Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Speech Science / Linguistics

Begriffsgeschichte des Vertrauens

Title: Begriffsgeschichte des Vertrauens

Term Paper , 2013 , 14 Pages

Autor:in: Vanessa Kaßner (Author)

Speech Science / Linguistics
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Die vorliegende Hausarbeit beschäftigt sich mit der geschichtlichen Entwicklung des Begriffs Vertrauen. Hierzu erfolgt zuerst eine allgemeine Definition des Begriffs Vertrauen mit Hilfe der Brockhaus Enzyklopädie, des Lexikons der Biologie, des Lexikons für Theologie und Kirche und diverser Internetquellen, die eine aktuelle Definition liefern. Es soll aufgezeigt werden, woher der Begriff stammt und mit welchem Verständnis er in der Geschichte verwendet wurde. Anschließend wird thematisiert, wie der Begriff heute im Wortschatz genutzt wird und ob er unterschiedliche Bedeutungsinhalte aufweist. Es wird herausgestellt, in welchen Bereichen heutzutage von Vertrauen gesprochen wird und welchen Einfluss Vertrauen auf die heutige Gesellschaft hat. So untersucht Niklas Luhmann, welche Funktion Vertrauen in sozialen Systemen übernimmt. Wie wird der Begriff Vertrauen in der Theologie und im aktuellen Sprachverbrauch verwendet? Thema der Hausarbeit ist es, den Begriff Vertrauen in seiner Begriffsgeschichte zu verfolgen und seinen Bedeutungswandel darzustellen. Verschiedene Formen und Verwendungen werden etymologisch thematisiert. Ziel der Arbeit ist es, den Begriff Vertrauen geschichtlich zu verfolgen und auf seine aktuelle Relevanz einzugehen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Methoden der begriffsgeschichtlichen Analyse

2.1. Definitionen von Vertrauen

2.2. Etymologie

3. Die historische Entwicklung des Begriffs Vertrauen

3.1. Die Verwendung des Begriffs Vertrauen nach Luhmann

3.2. Die Verwendung des Begriffs Vertrauen in der Theologie

3.3. Die aktuelle Verwendung des Begriffs Vertrauen

4. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, die geschichtliche Entwicklung des Begriffs „Vertrauen“ nachzuvollziehen, seinen Bedeutungswandel zu analysieren und seine aktuelle Relevanz innerhalb verschiedener gesellschaftlicher Bereiche kritisch zu beleuchten.

  • Begriffsgeschichtliche Analyse und diachronische Untersuchung
  • Etymologische Herleitung und semantische Entwicklung
  • Soziologische Betrachtung von Vertrauen als Mechanismus der Komplexitätsreduktion (Luhmann)
  • Theologische Perspektiven und Bedeutung von Gottvertrauen
  • Aktuelle wirtschaftliche Implikationen und Vertrauensverlust in Krisenzeiten

Auszug aus dem Buch

3.1. Die Verwendung des Begriffs Vertrauen nach Luhmann

Nach Luhmann ist Vertrauen ein wichtiger Bestandteil des sozialen Lebens. Auch wenn der Mensch in vielen Situationen entscheiden kann, ob er Vertrauen schenken möchte oder nicht, wären viele Handlungen ohne Vertrauen gar nicht möglich.

„Wer Vertrauen erweist, nimmt Zukunft vorweg. Er handelt so, als ob er der Zukunft sicher wäre.“ Der Mensch bezieht sein Vertrauen oder Misstrauen aus den in der Vergangenheit gemachten Erfahrungen, denn die „Orientierung am Gewesenen kann die Welt vereinfachen und verharmlosen.“

Die Welt erscheint nach Luhmann dadurch weniger komplex. Vertrauen wird in die Zukunft gerichtet, in der es nur bestimmte Möglichkeiten, zu handeln, gibt. Durch das Vertrauen legt sich der Mensch nach Luhmann auf eine Zukunft fest. Der Mensch legt durch Kommunikation ein sichtbares Verhalten dar, indem er etwas bewusst oder unbewusst über sich mitteilt. Vertrauen muss einem von einer anderen Person geschenkt werden. Es bedarf einer Vorleistung, nämlich der, dass man selbst bereit ist, Vertrauen zu schenken. Vertrauen erwerben kann nur derjenige, der am sozialen Leben teilnimmt und dabei bereit ist, „fremde Erwartungen in die eigene Selbstdarstellung einzubauen.“

Nur wer sich selbst auf eine Art zu sein festlegt, kann auf andere Menschen vertrauenswürdig wirken. Vertrauen und Misstrauen sind von der individuellen Lebensführung abhängig. Selbstsichere Menschen und Sozialsysteme verfügen über eine größere Vertrauensbereitschaft, da sie bereit sind, Enttäuschungen anzunehmen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung umreißt die Untersuchung der geschichtlichen Entwicklung des Vertrauensbegriffs und definiert das methodische Vorgehen.

