2 Saisonale Arbeitslosigkeit 11
3.2.3 Konjunkturelle Arbeitslosigkeit 12
3.2.4 Lohnkosteninduzierte Arbeitslosigkeit 12
3.2.5 Strukturelle Arbeitslosigkeit. 13
3.3 Auswirkungen der Arbeitslosigkeit. 13
3.4 Bekämpfung der Arbeitslosigkeit durch
Beschäftigungspolitik. 14
4. Fazit 16
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1. Einleitung
In diesem Referat gebe ich einen Einblick über die Bestimmungsgrößen der Beschäftigung und deren Zusammenspiel innerhalb der Volkswirtschaft. Des Weiteren sollen die verschiedenen Arten und Ursachen der Arbeitslosigkeit, deren Auswirkungen, und die Möglichkeiten diese zu bekämpfen gezeigt werden.
2. Beschäftigung
2.1 Arbeitsmarktmodell
Der Arbeitsmarkt ist ein kleiner Ausschnitt aus dem gesamten Wirtschaftskreislauf. Er regelt die Bereitstellung von Arbeitskräften, die Nachfrage nach diesen und den dazu gehörigen Löhnen. Diese Arbeitskräfte werden von den Unternehmen für die Erstellung ihrer Güter bzw. Dienstleistungen benötigt. Der Arbeitsmarkt unterliegt dabei der Beeinflussung mehrerer Faktoren, die später noch erläutert werden. Prinzipiell lässt sich sagen, dass das Arbeitsmarktmodell den gleichen Grundlagen unterliegt, wie der Gütermarkt auch 1 . Während beim Gütermarkt die Unternehmen Waren und Dienstleistungen anbieten, die durch die Haushalte nachgefragt werden, gilt auch auf dem Arbeitsmarkt das Prinzip des Angebots und der Nachfrage. Hier wird der Produktionsfaktor Arbeitskraft angeboten bzw. nachgefragt. Aus diesem Grund ist der Arbeitsmarkt ein so genannter Faktormarkt. Beim Arbeitsmarkt aber geht die Nachfrage nach Arbeitskräften von den Unternehmen aus, denn diese suchen Arbeitnehmer. Im Umkehrschluss wird das Angebot von Arbeitskräften von den Arbeitnehmern bereitgestellt. Während bei einem Gütermarkt der Preis die Markträumung bestimmt, sind es beim Arbeitsmarkt die Löhne 2 . Es kommt also auch hier zu einem Kreislauf, in dem Produktionsfaktoren (Arbeitskräfte) und Kapital (Löhne) fließen.
1 Vgl. Peter Bofinger, „Grundzüge der Volkswirtschaftslehre“, Seite 152
2 Vgl. Peter Bofinger, „Grundzüge der Volkswirtschaftslehre“, Seite 165
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2.2 Voll-, Unter- und Überbeschäftigung
Bei einem vollkommenen Gütermarkt regelt der Preismechanismus die Markträumung, das heißt für jedes Angebot besteht exakt eine Nachfrage, so dass sich Angebot und Nachfrage in einem Gleichgewicht befinden. Geht man von einem vollkommenen Arbeitsmarkt aus, bei dem der Lohnmechanismus die komplette Markträumung verursacht, also ein Gleichgewicht zwischen Arbeitsangebot und Arbeitsnachfrage herrscht, ist
anzusehen 3 . als logische Konsequenz die Vollbeschäftigung
Vollbeschäftigung bedeutend also, dass jeder Arbeitnehmer, der zu dem am Markt herrschenden Lohnsatz bereit ist Arbeit anzubieten, tatsächlich auch Arbeit findet. Dieser Zustand der Vollbeschäftigung ist zwar erstrebenswert, aber in der Realität meist kaum zu verwirklichen. Stattdessen kommt es hier meist zur Unterbeschäftigung, das heißt Arbeitslosigkeit. Bei der Unterbeschäftigung ist über einen kurzen oder längeren Zeitraum das Angebot der Haushalte an Arbeitkräften größer als die Nachfrage der Unternehmen. Die genauen Ursachen und Auswirkungen der Arbeitslosigkeit werden im dritten Kapitel genauer analysiert.
Des Weiteren gibt es noch eine dritte Art der Beschäftigung: die Überbeschäftigung. Bei ihr ist die Nachfrage nach Arbeitskräften größer als das Angebot an diesen. Die Überbeschäftigung ist in der Realität ähnlich selten anzutreffen wie die Vollbeschäftigung, deswegen soll hier auch nicht weiter darauf eingegangen werden.
