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Inhalt
Inhalt........................................................................................................................................... 1
1.Vorwort 2
2. Kurzbiographie Kafkas 3
3. Kurzfassung von „Schakale und Araber“ 4
4. Charakterisierungen 5
4.1 Der Europäer 5
4.2 Die Schakale. 6
4.3 Die Araber 7
5. Interpretation 8
6. Weitere Interpretationsansätze 13
6.1 Sucht. 13
6.2 Schicksal / Naturgesetze. 14
6.3 Juden. 15
7. Literaturverzeichnis 17
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1.Vorwort
Die Arbeit mit Kafka und „Schakale und Araber“ im Speziellen gestaltete sich für mich weitaus schwieriger, als ich es am Anfang des Wintersemesters annahm.
Es war sehr schwer, Sekundärliteratur zu „Schakale und Araber“ zu finden. Selbst im Internet habe ich nichts gefunden. Lediglich ein Aufsatz von Walter H. Sokel in „Die deutsche Parabel“ (siehe Literaturverzeichnis) hat sich eingehender mit dieser Erzählung Kafkas - im Vergleich zum Prüglerkapitel des Landarztbandesbeschäftigt. In anderen Werken wird diese Tiergeschichte lediglich am Rande erwähnt.
Es war für mich eine lehrreiche Herausforderung, mich mit Kafka und insbesondere mit „Schakale und Araber“ zu beschäftigen. Aber ich habe dabei festgestellt, dass mir Kafka und sein Schreibstil nicht sonderlich liegen, da seine persönlichen Probleme in jeder seiner Erzählungen präsent sind und eine Auseinandersetzung damit nicht einfach ist.
Ich hoffe trotz meiner Probleme mit Kafka, dass mir eine aufschlussreiche, interessante und in sich schlüssige Interpretation von „Schakale und Araber“ gelungen ist.
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2. Kurzbiographie Kafkas
Geboren 3.07.1883 in Prag, gestorben 3.06.1924 im Sanatorium Kieling bei Wien. Kafka war der Sohn einer wohlhabenden jüdischen Kaufmannsfamilie. Er stand zeitlebens unter dem Druck seines von ihm gefürchteten Vaters. 1901 - 1906 studierte er Germanistik und Jura in Prag. 1906 promovierte er zum Dr. jur. Nach einer kurzen Praktikantenzeit am Landesgericht in Prag wurde er Angestellter bei einer Arbeiter-Unfall-Versicherung. Am 1.07.1922 wurde er aus Krankheitsgründen pensioniert.
Franz Kafka war ein einsamer, unverstandener Einzelgänger. Freundschaft verband ihn mit M. Brod und F. Werfel. 1910 bis 1912 verlebte er Kurzaufenthalte in Italien, Frankreich, Ungarn und der Schweiz. Sein Verhältnis zu Frauen war schwierig. Zweimal hat er sich 1914 verlobt und dieses Verhältnis wieder gelöst. 1920 bis 1922 quälte ihn eine unerfüllte Liebe zu Milena Jesenska, was zahlreiche Briefe dokumentieren. 1923 lebte er mit Dora Diamant als freier Schriftsteller in Berlin und Wien zusammen.
1924 starb Kafka in einem Wiener Sanatorium an Kehlkopf-Tuberkulose. Sein literarischer Nachlass, welchen er testamentarisch zur Verbrennung bestimmt hatte, wurde gegen seinen Willen von M. Brod veröffentlicht.
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3. Kurzfassung von „Schakale und Araber“
Die Tiergeschichte, wie Kafka „Schakale und Araber“ (entstanden im Januar 1917) bei ihrem ersten Erscheinen in Der Jude 2 (Seiten 488-490) im Oktober1917 bezeichnete 1 , ist eine ca. 4 ½-seitige Erzählung über den Ich-Erzähler, einen Europäer, der in ein fremdes Land kommt und dort auf eine Menschen- und eine Tiergruppe trifft, „die genetisch wie historisch begründeter Hass verbindet.“ 2 Der Reisende lagert mit einer Karawane von Arabern in der Wüste und legt sich etwas abseits der Gruppe, um zu schlafen. Seine Nachtruhe wird durch das Geheul der Schakale gestört, die um das Lager herumschleichen. Diese Schakale kommen zu ihm und sprechen ihn an. Sie sehen in ihm ihren Messias, der sie von den ihnen so verhassten Arabern erlösen kann. Die Araber schlachteten Tiere, so der Schakal, um sie zu essen, und befleckten insofern die Welt, wohingegen die Schakale die Natur vom Aas reinigten, dessen Blut sie austränken.
Der Europäer hört sich die Ausführungen der Schakale an, wahrt aber Distanz, indem er sich nicht in das Geschehen hineinziehen lässt. Er urteilt nicht, er hört nur zu und fragt (aus Interesse) nach.
Die Schakale wollen, dass er den Arabern mit einer alten, verrosteten Schneiderschere, die sie ihm reichen, die Hälse durchschneidet. Ein Araber taucht auf. Er weiß über die Geschichte der Schakale Bescheid, denn die Schakale - so sagt er - erzählen sie jedem Europäer. Der Araber inszeniert ein Schauspiel für den Europäer:
Ein verendetes Kamel wird herbeigebracht. Die Schakale vergessen ihren Hass und fallen über es her. Der Araber schlägt ihnen mit der Peitsche über die Schnauzen, sie weichen kurz zurück, können aber nicht widerstehen und kommen wieder. Als der Araber abermals zuschlagen will, fasst der Europäer seinen Arm und hält ihn auf. Der Araber stimmt zu, lässt von den Schakalen ab und lobt deren Schönheit.
1 Vgl. Hartmut Binder, S. 202
2 Kafka Handbuch Band 2, S. 328
Arbeit zitieren:
Daniela Weismann, 2003, Schakale und Araber von Franz Kafka - eine Interpretation, München, GRIN Verlag GmbH
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