2. Methoden der begriffsgeschichtlichen Analyse: Dieses Kapitel erläutert die historisch-kritische Vorgehensweise, um den Bedeutungswandel von Begriffen über verschiedene Epochen hinweg erfassbar zu machen.

2.1. Definitionen von Vertrauen: Hier werden verschiedene Begriffsbestimmungen aus Lexika und Nachschlagewerken zusammengetragen, um das psychologische und soziale Spektrum des Vertrauens aufzuzeigen.

2.2. Etymologie: Dieser Abschnitt widmet sich der sprachgeschichtlichen Herkunft des Verbs „trauen“ und dessen Entwicklung vom althochdeutschen Sprachgebrauch bis zur heutigen Verwendung.

3. Die historische Entwicklung des Begriffs Vertrauen: Eine Übersicht über die semantische Rolle von Vertrauen in der Antike, im römischen Recht sowie in theologischen Zusammenhängen.

3.1. Die Verwendung des Begriffs Vertrauen nach Luhmann: Analyse von Vertrauen als soziologischem Instrument zur Reduktion gesellschaftlicher Komplexität und als Voraussetzung für soziales Handeln.

3.2. Die Verwendung des Begriffs Vertrauen in der Theologie: Untersuchung der spirituellen Dimension, insbesondere des Gottvertrauens als fundamentale Basis zwischen Mensch und Transzendenz.

3.3. Die aktuelle Verwendung des Begriffs Vertrauen: Betrachtung der Bedeutung von Vertrauen in der modernen Wirtschaftswelt und den Folgen von Vertrauensverlust durch Finanzkrisen.

4. Schluss: Zusammenfassung der wesentlichen Erkenntnisse über den Bedeutungswandel und die Beständigkeit des Begriffs Vertrauen in modernen Kontexten.

Schlüsselwörter

Vertrauen, Begriffsgeschichte, Soziale Komplexität, Niklas Luhmann, Etymologie, Gottvertrauen, Vertrauensmissbrauch, Historisch-kritische Analyse, Wirtschaftsvertrauen, Risikobereitschaft, Urvertrauen, Semantik, Gesellschaftlicher Zusammenhalt, Bedeutungswandel.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Geschichte, die Entwicklung und den Bedeutungswandel des Begriffs „Vertrauen“ in verschiedenen gesellschaftlichen und wissenschaftlichen Kontexten.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zu den zentralen Themen gehören die begriffsgeschichtliche Methodik, die Etymologie des Wortes, soziologische Theorien (Luhmann), theologische Bezüge sowie die heutige Rolle von Vertrauen in der Wirtschaft.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, nachzuverfolgen, wie sich das Verständnis von Vertrauen über die Jahrhunderte gewandelt hat und welche aktuelle Relevanz es für das Zusammenleben und wirtschaftliches Handeln besitzt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich primär auf eine historisch-kritische sowie eine begriffsgeschichtliche Analyse, ergänzt durch die Auswertung von Lexika, Enzyklopädien und soziologischen Standardwerken.

Was bildet den Kern des Hauptteils?

Im Hauptteil wird zunächst die Herkunft des Wortes geklärt, bevor die theoretischen Ansätze von Niklas Luhmann sowie der theologische und ökonomische Sprachgebrauch gegenübergestellt werden.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit am besten charakterisieren?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Vertrauen, Begriffsgeschichte, Soziologie, Luhmann, Krisenfolgen und semantischer Wandel beschreiben.

Warum spielt die Unterscheidung zwischen „Vertrauen“ und „Vertrautheit“ eine Rolle?

Die Arbeit arbeitet heraus, dass Vertrauen vorwiegend zukunftsorientiert ist und Risiken birgt, während Vertrautheit eher vergangenheitsorientiert ist und ein Gefühl der Gewohnheit vermittelt.

Welchen Einfluss hat die Finanzkrise auf den Vertrauensbegriff?

Die Autorin stellt fest, dass in der aktuellen Wirtschaftssprache Vertrauen oft in einem negativen Kontext, nämlich im Sinne von Vertrauensverlust und notwendiger Kontrolle, thematisiert wird.

Excerpt out of 14 pages  - scroll top

Details

Title
Begriffsgeschichte des Vertrauens
College
University of Dusseldorf "Heinrich Heine"
Author
Vanessa Kaßner (Author)
Publication Year
2013
Pages
14
Catalog Number
V209561
ISBN (eBook)
9783656374916
Language
German
Tags
begriffsgeschichte vertrauens
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Vanessa Kaßner (Author), 2013, Begriffsgeschichte des Vertrauens, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/209561
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  14  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint