A. Inhaltsverzeichnis
A. INHALTSVERZEICHNIS
A. INHALTSVERZEICHNIS 2
B. ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS 4
C. TABELLENVERZEICHNIS 6
D. ABBILDUNGSVERZEICHNIS. 7
1. EINLEITUNG 8
1.1 THEMATIK. 8
1.2 ZIELSETZUNG. 9
1.3 GANG DER UNTERSUCHUNG 9
2. GRUNDLAGEN MOBILER E-BUSINESS-ANWENDUNGEN 10
2.1 BEGRIFFSDEFINITIONEN 10
2.1.1 Mobile-Business 10
2.1.2 E-Business versus -MBusiness 12
2.2 TECHNOLOGISCHE VORAUSSETZUNGEN 14
2.2.1 Übertragungstechnologien. 14
2.2.2 Dienstleistungstechnologien. 18
2.2.3 Micromobility 20
2.2.4 Lokalisierungstechnologien 21
3. THEORETISCHE GRUNDLAGEN DER GESCHÄFTSMODELLE. 24
3.1 DEFINITION GESCHÄFTSMODELL 24
3.2 WERTBEITRAG. 25
3.3 BETEILIGTE. 26
3.3.1 Zielgruppe 27
3.3.2 Netzbetreiber 27
3.3.3 Content-Anbieter 28
3.3.4 Sonstige Beteiligte 28
3.4 ERLÖSQUELLEN 29
3.4.1 Netzbetreiber und Endkunde 30
3.4.2 Content-Anbieter und Endkunde 30
3.4.3 Netzbetreiber und Content-Anbieter 31
3.5 STRATEGIE 31
4. EINSATZPOTENTIALE VON MOBILE BUSINESS ANHAND MOBILER
FINANZDIENSTLEISTUNGEN 32
4.1 MOBILE BANKING UND -BROKERAGE. 34
4.1.1 Begriffsdefinition. 34
4.1.2 Anforderungen von Kunden und Anbieter. 35
4.1.3 Technologische Voraussetzungen 38
4.1.4 Akteure und Szenarien des Mobile Banking und -Brokerage. 38
4.1.5 Praxisbeispiele 41
4.1.6 Verbreitung, Potentiale und zukünftige Marktentwicklung. 48
4.2 MOBILE PAYMENT. 50
4.2.1 Begriffsdefinition. 50
4.2.2 Anforderungen von Kunden und Anbieter. 51
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A. Inhaltsverzeichnis
4.2.3 Technische Voraussetzungen. 53
4.2.4 Akteure und Szenarien des Mobile Payment 53
4.2.5 Praxisbeispiele 55
4.2.6 Verbreitung, Potentiale und zukünftige Marktentwicklung. 57
4.3 STÄRKEN UND SCHWÄCHEN DES MOBILE BANKING, -BROKERAGE UND -PAYMENT. 59
4.4 SICHERHEITSASPEKTE. 60
4.4.1 Sicherheit bei Bezahlverfahren 61
4.4.2 Absicherung von Sicherheitsprotokollen. 61
4.4.3 Datenschutz (Location Based Services) 62
5. ZUSAMMENFASSUNG UND SCHLUSSBETRACHTUNG 63
E. LITERATURVERZEICHNIS 65
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C. Tabellenverzeichnis
C. TABELLENVERZEICHNIS
Tabelle 1: Location Based Service 23
Tabelle 2: Die Wertschöpfungskette des -MBusiness 26
Tabelle 3: Gegenüberstellung der Angebote von mobilen Diensten der Banken. 37
Tabelle 4: Zugangsdaten zu Mobile Banking der Berliner Sparkasse. 42
Tabelle 5: GPRS Konfiguration der Berliner Sparkasse 44
Tabelle 6: Zugangsdaten zu Mobile Brokerage der Dresdner Bank. 45
Tabelle 7: Wachstum neuer Nutzer in Deutschland und Europa nach Datamonitor 49
Tabelle 8: Dimension für die Kategorisierung von Mobile Payment 50
Tabelle 9: Stärken und Schwächen der mobilen Finanzdienstleistungen. 59
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D. Abbildungsverzeichnis
D. ABBILDUNGSVERZEICHNIS
Abbildung 1: E-Business vs. -MBusiness
Abbildung 2: Attributes of Mobile Communication.
