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Wertansatzwahlrechte unter bilanzpolitischem Aspekt

Title: Wertansatzwahlrechte unter bilanzpolitischem Aspekt

Seminar Paper , 2003 , 18 Pages , Grade: 2,7

Autor:in: Arne Ahrens (Author)

Business economics - Accounting and Taxes
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Summary Excerpt Details

[...] Grundsätzlich werden die Positionen des Anlage- und Umlaufvermögens mit ihren
Herstellungs- oder Anschaffungskosten bilanziert (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB), welche
außerdem die Höchstgrenze der Bewertung darstellen. Das Umlaufvermögen
unterliegt nach § 253 Abs. 3 Satz 1 und 2 HGB dem strengen Niederstwertprinzip,
nach dem ein am Bilanzstichtag vorliegender niedrigerer beizulegender Wert bzw.
ein niedrigerer Börsen- oder Marktwert zwingend anzusetzen ist, egal ob dieser voraussichtlich
dauerhaft ist oder nicht. Hingegen gilt für das Anlagevermögen das gemilderte
Niederstwertprinzip, was eine Abschreibung nur im Falle einer voraussichtlich
dauerhaften Wertminderung zwingend vorsieht (§ 253 Abs. Satz 3 HGB).Bis
hierhin bietet sich dem Bilanzierenden keine Möglichkeit zur Bilanzpolitik. Doch der
Gesetzgeber hat Abwertungswahlrechte installiert, die die Unternehmen in die Lage
versetzen den Wertansatz des strengen und des gemilderten Niederstwertprinzips zu
unterschreiten, und so ihr Ergebnis zu mindern. Für Kapitalgesellschaften existieren
Wertansatzwahlrechte in drei Bereichen: Dies sind die voraussichtlich nicht dauerhaften
Wertminderungen im Finanzanlagevermögen, der Zukunftswert im Umlaufvermögen
und der Steuervorteilswert im Anlage- und Umlaufvermögen. Bilanzierenden Kaufleuten stehen noch weitere Wertansatzwahlrechte offen, doch diese Ausarbeitung
beschränkt sich auf die Möglichkeiten von Kapitalgesellschaften.
In Kapitel 2 und seinen Abschnitten werden die drei Wertansatzwahlrechte genauer
beschrieben. Daraufhin nimmt sich Kapitel 3 dieser Wahlrechte an und stellt ihre
Verwendung und ihre Bedeutung anhand einiger großer deutscher Aktiengesellschaften
dar. Kapital 4 schließt die Seminararbeit ab.

Excerpt


Gliederung

1. Einleitung

2. Arten von Wertansatzwahlrechten für Kapitalgesellschaften

2.1 Wahlrecht im Finanzanlagevermögen

2.1.1 Beschreibung des Wahlrechts

2.1.2 Auswirkungen und Relevanz des Wahlrechts

2.2 Wahlrecht bezüglich des Zukunftswerts im Umlaufvermögen

2.2.1 Beschreibung des Wahlrechts

2.2.2 Auswirkungen und Relevanz des Wahlrechts

2.3 Wahlrecht bezüglich des Steuervorteilswerts

2.3.1 Beschreibung des Wahlrechts

2.3.2 Auswirkungen und Relevanz des Wahlrechts

3. Empirische Beobachtungen in großen deutschen Aktiengesellschaften

4. Wahl des Steuervorteilswerts im Mittelpunkt der Wertansatzwahlrechte

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung von Wertansatzwahlrechten als Instrument der materiellen Bilanzpolitik bei Kapitalgesellschaften, mit dem Ziel zu analysieren, welche Spielräume bestehen und wie diese in der Praxis deutscher Großunternehmen genutzt werden.

  • Systematische Einordnung von Wertansatzwahlrechten im HGB
  • Analyse der Bilanzierung im Finanzanlage- und Umlaufvermögen
  • Bedeutung steuerlicher Wahlrechte für die Handelsbilanzpolitik
  • Empirische Auswertung der Jahresabschlüsse 2002 ausgewählter DAX-Konzerne
  • Kritische Würdigung der bilanzpolitischen Gestaltungsmöglichkeiten und Transparenz

Auszug aus dem Buch

2.3.1 Beschreibung des Wahlrechts

Das dritte für Kapitalgesellschaften relevante Wertansatzwahlrecht besteht darin, dass § 254 Satz 1 HGB erlaubt, den Wert, der aufgrund einer nur steuerrechtlich zulässigen Abschreibung entstanden ist (Steuervorteilswert), in die Handelsbilanz mittels Abschreibungen zu übernehmen. Damit können Vermögensgegenstände des Anlage- und Umlaufvermögens zu einem niedrigeren Wert, als es handelsrechtliche Wertmaßstäbe erlauben, angesetzt werden. Nach § 279 Abs. 2 HGB dürfen Kapitalgesellschaften solche Abschreibungen nur dann vornehmen, wenn für die steuerrechtliche Anerkennung der Abschreibung Bedingung ist, dass sie sich auch aus der Handelsbilanz ergibt. Es findet also eine Beschränkung auf steuerrechtliche Abschreibung statt, die die umgekehrte Maßgeblichkeit fordern. Da diese in § 5 Abs. 1 Satz 2 EStG für steuerrechtliche Wahlrechte zwingend vorgeschrieben ist, kommt es faktisch zu keiner Einschränkung für Kapitalgesellschaften.

