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Was ist schon normal - Integration von Behinderten durch Sport

Title: Was ist schon normal - Integration von Behinderten durch Sport

Term Paper , 2003 , 13 Pages , Grade: 2,7

Autor:in: Mandy Dietrich (Author)

Pedagogy - Orthopaedagogy and Special Education
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Nicht nur körperlich, sondern auch geistig Behinderte haben unter anderem motorische Probleme. Zum Beispiel haben Down-Syndrom Kinder, aufgrund von häufig auftretender Schlaffheit der Muskeln und spastischer Lähmung, oft eine schlaffe Gesamtmuskulatur, die bis zur Bewegungsstarrheit führen kann. Auch Kinder, welche zum Beispiel zerebrale Schädigungen (Bewegungsstörungen) aufweisen, zeigen hypermotorische und hyperaktive Bewegungsabläufe, was bis zum Bewegungschaos führen kann. Nicht selten kommt es zu motorischen Hemmungen oder Ungeschicklichkeit bei Kindern die eine überbehütete Erziehung genießen. All diesen Kindern kann mit Sport geholfen werden. Aber auch der Familie, welche lernen muss, mit der neuen Situation umzugehen, kann mit Hilfe von Familiensport und anderen Freizeitgestaltungen geholfen werden, die neue Situation zu akzeptieren und zu meistern. Im Schulunterricht sind sie eine Herausforderung und Bereicherung zugleich: körperlich oder geistig behinderte Kinder. Lehrkräfte müssen bereit sein, mit Fachleuten und Eltern zusammenzuarbeiten. Schulunterricht mit körperlich oder geistig behinderten Kindern stellt Lehrpersonen vor große Herausforderungen. Um auf die individuellen Bedürfnisse des Kindes eingehen zu können, muss sehr oft auf Werkstattunterricht umgestellt werden. Unter Umständen braucht das Kind pflegerische Unterstützung, zum Beispiel beim Umziehen oder auf der Toilette. Weiter müssen die Lehrerinnen und Lehrer bereit sein, mit Heilpädagogen, Eltern und anderen Fachpersonen eng zusammenzuarbeiten. Ein behindertes Kind ist für die anderen Schülerinnen und Schüler eine große Bereicherung für ihre eigenen sozialen Kompetenzen. Da man oft genug hört, dass Integration am besten im Freizeitbereich und mit Sport funktioniert, möchte ich nun dieses Thema einmal genauer beleuchten.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1. Behinderung als pädagogischer Begriff

1.2. Was bedeutet Integration?

2. Hauptteil

2.1.Sport für Behinderte

2.2. Begegnungsveranstaltungen im Sport

2.2.1. Spiel und Sportfeste als pädagogische Chance

2.3. von der familiären zur gesellschaftlichen Integration

2.3.1. Zielperspektiven

2.3.2. Freizeiterziehung und Freizeitgestaltung

2.3.3. Auswirkungen auf das Familienklima

2.4.Integration in der Schule – gemeinsamer Sportunterricht

2.4.1. pädagogische Zielsetzung

2.4.2. Bewegungsangebote

2.4.3. Auswirkungen des Integrativen Sportunterrichts

3. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Potenzial von Sport und Bewegung als Medium zur Förderung der sozialen Integration von Menschen mit Behinderung. Dabei wird der Frage nachgegangen, wie sportliche Aktivitäten und Begegnungsangebote dazu beitragen können, Vorurteile abzubauen und die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben sowohl in der Familie als auch im schulischen Kontext zu verbessern.

  • Pädagogische Definitionen von Behinderung und Integration
  • Die Funktion von Sport zur Förderung der sozialen Interaktion
  • Strategien zur familiären Integration durch gemeinsamen Sport
  • Gestaltungsmöglichkeiten für einen inklusiven Sportunterricht
  • Abbau von Berührungsängsten und Vorurteilen durch körperliche Aktivität

Auszug aus dem Buch

2.2.1. Spiel- und Sportfeste als pädagogische Chance

Das Spiel- und Sportfest soll Behinderten dazu animieren, sportliche Handlungskompetenzen nicht nur in den Werkstätten oder Heimen auszuleben. Sie können dort lernen eine öffentliche Lebenssituation zu bewältigen und mitzugestalten.

