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Das Modell der deutschen zweiphasigen Lehrerausbildung: Kritik und Reformansätze

Die Positionen der Berufsschullehrerverbände, der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft und der Sektion Berufs- und Wirtschaftspädagogik

Titel: Das Modell der deutschen zweiphasigen Lehrerausbildung: Kritik und Reformansätze

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2003 , 24 Seiten , Note: 2,0-

Autor:in: Anett Grießer (Autor:in)

Didaktik - BWL, Wirtschaftspädagogik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegenden Ausführungen beschäftigen sich mit der deutschen zweiphasigen Lehrerausbildung. Dabei steht die Ausbildung von Lehrerinnen und Lehrern für das berufliche Schulwesen im Mittelpunkt. Anfänglich wird die aktuelle Situation beschrieben. „Da es als erwiesen gilt, daß die Kompetenzen und Qualifikationen von Lehrenden große Bedeutung haben für die personalen Entwicklungsmöglichkeiten der Lernenden resultiert aus der Kritik an der Schule die Kritik an der Lehrerarbeit, die ausgeweitet wird zur Kritik an der Lehrerbildung.“1 Die Ausgangslage wird anhand der grundlegenden, für die künftige Ausgestaltung bedeutsamen strukturellen Bedingungen und Problemlagen dargestellt. Im Anschluss daran werden, wenngleich die Verbesserungsvorschläge in beinahe jede denkbare Richtung weisen, die Positionen der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), der Berufsschullehrerverbände sowie der Sektion Berufs- und Wirtschaftspädagogik (BWP) zu Reformansätzen erläutert. Aufgrund der umfangreichen Erfahrungen der Berufs- und Wirtschaftspädagogen aus ihrer wissenschaftlichen Arbeit in der universitären Berufsschullehrerbildung, haben die Stellungnahmen der Sektion BWP zur Berufsschullehrerbildung nicht nur in der vorliegenden Arbeit, sondern auch „im politischen Raum einiges Gewicht.“2

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einführung

2 Ausgangslage

2.1 Aktuelle Struktur der Lehrerausbildung in Deutschland

2.1.1 Allgemeines

2.1.2 Die erste Phase der Lehrerbildung: Universität

2.1.2.1 Etablierte Studiengangmodelle

2.1.2.2. Merkmale dieser Studiengangmodelle

2.1.2.3 Vorzüge des Diplom-Modells

2.1.3 Die zweite Phase der Lehrerbildung: Der Vorbereitungsdienst

2.2 Probleme/Kritik an der gegenwärtigen Situation

2.2.1 Attraktivitätsprobleme und Nachwuchsmangel

2.2.2 Universitätsstruktur und Lehrangebote

2.2.3 Mangelhafter Ausbau der Fachdidaktiken

2.2.4 Missverhältnis zwischen Theorie und Praxis

2.2.5 Polyvalenz: Zielkonflikt

2.2.6 Qualitätsmangel bei Quer- und Seiteneinsteigerprogrammen

2.2.7 Problematische Veränderungen der Studienstruktur

2.2.8 Probleme in der zweiten Phase der Lehrerbildung

3 Reformansätze: Die Positionen von BLBS, VLW, der Sektion BWP sowie der GEW

3.1 Struktur und Organisation der Ausbildung

3.1.1 Maßstab für Reformvorhaben: etablierte Studiengangsmodelle

3.1.2 Veränderung der Studienstruktur: Einführung neuer Studiengangmodelle

3.1.3 Festhalten an universitärer Ausbildung

3.1.4 Konzentration der Standorte

3.2 Inhaltliche Gestaltung des Studiums

3.2.1 Ausbau der Fachdidaktiken sowie Verzahnung von Theorie und Praxis

3.2.2 Entwicklung eines Kerncurriculums zur Sicherung der Qualität der pädagogischen und didaktischen Ausbildung der zukünftigen Lehrkräfte

3.3 Nachqualifizierung von Seiteneinsteigern: Wahrung der Qualitätsstandards

3.4 Maßnahmen zur Attraktivitätssteigerung und zur Sicherung des Nachwuchses

4 Resümee

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit untersucht die Struktur und aktuelle Problemlagen der zweiphasigen deutschen Lehrerausbildung mit Fokus auf das berufliche Schulwesen. Ziel ist es, unter Berücksichtigung der Positionen maßgeblicher Berufsverbände und der Wissenschaft, Reformansätze zur Qualitätssteigerung und Attraktivitätssicherung aufzuzeigen.

  • Analyse der bestehenden Strukturen der ersten universitären und zweiten schulpraktischen Ausbildungsphase.
  • Kritische Beleuchtung von Problemen wie Nachwuchsmangel, Theorie-Praxis-Defiziten und Strukturfragen.
  • Diskussion der Positionen von BLBS, VLW, Sektion BWP und GEW zur Reform der Lehrerausbildung.
  • Bewertung neuer Modelle (Bachelor/Master) im Kontext bewährter Diplomstudiengänge.
  • Entwurf von Maßnahmen zur Qualitätssicherung durch Kerncurricula und fachdidaktischen Ausbau.