2.3 Bestimmungsgrößen
2.3.1 Wirkung der Löhne
Wie bereits geschildert, führt der Lohnmechanismus zur Räumung des Arbeitsmarktes und stellt somit das Verhältnis zwischen Arbeitsnachfrage und Arbeitsangebot. Hierdurch ist die Höhe des Lohnsatzes eine der größten Bestimmungsgrößen für die Beschäftigung. Auf den meisten Arbeitsmärkten wird die Höhe des Lohnsatzes durch Gewerkschaften
3 Vgl. Dieckheuer, „Makroökonomik“, Seite 165-166
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(Arbeitnehmerverbände) und den Unternehmensverbänden ausgehandelt und vertraglich fixiert 4 .
In einer freien Marktwirtschaft bestimmen die Löhne die Menge an Arbeitsnachfrage und -angebot. Steigt der durchschnittliche Reallohnsatz, steigen auch als Folge die Produktionskosten der Unternehmen, so dass die Nachfrage nach Arbeitskräften fällt. Hier gilt das Gesetz des abnehmenden Grenzertrags 5 : eine Arbeitskraft bringt eine starke Steigerung des Umsatzes, eine zweite eine weniger starke und bei jeder weiteren fällt der Nutzen gegen Null. Es liegt also an der Höhe der Löhne, wie viele Arbeitskräfte sich ein Unternehmen „leisten“ kann, um die Produktion trotzdem rentabel zu halten. Im Gegensatz zur fallenden Nachfragekurve steigt die Arbeitsangebotskurve bei steigendem Lohnsatz. Durch eine Steigerung der Löhne tritt eine Erhöhung des Grenznutzens der Arbeit ein. Dies hat zur Folge, dass Freizeit zugunsten zusätzlicher Arbeitszeit substituiert wird (Substitutionseffekt) 6 . Ferner kann eine Erhöhung der Löhne auch dazu führen, dass das Arbeitsangebot sinkt, da bei geringer Arbeitszeit das gleiche Realeinkommen erzielt werden kann (Einkommenseffekt). Dies ist solange der Fall wie die Arbeitszeit unterproportional zur Lohnsteigerung verringert wird. Es lässt sich also sagen, dass die Höhe der Löhne einer der wichtigsten Stellgrößen für die Beschäftigung darstellt.
2.3.2 Wirkung von Produktionsfaktoren und Güternachfrage
Neben den Löhnen beeinflussen weitere Produktionsfaktoren, wie etwa Produktionstechnologien, die Beschäftigung. Ebenso steuert die Nachfrage nach neuen oder besseren Gütern die Produktion und somit die Beschäftigung. Es ist also zu analysieren, wie sich die wirtschaftliche Entwicklung auf die Beschäftigung niederschlägt. Generell lässt sich sagen, dass der Beschäftigungsgrad mit der Höhe der Güternachfrage
4 Vgl. Dieckheuer, „Makroökonomik“, Seite 168
5 Vgl. Peter Bofinger, „Grundzüge der Volkswirtschaftslehre“, Seite 154
6 Vgl. Dieckheuer, „Makroökonomik“, Seite 167
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zusammenhängt. Steigt die Nachfrage an Gütern, steigt als direkte Folge der Preis für das Gut. Zeitlich versetzt werden die Unternehmen versuchen das Güterangebot zu erhöhen, um ihren Umsatz zu maximieren. Dies ist entweder durch die Entwicklung schnellerer und effizienterer Produktionsverfahren (Rationalisierungsinvestitionen) 7 oder eine Ausweitung der Produktion möglich. Bei der Rationalisierung werden Produktionsmethoden verbessert, so dass bei konstantem Arbeitseinsatz der Output erhöht wird. Dies hat drei Effekte: zum einem wird der volkswirtschaftliche Wohlstand verbessert, zum anderen wird das Güterangebot erhöht und somit wird auch die Beschäftigung beeinflusst. Diese Beeinflussung kann sowohl positiv als auch negativ erfolgen. Die positive Beeinflussung tritt nur dann ein, wenn bei dem Rationalisierungsprozess keine Arbeitsplätze abgebaut werden. Die Beschäftigung steigt also als eine Folge der in Kette ausgelösten Reaktionen durch die Erhöhung der Nachfrage.
