INHALT
0. Einleitung. 2
1. Der Hintergrund von Ottos Denken. 2
1.1 Der Zeitgeist. 2
1.2 Ottos Ziel. 4
1.3 Die Wende zum Neokantianismus. 5
1.4 Die Fries´sche Philosophie. 6
2. Die Spiegelung der Kantischen Philosophie in „Das Heilige“ 9
2.1 Das Rationale und das Irrationale. 10
2.2 Die Kategorie des Heiligen. 11
2.3 Schematisierung. 12
3. Fazit. 13
4. Literaturverzeichnis. 15
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0. Einleitung
In dem folgendem Text soll der Einfluss des Kantianismus auf Rudolf Ottos 1917 zum ersten Mal erschienenem Buch „Das Heilige“ dargestellt werden. Um diese Aufgabe zu bewältigen, wird im ersten Teil der Arbeit der Hintergrund, der Ottos Denken geprägt hat skizziert. Um das Verständnis von Ottos Argumentation herzustellen, ist es hilfreich den Zeitgeist zu betrachten, in dessen Kontext das Werk entstanden ist, da dieser deutlich dazu beigetragen hat, dass Ottos sich des Kantischen Idealismus bediente um seine Religionsphilosophie zu begründen. Zu schildern ist auch wie es dazu kam, dass Otto sich der Fries´schen Version des Kantianismus zuwandte.
Im zweitem Teil der Arbeit werden ein paar Beispiele vorgestellt, an denen dieser Einfluss deutlich zu erkennen ist. Da der Rahmen dieser Arbeit und meine eigene Kompetenzen es nicht möglich machen eine tiefere Analyse durchzuführen, muss auf viel zur verfügungsstehendes Material verzichtet werden.
1. Erster Hauptteil: Der Hintergrund von Ottos Denken
1.1 Der Zeitgeist
„Wir glauben nicht mehr an die Macht der Vernunft über das Leben. Wir fühlen, daß das Leben die Vernunft beherrscht. Menschenkenntnis ist uns wichtiger als abstrakte und allgemeine Ideale“ (PuS 82) 1 . Dieser Aufruf von Spengler charakterisiert den von der Lebensphilosophie geprägtem Zeitgeist. Es herrschte ein Kampf des Irrationalismus gegen den Rationalismus, der erste Weltkrieg hatte die geistige Landschaft auf den Kopf gestellt. „Die Polarität von Wissen und Glauben ist denn auch jene Metapher gewesen, in der sich der Kampf zwischen Aufklärung und Gegenaufklärung, zwischen Moderne und
1 Zittiert aus: Fahrenbach, Helmut „ Die Weimarer Zeit im Spiegel Ihrer Philosophie“ in: „ Religions-
und Geistesgeschichte der Weimarer Republik“ Hrsg. Cancik, Hubert , Patmos, Düsseldorf 1982, S. 234.
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Antimoderne in den letzten Jahrhunderten artikulierte.“ 2 Die „historische Skepsis“ 3 machte sich breit. „Die Krisis der Kultur war im Besonderen eine Krisis der Geschichte im Sinne einer Verzweiflung an der Geschichte.“ 4 Die Theologie der Ritschlschen Schule war geteilt in Linke und Rechte und wegen der „Lücke in der Geschlechterfolge (...), die sich wie auf allen Lebensgebieten so auch in der Theologie der Nachkriegszeit charakteristisch äußerte“ 5 , redeten alle aneinander vorbei. Die entstehende dialektische Theologie polemisierte gegen Links und Rechts, „gegen alles was tatsächlich oder angeblich nach „Pietismus“ schmeckte“ 6 . Von der Mitte heraus, mit einem eigenen Standpunkt der weder Links noch Rechts war und von der dialektischen T heologie verschont blieb, wandte sich Rudolf Otto gegen die rationalistischen Religions-und Gottesanschauungen. 7 Der Trend der Zeit, sich gegen den Rationalismus zu wenden, sich eher dem Leben und dem Gefühl zu ergeben, machte sich vor allem in der Religionswissenschaft bemerkbar, die sich selber als „Verstehende Religionswissenschaft bezeichnete. Der Irrationalismus, geprägt vom deutschen Idealismus und der Romantik 8 , machten „ das religiöse Erlebnis, die religiöse Erfahrung, das religiöse Gefühl sowohl z um Gegenstand ihrer Forschung als auch zum Erkenntnisprinzip ihres forschenden Vorgehens und damit des wissenschaftlichen Verstehens überhaupt“ 9 . Hier werden Lebensphilosophie und Neokantianismus „im Bereich des Psychologischen“ 10 vereinigt, mit dem Ergebnis, „ daß sich grundsätzlich persönliche Ideologie und Wissenschaft bzw. Wissenschaftlichkeit vermischen“ 11 , was man wohl sehr deutlich bei Otto feststellen kann.