Abbildung 3: Entwicklung der Datenübertragungsraten
Abbildung 4: Anstieg der europäischen SMS-Nutzer in den nächsten Jahren
Abbildung 5: Komponenten des Geschäftsmodells.
Abbildung 6: Anteil der Branchen am -MCommerce in 2003
Abbildung 7: Modell des -MBanking
Abbildung 8: Modell des -MBrokerage.
Abbildung 9: Einige Anbieter von Mobile Banking und -Brokerage.
Abbildung 10: Mobil geführte Bankkonten in Deutschland und Europa, in Tausend.
Abbildung 11: -MBrokerage-Markt in Deutschland
Abbildung 12: Beispiel einer Paybox-Nutzung.
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1. Einleitung
1. EINLEITUNG
1.1 Thematik
Der Globalisierungsprozess der Wirtschaftsmärkte erfordert fortlaufende Veränderungen in den Marktstrukturen. Zunehmender Wettbewerb und technischer Fortschritt verlangen neue Herausforderungen für die Unternehmen. Neue Lösungen müssen schnell genug auf den Markt gebracht werden, um Änderungen in den Verhaltensweisen oder im Lebensstil der Konsumenten gerecht zu werden. Damit steigt die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen und sie können im Markt überleben. Eine der im Moment bedeutendsten Veränderungen im Geschäftsumfeld ist die steigende Nachfrage nach Mobilität. Immer mehr Menschen möchten unabhängig von Ort und Zeit, mobilen Zugriff auf Informationen haben, um unmittelbare Entscheidungen zu treffen. Der Ursprung oder das Format der Informationen ist dabei unerheblich. Um die geschäftlichen und persönlichen Anforderungen des mobilen Konsumenten zufrieden zu stellen, reicht Sprache allein als Kommunikationsmittel nicht mehr aus. Der mobile Zugang zu Daten wird zusätzlich benötigt. Das bedeutet, dass Konsumenten, Gesellschafter und Mitarbeiter, wo immer sie sind und wann immer sie wollen, den Zugang zu Informations- und Unterhaltungsanwendungen und Diensten eines Unternehmens haben sollten. Unter den Faktoren, die zu dem steigenden Bedarf von mobilem Datenaustausch geführt haben, ragen das explosionsartige Wachstum des Internets und die steigende Popularität mobiler Endgeräte 1 heraus. Die Mobilfunkbranche ist der wachstumsintensivste Bereich der Telekommunikationsindustrie. Analysten und Marktforscher prognostizieren für die kommenden Jahre enorme Wachstumsraten für das Mobile Business. Mit den neuen Technologien wie General Packet Radio Service (GPRS) und Universal Mobile Telecommunications System (UMTS) werden Mobiltelefone zu multimedialen Endgeräten und wandeln sich zum universellen und personalisierten Assistenten. Insgesamt werden vier Trends für eine riesige Nachfrage nach neuen Mobilfunkdienstleistungen sorgen:
• Zunahme der Marktdurchdringung von Mobiltelefonen
• Höhere Bandbreiten durch HSCSD, GPRS und UMTS ermöglichen die Bereitstellung neuer, leistungsfähiger Mobilfunkanwendungen
• Schnelle Markteinführung von UMTS zur Verkürzung der Amortisationszeit • Technologische Innovationen der Geräte, z.B. grössere Displays
Das Mobiltelefon, wie es in der heutigen Form erhältlich ist, hat sich von einem Luxusgut hin zu einem der beliebtesten elektronischen Gebrauchsgüter der heutigen Zeit für jedermann entwickelt. In Europa nimmt die mobile Kommunikation aufgrund der einheitlichen Standards weitaus stärker zu, als die Kommunikation übers Internet. Mit der Nutzung der Funknetze nimmt auch die Zahl der Applikationen und Dienstleistungsangebote zu. Die Konsequenz daraus ist, dass das Internet mobil wird und ein neues Gebiet an Möglichkeiten für den Austausch von Geschäftsdaten jeglicher Art mittels mobiler Kommunikationsmittel entsteht: das Mobile Business. Märkte, Marken und Kunden sind dadurch ungebunden. Dem immer stärker expandierenden mobilen Kommunikationsmarkt werden so neue Dienstleistungen und Produkte eröffnet und eine Vielzahl von neuen Endabnehmern zugänglich gemacht. Viele Anwendungen, die vorher nur über einen stationären Internetzugang möglich waren, werden schon bald mobil erreichbar sein. Sofortige Verfügbarkeit ist das Schlüsselkonzept für die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit.