Es können sich Rationalisierungen auch negativ auswirken, wenn dadurch Arbeitsplätze wegfallen, wie zum Beispiel durch vollautomatisierte Produktionsstraßen. Hier werden für die Produktion nach der Rationalisierung weniger Arbeitskräfte benötigt. Fällt bei gleich bleibendem Güterangebot die Nachfrage, dann fällt der Preis. Dies hat zur Folge, dass die Unternehmen die Produktion zurückschrauben müssen, um das Angebot der neuen Nachfrage anzupassen. Hierdurch kommt es zur Unterbeschäftigung. Eine weitere Möglichkeit der wirtschaftlichen Entwicklung und der Steigerung der Güternachfrage ist die Entwicklung neuer Produkte bzw. die Weiterentwicklung bereits bestehender Produkte (Innovationsinvestitionen) 8 . Jedes neue Konsumgut und jede neue Produktqualität schafft neue Bedürfnisse, damit neue Nachfrage. So entstand zum Beispiel das Bedürfnis nach Autos erst nach der Entwicklung dieser. Wenn neue Güter zusätzliche Bedürfnisse wecken und somit die Güternachfrage steigt, nimmt die volkswirtschaftliche Beschäftigung zu, da
7 Vgl. Helmut Arndt, „Vollbeschäftigung“, Seite 35 bis 37
8 Vgl. Helmut Arndt, „Vollbeschäftigung“, Seite 37 bis 39
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die Unternehmen ihre Produktion ausweiten werden um den Bedarf zu decken. Andersherum entsteht Unterbeschäftigung, wenn die wirtschaftliche Entwicklung verlangsamt wird.
2.3.3 Wirkung des Außenhandels
Neben den Löhnen und der Güternachfrage trägt auch der Außenhandel zu der Beschäftigungsquote bei. Sowohl Importe als auch Exporte können die Beschäftigung erhöhen 9 .
Importe erhöhen die Beschäftigung, wenn durch den Import von Rohstoffen und Halbzeugen erst eine einheimische Produktion ermöglicht wird, bzw. diese verbilligt und ausgeweitet wird. Ein gutes Beispiel ist hier die Autoindustrie in der BRD. Die Herstellung eines Kraftfahrzeugs aus ausschließlich einheimischen Rohstoffen wäre so kostenintensiv, dass es am Markt wahrscheinlich keinerlei Nachfrage finden würde. Aber auch Exporte erhöhen die Beschäftigung, weil durch die Produktion von Exportgütern einheimische Arbeitskräfte benötigt werden. So kann eine Volkswirtschaft durch den Außenhandel den Beschäftigungsgrad trotz sinkender Inlandsabsatzzahlen durch erhöhten Export beibehalten. Des Weiteren fördert der Außenhandel den Wohlstand in der Welt: Dadurch dass Industrien mit niedrigerer Produktivität in unterentwickelte Volkswirtschaften verlagert werden, wird die Importfähigkeit dieser gesteigert und somit die Absatzchancen der Industrieländer gesteigert. Es kommt zu einer Erhöhung der Weltbeschäftigung. Steigt also der Außenhandel, steigt auch die Beschäftigung. Im Umkehrschluss verursacht eine Schrumpfung des Außenhandels Arbeitslosigkeit. Aber aus dem Außenhandel gehen auch Gefahren hervor 10 . So wird der Außenhandel durch diverse Faktoren, wie etwa Zölle, internationale Preisabsprachen oder durch Wechselkurse beeinflusst. Dies kann dazu führen, dass es zu einer Umschichtung der Weltbeschäftigung kommt, so dass in starken Volkswirtschaften die Beschäftigung zunimmt, während sie in schwachen Volkswirtschaften abnimmt.
9 Vgl. Helmut Arndt, „Vollbeschäftigung“, Seite 45
10 Vgl. Helmut Arndt, „Vollbeschäftigung“, Seite 48
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2.3.4 Wirkung von In- und Deflation
Wie bereits erwähnt, hängt die Beschäftigungsquote über eine Kette von Reaktionen mit der Höhe der Güternachfrage in Zusammenhang. Diese Kette lässt sich noch durch die In- und Deflation erweitern. Die wechselseitige Beziehung zwischen Inflationsrate, dem Lohnsatz und somit der Beschäftigung wird durch die nach A.W. Phillips benannte Phillipskurve dargestellt 11 . Dabei wird eine feste Beziehung zwischen den Nominallöhnen mit dem Preisniveau, also der Inflation, und der Arbeitslosigkeit festgestellt.
Preisanstieg
Abb. 1: Phillipskurve
Da aber Preis-Lohn-Steigerungen nicht simultan ablaufen müssen, lassen sich drei Fälle unterscheiden 12 : 1. Preissteigerungen eilen den Lohnerhöhungen voraus 2. Preise und Löhne steigen gleich schnell 3. Löhne steigen schneller als die Preissteigerungen Bei dem Ersten Fall steigt das Preisniveau durch eine Inflation. Dies wirkt
sich positiv auf die Gewinne und dadurch die Investitionsneigungen der Unternehmen aus. Die Nachfrage nach Arbeitskräften erhöht sich. Zeitlich
11 Vgl. Artur Woll, „Allgemeine Volkswirtschaftslehre“, Seite 502
12 Helmut Arndt, „Vollbeschäftigung“, Seite 63
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versetzt werden die Löhne angehoben, wodurch das Angebot der Arbeitkräfte erhöht wird. Umgekehrt steigt bei der Deflation, also einer Preisniveausenkung, die Arbeitslosigkeit, da hier die Nominallöhne gesenkt werden müssen. Es lässt sich also ein direktes negatives Verhältnis zwischen der Inflationsrate und der Beschäftigung erkennen. Demnach kommt es zu einem „trade-off“ zwischen der Inflation und der Arbeitslosigkeit (siehe Abb.1), so dass eine Volkswirtschaft auf einen kurzen Zeitraum zwischen einer niedrigen Arbeitslosenquote aber hoher Inflationsrate oder einer hohen Arbeitslosenquote aber niedrigen Inflation zu wählen hat.
