Inhaltsverzeichnis
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1 Einleitung 1
2 Definition und Abgrenzung 2
3 Netzwerkeffekte 2
3.1 Zentrale Bestandteile netzwerkartiger Organisationsformen. 3
3.2 Sozialen Mechanismen 4
3.2.1 Reputation 4
3.2.2 Eingeschränkter Zugang zu Austauschmechanismen 5
3.2.3 Netzwerkkultur. 6
3.2.4 Kollektive Sanktionen 6
3.3 Auswirkungen der Netzwerkeffekte 6
4 Effizienzbeurteilung von netzwerkartigen Organisationsformen. 7
4.1 Verhaltenswissenschaftlicher Ansatz 7
4.2 Konzept der Meta-Performance 9
4.2.1 Performance Konzept. 9
4.2.2 Konzept der Equity innerhalb eines Netzwerks. 10
5 Zusammenfassende Beurteilung und Ausblick. 10
6 Literatur. 13
I
1 Einleitung
Die Vernetzung von Organisationen, wie sie beispielhaft im Baugewerbe, Verlagswesen, der Film- und Aufnahmeindustrie (vgl. Powell 1996, S. 227ff.), der Finanzbranche (vgl. Chung, 1996) und anderen Bereichen anzutreffen ist, wirft weiterhin eine Zielzahl von Fragen auf. Fragestellungen in Bezug auf die Beurteilung der Wirkung und Effizienz netzwerkartiger Organisationen stehen daher im Rahmen dieser Arbeit im Mittelpunkt der Betrachtungen.
Die gezielte Betrachtung des Netzwerkaspekts von Organisationen wird durch die weitestgehende Ausklammerung dieses Aspekts in den Betrachtungen hierarchischer Organisationsformen notwendig (vgl. Nohria 1992, S. 7f.). Dadurch ergibt sich eine Nichtanwendbarkeit der Methoden und Verfahren, welche für hierarchische Organisationsstrukturen entwickelt wurden, so dass für netzwerkartige Organisationsformen neue Erklärungsansätze in Bezug auf deren Arbeitsweise und Methoden zur ihrer Analyse gefunden und kritisch betrachtet werden müssen.
Ziel dieser Arbeit ist es auf Basis der angegebenen Literatur eine kritische Darstellung und Analyse von Ansätzen zur Beurteilung der Wirkung und Effizienz von netzwerkartigen Organisationsformen aufzuzeigen. Vor dem Hintergrund der losen Kopplung der unabhängigen Akteure innerhalb einer netzwerkartigen Organisation muss deren Wirkung im Vergleich zu vertikal integrierten und hierarchisch koordinierten Unternehmen abgrenzt werden. Die zugrunde liegende Fragestellung soll dahingehend konkretisiert werden, dass unter der Wirkung netzwerkartiger Organisationsformen die innerhalb des Netzwerks auftretenden Netzwerkeffekte verstanden werden. Weiterhin sind zur Effizienzbeurteilung aufgrund der besonderen Eigenschaften netzwerkartiger Organisationsformen spezielle Methoden erforderlich. Auch aus diesem Grund stellt die Beurteilung der Effizienz alternativer Organisationsformen, wie hier der netzwerkartigen Organisationen, eine zentrale Herausforderung der Organisationstheorie dar (vgl. v. Werder 1999, S. 412).
Ausgangspunkt für die Diskussion der Wirkung von netzwerkartigen Organisationen ist die Definition und Abgrenzung von zentralen Begriffen netzwerkartiger Organisationen in Abschnitt 2. Im Anschluss daran werden in Abschnitt 3 die Netzwerkeffekte eingeführt. Zu Beginn werden in 3.1 die zentralen Bestandteile netzwerkartiger Organisationen dargestellt. Weiter werden in 3.2 die sozialen Mechanismen innerhalb des Netzwerks betrach-
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tet. Diese Betrachtung orientiert sich hauptsächlich an den innerhalb der Transaktionskostentheorie fundierten Ausführen von Jones et al. (1997) und lässt dabei andere Erklärungsversuche einfliesen. Abschließend werden in Abschnitt 3.3 die Auswirkungen der Netzwerkeffekte zusammenfassend beleuchtet.
Den zweiten Arbeitspunkt innerhalb dieser Arbeit stellt die Effizienzbeurteilung netzwerkartiger Organisationsformen dar. Zuerst wird in Abschnitt 4.1 ein verhaltenstheoretisch fundierter Ansatz zur Effizienzbeurteilung aufgezeigt. Anschließend wird in Abschnitt 4.2 das Konzept der „Meta-Performance“ (vgl. Leseure, 2001) vorgestellt, welches einen zweidimensionalen Ansatz darstellt, innerhalb dessen das Konzept der Performance per se und das Konzept der Equity innerhalb eines Netzwerks vereint wird.
Den Abschluss der Arbeit bilden eine zusammenfassende Beurteilung und ein Ausblick.
