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Tiergestützte Intervention

Zur Problematik der Übertragbarkeit pädagogischer Interventionen im Bereich tiergestützter sozialer und pädagogischer Arbeit - eine theoretische und empirische Analyse

Titel: Tiergestützte Intervention

Diplomarbeit , 2010 , 105 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Anja Kollmannsberger (Autor:in)

Pädagogik - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Wie lassen sich Tiere in der sozialen und pädagogischen Intervention sinnvoll einsetzen? Die Autorin untersucht die Wirksamkeit tiergestützter Therapie anhand von Praxisbeispielen.
„Heute komme ich mal mit meinem Tier“, diese einfache Besuchsabsicht, ist in vielen
Einrichtungen im sozialen und pädagogischen Arbeitsbereich Alltag.
In Zeiten zunehmender Technisierung unserer Umwelt, durch Computer, Fernsehen,
Maschinen, Autos und Industrie steigt das Bedürfnis des Menschen nach Natur.
Emotionale Kälte, Vereinsamung und innere Unzufriedenheit verlangen nach einem
seelischen Ausgleich.
Der Einsatz von Tieren als Unterstützungsmittel in der sozialen und pädagogischen
Intervention erfordert professionelles Wissen über Mensch und Tier. Begrifflichkeiten
werden anhand dieser Arbeit in Kapitel 2 erklärt und definiert.
Für viele Menschen erfüllen Tiere die Rolle des Partnerersatzes, Kinderersatzes,
Beziehungsersatzes oder Helfer im Alltag. Wer mag verdenken, dass gerade im
pädagogischen und sozialen Arbeitsfeld der Wunsch ein Tier therapeutisch
einzusetzen nahe liegt? Es existieren immer mehr Angebote für Weiterbildungsmaßnahmen
im Hinblick auf den Einsatz von Tieren in der tiergestützten
Intervention.
Die Entwicklung vom überwiegend als Nutztier gehaltenen Haustier zum Statussymbol,
Beziehungsersatz und Dienstleister, bis hin zum therapeutischen Helfer sind
weitreichend in Deutschland.
Viele Berichte aus der Praxis von Logopäden, Ergotherapeuten, Krankengymnasten,
Psychologen aber auch Pädagogen und Sozialarbeitern zeigen, was der gezielte
Einsatz eines Tieres in der Therapie bewirken kann. Hierbei soll jedoch auch die
Intention betrachtet werden, die den Therapeuten dazu veranlasst, eine Qualifikation
im tiergestützten Arbeitsfeld anzustreben. Dabei sollte die Wirkweise des Tieres im
Vordergrund stehen und nicht die Möglichkeit im Markt besser platziert zu sein
Für welchen Klienten ist der Einsatz des Tieres sinnvoll? Welche Voraussetzungen
Mensch und Tier brauchen, um miteinander arbeiten zu können wird im Kapitel 3
herausgestellt.
Die umfangreiche Möglichkeit Tiere als Helfer im Alltag einsetzen zu können wird in
Kapitel 4 dargestellt.
Wunder-, Heil-,oder Hilfsmittel Tier in der sozialen und pädagogischen Intervention ist das ein probates „Arbeitswerkzeug“? In Kapitel 5 dieser Arbeit werden Aspekte der
tiergestützten Intervention an unterschiedlichen Einsatzbereichen beschrieben und
anhand von Beispielen aus der Praxis näher erläutert.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Definition: Klärung und Abgrenzung