2 Allesch, Christian, „Wissen, Glaube und Ahndung. Zur ästhetischen und psychologischen Konstitution
wissenschaftlicher Erkenntnis bei Jakob Friedrich Fries.“, www.sbg.ac.at/people/allesch/eckardt1
3 Ebda. S.235.
4 Feigel, Friedrich K. „Das Heilige: Kritische Abhandlung über Rudolf Otto’s gleichnamiges Buch“,
Haarlem 1929, S.4.
5 Frick, Heinrich. „Rudolf Otto innerhalb der theologischen Situation“ in: Zeitschrift für Theologie und
Kirche N.F. 19, Hrg. Stephan, Horst, Mohr, Tübingen 1938, S.7.
6 ebda.
7 Vgl. ebda. S. 10, 11.
8 Vgl. Flasche, Rainer „Religionsmodelle und Erkenntnisprinzip ien der Religionswissenschaft der
Weimarer Zeit“ in: „ Religions und Geistesgeschichte der Weimarer Republik“ S. 261.
9 ebda. S.262.
10 ebda.
11 Ebda. S.261.
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1.2 Rudolf Ottos Ziel
Ganz im Einfluss dieser geistigen Strömungen, der Verwirrung durch den Krieg, der Verwüstung des religiösen Lebens durch die „gutgemeinte erbauliche Rationalisierung des Kriegleids durch die Kriegstheologie“ 12 , engagierte sich Otto „ to establish the validity of religion in general in opposition to all attempts (...) to explain it in solely naturalistic or materialistic terms“ 13 , wie es andere Richtungen der zeitgenössischen Religionsforschung taten ( Frazer, Durkheim, Freud, Malinowsky) . Dazu wandte er sich zur Suche nach dem Grund der Religion, nach dem Ursprung, wie es auch typisch für die romantische Prägung der Zeit war.
Als er 1899 in Göttingen Schleiermachers Reden Über die Religion neu heurasgab, schien es als würde „Ottos Hinneigung zum religiösem Gefühlsleben durchscheinen.“ 14 Im „Schleiermacher’schen Gefühl und
Anschauung des Unendlichen“ 15 glaubte er zuerst den Grund der Religion zu finden und das Werk zu vollenden, das Schleiermacher, der dem Gefühl im Religiösen einen Platz über der Vernunft einräumen wollte, begonnen hatte. Mehrere Aspekte seiner Philosophie scheinen Ottos eigenes religiöses Denken geprägt zu haben. Da aber das Thema dieser Abhandlung der Einfluss des Kantianismus ist, soll hier nicht Näher auf die Analogien des Denkens Ottos und Schleiermachers eingegangen werden, es reicht noch zu erwähnen, dass beide gegen die Rationalisierung der Religion kämpften und die Philosophie Schleiermachers in den folgenden Jahren für Otto die Basis seiner Theologie und Philosophie wurde.
12 Feigel, S.2.
13 Almond, Philip C. , “Rudolf Otto: An Introduction to His Philosophical Theology” ,The University of
North Carolina Press, Chapel Hill and London, 1984, S.5.
14 Boozer, Jack und Kraatz, Martin, „Otto, Rudolf, Theologe und Religionswissenschaftler“ in:
„Marburger Gelehrte in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts“, Hrgs., Schnack, Ingeborg, N.G. Elwert,
Marburg, 1977, S.363.
15 Alles, Gregory D., „Rudolf Otto (1869-1937) in: „Klassiker der Religionswissenschaften“ Hrsg. ,
Michaels, Axel, C.H. Beck, München 1997, S. 201.
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Arbeit zitieren:
Mariana Pinzon, 2003, Der Einfluß des Kantianismus auf Rudolf Otto, München, GRIN Verlag GmbH
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G Alles
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Asmus Green
Wohl kaum eine 1!.
Auch wenn man bei dieser Arbeit bedenken muss, dass sie offenbar in einer Einführungsveranstaltung geschrieben worden ist, weist sie doch so schwere Mängel auf, dass das Lesen kein Genuss ist. Abgesehen von sprachlichen und formalen Mängeln (Die Syntax ist oft schlichtweg falsch, angefangene Sätze werden mit -manchmal sogar englischen- Zitaten beendet und später nicht erklärt) sucht man einen roten Faden in dieser Arbeit vergebens. Der Leser wird mit Zitaten bombardiert, die weder erklärt, noch in eine sinnvolle Formation gebracht werden. Den Einfluss des Kantianismus auf Rudolf Otto kann man bestenfalls erraten. Die einzige Leistung dieser Arbeit besteht in der Zusammenstellung von Literatur über dieses Thema (die dann in der Arbeit absolut nicht sinnvoll verwendet wurde). - Wer allerdings weiß, wie man eine Bibliothek benutzt, kann das auch selber machen.
Fazit: Eine enttäuschende Arbeit. Wie man auf diese Note gekommen ist, ist ein Rätsel!
am Monday, August 13, 2007-