2 Definition und Abgrenzung
Aufgrund der Vielzahl der in der Literatur vorhandenen Netzwerkbegriffe wird im Folgenden eine kurze Definition angegeben. Netzwerke werden im Rahmen dieser Arbeit als „spezifische Form der Koordination sozialer und ökonomischer Austauschprozesse“ (vgl. Hirsch-Kreinsen 2002, S. 107) verstanden. Wobei speziell ein Unternehmensnetzwerk als Organisations-form zwischenbetrieblichen Austauschs betrachtet werden kann, das sich durch die mehr oder wenig kooperative und stabile Zusammenarbeit von mehreren rechtlich unabhängigen Unternehmen auszeichnet (vgl. Staber 1999, S. 58). Aus Sicht der Transaktionskostentheorie stellt das Netzwerk neben den Markttransaktionen und den Transaktionen innerhalb hierarchischer Regelungsstrukturen einen weiteren Tauschmodus dar (vgl. Powell 1996, S. 219f.). Betrachtet man den Aufbau, so bestehen Netzwerke aus verschiedenen Akteuren, die über eine Anzahl von Beziehungen unterein-ander verbunden sind (vgl. Wassermann/Faust 1994, S. 20). Die Ausführungen in dieser Arbeit beziehen sich, soweit nicht anders vermerkt, auf homogene polyzentrische Netzwerke. Die Begriffe Netzwerk, netzwerkartige Organisationsform und netzwerkartige Organisation werden im Folgenden synonym verwendet.
3 Netzwerkeffekte
Im folgenden Abschnitt wird die Wirkung von Netzwerken, worunter wie bereits einleitend erwähnt wurde, die auftretenden Netzwerkeffekte ver-
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standen werden, analysiert. Der Begriff Netzwerkeffekt beschreibt dabei die Wirkung, welche durch die Einbettung der Akteure in die netzwerkartige Organisationsform auf die Handlung der Akteure ausübt (vgl. Wald 2003, S.4ff.). Netzwerkeffekte spiegeln sich dabei den in zentralen Bestandteilen netzwerkartiger Organisationen, den sozialen Mechanismen zwischen den Akteuren des Netzwerks und den Handlungen der einzelnen Akteure wieder (vgl. Jones et al. 1997; Uzzi 1996/1997). Die sozialen Mechanismen werden hierbei basierend auf der Transaktionskostentheorie begründet, wobei angenommen wird, dass diese Mechanismen im Rahmen des Netzwerkes helfen sollen die Transaktionskosten der Akteure zu reduzieren (vgl. Jones et al. 1997).
3.1 Zentrale Bestandteile netzwerkartiger Organisationsformen
Die gegenseitige Bereitschaft, auch ohne sofortige Gegenleistung für andere Akteure einzuspringen, und das Vertrauen darauf, dass sich entsprechendes Verhalten auf längere Zeit für alle Akteure auszahlen wird, stellt den wichtigsten Bestandteil netzwerkartiger Organisationen dar (vgl. Bachmann 1999, S. 112). Der Bestandteil Vertrauen, welcher durch die Einbettung der Akteure in Beziehungsnetzwerke entsteht, wird auch von anderen Autoren als zentraler Punkt zum Aufbau eines Netzwerkes angesehen (vgl. auch Uzzi 1996, S. 677; Hirsch-Kreinsen 2002, S.111; Wald 2003, S. 5). Weiterhin nennt Powell neben dem Vertrauen als die wesentlichen Bestandteile von netzwerkartigen Organisationsformen ergänzend das Wissen und den Bedarf nach Geschwindigkeit (vgl. Powell 1996, S. 252ff.).
Der Aspekt des Wissens wird durch einen wesentlich reichhaltigeren Informationsfluss zwischen den Netzwerkakteuren abgebildet (vgl. Uzzi 1996, S. 677). Effekt des Netzwerks ist dabei, dass im Gegensatz zum Informationsaustausch bei marktüblichen Transaktionen, der durch Angaben zu Qualität und Preis geprägt ist, zwischen Netzwerkakteuren zusätzliche In-formationen preisgegeben werden (vgl. Jones et al. 1997, S. 683f.). Der Wissensaspekt stellt dabei nicht nur Grundlage sondern auch das Ziel netzwerkartiger Organisationen dar, da sich mit Hilfe von netzwerkartigen Organisationen Know-how und Zugang zu nicht standarisierbaren Wissen erreichen lassen (vgl. Powell 1996, S. 252ff.; Hirsch-Kreinsen 2002, S. 111).
Die Wirkung von netzwerkartigen Organisationsformen äußert sich weiterhin darin, dass es mit ihrer Bildung für Unternehmen möglich wird, ihre
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Arbeit zitieren:
Dr. Jens Hilgert, 2003, Wirkung und Effizienz von netzwerkartigen Organisationsformen, München, GRIN Verlag GmbH
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