3 Voraussetzungen für den Einsatz von Tieren in der tiergestützten Arbeit

3.1 Der Hund in der tiergestützten Intervention

3.2 Anforderungs- und Leistungsprofil des Beraters/Therapeuten

3.3 Welches Tier passt zu welchem Klienten

3.4 Qualifizierung der Hundetrainer

3.5 Welche Umgebung passt zu welcher Intervention

4 Tiere als Helfer im Alltag

4.1 Tiere als Unterstützungsmittel

4.2 Tiere zur unterstützenden Mobilisierung von Ressourcen

5 Einsatzbereiche von Tieren in der sozialen und pädagogischen Arbeit

5.1 Tiere im Einsatz - Praxisbeispiel Kindergarten

5.2 Tiere im Einsatz - Praxisbeispiel Schule

5.3 Tiere im Einsatz - Praxisbeispiel Seniorenheim

6 Anthropomorphisierung und Resilienz im Spannungsfeld einer neuen Sachlichkeit

7 Empirische Analyse - Befragung im Praxisfeld Hundeschulwerkstatt

7.1 Vorstellung des Fragebogens

7.2 Auswertung der Befragung

7.3 Zusammenfassung der Ergebnisse

8 Schlussbetrachtung und Ausblick

9 Anhang

9.1 Quellenverzeichnis

9.1.1 Literatur

9.1.2 Gesetze, Verordnungen

9.1.3 Internet

9.1.4 Nicht publizierte Datenquellen

9.2 Übrige Verzeichnisse

9.2.1 Abbildungsverzeichnis

9.3 Diverse Unterlagen

9.3.1 Fragebogen

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit analysiert die Problematik der Übertragbarkeit pädagogischer Interventionen im Bereich der tiergestützten Arbeit. Das primäre Ziel ist es, die Wirksamkeit und Voraussetzungen tiergestützter Einsätze sowohl theoretisch zu fundieren als auch durch eine empirische Untersuchung im schulischen Praxisfeld zu evaluieren, wobei insbesondere die Qualität der Ausbildung und der Einsatz von Tieren als Unterstützungsmittel im Vordergrund stehen.

  • Qualitätsanforderungen an Tier-Mensch-Teams in pädagogischen Settings
  • Abgrenzung zwischen Therapie, Förderung und tiergestützter Aktivität
  • Mobilisierung von personellen Ressourcen durch den Einsatz von Tieren
  • Empirische Untersuchung der Auswirkungen auf soziales Kompetenztraining und Klassenklima
  • Kritische Analyse von Anthropomorphisierung und deren Auswirkungen auf die Mensch-Tier-Beziehung

Auszug aus dem Buch

3.1 Der Hund in der tiergestützten Intervention

Für verantwortungsvolle Berater-Hunde-Teams sollten nachfolgende Punkte die Grundvoraussetzung für einen Einsatz sein:

• Grundkommandos müssen verlässlich abrufbar sein (Sitz, Platz, Bleib, Fuss, Hier)

• Der Hund muss gesund und gepflegt sein

• Kurze Stresssituationen müssen vom Hund ausgehalten und schnell verarbeitet werden können

• Der Hund sollte gerne gestreichelt werden wollen, reines Dulden von Streicheleinheiten ist sehr stressig für den Hund und kann zu Abwehrreaktionen führen; der Hund darf dem Stress ausweichen, aber nicht panisch reagieren

• Das Wesen des Hundes muss Menschen gegenüber aufgeschlossen sein, darf je nach Rasse, den typischen Eigenschaften entsprechen, kann aber auch zurückhaltend sein, wenn dies nicht mit Ängsten verbunden ist

• Der Hund sollte ein Abbruchsignal kennen und befolgen

Neben diesen Grundvoraussetzungen gibt es noch wünschenswerte Eigenschaften, die aber nicht für einen Einsatz notwendig sind:

• Der Jagdtrieb sollte kontrollierbar sein

• Die soziale Verträglichkeit mit anderen Hunden/Tieren sollte kontrollierbar sein

• Apportierfreudigkeit wäre von Vorteil

• Die Rasse ist frei wählbar, aber der Hund sollte möglichst aggressionsarm sein

• Leckerchen sollten vorsichtig aus der Hand genommen werden

• Der Hund sollte gut motivierbar sein (Spielzeug, Leckerchen, Stimme)

• Impulskontrollübungen wären ein zusätzlicher Anreiz

• Leinenführigkeit sollte vorhanden sein.

• Mindestens drei Kunststücke sollte der Hund zeigen können

• Der Hund sollte möglichst viele verschiedene Untergründe kennen.

Die wünschenswerten Eigenschaften können je nach Einsatz auch situativ eingeschränkt werden. Wenn der Hund sich als guter interventionsbegleitender Hund zeigt, aber Angst vor Pferden hat, könnte dies seinen Einsatz auf Innenräume beschränken, bis dieses Problem z.B. durch Training gelöst wird. Neben den Sachen, die der Hund können sollte, darf grundsätzlich nicht vergessen werden, dass der Hundehalter in der Lage sein muss, das Verhalten seines Hundes vorauszusehen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Arbeit beleuchtet das wachsende Interesse am Einsatz von Tieren in sozialen und pädagogischen Arbeitsfeldern und unterstreicht die Notwendigkeit einer professionellen Qualifizierung.

2 Definition: Klärung und Abgrenzung: Es wird eine präzise Definition von tiergestützter Intervention erarbeitet, die den Menschen in den Mittelpunkt stellt und eine klare Rollenverteilung zwischen Mensch und Tier definiert.

3 Voraussetzungen für den Einsatz von Tieren in der tiergestützten Arbeit: Dieses Kapitel erläutert die Anforderungen an das Tier (Beispiel Hund) sowie das notwendige Profil für Berater und Therapeuten.

4 Tiere als Helfer im Alltag: Es werden verschiedene Tierarten und deren Einsatzmöglichkeiten als Unterstützungsmittel sowie zur Mobilisierung von Ressourcen detailliert beschrieben.

