Gliederung
1. Einleitung
2. Was bedeutet Sterbebegleitung auf der Intensivstation?
3. Welche Rahmenbedingungen sollten gegeben sein
4. Wie beziehe ich Angehörige optimal in die Sterbebegleitung ein
5. Schluss
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Sterbebegleitung auf der Intensivstation
1. Einleitung
In dieser Projektarbeit beschäftige ich mich mit Sterbebegleitung auf der Intensivstation. In meiner beruflichen Laufbahn wurde ich oft mit dem Sterben und dem Tod konfrontiert. Insbesondere in meiner Arbeit auf der Intensivstation, wo Patienten mit schwersten Erkrankungen u nd somit mit den größten Lebenskrisen betreut werden.
Ich habe beobachtet, dass auf der Intensivstation die Betreuung in der letzten Lebensphase nicht in allen Fällen optimal und unter Ausnutzung aller Ressourcen durchgeführt wird. Immer wieder werden Patienten allein gelassen und „abgestellt“. In der praktischen Pflege bedeutet dieses, dass zum Beispiel die Lagerung nicht mehr regelmäßig oder die Mundpflege nur noch unzureichend durchgeführt wird. Sterbebegleitung bedeutet jedoch eine ganzheitliche Betreuung des Patienten, sie bezieht pflegerische und rein menschliche Kontakte mit ein. In der folgenden Abhandlung beziehe ich mich auf die nötigen Rahmenbedingungen der Sterbebegleitung, um die Würde des Sterbenden zu wahren. Räumliche und personelle Faktoren werden genauso erläutert wie auch die Einbeziehung der Angehörigen in die Begleitung ihrer Lieben.
2. Was bedeutet Sterbebegleitung auf der Intensivstation?
„Abschied ist die innigste Form menschlichen Zusammenseins“ Dieses Zitat des deutschen Schriftstellers Hans Kudszus (1901-1977) fasst kurz und prägnant die Wichtigkeit der letzten Lebensphase eines Menschen zusammen. Sterben heißt Abschied nehmen. Sterbebegleitung ist ein menschliches Geschehen, dass sich zwischen Sterbenden und Begleitern abspielt. Die Begleitung umfasst Aufmerksamkeit, Sorge und Zuwendung. „In zwischenmenschlichen
Beziehungen und in helfenden Berufen bedeutet Zuwendung: Fürsorge, sich um jemanden kümmern, für ihn sorgen, seine Nöte erkennen und sich ihm widmen. Am Anfang jeder menschlichen Beziehung steht die Zuwendung. Durch stille Zeichen und Gesten, z.B. einem Händedruck, Streicheln, einen Arm um die Schulter legen, können wir unsere Zuwendung ausdrücken. Diese nonverbalen Ausdrucksformen der Zuwendung sind oft besonders gut geeignet, dem Sterbenden deutlich zu machen, das wir ihm nahe sind.“ (1, S.54) Wie komplex und immer wieder neu Sterbebgleitung sein kann, zeigt folgendes Zitat: „...jede Sterbesituation ist ganz individuell (andere PatientInnen, Angehörige und Rahmenbedingungen) und fordert die Pflegekräfte ebenso individuell heraus.“ (3, S.12) So soll im Vordergrund einer jeden pflegerischen und medizinischen Betreuung Sterbender stets das Recht auf einen friedvollen, schmerzfreien und würdevollen Tod stehen!
3. Welche Rahmenbedingungen sollten gegeben sein?
Viele verschieden Problemfaktoren stehen einer optimalen Sterbebegleitung auf der Intensivstation im Wege. Ein nicht ausreichender Personalschlüssel bzw. ein deutlicher Personalmangel stehen der intensiven Betreuung Sterbender im Wege. Der Personalmangel geht einher mit dem immer wieder beschriebenen Zeitmangel der Pflegekräfte. (vgl. 3, S.102)
Des weiteren ist sowohl das pflegerische wie auch das medizinische Personal in manchen Fällen hilflos und betroffen, wenn es dem großen Leid der Patienten und deren Angehörigen ständig ausgesetzt ist. Hier werden dann Defizite in der Fort- und Weiterbildung zum Thema Sterbebegleitung sichtbar.
Gerade für das Personal von Intensivstationen ist es wichtig, die bestehenden Weiterbildungsangebote zu nutzen, um den Patienten, den Angehörigen aber auch sich selbst gerecht zu werden.
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Tanja Siemens, 2003, Sterbebegleitung auf der Intensivstation, Munich, GRIN Publishing GmbH
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