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Theorieansätze und exemplarische Vergleiche der aktuellen Medien- und Kommunikationsforschung

Titel: Theorieansätze und exemplarische Vergleiche der aktuellen Medien- und Kommunikationsforschung

Vordiplomarbeit , 2003 , 27 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Moritz Klöppel (Autor:in)

Soziologie - Medien, Kunst, Musik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Eine einheitliche Theorie zur Erklärung der Phänomene im Zusammenhang mit dem Mediengebrauch von Kindern und Jugendlichen gibt es zur Zeit (noch) nicht. 1 Im Folgenden soll versucht werden einen Überblick über die aktuellen Theoriemodelle der Medien- und Kommunikationsforschung herzustellen. Besonderer Schwerpunkt wird dabei auf die Rezeption von Gewalt- und Aggressionshandlungen in den Medien gelegt, wobei auch hier die unterschiedlichen Ansätze beleuchtet werden sollen.

Kann also „menschliches Handeln als ein im weiteren Sinne dinglich verursachtes Ereignis oder aber eher als Ergebnis von [...] selbstverantwortlich bestimmten Willensäußerungen eines aktiven und selbstreflexiven Subjekts angesehen werden [...]“ 2 ? Inwieweit adaptieren Kinder und Jugendliche die Medieninhalte, und in welchem Ausmaß tragen diese zur Gestaltung des sozialen und familiären Alltags bei? Könnten in diesem Fall demzufolge eindeutige Rückschlüsse über das Nachahmen von Fernsehgewalt im realen Leben gezogen werden? Gerade diese in der Öffentlichkeit sehr populären Fragestellungen sollen in den folgenden Kapiteln besondere Berücksichtigung finden, mit verschiedenen Theorieansätzen untersucht und durch weiteres Textmaterial überprüft werden. Als Grundlage dienen dabei die Aufsatzsammlung von Mike Friedrichsen und Gerhard Vowe sowie Michael Charltons und Klaus Neumann-Brauns Einführungsliteratur in die aktuelle kommunikationswissenschaftliche Forschung.

Die darin zu findenden Forschungsansätze liefern einen Einblick in die kontroverse Diskussion um die Rolle des Zuschauers als „passiven Rezipienten und [der] Wirkung des Mediums“ 3 . Des Weiteren soll so ein Überblick über die mannigfache Hypothesenbildung geschaffen und einleitend auf die kommunikationswissenschaftlichen Texte vorbereitet werden. [..]

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1. Historischer Ansatz

1.2. Wirkungsansatz

1.3. „Uses and Gratifications Approach“ - Nutzenansatz

1.4. Ethnomethodologischer Ansatz

1.5. Medienbiografischer Ansatz

1.6. Medienökologischer Ansatz

2. Aufsätze zum Thema

2.1. Aufenanger: „Wie Kinder und Jugendliche Gewalt im Fernsehen verstehen“

2.2. Kunczik: „Wirkungen von Gewaltdarstellungen – Zum aktuellen Stand der Diskussion“

2.3. Vollbrecht: „Jugendkulturelle Szenen und ihre Medien“

3. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit gibt einen Überblick über aktuelle Theoriemodelle der Medien- und Kommunikationsforschung, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf der Rezeption von Gewalt- und Aggressionshandlungen in den Medien liegt. Ziel ist es, den Einfluss von Medieninhalten auf den sozialen Alltag von Kindern und Jugendlichen zu untersuchen und die kontroverse Diskussion um den Zuschauer als passiven Rezipienten kritisch zu beleuchten.

  • Theoretische Modelle der Medienwirkungsforschung
  • Rezeption von Gewalt in den Medien durch Kinder und Jugendliche
  • Geschlechtsspezifische Sozialisation durch Fernsehinhalte
  • Jugendkulturelle Szenen und ihr Verhältnis zu Medien
  • Rolle von Kontextfaktoren bei der Mediennutzung

Auszug aus dem Buch

1.1. Historischer Ansatz

Die Hinwendung zur Geschichtsperspektive in der Medienforschung verdankt ihre Rechfertigung nicht allein dem Umstand, dass es an sich interessant ist, eine pointiert medienwissenschaftliche Geschichtsschreibung vorzunehmen; vielmehr bemisst sich die Relevanz kommunikationshistorischer Fragestellungen an ihrer Funktionalität für die Untersuchung aktueller Kommunikationsprobleme.

