Öffnungsmechanismus und konnten an das Futter gelangen. Bei Wiederholungsdurchgängen gelang es diesen Ratten dann immer schneller, den Öffnungsmechanismus zu betätigen. Skinner sprach in diesem Zusammenhang von operantem Verhalten. Operantes Verhalten (hier das Öffnen des Käfigs) steht unter der Kontrolle von Verstärkern (in diesem Falle das Futter), während respondentes Verhalten der Kontrolle der Stimuli unterliegt. Skinners Tiere lernten also am Erfolg der vorausgegangenen Situatione n. Operantes Konditionieren beschreibt also einen Lernprozess, bei dem die Auftretenswahrscheinlichkeit von bestimmtem Verhalten durch positive Konsequenzen (Verstärker) erhöht wird (Domjan, 1998). 2.2 Verstärker
Unter dem Begriff „Verstärker“ versteht man alle Reize, die die Wahrscheinlichkeit einer Reaktion erhöhen.
Positive Verstärker sind Reize, die durch ihr Auftreten die Verhaltenshäufigkeit erhöhen, und negative Verstärkung ist die Erhöhung von Verhaltenshäufigkeit durch Wegfall eines unangenehmen Reizes.
Primär sind Verstärker, wenn sie physiologische Bedürfnisse befriedigen (z.B. Hunger, Durst). Sie wirken auch ohne vorherigen Lernprozess. Von einem sekundären Verstärker ist die Rede, wenn ein neutraler Reiz mit einem primären Verstärker assoziiert wird und somit die Verhaltenswahrscheinlichkeit eines Lebewesens beeinflusst (z.B. Geld).
Die Art und Weise, wie Verstärkung systematisch i n einem Experiment eingesetzt wird, nennt man Verstärkungsplan. Man unterscheidet kontinuierliche Verstärkungspläne, in denen jedes einzelne Zielverhalten verstärkt wird von Intervallplänen, bei denen die Verstärker nach gleichmäßigen (fixed interval) oder ungleichmäßigen (variable interval) Zeitintervallen erfolgen, und zuletzt Quotenpläne, bei denen die Verstärkung nach einer bestimmten oder nach einer variierenden Verhaltenshäufigkeit geschieht ( fixed ratio / variable ratio) (Domjan, 1998). 2.3 Motivation
Motivation wird von der Psychologie generell als eine Art Prozess oder eine Serie von Prozessen gekennzeichnet, die eine zielgerichtete Abfolge von Verhaltensweisen starten, steuern, unterhalten und schließlich auch stoppen
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(Eysenck, 2000).
Man unterscheidet intrinsische und extrinsische Motivation (auch primär und sekundär bezeichnet). Intrinsisch motivierte Personen tun etwas, weil ihnen die Aktivität selbst Spaß macht, quasi aus innerem Antrieb, und nur der Tätigkeit wegen. Bei der extrinsischen Motivation stellt die Handlung ein Mittel zum Zweck dar und dient einem übergeordneten Ziel (Bezahlung, Anerkennung, etc.). (Correll, 1976).
Als die beiden Triebfedern der Motivation sind Freude (die man empfindet, wenn man z.B. Erfolg in einem neuartigen Lernprogramm hat; siehe 2.1, positive Verstärker) und Schmerz (den es zu vermeiden gilt; siehe 2.2, negative Verstärker) definiert (Correll, 1976).
Die 5 Grundmotivationen zu lernen sind nach W. Correll: soziale Anerkennung, Sicherheit, Vertrauen und Anerkennung eines einzelnen Menschen, Streben nach Identität, Unabhängigkeit und Eigenverantwortung (Correll, 1976). 2.4 Entstehung der Lernprogramme
Aufgrund seiner Ausführungen über das Operante Verhalten entwickelte Skinner das »Programmierte Lernen« und formulierte dazu 1958 sieben wichtige pädagogische Schritte:
1. Die Lernziele müssen klar und objektiv formuliert werden, damit gezielte Rückmeldungen und Belohnungen gegeben werden können. 2. Der Unterrichtsstoff muss in eine Abfolge von Frage- und Antwort-Kombinationen gebracht werden. Diese »Rahmen« sollten von leichten zu schwierigen Inhalten fortschreiten und den Stoff aus möglichst unterschiedlichen Blickwinkeln angeben.
3. Die Lernenden sollen möglichst aktiv sein und Fragen und Aufgaben auch wirklich bearbeiten.
4. Auf jede Antwort muss unmittelbar eine Rückmeldung erfolgen. 5. Aufgaben sollten so gestellt werden, dass sie mit hoher Wahrscheinlichkeit gelöst werden können. Dadurch werden Frustrationen vermieden und die Anzahl derjenigen Antworten erhöht, die verstärkt werden können. 6. Alle Schüler sollten eine Unterrichtseinheit jeweils in ihrem persönlichen Lerntempo bewältigen.
7. Besonders ausdauerndes und gutes Arbeiten sollte durch eine Reihe von
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Zusatzbelohnungen bekräftigt werden. (Hilgard & Bower, 1975)
Im Anschließenden Teil des Exposees wird Skinner als dem Erfinder des programmierten Unterrichts der zustehende Respekt gezollt, indem auf die jeweils zugrunde liegende dieser sieben Regeln für die jeweils entwickelte Umsetzungsidee verwiesen wird.
3. Eine allgemeine Architektur für eine Lernprogramm - CD Das Lernprogramm wird in den folgenden Dimensionen dargestellt, die sich in besonderer Weise für Synergieeffekte zwischen einer hypermedialen* Lernsotfware und dem Lernprozess eignen: Personalisierung, Erstellen einer Zieldefinition mit Zeitrahmen, Individualisierung in Bezug auf den Lernstil, damit verbundene multisensorische Darstellung des Lernmaterials, Aufbau und Aufrechterhalten der Lernmotivation durch positive Verstärker, Festigen des Wissens und möglichst permanentes Feedback. *„Werden (…) textliche, statische Momente mit dynamischen Medien kombiniert, spricht man gewöhnlich von „Hypermedia“, einer Zusammenziehung aus HYPERtext und MulitMEDIA.“ (Riehm und Wingert 1995)
Die CD öffnet bei der ersten Benutzung automatisch einen Trailer, in dem der Student einen Überblick über die verschiedenen Funktionen des Programms und seine Möglichkeiten bekommt. Hier wird parallel zu der Benutzung der CD die Emotion „Spaß“ vermittelt, was z.B. durch Modellpersonen passieren kann, wie aus der Werbung bekannt. Es soll dem User hier eine Vision davon angeboten werden, wie er den Umgang mit der Lernsoftware einordnen und was er später durch das erlangte Wissen für Vorteile erlangen kann (z.B. eine kurze Filmsequenz, indem die Modellperson im Trailer das Prüfungsergebnis „exzellent“ erhält).
Neben dem Aufbau eines positiven Modells soll im Informationsgehalt bezüglich der Oberflächenbenutzung der Software gewährleistet werden, dass der Student sich während des Lernprozesses von den Möglichkeiten, die ihm die verschiedenen Facetten der Hypermedialität bieten, unterstützt fühlt und sie sinnvoll anwenden kann.
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Arbeit zitieren:
Ulrich Stephany, 2003, Entwicklung eines Lernprogrammes, München, GRIN Verlag GmbH
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DOI
Unterrichtseinheit: Steckbriefe zu verschiedenen Zootieren (2. Klasse)
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