5 Einsatzbereiche von Tieren in der sozialen und pädagogischen Arbeit: Anhand von Praxisbeispielen in Kindergarten, Schule und Seniorenheim wird der Einsatz von Tieren in konkreten Interventionsformen veranschaulicht.

6 Anthropomorphisierung und Resilienz im Spannungsfeld einer neuen Sachlichkeit: Die kritische Auseinandersetzung mit Vermenschlichung und die Bedeutung von Resilienz für die gesunde Mensch-Tier-Bindung stehen hier im Fokus.

7 Empirische Analyse - Befragung im Praxisfeld Hundeschulwerkstatt: Dieser Teil präsentiert die Ergebnisse einer schriftlichen Befragung zur Wirksamkeit der Hundeschulwerkstatt hinsichtlich sozialer Kompetenzen und Klassenklima.

8 Schlussbetrachtung und Ausblick: Die Autorin fasst die Ergebnisse zusammen und fordert eine Professionalisierung durch einheitliche Standards und eine fundierte Ausbildung für Mensch und Tier.

9 Anhang: Enthält das Quellenverzeichnis, die Abbildungsverzeichnisse sowie die verwendeten Fragebögen.

Schlüsselwörter

Tiergestützte Intervention, Pädagogik, Sozialtraining, Mensch-Tier-Beziehung, Hundeschulwerkstatt, Ressourcenmobilisierung, Resilienz, Anthropomorphismus, Professionalisierung, Qualitätsstandards, Soziale Kompetenz, Therapiebegleithund, Förderung, Lernprozesse, Bildungswissenschaften.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den theoretischen Grundlagen und der praktischen Anwendung tiergestützter pädagogischer und sozialer Interventionen unter besonderer Berücksichtigung der Qualitätsanforderungen.

Welche zentralen Themenfelder behandelt das Dokument?

Zu den Kernbereichen gehören die Definition tiergestützter Arbeit, die Voraussetzungen für den professionellen Einsatz von Tieren, die Mobilisierung von Ressourcen sowie die empirische Analyse von Sozialkompetenztraining.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Wirksamkeit tiergestützter Interventionen zu prüfen und aufzuzeigen, dass eine professionelle Ausbildung der beteiligten Menschen und Tiere für eine qualitative Arbeit zwingend erforderlich ist.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit kombiniert eine theoretische Fundierung durch Literaturanalyse mit einer empirischen Befragung (Fragebögen) von Schülern und Lehrern in einer konkreten "Hundeschulwerkstatt".

Was steht im Hauptteil der Arbeit im Vordergrund?

Der Hauptteil gliedert sich in die Definition von Begrifflichkeiten, die Darstellung von Anforderungsprofilen für Akteure, die Beschreibung verschiedener Einsatzbereiche sowie die Analyse von Mensch-Tier-Beziehungen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Tiergestützte Intervention, soziale Kompetenz, Resilienz, Anthropomorphisierung, Qualitätsstandards und die Hundeschulwerkstatt als praktisches Forschungsfeld.

Warum wird das Konzept der "Anthropomorphisierung" so kritisch hinterfragt?

Die Arbeit warnt davor, dass die Vermenschlichung von Tieren (Anthropomorphismus) zu falschen Erwartungshaltungen führen kann, die das Tier überfordern und den professionellen therapeutischen Nutzen mindern.

Welche Rolle spielt die Ausbildung der Hundetrainer für die Autorin?

Die Autorin betont, dass aufgrund fehlender staatlicher Standards eine qualifizierte und anerkannte Ausbildung notwendig ist, um die Sicherheit und Qualität der tiergestützten Arbeit für Klienten zu gewährleisten.

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Details

Titel
Tiergestützte Intervention
Untertitel
Zur Problematik der Übertragbarkeit pädagogischer Interventionen im Bereich tiergestützter sozialer und pädagogischer Arbeit - eine theoretische und empirische Analyse
Hochschule
Universität Duisburg-Essen
Note
1,3
Autor
Anja Kollmannsberger (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
105
Katalognummer
V205421
ISBN (eBook)
9783656344513
ISBN (Buch)
9783656344926
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Therapiebegleithunde tiergestütze Intervention Erziehungswissenschaft soziale Arbeit Pädagogik Behindertenbegleithunde Servicehunde Blindenführhunde Schulhunde Kinder Tiere Hunde Demenz Empathie Schule Kindergarten Altenheim Altenarbeit Psychologie Erziehung Therapiehunde Empirie Evaluation Beratung warum tiergestützte therapie tiergestützte pädagogik therapiehund ausbildung therapiehund psychotherapie therapiehund depression therapiehund angststörung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anja Kollmannsberger (Autor:in), 2010, Tiergestützte Intervention, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/205421
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  105  Seiten
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