1 Als Endgeräte werden Mobiltelefone, Notebooks und PDAs bezeichnet.
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1. Einleitung
Noch haben die Konsumenten bei der Nutzung mobiler Daten mit verschiedenen Hürden zu kämpfen: Sie ist zu kompliziert, zu teuer und zu langsam. Doch der signifikante technologische Prozess in den vergangenen Jahren und die Schaffung weltweiter Standards wie des Wireless Application Protocol (WAP) oder des Universal Mobile Telecommunications System (UMTS) versuchen, diesen Hindernissen entgegenzutreten. Damit sind die Unternehmen in der Lage, Mobiltelefonbesitzern relevante personalisierte Dienste anzubieten, die ihren Wünschen entsprechen. Das Mobiltelefon wird zum Multifunktionsgerät, mit dem man Anrufe tätigen, Rechnungen bezahlen, Tickets kaufen, e-Mails lesen und seine eigene Agenda führen kann.
1.2 Zielsetzung
Ziel der Arbeit ist es, einen möglichst überschaubaren Einblick in den Mobile-Business-Markt zu geben, die wichtigsten bzw. zukünftigen mobilen Finanzdienstleistungen, wie Mobile Banking, -Brokerage und -Payment, zu beleuchten, die einzelnen Hauptakteure zu bestimmen, eine Aufklärung zu geben, welche Auswirkungen bzw. Möglichkeiten in diesem Marktsegment für die Anbieter und Kunden, die in diesem Sektor vertreten sind bzw. vertreten sein werden, entstehen.
• Welche Finanzdienstleistungen werden die kritische Masse dazu bewegen, das mobile Internet zu nutzen?
• Welche Technologien und zukünftigen Entwicklungen sind für das mobile Internet zu erwarten?
• Welche neuen Geschäftsmodelle resultieren aus dem Mobile Business und wie kann Mehrwert geschaffen werden?
• Wer sind die Hauptakteure im Mobile Business und welche Strategien sollten sie verfolgen?
• Welche Anwendungen und Inhalte im mobilen Internet werden sowohl für Konsumenten als auch für Unternehmen einen Nutzen erzeugen?
1.3 Gang der Untersuchung
Diese Arbeit ist in fünf Kapitel unterteilt. Das erste Kapitel bietet eine Einleitung in die Thematik, Zielsetzung und Aufbau im Bereich Mobile Business. Das zweite Kapitel beschäftigt sich mit den Definitionen und technologischen Grundlagen. Es gibt Auskunft über die eingesetzten Übertragungs-, Dienstleistungs-, Lokalisierungstechnologien und Micromobility. Diese technologischen Entwicklungen sind einer der Hauptgründe dafür, warum das Mobile Business gerade jetzt eine solche Aktualität aufweist. Im dritten Kapitel gehen wir auf die theoretischen Grundlagen der Geschäftsmodelle ein. Hier wird aufgezeigt, welchen Nutzen die betrachtete Zielgruppe aus dem Mobile Business ziehen kann. Anschliessend werden die einzelnen Beteiligten und deren Position im Umfeld des Mobile Business genauer betrachtet. Das vierte Kapitel zeigt die Einsatzpotentiale von Mobile Business im Bereich der Finanzdienstleistungen auf und bietet, soweit möglich, Beispiele für bereits realisierte Modelle. Dabei werden die Finanzdienstleistungen Mobile Banking, -Brokerage und -Payment ausführlicher beleuchtet und ihre Stärken und Schwächen herausgearbeitet. Im letzten Kapitel erfolgt dann eine Zusammenfassung mit einer Schlussbetrachtung.
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2. Grundlagen mobiler e-Business-Anwendungen
2. GRUNDLAGEN MOBILER E-BUSINESS-ANWENDUNGEN
2.1 Begriffsdefinitionen
Die Begriffe Mobile Business, mobiler E-Business und M-Business sind als Synonyme zu betrachten. In diesem Kapitel werden diese Begriffe näher erläutert.
