Kultursponsoring
Hiermit versichere ich an Eides Statt, dass ich die vorliegende Arbeit selbständig und ohne Benutzung anderer als in den Fußnoten und im Literaturverzeic hnis angegebenen Quellen angefertigt habe.
Kiel, 11.04.2003
III
Kultursponsoring
Inhaltsverzeichnis
EIDESSTATTLICHE VERSICHERUNG III
INHALTSVERZEICHNIS IV
ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS V
TABELLENVERZEICHNIS VI
ABBILDUNGSVERZEICHNIS VI
1. EINLEITUNG 7
2. BEGRIFF DES SPONSORING UND ABGRENZUNG 7
3. BESONDERHEITEN DES KULTURSPONSORING 8
4. UNTERNEHMENSPOLITISCHE ZIELE 9
4.1. MOTIVE FÜR DAS KULTURSPONSORING 9
4.2. ZIELGRUPPEN 11
5. KULTURFÖRDERUNG IN DER DEUTSCHEN WIRTSCHAFT 12
5.1. ENTWICKLUNG 12
5.2. STEUERLICHE RAHMENBEDINGUNGEN 14
5.3. BEISPIELE 15
6. PLANUNG UND DURCHFÜHRUNG DES SPONSORING 16
6.1. PARTNERWAHL 16
6.2. GESTALTUNG 17
6.3. DARSTELLUNGSMÖGLICHKEITEN 18
7. WIRKUNGSKONTROLLE 19
8. INTERNATIONALES KULTURSPONSORING 19
9. FAZIT 20
LITERATURVERZEICHNIS 22
ANHANG I 24
ANHANG II 25
ANHANG III 26
IV
Kultursponsoring
Abkürzungsverzeichnis
Abb. Abbildung
AG Aktiengesellschaft
AKS Arbeitskreis Kultursponsoring
BDI Bundesverband der Deutschen Industrie
bzw. beziehungsweise
etc. et cetera
FASPO Fachverband für Sponsoring und Sonderwerbe-
formen, Hamburg
GfK Gesellschaft für Konsumforschung
i.d.R. in der Regel
Mio. Millionen
Mrd. Milliarden
PR Public Relations
% Prozent
TV Television
u.a. unter anderem
USA United States of America
usw. und so weiter
v.a. vor allem
vgl. vergleiche
VIP Very Important Person
z.B. zum Beispiel
V
Kultursponsoring
Tabellenverzeichnis
Tabelle 1: Übersicht über die Ziele des Kultursponsoring 10
Tabelle 2: Kontrollverfahren 24
Tabelle 3: Möglichkeiten im Kultursponsoring (Beispiele) 25
Abbildungsverzeichnis
Abb 1: Eingesetzte Sponsoringarten umsatzstarker Unternehmen 12
Abb 2: Zukunft des Sponsoring nach Sponsoringarten 13
Abb 3: Abstimmung mit anderen Kommunikationsinstrumenten 23
VI
Kultursponsoring
1. Einleitung
„Kultur braucht Geld und Geld braucht Kultur“ 1 – oder mit Kulturstaatsminister Nida-Rümelin gesprochen: „Unternehmen leisten als Kultursponsoren einen wichtigen und nicht w egzudenkenden Beitrag zur kulturellen Vielfalt in Deutschland.“ 2 Das Kultursponsoring hat sich nach längerem erfolgreichen Einsatz in den ange lsächsischen Staaten in den letzten Jahren auch im Land der „Dichter und Denker“ etabliert. Die Aufwendungen werden für 2002 mit 300 bis 350 Millionen Euro beziffert. 3 Diese Hausarbeit soll das immer wichtiger werdende Instrument des Kultursponsoring, seine Entwicklung und Besonderheiten sowie seinen Einsatz im Marketing-Mix aus Sicht der Unternehmen darstellen. Es wird – auch anhand von Beispielen – geklärt, welche Motive Unternehmen für ein kulturelles Engagement haben und festgestellt, weshalb gerade das Kultursponsoring einen wichtigen Beitrag zur Unternehmenskommunikation leisten kann.
2. Begriff des Sponsoring und Abgrenzung
Für den Begriff „Sponsoring“ existieren verschiedene, sich ähnelnde Definitionen. Allgemein anerkannt ist die Auffassung Manfred Bruhns: „Sponsoring bedeutet die Planung, Organisation, Durchführung und Kontrolle sämtlicher Aktivitäten, die mit der Bereitstellung von Geld, Sachmitteln oder Dienstleistungen durch Unternehmen zur Förderung von Personen und/oder Organisationen im sportlichen, kulturellen und/oder sozialen Bereich verbunden sind, um damit gleichzeitig Ziele der Unternehmenskommunikation zu erreichen.“ 4 Eine konkrete Übereinkunft durch vertragliche Vereinbarung wird aus Sicht des Sponsors als Sponsorship bezeichnet. Der Sponsor hat das Recht, sein Enga-
4 Bruhn,zitiert nach Hermanns (1997: 36)
7
Kultursponsoring
gement gezielt im Rahmen seiner Marketing- und Kommunikationspolitik einzusetzen.
Abzugrenzen ist das Sponsoring gegen das Mäzenatentum und die Förderung durch Spenden oder Stiftungen. Der Begriff des Mäzenatentums wurde durch Maecenas, einen Vertrauten von Kaiser Augustus und Gönner der Dichter Vergil und Horaz, geprägt. Er wird in der Literatur häufig als Urvater des Sponsoring angesehen. Das Mäzenatentum ist jedoch rein altruistisch, ihm liegen also keine geschäftlichen Nutzenerwägungen des Mäzens zugrunde. Auch den Spenden bzw. Stiftungen stehen keine Gegenleistungen des Geförderten g egenüber. Sie erfolgen meist im Bewusstsein einer gesellschaftlichen Verant-wortung und werden häufig aus steuerlichen Erwägungen getätigt. 5
3. Besonderheiten des Kultursponsoring
Die Terminologie „Kultursponsoring“ wird von Wissenschaftlern wie Look, Hermanns und Grupe abgelehnt, da von ihnen auch der Sport als kulturelles Ereignis empfunden wird; sie verwenden den Begriff „Kunstsponsoring“. 6 Andere wie Perrin führen an, dass Kunst nur ein kleiner Teil der Kultur sei. In dieser Arbeit wird der Begriff Kultursponsoring verwendet, dieser hat sich umgangssprachlich durchgesetzt und wird heute in den meisten Fällen angewandt. Unter Kultursponsoring wird „die Bereitstellung von Geld, Sachmitteln, Knowhow und organisatorischen Leistungen für Künstler und Kultur-Institute mit dem Ziel, eine wirtschaftlich relevante oder auch ideelle Gegenleistung zu erhalten“ 7 verstanden. Es bezieht sich hauptsächlich auf die Bereiche der Museen, der Musik, des Theaters, der bildenden Kunst und der Literatur. 8 Hinzu kommen TV und Film, Heimat bzw. Brauchtum und Denkmalpflege als potenziell zu sponsernde kulturelle Veranstaltungsbereiche. Strittig ist die Ansicht,
5 vgl. Schneider (1997: 360)
6 vgl. Hermanns (1997: 71 – 72)
7 Roth (1989: 28)
8
Arbeit zitieren:
Birgit Boldt, 2003, Kultursponsoring, München, GRIN Verlag GmbH
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