Die Arbeit handelt von zwei Theorien zur Lern-Lehr-Theoretischen Didaktik.
Sie stellt die psychologischen Didaktik-Theorien von Ausubel und Aebli gegenüber (z.B. das Modell der 12 Grundformen...).
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Die Didaktik nach H. Aebli
2.1 Handlungsschemata
2.2 Der Aufbau einer neuen Operation
2.3 Das Bilden eines Begriffes
3. Die Theorie von D.P. Ausubel
3.1 Bedeutungsvolles Rezeptives Lernen
3.2 Die kognitive Struktur
3.3 Expositorisches Verbales Lehren
3.4 Prinzipien zur Organisation
Zielsetzung und Themen
Die vorliegende Arbeit setzt sich kritisch mit den didaktischen Theorien von H. Aebli und D.P. Ausubel auseinander. Das primäre Ziel besteht darin, die theoretischen Konzepte beider Wissenschaftler zur Gestaltung von Lehr-Lern-Prozessen darzustellen, ihre jeweilige Bedeutung für die kognitive Entwicklung des Lernenden zu analysieren und die methodischen Forderungen für den Schulunterricht herauszuarbeiten.
- Systematik der "Zwölf Grundformen" nach Aebli
- Aufbau von Handlungsschemata, Operationen und Begriffen
- Die kognitive Struktur und Bedeutungsvolles Rezeptives Lernen bei Ausubel
- Prinzipien des Expositorischen Verbalen Lehrens
- Vergleichende Bewertung didaktischer Ansätze
Auszug aus dem Buch
Die Dimension Lernprozesse
Die Medien sind Erzählen und Referieren, Vorzeigen, Anschauen und Beobachten, Lesen von Texten und Verfassen von Texten. Die Dimension Lernprozesse beinhaltet Methoden wie z.B. Problemlösendes Aufbauen, Durcharbeiten, Üben und Wiederholen und Anwenden. Das Erarbeiten eines Handlungsschemas, der Aufbau einer Operation und das Bilden eines Begriffes bilden die dritte Dimension .
Die Hauptaussage dieses Grundformensystems ist, dass sich diese drei Dimensionen wechselseitig bedingen. Es gibt keine mediale Kompetenz ohne Inhalt und keine didaktische Kompetenz ohne Grundwissen.
Aebli versteht Vollzüge, die in ihrem inneren Aufbau verstanden sind und ein fassbares Ergebnis erzeugen, als Handlungen. Sie unterscheiden sich danach, ob sie auf eine Person (z.B. jemanden trösten) oder ein Objekt (z.B. ein Fahrrad reparieren) gerichtet sind. Ein weiterer Unterschied besteht darin, ob ein soziales (bei einer Person) oder ein physisches (bei Objekten) Ergebnis erzielt wird. Der dritte Punkt in dem sich Handlungen unterscheiden, ist die Selbstständigkeit der ausgelösten Prozesse.
So ist z. B. Tiere züchten ein teilweise selbstständiger Prozess, weil man die Reproduktion der Tiere nicht vollständig beeinflussen kann.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Kurze Hinführung zur Bedeutung von Lehrtätigkeit und Lernen bei Kindern unter Bezugnahme auf Aebli.
2. Die Didaktik nach H. Aebli: Erläuterung des Systems der Grundformen und Analyse der Lernprozesse durch Handlungen, Operationen und Begriffe.
2.1 Handlungsschemata: Darstellung, wie Handlungsfolgen im Gedächtnis verankert und für neue Situationen reproduzierbar gemacht werden.
2.2 Der Aufbau einer neuen Operation: Beschreibung der kognitiven Synthese von Teiloperationen am Beispiel mathematischer Lernprozesse.
2.3 Das Bilden eines Begriffes: Erklärung, wie gedankliche Merkmale zu stabilen Begriffsnetzen geformt werden, die als geistige Werkzeuge dienen.
3. Die Theorie von D.P. Ausubel: Einführung in die lernprozessorientierte Theorie des schulischen Lernens und des sprachlich vermittelten Wissenserwerbs.
3.1 Bedeutungsvolles Rezeptives Lernen: Definition des Lernens als bewusste Verknüpfung neuer Inhalte mit der vorhandenen kognitiven Struktur.
3.2 Die kognitive Struktur: Analyse der hierarchischen Organisation von Wissen und der Rolle der Assimilationshypothese.
3.3 Expositorisches Verbales Lehren: Darstellung des wirksamsten Weges der Inhaltsvermittlung durch strukturierte sprachliche Darbietung.
3.4 Prinzipien zur Organisation: Zusammenfassung der fünf programmatischen Prinzipien wie Fortschreitende Differenzierung und Konsolidierung zur Erleichterung des Lernens.
Schlüsselwörter
Lehr-Lern-Theoretische Didaktik, H. Aebli, D.P. Ausubel, Handlungsschemata, Kognitive Struktur, Operationen, Begriffsbildung, Bedeutungsvolles Lernen, Expositorisches Lehren, Assimilationshypothese, Unterrichtsmethodik, Schulunterricht, Wissenserwerb, Subsumtion, Lernprozess.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der theoretischen Grundlegung didaktischer Lehrmethoden durch die Ansätze von H. Aebli und D.P. Ausubel im Kontext der schulischen Lern- und Lehrprozesse.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die kognitive Entwicklung des Lernenden, die Strukturierung von Lerninhalten, das Verständnis für Handlungsschemata sowie die Bedeutung des sprachlich vermittelten, rezeptiven Lernens.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, die didaktischen Modelle beider Autoren vergleichend darzustellen und aufzuzeigen, wie Lehrer durch gezielte methodische Maßnahmen die kognitive Aufnahme von Wissen bei Schülern erleichtern können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Analyse und Zusammenfassung existierender fachdidaktischer Literatur und psychologischer Lerntheorien.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung des "Systems der Zwölf Grundformen" nach Aebli sowie die Analyse des "Bedeutungsvollen Rezeptiven Lernens" und der "Assimilationshypothese" nach Ausubel.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Besonders prägend sind die Begriffe Handlungsschemata, Kognitive Struktur, Assimilation, Expositorisches Lehren und Begriffsbildung.
Wie definiert Aebli den Begriff "Handlung"?
Aebli versteht unter Handlungen Vollzüge, die einen klaren inneren Aufbau besitzen, ein fassbares Ergebnis erzeugen und sich nach ihrer Zielrichtung (Person oder Objekt) unterscheiden.
Was ist nach Ausubel die Funktion der kognitiven Struktur?
Die kognitive Struktur fungiert sowohl als Bedingung für das Lernen (durch Ankerideen) als auch als das Produkt des Lernens, da sie durch bedeutungsvolle Integration neuer Informationen ständig erweitert wird.
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- Dorothee Schnell (Author), 2002, Zwei Theorien zur Lern-Lehr-Theoretischen Didaktik, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/20739