Im zweiten Fall, wo Inflation und Lohnsteigerung zeitgleich auftreten, ergibt sich keine Auswirkung auf die Beschäftigung, da sich die Vorteile der Inflation und die Nachteile der Lohnerhöhung für die Unternehmen zeitgleich aufheben. Die Phillipskurve wird zu einer senkrechten Geraden. Im dritten Fall, bei der erst die Löhne angehoben werden, zum Beispiel durch tarifliche Festlegungen, ergibt sich ein negativer Effekt auf die Beschäftigung. Da die Löhne erst steigen, erhöhen sich die Produktionskosten, so dass Gewinne ausbleiben und Investitionen zurückgefahren werden. Zeitlich versetzt werden dann die Preise für die Produkte angehoben, so dass zusammen mit der Unterbeschäftigung auch die Preise steigen. Die Phillipskurve ist dann invertiert.
2.3.5 Folge staatlicher Eingriffe
Der Staat hat eine große Macht um in das Geschehen der Wirtschaft und somit auch auf den Arbeitsmarkt einzugreifen. So gestaltet er durch Gesetze und Vorschriften die grundsätzlichen Rahmenbedingungen der Wirtschaft und kann diese noch nachhaltig verändern. Er bestimmt auch über die Beziehungen zu Außenhandelspartnern und zum Beispiel dem Wechselkurssystem. Da es eine Vielzahl an Eingriffsmöglichkeiten gibt, möchte ich hier nur wenige Beispiele anführen. So kann der Staat die Regeneration des Wettbewerbs hemmen 13 , die für die Funktionsfähigkeit einer Marktwirtschaft von Bedeutung ist. Dies erfolgt zum Beispiel über
13 Vgl. Helmut Arndt, „Vollbeschäftigung“, Seite 104
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Subventionen, so dass nicht mehr überlebensfähige Unternehmen oder gar ganze Industriezweige wie etwa der Kohleabbau erhalten bleiben. Dies führt zwar kurzfristig zu einer Verhinderung von Entlassungen, langfristig wird aber der Wettbewerb und somit auch die Beschäftigung belastet.
Weiter führen bürokratische Vorschriften und steuerrechtliche Maßnahmen dazu, dass Neugründungen von Unternehmen und damit die Bildung neuer Arbeitsplätze erschwert wird. Ebenso kann der Staat zum Beispiel durch Arbeitnehmerschutzgesetze oder Bevorzugung bestimmter Gruppen (Frauen, Jugendliche oder Behinderte) direkt in den Arbeitsmarkt eingreifen 14 . Diese Gesetze und Regeln sollen in erster Linie zur Verhinderung von Arbeitslosigkeit führen, können aber auch, wenn im Übermaße verwendet die Arbeitsmarktlage verschlechtern. Ein Unternehmen wird wahrscheinlich die Einstellung neuer Arbeitskräfte zurückfahren, wenn diese durch ein
Kündigungsschutzgesetz nicht einfach wieder abgestoßen werden können.
Weitere Eingriffsmöglichkeiten des Staates werden in Kapitel 3.4 „Bekämpfung der Arbeitslosigkeit durch Beschäftigungspolitik“ erläutert.
3. Arbeitslosigkeit
3.1 Arbeitslosenquote
Wie bereits geschildert entsteht die Arbeitslosigkeit in der Regel durch ein Ungleichgewicht zwischen der Arbeitskraftnachfrage und dem Arbeitskraftangebot. Um das Ausmaß der Arbeitslosigkeit zu erfassen und zu analysieren, bedarf es einer Messgröße. Dies ist die Arbeitslosenquote. Sie gibt die Anzahl der Arbeitslosen im Verhältnis zu der Anzahl der Erwerbspersonen an
15
:
en Arbeitslos der Anzahl
= equote Arbeitslos
14 Vgl. Helmut Arndt, „Vollbeschäftigung“, Seite 105
15 Vgl. Klaus Rittenbruch, „Makroökonomie“, Seite 102ff
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Michael Ruf, 2003, Bestimmungsgrößen der Beschäftigung, München, GRIN Verlag GmbH
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