2.1.1 Mobile-Business
Ein in den letzten Jahren dominierender Begriff ist E-Business oder auch Electronic Business. Darunter verstehen wir den Austausch von Waren, Dienstleistungen oder Daten zwischen Unternehmen und dem Endverbraucher oder von Unternehmen untereinander. Entscheidend sind hierbei die Technologie des Datenaustauschs sowie die Inhalte der ausgetauschten Daten. Als Medium dient hierbei das stationäre Internet. Das betriebene E-Business auf Basis stationärer PCs stiess zuvor noch an Grenzen, die eine Verbreitung auf alle Wirtschaftsbereiche behindert haben. Die Anschaffung eines PCs stellt für den Endverbraucher eine relativ hohe Investition dar. Zudem wird eine gewisse Kompetenz in Bezug auf Bedienung des Mediums vorausgesetzt. Ein wichtiger Grund für Internetuser E-Business-Dienstleistungen in Anspruch zu nehmen, ist die Angst vor unsicheren Bezahlungsweisen und dem Missbrauch von eingegebenen Daten. Das hatte bisher zur Folge, dass persönliche Daten nur selten bei den Internetanbietern in ein Kundenprofil eingegeben wurden, um ihnen eine Auswahl an personalisierten Angeboten bieten zu können. 2 Obwohl sich die Anwendungen im E-Business noch nicht in allen Wirtschaftszweigen durchsetzen konnten, ist bereits eine neue Entwicklungsstufe eingetreten (das M-Business). Mobile Business ist die Integration von Mobilität, Internet und E-Business. Es umfasst Infrastruktur, Lösungen und Dienstleistungen. Kernpunkt hierbei ist die Möglichkeit jederzeit und von jedem Ort über Mobilfunknetze über jedes Netzwerk mit jedem Mobilgerät in jeder Situation kommunizieren und Geschäfte machen zu können. Es bietet Einzelpersonen und Unternehmen uneingeschränkte Mobilität und Flexibilität, um neue Geschäftsmodelle und neue Umsätze zu generieren. 3 Unter Marktforschern gilt M-Business als das Geschäftsfeld der Zukunft. Die Londoner Forschungsgruppe Durlacher prognostiziert vom mobilen Handel in Europa für das Jahr 2005 Umsätze in Höhe von 76,4 Milliarden Euro. 4 Wesentliche Treiber für M-Business sind:
• der hohe Anteil von mobilen Endgeräten in der Bevölkerung • die hohe tägliche Nutzungsdauer von mobilen Endgeräten • die rapide technische Weiterentwicklung der Mobilfunktechnologie
Für M-Business lassen sich zwei deutlich voneinander unterschiedliche Begriffsauffassungen finden:
Einerseits kann Mobile Business als die Nutzung mobiler Technologie beschrieben werden, um bestehende Geschäftsprozesse zu verbessern und zu erweitern, oder um neue Geschäftsfelder zu erschliessen. Dabei ist anzumerken, dass die Intensität solcher Veränderungen weitaus höher sein wird, als beim E-Business, denn die mobilen Technologien zeichnen sich durch einige besondere Merkmale aus, welche die Technologien des E-Business
2 Vgl. Buckler, F.; Buxel, H. 2000, S.2
3 Vgl. Siemens I and C, Mobile Business-Häufig gestellte Fragen, 2002, S.1
4 Vgl. Diederich, B.; Lerner, T.; Lindemann, R.D.; Vehlen, R. 2001, S.31
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2. Grundlagen mobiler e-Business-Anwendungen
nicht oder nur in Ansätzen besitzen. Im Wesentlichen sind dies die Lokalisierbarkeit, die Erreichbarkeit und die eindeutige Identifizierbarkeit. Zum anderen wird mit Mobile Business aber auch die Gesamtheit aller Aktivitäten, Prozesse und Anwendungen in Unternehmen bezeichnet, welche mit mobilen Technologien durchgeführt oder unterstützt werden. Die kunden- oder geschäftsorientierten Anwendungen würde man in diesem Fall unter Mobile Commerce zusammenfassen. Für die übrigen Anwendungen (z.B. Unterstützung der Administration, der internen Koordination oder sonstiger Organisationsaufgaben) können die Bezeichnung Mobile Services, mobile Dienstleistungen oder einfach mobile Applikationen verwendet werden. Anschliessend werden die M-Business Definitionen von Zobel, Hartmann und der SAP AG angeführt:
Der Begriff Mobile Business wird von Jörg Zobel folgendermassen definiert: „ Unter Mobile Business verstehe ich alle auf mobilen Geräten (Devices) ausgetauschten Dienstleistungen, Waren sowie Transaktionen, die zwischen Unternehmen und Kunden (B2C), Unternehmen und Unternehmen (B2B), Unternehmen und Professionals (B2P), Konsumenten und Konsumenten (C2C), Unternehmen und Geräten (B2D), Geräten und Professionals (D2P) sowie Geräten und Geräten (D2D)“. 5
Die Begriffsbestimmung Hartmanns lautet: „M-Commerce bezeichnet das eigentliche Generieren von Umsätzen unter Einbeziehung mobiler Technologien, also den Einkauf bzw. Verkauf. Mobile Business hingegen ist weiter gefasst. Neben dem Absatz von Waren und Dienstleistungen bezeichnet Mobile Business auch innerbetriebliche Vorgänge und Prozesse entlang der gesamten Wertschöpfungskette eines Unternehmens“. 6
Eine weitere Definition wird von der SAP AG angeführt: „SAP AG definiert Mobile Business als einen Erweiterungsprozess von unternehmensrelevanten Computeranwendungssystemen für alle Anwender wie Arbeitnehmer, Partner, Lieferanten und Kunden, unabhängig von Zeit, Ort, Vorhandensein von Netzwerkverbindung via mobilen Geräten wie Handys, Palm- und Kleinstcomputern, sowie mobilen Industriegeräten“. 7
Im Rahmen dieser Arbeit wird unter Mobile Business der Austausch von Geschäftsdaten jeglicher Art mittels mobiler Kommunikationsmittel verstanden. Der Begriff Geschäftsdaten beschränkt sich nicht nur auf die Abwicklung von Transaktionen von Gütern und Dienstleistungen. Es sind vielmehr alle Daten gemeint, die zum Betrieb eines Geschäftes erforderlich sind. Das M-Business umfasst somit persönliche Mobilität, Arbeitsplatzmobilität, Mobilität von Dienstleistungen und Anwendungen sowie Business Mobilität.
5 Zitiert nach: Zobel, J. 2001, S.3
6 Zitiert nach: Hartmann, D. 2002, S.129
7 Zitiert nach: Teichmann, R.; Lehner, F. 2002, S.200
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2. Grundlagen mobiler e-Business-Anwendungen
2.1.2 E-Business versus M-Business
Heutzutage wird der Begriff E-Business für fast alles verwendet, was im Internet geschieht. Wie aber grenzt sich M-Business davon ab und warum ist M-Business so wichtig? Durch M-Business werden die bislang getrennten Technologiebereiche Mobilfunk und Datenkommunikation in das Umfeld des E-Business integriert, d.h. dass das stationäre, ortsgebundene E-Business um den Faktor der Mobilität erweitert wird. Im Gegensatz zum E-Business, das den Austausch von Geschäftsdaten jeglicher Art über eine feste elektronische Plattform (PC) repräsentiert, steht M-Business für den mobilen Austausch.
Die Bedeutung von M-Business leitet sich im Wesentlichen aus zwei Faktoren her. Erstens werden mehr Menschen vom M-Business erreicht als vom E-Business. Der zweite wesentliche Grund für die Bedeutung von M-Business liegt in der zeitlich ausgedehnteren Verfügbarkeit von M-Business. E-Business kann nicht überall genutzt werden. M-Business hingegen ist rund um die Uhr und an jedem Ort verfügbar [vgl. Abbildung 1].
8 eigene Darstellung
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2. Grundlagen mobiler e-Business-Anwendungen
Durlacher Research Ltd. unterscheidet folgende Attribute des M-Business, die in Zukunft eine immer grössere Rolle spielen werden.
Ubiquity (Allgegenwart)
Der Planungsprozess eines Konsumenten wird durch den expliziten Vorteil mobiler Endgeräte, von überall auf Informationen in Echtzeit zugreifen und Transaktionen durchführen zu können, deutlich reduziert. Die Nutzung einer beliebigen mobilen Anwendung kann so unabhängig vom Aufenthaltsort des Endverbrauchers spontan verlaufen. Hieraus entstehen zahlreiche Vorteile. Beispielhaft sei die Möglichkeit genannt, dass Kunden in einem Geschäft Preisvergleiche für angebotene Waren durchführen können.
Reachability (Erreichbarkeit)
Wichtig für Nutzer, die überall und zu jeder Zeit erreichbar sein wollen. Der Nutzer hat sogar die Möglichkeit seine Erreichbarkeit auf bestimmte Zeiten und Personen zu beschränken. Zeitkritische Daten können somit deutlich schneller empfangen werden als mit einem stationären PC.