Die Erfassung von Wertminderungen ist nicht das Ziel der eigentlich nur steuerrechtlich zulässigen Abschreibungen. Deren Intention ist es vielmehr über die Verkleinerung der Steuerbemessungsgrundlage die Steuerzahlungen der Unternehmen zu senken und damit wirtschafts- oder konjunkturpolitisch Wirkungen zu erzielen. Zu den Vorschriften, die zu diesem Zweck erlassen werden, zählen hauptsächlich steuerliche Sonderabschreibungen, die zusätzlich zu den planmäßigen Abschreibungen vorgenommen werden können, erhöhte Absetzungen, die an die Stelle der planmäßigen Abschreibungen treten, und Bewertungsabschläge, die die einmalige Wertkorrektur von Anschaffungs- oder Herstellungskosten bezeichnen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Definition der Bewertungspolitik und Einführung in die verschiedenen Wertansatzwahlrechte im Rahmen der Bilanzpolitik von Kapitalgesellschaften.

2. Arten von Wertansatzwahlrechten für Kapitalgesellschaften: Detaillierte Analyse der drei Bereiche: Finanzanlagevermögen, Zukunftswert im Umlaufvermögen sowie Steuervorteilswerte.

3. Empirische Beobachtungen in großen deutschen Aktiengesellschaften: Untersuchung der Jahresabschlüsse 2002 prominenter Konzerne zur Feststellung der tatsächlichen Nutzung dieser Wahlrechte.

4. Wahl des Steuervorteilswerts im Mittelpunkt der Wertansatzwahlrechte: Fazit, dass steuerlich motivierte Wahlrechte aufgrund der Gestaltungsmöglichkeiten am attraktivsten für Unternehmen sind.

Schlüsselwörter

Bilanzpolitik, Wertansatzwahlrechte, HGB, Kapitalgesellschaften, Finanzanlagevermögen, Umlaufvermögen, Steuervorteilswert, Niederstwertprinzip, Wertaufholungsgebot, Bilanzierung, Jahresabschluss, Stille Reserven, Steuerlatenz, Sonderposten mit Rücklagenanteil.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem Gestaltungsspielraum von Kapitalgesellschaften bei der Bewertung von Vermögensgegenständen im Rahmen der Handelsbilanz.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Zentrum stehen die drei Bereiche, in denen für Kapitalgesellschaften Wertansatzwahlrechte existieren: das Finanzanlagevermögen, der Zukunftswert im Umlaufvermögen und die Steuervorteilswerte.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die bilanzpolitische Bedeutung dieser Wahlrechte zu bewerten und durch einen empirischen Abgleich mit realen Geschäftsberichten zu prüfen, welche Instrumente in der Praxis tatsächlich angewendet werden.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt eine deduktive Herleitung der bilanzrechtlichen Rahmenbedingungen sowie eine empirische Einzelfallanalyse (Fallstudien) anhand der Jahresabschlüsse des Geschäftsjahres 2002 namhafter deutscher Aktiengesellschaften.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Beschreibung der drei Wahlrechtsbereiche sowie deren Auswirkungen und Relevanz für den Jahresüberschuss, gefolgt von einer Untersuchung der Anwendungspraxis.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Bilanzpolitik, Wertansatzwahlrechte, HGB, Steuervorteilswert und Niederstwertprinzip charakterisieren.

Warum ist das Wahlrecht bezüglich des Steuervorteilswerts besonders relevant?

Es ist besonders relevant, da es Unternehmen erlaubt, steuerliche Vergünstigungen direkt in die Handelsbilanz zu übernehmen, was zur Bildung stiller Reserven führen kann.

Was ergab der empirische Teil der Arbeit bei den untersuchten Konzernen?

Die Untersuchung ergab, dass die Wahlrechte im Finanzanlagevermögen und bezüglich des Zukunftswerts kaum explizit genutzt werden, während der Steuervorteilswert eine breite Anwendung in der Praxis findet.

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Details

Title
Wertansatzwahlrechte unter bilanzpolitischem Aspekt
College
Christian-Albrechts-University of Kiel  (Institut für BWL)
Course
Seminar zur ABWL zu bilanzpolitischen Themen
Grade
2,7
Author
Arne Ahrens (Author)
Publication Year
2003
Pages
18
Catalog Number
V20879
ISBN (eBook)
9783638246408
Language
German
Tags
Wertansatzwahlrechte Aspekt Seminar ABWL Themen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Arne Ahrens (Author), 2003, Wertansatzwahlrechte unter bilanzpolitischem Aspekt, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/20879
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