Die von Michael Charlton und Klaus Neumann-Braun beschriebene Entwicklung der letzten Jahre, nämlich die zunehmend historische Erforschung von individueller und gesellschaftlicher Kommunikation, steht im Vordergrund dieses Forschungsansatzes. So könne er maßgeblichen Einfluss auf Erkenntnisse und Lösungsvorschläge aktueller Kommunikationsprobleme nehmen, Erklärungen anbieten und den geschichtlichen Werdegang heutiger Phänomene zu erklären helfen.

Es dürfe, laut Roland Burkart, jedoch nicht der Fehler gemacht werden, Verhaltensweisen und Auswirkungen zurückliegender Medienrezeption ohne Berücksichtigung der sich heute ständig verändernden Medienlandschaft in die aktuelle Kommunikationsforschung mit einzubeziehen. So unterstreichen die Autoren die Bedeutung der Inter- und Multidisziplinarität, denn heutige Theorien und historische Erkenntnisse seien nur durch das Zusammenwirken verschiedener Wissenschaftsrichtungen eindeutig miteinander zu verknüpfen und als solche definierbar.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik ein und verdeutlicht, dass es derzeit keine einheitliche Theorie zur Erklärung von Mediengebrauch bei Kindern und Jugendlichen gibt, weshalb ein Überblick über aktuelle Theoriemodelle notwendig ist.

1.1. Historischer Ansatz: Der Abschnitt erläutert die Bedeutung einer geschichtlichen Perspektive für die Untersuchung heutiger Kommunikationsprobleme und betont den notwendigen interdisziplinären Ansatz.

1.2. Wirkungsansatz: Hier werden medienzentrierte, rezipientenorientierte Ansätze sowie komplexe Kausalmodelle unterschieden, um die Wirkung von Medieninhalten besser zu verstehen.

1.3. „Uses and Gratifications Approach“ - Nutzenansatz: Dieser Ansatz betrachtet den Rezipienten als aktiv Handelnden, der Medien gezielt zur Befriedigung spezifischer Bedürfnisse nutzt.

1.4. Ethnomethodologischer Ansatz: Der Fokus liegt darauf, wie Menschen in sozialen Interaktionen und durch den Mediengebrauch gemeinsam Sinn in ihrem Alltag erzeugen.

1.5. Medienbiografischer Ansatz: Dieser Ansatz rückt die individuelle Lebensgeschichte und subjektive Sichtweise des Rezipienten in das Zentrum der Untersuchung des Mediengebrauchs.

1.6. Medienökologischer Ansatz: Hier wird der Mensch in seinem räumlichen und zeitlichen Kontext betrachtet, um das Zusammenspiel von Individuum, Gesellschaft und Medienumgebung zu erfassen.

2. Aufsätze zum Thema: In diesem Kapitel werden drei ausgewählte Aufsätze vorgestellt, die Gewaltverständnis, Medienwirkungsdiskussionen und jugendkulturelle Szenen im Kontext medialer Einflüsse analysieren.

2.1. Aufenanger: „Wie Kinder und Jugendliche Gewalt im Fernsehen verstehen“: Das Kapitel untersucht geschlechts- und altersspezifische Nutzungsmuster sowie die Bedeutung der familiären Umgebung bei der Interpretation von TV-Gewalt.

2.2. Kunczik: „Wirkungen von Gewaltdarstellungen – Zum aktuellen Stand der Diskussion“: Es werden verschiedene Definitionen von Gewalt und Aggression beleuchtet und die oft komplexe, nicht monokausale Beziehung zwischen TV-Gewalt und Zuschauerverhalten kritisch diskutiert.