Security (Sicherheit)
Die Sicherheit ist durch die Smartcard (SIM-Karte) im mobilen Endgerät gewährleistet. Sie stellt die Authentifizierung des Besitzers sicher und bietet somit bessere Sicherheit als die stationäre Internetumgebung.
Convenience (Benutzerfreundlichkeit)
Benutzerfreundlichkeit ist ein Attribut das mobile Geräte charakterisiert. Mobile Endgeräte speichern Daten, sind immer zur Hand und werden immer einfacher bei ihrer Bedienung.
Localisation (Lokalisierung)
Ermöglichung der exakten Standortbestimmung des Benutzers durch zusätzliche Positionierungstechnologie wie GPS. Dadurch kann der Nutzer und der Anbieter genau auf seinen Standort angepasste Dienstleistungen abrufen oder anbieten.
9 Vgl. Müller-Verse, F., Stand: 03.05.01
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2. Grundlagen mobiler e-Business-Anwendungen
Instant Connectivity (Direkte Verbindung)
Eine direkte Verbindung ins Internet vom mobilen Endgerät aus, wird mit der Einführung von GPRS und UMTS zur Realität. Endgeräte müssen dabei nicht wie stationäre PCs per Einwahl mit dem Internet verbunden werden. Sie können unverzüglich benutzt werden.
Personalisation (Personalisierung)
Benutzer sind aufgrund der in das Mobiltelefon integrierte SIM-Karte und der persönlichen Rufnummer eindeutig identifizierbar. 10
Wie bei jedem neuen Verfahren gibt es auch bei M-Business-Diensten Nachteile, die es bei der Konzeption neuer Business-Modelle zu berücksichtigen gilt. Beispielsweise muss wegen der begrenzten Displaygrösse auf Graphiken verzichtet werden. Die winzigen Displays und Eingabetastaturen sind, auch wenn sie in den nächsten Jahren grösser werden sollen unkomfortable. Zudem sind derzeit nur begrenzt hohe Übertragungsraten möglich. Besonders erschwerend sind die geringen Speicherressourcen der Endgeräte. Die deutlichen Vorteile der mobilen Endgeräte gegenüber PCs räumen M-Business eine deutlich höhere Marktchance als E-Business ein.
2.2 Technologische Voraussetzungen
Das Wachstum im M-Business hängt vor allem von den dazugehörigen Übertragungs- und Dienstleistungstechnologien ab. Ohne die Existenz und die permanente Weiterentwicklung solcher Basistechnologien, stehen die Chancen für ein rasches Wachstum im mobilen Markt eher schlecht. In diesem Kapitel werden die grundlegenden Mobilfunktechnologien vorgestellt, die derzeit im Einsatz sind bzw. in naher Zukunft in Betrieb gehen werden.
2.2.1 Übertragungstechnologien
2.2.1.1 GSM
Die Grundidee von Mobilfunknetzwerken, Sprache zu transportieren, führte dazu, dass die Übertragung von Daten zunächst vernachlässigt wurde. Erst mit der Einführung des Global System for Mobile Communications (GSM), eines weltweit akzeptierten Standards der mobilen Kommunikation, wurden neben der Sprachübertragung noch drei weitere Dienste geboten: Daten-, Fax- und Kurznachrichtenkommunikation. 11 Dieses zellulare, digitale Mobilkommunikationssystem basiert auf einem europäischen Standard, welcher im Rahmen des European Telecommunications Standards Institute (ETSI) definiert und mittlerweile von 396 Netzbetreibern in 150 Ländern übernommen wurde. 12 Seit 1989 war ETSI für die Findung des GSM-Standarad zuständig. GSM verfügt über drei verschiedene Frequenzbereiche:
• GSM 900 (Uplink 800-915 MHz, Downlink 925-960 MHz): Europa, grosse Teile von Asien und die meisten anderen Staaten. Das GSM-900-Frequenzband wird dabei in 124 Frequenzkanäle aufgeteilt. • GSM 1800 (Uplink 1710-1785 MHz, Downlink 1805-1880 MHz):
10 Vgl. Müller-Verse, F., Stand: 03.05.01
11 Vgl. Zivadinovic, D. 1999, S.186
12 Vgl. Mobilkom austria, Stand: 06.11.01
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Arbeit zitieren:
Baris Kildi, 2003, Einsatzpotenziale von m-Business, München, GRIN Verlag GmbH
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