Auszug aus dem Buch

2.1.2.3 Vorzüge des Diplom-Modells

Aus Sicht der eben erwähnten Verbände weist das Diplommodell im Gegensatz zum Staatsexamensmodell deutliche Vorteile auf und ist daher wesentlich attraktiver. Zum Einen ermöglicht die Polyvalenz dieses Studiums den Absolventen, auch eine Tätigkeit außerhalb des öffentlichen berufsbildenden Schulwesens aufzunehmen, beispielsweise im Bereich der betrieblichen Aus- und Weiterbildung, der Bildungsverwaltung und –beratung oder der außerschulischen Erwachsenenbildung. Die größere Nähe zu den fachwissenschaftlichen Bezugsdisziplinen stellt einen weiteren Vorteil dar, da hierdurch die notwendige inhaltliche Qualifizierung sichergestellt wird. Hinzu kommt eine hohe und schnelle Anpassungsfähigkeit dieses Modells an bildungspolitische Veränderungen. Nicht zuletzt findet es bei den Abnehmern der so ausgebildeten Lehrkräfte höchste Anerkennung und wird auch von den Studierenden bestens akzeptiert.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einführung: Die Einleitung umreißt die Relevanz der zweiphasigen Lehrerausbildung im beruflichen Schulwesen und führt in die zentralen Problembereiche sowie die Akteure der Reformdiskussion ein.

2 Ausgangslage: Dieses Kapitel analysiert detailliert die derzeitige Ausbildungsstruktur in Deutschland, identifiziert strukturelle Defizite und beleuchtet die Herausforderungen in beiden Ausbildungsphasen.

3 Reformansätze: Die Positionen von BLBS, VLW, der Sektion BWP sowie der GEW: Das Hauptkapitel präsentiert und vergleicht die fachverbandlichen Reformvorschläge hinsichtlich Studienorganisation, inhaltlicher Gestaltung und dem Umgang mit neuen Studiengangmodellen.

4 Resümee: Die Schlussbetrachtung fasst die Notwendigkeit der Qualitätssteigerung durch Kerncurricula und fachdidaktische Optimierung zusammen und betont das Festhalten an der bewährten universitären Ausbildung.

Schlüsselwörter

Lehrerausbildung, Berufsschulwesen, Diplomstudiengang, Fachdidaktik, Referendariat, Kerncurriculum, Berufspädagogik, Wirtschaftspädagogik, Professionalisierung, Lehramtsstudium, Reformansätze, Polyvalenz, Qualitätssicherung, Nachwuchsmangel, Studiengangmodelle.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit dem deutschen zweiphasigen Modell der Lehrerausbildung für berufliche Schulen und untersucht, wie dieses vor dem Hintergrund aktueller Herausforderungen reformiert werden kann.

Welche Akteure und Interessenverbände stehen im Zentrum der Untersuchung?

Zentral sind die Positionen der Berufsschullehrerverbände (BLBS, VLW), der Sektion Berufs- und Wirtschaftspädagogik (BWP) sowie der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW).

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Ziel ist es, den Status quo der Ausbildung kritisch zu reflektieren und auf Basis fachverbandlicher Stellungnahmen Wege zur Sicherung der Ausbildungsqualität und Attraktivität für den Nachwuchs aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methodik liegt der Arbeit zugrunde?

Es handelt sich um eine deskriptive und analytische Aufarbeitung der aktuellen Situation sowie um eine komparative Darstellung von fachverbandlichen Positionspapieren und wissenschaftlichen Stellungnahmen.

Welche inhaltlichen Kernbereiche werden im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Bestandsaufnahme der Probleme (Attraktivität, Struktur, Theorie-Praxis-Verhältnis) und die Analyse konkreter Reformansätze zur inhaltlichen und strukturellen Neugestaltung des Studiums.

Welche Schlagworte charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Lehrerbildung, Berufsschulwesen, Fachdidaktik, Kerncurriculum und Qualitätsstandards charakterisiert.

Warum lehnen die Verbände ein konsekutives Bachelor-Master-Modell derzeit kritisch ab?

Die Verbände befürchten eine Aushöhlung der pädagogischen Professionalisierung, eine Verdrängung zentraler BWP-Inhalte und sehen keine Vorteile in Bezug auf den späteren Einsatz im Schuldienst.

Was ist unter der "Polyvalenz" im Kontext des Diplomstudiengangs zu verstehen?

Polyvalenz bedeutet hier die Befähigung der Absolventen, sowohl im berufsbildenden Schulwesen als auch in außerschulischen Bereichen wie der betrieblichen Aus- und Weiterbildung tätig zu sein.

Ende der Leseprobe aus 24 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Das Modell der deutschen zweiphasigen Lehrerausbildung: Kritik und Reformansätze
Untertitel
Die Positionen der Berufsschullehrerverbände, der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft und der Sektion Berufs- und Wirtschaftspädagogik
Hochschule
Friedrich-Schiller-Universität Jena  (Wirtschaftspädagogik)
Veranstaltung
Wirtschaftspädagogisches Hauptseminar
Note
2,0-
Autor
Anett Grießer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2003
Seiten
24
Katalognummer
V21115
ISBN (eBook)
9783638248099
ISBN (Buch)
9783638728300
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Modell Lehrerausbildung Kritik Reformansätze Wirtschaftspädagogisches Hauptseminar
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anett Grießer (Autor:in), 2003, Das Modell der deutschen zweiphasigen Lehrerausbildung: Kritik und Reformansätze, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/21115
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Leseprobe aus  24  Seiten
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