2.3. Vollbrecht: „Jugendkulturelle Szenen und ihre Medien“: Dieses Kapitel beschreibt Jugendszenen als subkulturelle, eigenständige Milieus, die Medien zur Identitätsbildung, Selbstdarstellung und Gruppenabgrenzung nutzen.

3. Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst zusammen, dass ein pauschaler Medieneinfluss nicht nachweisbar ist und Medien nur ein Faktor unter vielen in der Persönlichkeitsentwicklung und Sozialisation sind.

Schlüsselwörter

Medienwirkungsforschung, Rezeption, Gewalt im Fernsehen, Sozialisation, Jugendkulturen, Uses and Gratifications Approach, Identitätsbildung, Kommunikationswissenschaft, Mediennutzung, Kausalmodelle, Medienkompetenz, Soziale Interaktion, Aggressionsforschung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den theoretischen Ansätzen der aktuellen Medien- und Kommunikationsforschung und prüft deren Anwendbarkeit im Hinblick auf den Mediengebrauch von Kindern und Jugendlichen sowie deren Umgang mit Gewaltdarstellungen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen sind verschiedene theoretische Wirkungsmodelle, die Rolle der Medien bei der geschlechtsspezifischen Sozialisation, die Bedeutung des sozialen Kontextes für die Mediennutzung und die Analyse spezifischer jugendkultureller Szenen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, einen Überblick über den aktuellen Stand der medienwissenschaftlichen Forschung zu geben und zu hinterfragen, inwieweit Medien als Ursache für Verhaltensänderungen oder Aggressionen bei jungen Menschen verantwortlich gemacht werden können.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit stützt sich primär auf eine theoretische Literaturanalyse. Dabei werden verschiedene Forschungsansätze und Aufsatzsammlungen von Experten der Kommunikationswissenschaft referiert, gegenübergestellt und in Bezug auf ihre Relevanz bewertet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung in verschiedene Ansätze (historisch, wirkungsorientiert, nutzenorientiert, ethnomethodologisch, biografisch, ökologisch) sowie die detaillierte Vorstellung und Einordnung dreier ausgewählter Fachaufsätze zu Gewalt und Jugendkulturen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Medienwirkungsforschung, Rezeptionsanalyse, Jugendkulturen, Sozialisation und die kritische Auseinandersetzung mit der Wirkung von Fernsehgewalt geprägt.

Warum ist die Unterscheidung zwischen „natürlicher“ und „künstlicher“ Gewalt wichtig?

Diese Unterscheidung ist entscheidend, da Rezipienten, insbesondere Kinder, sehr unterschiedlich auf die lebensnahe Präsentation in Dokumentationen im Vergleich zur künstlichen Gewalt, etwa in Zeichentrickfilmen, reagieren und die Fähigkeit zur Differenzierung zwischen Realität und Fiktion erst erlernen müssen.

Welche Rolle spielt die Familie im untersuchten Medienkontext?

Die Familie fungiert als primäres soziales Umfeld, das als Puffer oder Verstärker für Medienwirkung dienen kann. Gemeinsames Fernsehen und familiäre Interaktionsmuster sind wesentliche Variablen, die entscheiden, wie Medieninhalte wahrgenommen, gedeutet und verarbeitet werden.

Ende der Leseprobe aus 27 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Theorieansätze und exemplarische Vergleiche der aktuellen Medien- und Kommunikationsforschung
Hochschule
Carl von Ossietzky Universität Oldenburg  (Soziologie)
Note
1,0
Autor
Moritz Klöppel (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2003
Seiten
27
Katalognummer
V21035
ISBN (eBook)
9783638247511
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Theorieansätze Vergleiche Medien- Kommunikationsforschung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Moritz Klöppel (Autor:in), 2003, Theorieansätze und exemplarische Vergleiche der aktuellen Medien- und Kommunikationsforschung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/21035
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Leseprobe aus  27  Seiten
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