„Die Lerngelegenheit `Spiel- und Sportfest` stellt nur den Rahmen dar, schafft pädagogisch bedeutsame Erfahrungsmöglichkeiten, die individuell zu befriedigenden, überdauernden Erlebnissen führen können.“ (Scheid, 1995, S.71)

Feste gelten als Höhepunkte im Jahresrhythmus. Menschen sind gelöst, lebensfroh und unbefangen, sie öffnen sich leichter der Gesellschaft. Ein Gefühl der Zusammengehörigkeit wird meist ausgeprägt. Menschen lernen hier, wie sie sich in der Gesellschaft bewegen müssen und sie dazu gehören. Integration ist nur durch den Abbau von Vorurteilen zu bewältigen. Sport und Spielfeste tragen dazu in erhöhtem Maße bei. Behinderte haben hier die Möglichkeit sich Selbst zu erfahren und vorhandene Kompetenzen darzustellen. Nichtbehinderten Menschen wird hier die Chance gegeben das Leistungsvermögen und die Verhaltensweisen behinderter Menschen kennenzulernen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die motorischen Herausforderungen bei verschiedenen Behinderungsbildern und erläutert die Notwendigkeit von Sport als integratives Instrument im Alltag und in der Schule.

1.1. Behinderung als pädagogischer Begriff: Dieses Kapitel definiert Behinderung aus pädagogischer Sicht als Beeinträchtigung der autonomen Lebensführung und der gesellschaftlich notwendigen Kompetenzen.

1.2. Was bedeutet Integration?: Hier wird verdeutlicht, dass Integration keine Methode, sondern eine situative Lebensform ist, die Interessengegensätze nicht aufhebt, sondern transparent macht.

2. Hauptteil: Der Hauptteil analysiert verschiedene Ebenen der Integration durch Sport, von der individuellen sportlichen Betätigung bis hin zu familiären und schulischen Strukturen.

2.1.Sport für Behinderte: Dieses Kapitel zeigt auf, wie gemeinsamer Sport Vorurteile abbaut, soziale Distanz verringert und die Entwicklung von Empathie sowie Selbstvertrauen fördert.

2.2. Begegnungsveranstaltungen im Sport: Hier wird erklärt, wie Sportveranstaltungen durch gezielte, behindertengerechte Spielkonzepte soziale Kontakte ermöglichen und die Ausbildung sozialer Verhaltensweisen unterstützen.

2.2.1. Spiel und Sportfeste als pädagogische Chance: Dieses Unterkapitel beschreibt Sportfeste als geschützte Rahmenbedingungen, in denen behinderte Menschen öffentliche Lebenssituationen erproben und ihre Kompetenzen in gelöster Atmosphäre darstellen können.

2.3. von der familiären zur gesellschaftlichen Integration: Die Bedeutung der Familie als Basis für das Vertrauen in die eigene Person wird hervorgehoben, wobei Familiensport als Unterstützung für die soziale Integration dient.

2.3.1. Zielperspektiven: Dieses Kapitel definiert Ziele des Familiensports, wie die Verbesserung des Familienklimas und die Förderung kognitiver, motorischer sowie sozialer Kompetenzen bei behinderten Kindern.

2.3.2. Freizeiterziehung und Freizeitgestaltung: Hier wird dargelegt, wie gemeinsame Freizeitaktivitäten Isolation verhindern und als notwendiger Ausgleich zum problembehafteten Alltag fungieren können.

2.3.3. Auswirkungen auf das Familienklima: Es wird analysiert, wie Sport das Zusammengehörigkeitsgefühl in Familien stärkt und den Eltern hilft, ihr behindertes Kind neu und wertschätzend wahrzunehmen.

2.4.Integration in der Schule – gemeinsamer Sportunterricht: Dieses Kapitel behandelt den Sportunterricht als Ort der Kommunikation und des sozialen Lernens, der gegenseitiges Helfen und kooperatives Verhalten fordert.

2.4.1. pädagogische Zielsetzung: Hier werden die Ziele für einen gemeinsamen Schulsport erläutert, die auf Akzeptanz, Teamfähigkeit und der Anpassung von Anforderungen an individuelle Bedürfnisse basieren.

2.4.2. Bewegungsangebote: Das Kapitel beschreibt, wie durch kreative Spiele und gemischte Mannschaften die Motorik sowie der Gleichgewichtssinn aller Kinder gefördert werden können.

2.4.3. Auswirkungen des Integrativen Sportunterrichts: Es wird aufgezeigt, wie integrativer Sportunterricht sowohl bei behinderten als auch bei nichtbehinderten Kindern soziale Kompetenzen aufbaut, sofern die Vermittlung geduldig und altersgerecht erfolgt.

3. Zusammenfassung: Die Zusammenfassung betont, dass Sport eine zentrale Rolle für die gesellschaftliche Teilhabe spielt, fordert aber gleichzeitig mehr Mut von Nichtbehinderten im Umgang mit Betroffenen.

Schlüsselwörter

Integration, Behindertensport, Familiensport, Inklusion, soziale Kompetenzen, Bewegungsangebote, Pädagogik, Vorurteilsabbau, Schulsport, Lebensqualität, familiäre Unterstützung, soziale Interaktion, Selbstwertgefühl, Barrierefreiheit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie Sport und gemeinsame Freizeitgestaltung genutzt werden können, um Menschen mit Behinderungen besser in die Gesellschaft und den Familienalltag zu integrieren.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen sind der Abbau von sozialen Barrieren, die Rolle der Familie bei der Integration, inklusive Ansätze im Sportunterricht sowie die pädagogische Bedeutung von Sportaktivitäten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, dass Sport nicht nur körperliche Vorteile bietet, sondern ein wirksames Medium ist, um soziale Distanz abzubauen und das gegenseitige Verständnis zwischen behinderten und nichtbehinderten Menschen zu fördern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Auseinandersetzung mit pädagogischen Begriffen und der Auswertung bestehender Konzepte und Literatur zur Integrationspädagogik und zum Behindertensport.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden verschiedene Integrationskontexte wie der Familiensport, Sportfeste und der integrative Schulsport sowie deren spezifische Auswirkungen auf die soziale Entwicklung beleuchtet.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Integration, Inklusion, soziale Kompetenzen, Familiensport, pädagogische Zielsetzung und Abbau von Vorurteilen charakterisiert.

Warum wird dem Familiensport eine besondere Rolle zugeschrieben?

Der Familiensport gilt als Chance, um den Umgang mit der Behinderung zu lernen, das Familienklima durch gemeinsame Erlebnisse zu stärken und dem Kind soziale Kontakte außerhalb der Familie zu ermöglichen.

Welche Anforderungen stellt der integrative Sportunterricht an Lehrkräfte?

Lehrkräfte müssen bereit sein, ihren Unterricht durch Werkstattunterricht oder regelmäßige Anpassung der Spielregeln individuell zu gestalten, um allen Kindern die Teilhabe zu ermöglichen und soziale Lernprozesse zu steuern.

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Details

Title
Was ist schon normal - Integration von Behinderten durch Sport
College
University of Applied Sciences Jena  (Sozialwesen)
Grade
2,7
Author
Mandy Dietrich (Author)
Publication Year
2003
Pages
13
Catalog Number
V20793
ISBN (eBook)
9783638245746
Language
German
Tags
Integration Behinderten Sport
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Mandy Dietrich (Author), 2003, Was ist schon normal - Integration von Behinderten durch Sport, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/20793
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